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MORGEN- UND ABENDSCHAU

Sie sind wieder da

Die Klimakleber haben erneut (gestern in Köln-Bonn, heute in Franbkfurt) zugeschlagen. Ich nenne sie ja immer die „ernsten Kinder“ – und siehe da: Mond und Saturn stehen zusammen in den Fischen. +++ In Hamburg ist was los. Die blaue Moschee an der Alster wurde geräumt. Man darf es sich eben nicht mit den Muslimbrüdern oder den Nordkaukasiern verscherzen; Iran geht. +++ Die „RKI-Files“ belegen, wie – ganz im Eindruck von Saturn-Pluto im Steinbock – Bevölkerung, Verfassungsgericht und Abgeordnete in Sachen Corona und Impfung betrogen wurden. Die konnten gar nicht anders als das Blatt des Staats-Virus zu spielen und haben gezeigt, wie extrem Menschen sich knechten lassen. Und vor allem, wieviele Sklaven hier leben. +++ Auf einmal alt. Nein, nicht ich, sondern der Republikaner da drüben, transatlantisch. +++ War ja neulich im Norden und in einer etwas abgelegenen Gegend.  Darf ich das sagen?? – Keine Kopftuchfrauen kreuzten meinen Weg. Ich dachte schon, es wäre was passiert… +++ Eine Kette sorgt für Unmut und darf wegen Verletzung der Neutralität nicht getragen werden.

25.7.2024

Eine schon ältere Idee

2017 kam ein britischer Publizist auf zwei Begriffe, die ins Deutsche übersetzt die „Irgendwo-Menschen“ und die „Dagebliebenen“ lauten, und die die neuen Metaklassen zur Beschreibung unserer derzeitigen Gesellschaftskrise darstellen sollten. Was die Angehörigen beider Klassen unterscheide, sei (zusammengefasst) ihre unterschiedliche Herangehensweise an Veränderungen. Wandel sei für die einen Antrieb, für die anderen Verunsicherung. Oder: Für die einen sei Zuwanderung ein Gewinn, für die anderen eine Bedrohung. Hervorgegangen ist die Terminologie – soweit ich erlese – aus Tony Blairs Think Tank in den 90er Jahren auf der Suche nach einer Ablösung der alten Rechts-Links-Einteilung und nach dem „Dritten Weg“. Inzwischen sind wir schon wieder weiter (oder zurückgefallen, je nachdem): Ich kenne so und so viele bodenständige und traditionsverwurzelte Menschen, die sich mit ihrer Sprache und der Heimat identifizieren, die jenen, die dies als „rechts“ ablehnen und bekämpfen, auch noch zustimmen. Sie wählen Politiker mit der Haltung der Wurzellosen bzw. der Nirgendwos (um es einmal höchst negativ zu formulieren) und argumentieren mit den liberal-toleranten Versatzstücken der Desintegrität gegen sich selbst. Sie gehören zur Mehrheit der Bevölkerung und kleiden sich doch, um mit Goodhart zu sprechen, in die urbanen Haltungen einer Minderheit. Total verquer, oder? Inzwischen ist zumindest, wie ich es wahrnehme, in Deutschland die Rechts-Links-Logik mit noch anderen Begriffen zurück. Dabei brauchen wir diese neuen Begriffe gar nicht – Blicke in Horoskope reichen aus, um die Verhältnisse zu erkennen.

24.7.2024

Sarkasmus und Zynismus

Sagt A zu B, der gerade böse auf die Nase gefallen ist: „Du, das war doch klar: wer hoch hinaus will, fällt abgrundtief.“ B – wenn er dann sarkastisch ist, sagt vielleicht: „Au wei, da habe ich aber ein Eigentor geschossen.“ Eine dritte Person, die das ironisch kommentiert, sagt: „Da hat sich B nun wirklich einen großen Gefallen getan.“

23.7.2024

Spuky

Etwa gegen 22:00 Uhr wehte vom nahegelegenen Fliegerhorst der Lärm anlaufender Flugzeugmotoren herüber. Aufgewachsen war ich ja auch schon mit Überschallfliegern in der Eifel und Panzermanövern in und um Munster. Auch kannten wir noch die wöchentlichen Alarmübungen der Sirenen. Seltsam nah das alles jetzt wieder.

23.7.2024

Inkognito

Unerkannt unterwegs. Noch einen Tag Auszeit. +++ Auszeit und Rückzug nimmt auch ein anderer. Große Aufregung in den USA und hier. Mein Kommentar muss warten.

22.7.2024

Petitessen

Laut einer „Express“-Quelle, die dem Londoner Umfeld der Sussexes nahe steht, wird in der High Society gemunkelt, dass Harry und Meghan absichtlich nicht auf den Gästelisten ihrer Bekannten stehen, weil diese befürchten, mit dem schlechten Ruf des Ehepaares in Verbindung gebracht zu werden. „

Das ist aus anderen Gründen kein Wunder: Sie können keine Wünsche mehr erfüllen, was die Königs sonst vielleicht mal tun.

22.7.2024

Sonntag Abend Ausklang

Im Torgang des Standesamtes von St. Georges blieb Charles Clare Winton einen Augenblick stehen und sah dem Wagen nach, der ihm die Tochter entführte – zusammen mit dem „unmöglichen Geigenkratzer“, den sie eben geheiratet hatte. Mißmutig eilte er dann davon, ohne auf den zweiten Trauzeugen, die Kinderfrau Betty, zu warten – nicht aus Hochmut, sondern aus einem gewissen Gefühl für Schicklichkeit und Würde. Die gute, dicke Alte in ihrer aufgewühlten Erregtheit hätte sie beide nur lächerlich gemacht und paßte auch wirklich nicht zu ihm, den seine schlanke Gestalt, die aufrechte Haltung und der leichte, federnde Gang auch heute noch als früheren Reiteroffizier erkennen ließen, obwohl er schon seit sechzehn Jahren nicht mehr aktiv war. ‚Die arme Betty‘, dachte er mitleidig, doch dann wurde er ärgerlich. Daß sie zu guter Letzt noch in Tränen ausbrechen mußte, war zum mindesten recht überflüssig gewesen. Gewiß, jetzt, da Gyp fort war, würde sie sich sehr einsam fühlen, aber doch noch nicht annähernd so einsam, so gottsjämmerlich verlassen wie er selbst. Mit der hellbehandschuhten Linken – die rechte Hand war am Gelenk abgenommen und durch eine künstliche ersetzt – zerrte er nervös an dem kurzgehaltenen, ergrauten Schnurrbart, dessen emporgesträubte Enden die harten Mundwinkel freiließen. Trotz dem trüben Februarwetter trug er keinen Mantel, und zu der völligen, fast beschämenden Unfeierlichkeit dieser Hochzeit paßte es durchaus, daß er nicht einmal schwarzen Gehrock und Zylinder, sondern einen einfachen, blauen Straßenanzug und einen dunklen, steifen Filzhut gewählt hatte.

Das ist der erste Absatz des Buches, in das ich mich gleich vertiefen werde. (Was würde ich wohl als erstes finden, wenn ich es lektorieren würde? Was ich nicht muss!) Der Regen gluckert vor dem Fenster, das Gewitter ist vorbei. 

John Galsworthy lebte von 1867 bis 1933 und war ein englischer Schriftsteller. Jenseits kam im Jahr 1913 heraus.

21.7.2024

Ein Update-Fehler?

Ja, es hat schon seine Tücken. Jedes Update einer Software, das mein Betriebssystem durchführt und es sich von der Mutterstation einverleibt, kann sein sensibles Innenleben gefährden. Für Viren, die einschlagen könnten, muss man sich in eine Abwehr einfuchsen und diese ebenfalls ständig auf dem neuesten Stand halten, denn überall lauern neue Viren. Wie im echten Leben. Nun hat es (das unpersönliche „es“, nicht das Virus) heute – wie ich höre – große und kleine Firmen, Organisationen und sogar Banken und Supermärkte lahmgelegt. Ein versehentlich falsch oder absichtlich unkorrekt geschaltetes Update (gibt es dafür ein deutsches Wort??) ist aufgetreten und hat für einiges Chaos gesorgt. Es gab weltweite IT-Ausfälle, einen Blackout im Osten… Cyberproblematik trifft auf Energieversorgung (zuviel Solarstrom, deshalb Netz voll?? Ich versteh da ja nur Bahnhof). Ich bin mal gespannt, ob ich morgen mit der Bahn von Hessen nach Hamburg komme, oder ob die Züge zusammenbrechen, weil sie die liegengebliebenen Fluggäste von A nach B transportieren müssen. Ich werde berichten.

19.7.2024

Der letzte Weg

Sterben ist eine schwierige Sache. Wir müssten es jeden Tag mindestens ansatzweise üben. Oder bewusstmachen. Leben heißt Leben auf den Tod hin. Das ist nichts Schlimmes, denn es gehört eben dazu. Wenn im Verhältnis von Leben und Sterben die Waage sich allzu weit in Richtung Sterben neigt, sich die 5 Minuten Übung jetzt in Übung zum Leben umkehren, wird es manchem zu schwer. Kommen Schmerzen dazu oder die Umhüllung mit dem Vergessen, kann es für alle Beteiligten ein beschwerlicher Weg hin zum Loslassen sein. Da hat sich einer etwas ausgedacht und seine Kritiker meinen, Philip Nitschke habe auf der Welle des Hyperindividualismus eine unmenschliche Methode zum Suizid geschaffen. Gemeint ist die SARCO-Kapsel. Das Horoskop Nitschkes erklärt sein Interesse am Tod und am Sterben auf den ersten Blick. „Mitten im Leben“ (Löwe) stehen hier Sonne-Saturn-Pluto eng umschlungen. Die Venus gehört als Einzige nicht zum Engramm, das die anderen drei als „Eckpunkte“ mit Merkur in Krebs bilden, umschreibt aber nachgerade mit Pluto das Behältnis, den Container für den Saturn. Mit Mars-Uranus wird er ein Verfechter der Innovation, im Zwilling einer Technologie, einer Methode. Der von außen betreute Suizid als Sterbehilfe ist eine Euthanasie, ein Gnadenakt, und ein sehr umstrittenes Thema. 

19.7.2024

Frauenfeindlichkeit

Frauen und Mütter sind zwei ganz verschiedene Welten. Nein, kein Jubelabsatz über Mütter (es gibt genügend Beispiele von sich über ihre Kinder stülpenden Mütter), aber eine Anmerkung zu den kinderlosen Frauen und den Müttern, die sich untereinander ihr ärgster Feind sind. Ungelöster und gelöster Mond-Pluto. Wer durch die eigene Lebensverneinung gegangen ist, wird selbst Quell des Lebens. Die anderen bleiben Feinde des eigenen Körpers und des Lebens. Ich halte ja nix von der Frauenquote, denn es kommen die falschen Frauen (und solche, die meinen, eine Frau zu sein, es aber nicht sind) nach vorne, was verheerend ist. Mein Hörtipp – in Nostalgie – hier. +++ Oh, da ist ja was los im EU-Parlament. 

18.7.2024

Wiedergewählt

Ja, manche Menschen können ihrer Macht einfach nicht entgehen, sie läuft ihnen gewissermaßen hinterher, klebt an ihnen. Doch was ist denn Macht? Wozu braucht man sie? Mars-Pluto z.B. ist der Hinweis auf eine „Königskonkurrenz“, die beiden Diagonalen im Engramm sind Neptun-Sonne und Mars-Pluto. Wenn jemand Sonne-Neptun hat, heißt das ganz oft: Hier ist ein potentieller König geboren. Eigentlich bräuchte Neptun-Sonne weder einen Thron noch eine Krone. Er müsste einfach nur sein Subjektives der Wirklichkeit anheimstellen (äußerst unpopulär in diesen ungöttlichen Zeiten) und schon würde aus allem, in das er seinen Fuß setzte, ein Königreich. Das Leben und Dasein im Maß seiner Bestimmung wäre das Königreich. – Viel ist darüber geschrieben worden, aber man kann es nicht oft genug wiederholen! – Mit der Konstellation kann es passieren, dass man sich verwechselt: die schwache Sonne will nicht schwach sein, sie will alles sein, also hält sie sich auch gleich für Neptun – und göttlich. Neptun wandelt sich in Pluto (Sonne-Pluto) … Der unwahre König ist ebenso gefährdet, wie er gefährlich ist. Gefährlich ist er, weil er potentielle andere, noch nicht voll ausgereifte Könige töten muss (Herodes!), um nicht selbst getötet zu werden. Er braucht „Futter“ – und zwar in Form von den Neptuns der anderen. Wer im Horoskop Mars in Verbindung mit Pluto stehen hat, ist ein Aufdecker der unwahren Könige. Diese Frau hat ihn zweifach: als Quadrat und als AC Skorpion. Mars-Pluto ist der Austreiber des Verdrängten – und hat gleichzeitig Angst vor dem Bösen. Das Böse als das, was nicht gelebt werden darf, bedient sich der Fassade des Bürgerlichen, um dahinter sein Verdrängtes zu verstecken. Wenn ein Mars-Pluto glaubt, sich mit anderen zusammentun zu müssen, um diese Angst nicht zu spüren geschweige dann zuzulassen, wird er mitnichten frei, sondern wird die Erscheinung weiterer Verhinderung. Macht ist die Verhinderung der eigenständigen Leben anderer. Kollektive gegen Kollektive heben Königreiche auf (Mars-Pluto könnte bei Verlassen des Kollektivs König – Sonne-Neptun – im eigenen Leben sein) und regeln in Vorgängen die Verteilung der Reviere. Wo immer Leben entstehen könnte, muss Mars-Pluto – sofern er sich in einem Kollektiv aufhält und auch noch dessen „Anführer“ ist – zerstören, denn er übergibt die Feindschaft gegen sich selbst an die anderen. – Mars-Pluto wird Zeichen des matriarchalen Kollektivs und (man schaue sich an, wieviele Frauen mit Mars-Pluto sich an der Spitze tummeln) wird mit diesem untergehen. 

Im Transit des heutigen Tages steht der Mond zur Mittagszeit auf dem Saturn von Ursula von der Leyen, der Transit-Saturn wiederum steht zu diesem im Quadrat. Was hat ein Mensch zu tun, wenn er mit 66 Jahren auf die ihm eigene „Ordnung“ gestoßen wird und die zweite Saturn-Rückkehr bereits hinter ihm liegt? Saturn in Haus 2 – sie ist eine Repräsentantin  der Rechtsform. Der Schütze-Saturn ist schon mal gerne einer, der „Recht spricht“, das „Gesetz“ auch gleich mitliefert; „Straßen-Arbeiter“ im Hause des weltanschaulich gefügten Gemeinschaftlichen; bei einem Transit-Saturn in den Fischen ist – wenn dieser Schütze-Saturn ein Blender ist – der Ruf im Revier grundsätzlich in Frage gestellt. Hält dieser Saturn, was er verspricht? Neptun wird auf den Plan gerufen – steht mit Jupiter-im Skorpion in Haus 12. Es wird gesagt, dass da einige Ungereimtheiten aufgetaucht seien, von Gesetzesbruch und Rechtsbeugung ist die Rede, oder? Da erschrickt Mond, er erschrickt in Anbetracht der Möglichkeit, dass die Aufdeckung dem Bild, das sie von sich selbst hat, ein Ende bereiten könnte. Aber: Sie hat einen Leitstern – Pluto in Haus 10. (Die Bossin der „Schattenkönige“ – Saturn-Pluto) Im Phänomensrhythmus hat sie soeben mit 7 Jahren/Haus den Pluto überlaufen. (Man kann also davon ausgehen, dass die Geburtszeit von 9:06 Uhr reell ist.) 2022 hatte sie ihn mit 1°/Jahr überlaufen. Es geht also weiter in der EU – die Geiselnahme eines Konstrukts der Vorgänge für die Verschleierung einer unzugegebenen Schuld. Das haben indes einige Länder und ihre Präsidenten erkannt! – Und nun schaue man auf die Reaktion der Frau von der Leyen.

18.7.2024

Die Nachfolger?

In Frankreich ist es für Marine LePen Jordan Bardella, für Donald Trump in den USA offensichtlich JD Vance – einein Ruf in Frage gestellt. e neue Generation tritt an. Ersterer ist Jahrgang 95 (ich hatte irgendwo etwas über ihn geschrieben) und letzterer Jahrgang 84. Jeder „Chef“ tut gut daran, rechtzeitig junge Menschen in die Nachfolge einzubinden. Wenn, wie in Deutschland, die Nachfolge fast so alt ist wie man selbst, ist etwas schief gelaufen (ich spreche jetzt von den Schwarzen). „Running mate“ heißt jemand, der zum Kandidaten für die Vizepräsidentschaft berufen wurde. Von Vance ist noch keine Geburtsstunde bekannt, aber er gehört in den gleichen Sonnenverbund (Krebs-Löwe-Jungfrau) wie Bardella (Jungfrau, da könnte er ein wenig zu zögerlich sein, Sonne auf Pluto-Uranus-GSP): 2. August – eine Löwe-Sonne auf 10°35′ alias Mond-Pluto. Mond-Pluto hat er auch noch in Konjunktion (hängt von der Tageszeit seiner Geburt ab, wie exakt). Aber nun gut – alle haben von den Vorvorderen ihr Päckchen bekommen! Bardella ist in einem Monat geboren, in dem sich eine Neptun-Uranus-Konjunktion (im Steinbock) langsam voneinander löste, sein Saturn steht in den Fischen – man könnte sagen: er ist zuständig für die Rückführung des Logos in den Mythos. Vance weist eine Jupiter-Neptun-Spiegelkonjunktion (von Schütze zu Steinbock) auf. Sein Saturn steht im Skorpion (und im Quadrat zur Sonne) – wenn er nicht selber einer ist, ist er auf jeden Fall einer, der „Schattenkönige“ erkennt – also die, die nach vorne gestellt wurden, aber nicht die Zügel in der Hand halten. Mars-Quadrat-Venus von Skorpion zu Löwe dürfte er bereits kennengelernt haben: Die leitbildorientierte Energie gegen eine Form des Lebens. Die Sonne im Quadrat zu Saturn spricht von einem „fleißigen“ Arbeiter, auf dem Umweg nach oben, aber eben deshalb auch nicht ganz entspannt. Da ist ein starker Wille, für den er im „Lebenswerk“ gesehen werden will. Das nur auf die Schnelle. Wir haben hier in Europa kein Wunschkonzert, mal sehen, was die Amerikaner draus machen. +++ Und bei uns? – Weiterhin Kontrollverlust.

17.7.2024

Und während die Sommerferien über uns wabern…

… und einige sich mit ihren Familien (wer es sich leisten kann) für ein paar Wochen davon gemacht haben, um im Ausland einen Hauch von Freiheit zu tanken, müssen andere hier bleiben und sich mit dem Torso begnügen, der ihnen geblieben ist: schlechte medizinische Versorgung (Kinderärzte brauchen eben auch Ferien), miserable Bahn- und Busverbindungen (ein Tagesausflug wird zum Wartemarathon), ein mehr oder weniger klammheimliches Stimmensterben (Schweigespirale), Verwahrlosung der Sitten in der Öffentlichkeit, die allgegenwärtige Abgestumpftheit mit konformistischer „Haltung“, nicht zuletzt der MANGEL – all das sind Anzeichen für den Zerfall. Die Schulen ruhen ja im Moment – sind hier in Hessen kein Thema. Ein Thema aus DIE WELT soll für sich sprechen. Neues Deutschland.

17.7.2024

 

Der Rheinbund und seine Nachgeschichte

“Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.”

Diese wenig schmeichelhafte (aber irgendwie ziemlich zeitgenössische) Einschätzung Napoleons veröffentliche der Herausgeber Joseph Görres im Mai 1814 in seiner Zeitung „Rheinischer Merkur“. Wir sprechen ja heute so viel von Propaganda und Fake News… War das nicht vielleicht auch schon damals übliche Propaganda? Gehen wir dem mal nach. – Und so komme ich von Austerlitz über den Rheinbund zur fraglichen Souveränität des heutigen Deutschland, das nach der Wiedervereinigung in die EU „eingehegt“ wurde. Dazu habe ich dieses gefunden. Kennen vielleicht einige… 

16.7.2024

Autos mit Elektromotor

Seit gefühlt zwei Wochen bin ich hier von Elektroautos umzingelt. Sie sind sehr leise – man hört sie kaum von hinten kommen – und geben den Fahrern und Haltern offenbar ein gutes Gefühl. Soweit ich das erhört habe, schaltet sich auch der Motor sofort aus, wenn das Gerät zum Stehen kommt, schon auch, wenn es gerade mal vorm Abbiegen anhält. Aber ich verstehe davon nicht viel. Die neue Auto-Technologie erschließt sich mir ohnehin nicht mehr. Ich frage mich allerdings bisweilen, wie diese E-Autos sich in Staus bewähren. Nicht nur die Bahn hat ja Infrastrukturreparaturstaus, sondern auch das Straßennetz ist ausbaufähig und -nötig. Während ich mit den Öffentlichen sporadisch zu spät komme, stecken rund um unseren Ort die Autos in morgendlichen kilometerlangen Staus fest. Da wird sicher das eine oder andere E-Auto dabei sein. Nun gut – nicht mein Problem. Ich muss aber doch noch auf das hinterhältige Anschleichen zurückkommen – daran muss ich mich erst noch gewöhnen, dass da schon mal aus dem Nichts etwas an mir vorbeizieht… Wäre das ein Tier, hätte 

16.7.2024

Die falsch herum gehisste Flagge

Zu Beginn des Films „Im Tal von Elah“ (2007) zeigt Tommy Lee Jones einem Mann, wie man die amerikanische Flagge richtig hisst, und erklärt ihm, warum man sie nicht verkehrt herum aufziehen darf. Das bedeute nämlich: Land in Not. Am Ende des Films wird der Vater, um dessen Sohn es im Film geht, selbst die amerikanische Flagge hissen – und zwar verkehrt herum. Gibt es das auch für die deutsche Fahne? +++ Ich lese gerade über die Schlacht bei Austerlitz (Drei-Kaiser-Schlacht), die bei einer Saturn-Uranus-Konjunktion ausgetragen wurde und das Ende des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation einleitete. +++ Stippvisite im Epizentrum Frankfurt: Nicht mehr mein Land. +++ Finnland und Ungarn! Jó éjszakát nach Ungarn und Hyvää yötä nach Finnland.

15.7.2024

Das (s. Bild) fiel mir gestern ein…. und nicht nur mir

Ich habe mal eine Fotomontage daraus gemacht. Es ist die Rede davon, dass dieses vorgestrige „Motiv“ ein „ikonischer“ Moment gewesen sei, (ähnlich wie das Aufrichten der amerikanischen Flagge in Iwo Jima), der sich – meiner Formulierung nach – in die Matritze der Welt einschreiben wird. Und dann noch etwas, nämlich ein schon etwas älteres Lied von Herbert Grönemeyer mit folgenden Eingangsworten:

Momentan ist richtig
Momentan ist gut
Nichts ist wirklich wichtig
Nach der Ebbe kommt die Flut
Am Strand des Lebens
Ohne Grund, ohne Verstand
Ist nichts vergebens
Ich bau′ die Träume auf den Sand.

Und der Mensch heißt Mensch
Weil er vergisst
Weil er verdrängt
Und weil er schwärmt und stillt
Weil er wärmt, wenn er erzählt

15.7.2024

Demokratie – vom Wandel eines Konzeptes und der heutigen Bedeutung

Parasitäre Machthaber – solche, die auf Kosten derer leben, die sie als schwach ansehen, sie dazu deklarieren (es gilt zweifelsohne wieder und immer noch das Recht des Stärkeren) und sie dort mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln einhegen wollen (um sich selbst in Machtausbau zu bereichern) – rufen im Westen dazu auf „unsere Demokratie“ zu verteidigen – dabei ist es „ihre Demokratie“, die sie erhalten wollen. Hier ist Regression am Werk, und die führt früher oder später in den Untergang, weil die Gesellschaften zerfallen: In jene, die eigentlich Schutz bieten sollten (es aber nicht tun) und jene, die schutzlos ausgeliefert sind und sich aus der Gemeinschaft „verabschieden“. Weder gibt es noch eine gemeinsame Identität noch eine Besinnung auf gleiche Werte für die Gemeinschaft. Die Machthabenden gewähren denen, die sie eigentlich „wählen“, die Möglichkeit, sich Hypotheken aufs Leben aufzuladen.  Damit kann sich die Macht dieser Gläubiger (jenen, die den Schwächeren gnädige Kredite gewähren) ungehindert weiter ausbreiten.

Zum Thema Demokratie gibt es hier einen Vortrag. Erhellend und zum Weiterdenken. Minute 30-34 unbedingt aufhorchen.

14.7.2024

War das nicht längst überfällig? 

Bei einer Konjunktion von Mars und Uranus im Stier entlädt sich die Spannung. Es ist zunächst einmal sehr viel Energie im Gemeinschaftlichen und im Kollektiv, Uranus (und er ist seit Kurzem plutohaltig!) hat es gespalten. Die Venus, die zu diesem Stier gehört, steht im Löwen gegen den Pluto im Wassermann. Eine „Sicherung“ (ein Bestand) wird zunächst mit Aufhebungsenergie angefüllt, die dann in einem „Venus“-Gefäß auf das Feld eines „Souverän“, in ein (Lebens-)Geschehen gebracht wird. Löwe ist das Durchführungszeichen dieses Sonnenverbundes, die Sonne hat im Krebs (dem Einzelwesen) auf dem GSP Mars-Jupiter eine Mission und ist auf dem Kreuzzug. Auch Mond in der Waage steht auf Mars-Jupiter-GSP – auch dieser „bescheint“ einen Kreuzzug – Sonne und Mond gehen ein Quadrat ein: nehmen wir es mundan: Das Volk und die Regierung, die dieses Volk „ausdrückt“ und die ihm vorsteht, harmonieren nicht miteinander, auch das ist in der Venus eingeschrieben: hier wird ein Bewusstsein der Identität angegriffen.

Von höherer „Warte“ (herausgehoben aus dem Kollektiv) schaut aus dem Gegenüber ein „Programm“ herüber. Pluto-Venus haben wir hier mehrfach: Pluto in 2, Venus in 8. Da denke ich zunächst an Strippenzieher und ihre Puppen, dann an eine Leitbildorientierung (nicht unkomplizierter Art) an einem ganz bestimmten Bild von Gemeinschaft, und an eine Architektur, die dem Leben eingeimpft werden soll. Gruppenzwang. Die Venus steht übrigens auf einem GSP Jupiter-Pluto und das ist der Hinweis auf eine „Pseudoreligion“ und Sekte. Die Kugel streifte Donald Trump am Ohr (durchbohrte es) und traf einen hinter ihm Stehenden tödlich (was mindestens noch tragischer ist, als dieser Mann sich vermutlich ungefährdet meinte). Nun hatte es im Vorwege bei all der schwer kontrollierbaren Energie bereits eine Äußerung gegeben, die Trump quasi zum Abschuss freigegeben hatte. Genaue Daten (ich habe auf 13.7.2024, Butler, 18:11 Uhr EDT gerechnet) und Ablauf hier.

14.7.2024

Omas gegen Rechts

Ich bin ja ein Katzenmensch: Wenn mich jemand zu etwas aufruft oder nötigen will und dabei übergriffig wird, drehe ich mich um und gehe in eine andere Richtung. Da bin ich in einer guten Tradition: meine beiden Großmütter waren so (jede auf ihre Weise), meine Mutter … und doch ist es passiert, dass wir alle vier in einem entscheidenden Moment das „Nein“ nicht laut genug, vielleicht noch nicht einmal leise, gesagt haben. Fehlentscheidungen, mit denen fortan zu leben war. Die Katzenkraft aber ist sprichwörtlich, oder? Es gibt eine nächste Chance. Omas gegen Rechts? – Bitte schön, was ist das bloß für eine dumme und verdummende „Aktion“, für die sich Frauen mit gelebtem Leben hergeben! Und sich auch noch als Frauen auf die „Oma“ reduzieren lassen.

13.7.2024

Die Zeit der Reformen ist vorbei…

… und die Unruhestifter sind überall unterwegs. Was hilft uns diese Gewissheit? Aus vielen Gesprächen springt mir eine zunehmende Hoffnungslosigkeit entgegen, und wenn ich denn um eine Trostspende gefragt würde, würde ich das alte Gleichnis von Pandoras Büchse bringen. Nachdem alle Übel und Krankheiten bereits ausgeflogen waren, blieb das schlimmste Übel von allen übrig: die Hoffnung. Dass die trügerisch ist, wollen die wenigsten wahrhaben. Im Angesicht der Hoffnung bleiben sie im alten Zustand und halten an der fatalen Verheißung fest. Und nun ist auch sie weg? Nicht grämen: ohne Hoffnung muss man den Dingen in die (nichtvorhandenen) Augen blicken und erwacht aus der Starre. Einfacher wird das Leben dadurch nicht, aber ehrlicher. Übrigens: Was viele unter „hoffnungslos“ ablegen, ist in Wirklichkeit ein „niedergeschlagen“ – und das ist nochmal ein ganz anderes Kaliber.

13.7.2024

Über 7 Brücken

Für manche liegen diese 7 Brücken in nahem Abstand zueinander. Wenn ich hier physisch und nicht im übertragenen Sinne meine Wege gehe, finde ich 7 Brücken über die Autostraße – in fußläufig erreichbarem Abstand. Ich gehe sie ab, hin über die eine, zurück über die andere usw. Sehr gute Übung für Seelenhygiene. Für andere liegen ihre 7 Brücken weit auseinander, sie alle abzugehen, kostet viele Jahre, manchmal so viele Jahre, dass die Kraft nicht ausreicht für die letzten Brücken. Sieben Jahre sind nicht immer gleich sieben Jahre. 

12.7.2024

An Arroganz nicht zu übertreffen

Ich traute ja meinen Augen kaum, als ich diese Bühnenshow kurz vorm Ausschalten noch auf den Schirm bekam. Es war zunächst die Anordnung im Raum, die mich frappierte: links im Bild die Herren und Damen Staatschefs der Mitgliedsstaaten der NATO als Kollektiv mit weißer und rotberockter Dame und beschlipsten Männern, dann am Rand der Gruppe (nicht etwa mittig vor der Gruppe) das Rednerpult und ganz rechts allein und abseits der geschlagene Bauer und Bittsteller auf dem Feld. Demonstration von … ja, wovon? Der Präsident ist mit seiner Rede am Ende und kündigt den „Besucher“ an: den Präsidenten der Ukraine, Putin. Dann wendet er sich ab. Na gut, die Situation wird noch gerettet, denn Mr. Biden korrigiert sich, begrüßt den Bittsteller mit Handschlag, macht einen Scherz und der andere legt noch einen drauf, indem er meint, er sei besser – als Putin.

12.7.2024

Taylor Swift

Die Frau ist ein Phänomen, ja, eine Erscheinung, und sie bringt noch eine weitere Erscheinung hervor: In den sozialen Netzwerken kursiert bereits seit Monaten der Begriff „Swiftonomics“ oder „Swiftflation“. Was passiert hier?  Überall dort, wo Konzerte von Taylor Swift einen Ansturm ihrer Fans auslösen, werden die Preise für Dienstleistungen in die Höhe getrieben. Der Konsum an diesen Orten steigt, die Inflation rund um diese Orte aber auch. Swift ist nicht die einzige Künstlerin, die diesen Effekt auslöst; auch die Großveranstaltungen der Fußball-EM tragen zur Preissteigerung bei. Durch diese „Swiftflation“ können zwar z.B. die Zentralbanken geplante Zinssenkungen aussetzen und auch die Wirtschaft kann an den gesteigerten Hotel- und Restaurantpreisen  verdienen. Kurzfristige Effekte, langfristige Verschärfung der Inflation. Wie singt sie doch so schön?! +++ Übrigens, Nachsatz: Die Züge in Deutschland sind nicht unpünktlich. Sie kommen nur nicht mehr an. 

11.7.2024

Der fliegende Frosch

Wenn einer, der mit Mühe kaum,
geklettert ist auf einen Baum,
schon meint,
daß er ein Vöglein wär,
so irrt sich der.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)

Der Berufspolitikerstaat wird mit solchen Fröschen bestückt. Ob sie einsichtig werden und ihre wahre Bestimmung annehmen? Vermutlich nicht, und damit sind die Flugfrösche extrem gefährlich.

11.7.2024

Schulmedizin – nur noch ein Rumpf ihrer einstigen Größe…

… wenn sie denn jemals „groß“ war und man ihr jemals vertrauen konnte. D.h. nein – es war die Zuverlässigkeit der Krankenversorgung und die Gewährleistung von Hilfe – immerhin. Und das fällt nun zunehmend weg. Diagnosen aufgrund (technikbasierter) Untersuchung waren hilfreich. Doch mit einer homöopathischen Anamnese kommt letztlich kein Hausarzt mit und das Maschinelle kann deshalb weder den ganzen Menschen erkennen noch behandeln. Auf der anderen Seite die „Patienten“. Die Gestalten, die ich heute in der HNO-Praxis gesehen habe… Ich will gar nicht weiter davon schreiben, nur soweit: Viele haben sich aufgegeben. Die ganze pharmazeutisch-basierte Behandlung ist eine einzige Farce, und schädlich noch dazu. Es fällt mir gerade zu: Statine. Und: Erinnern wir uns? COVID-Impfung aus dem „Nichts“ – auf einmal war der Impfstoff da. Meckern gilt nicht, wenn man nicht auch eine Idee hat. Hm, welche habe ich denn? Es fällt mir wieder meine Lehrerin ein: Der Tod kommt aus dem Darm. Also, achtet auf den Darm (sagt eine Jungfrau 🙂 )

10.7.2024

„Wie dieses Buch zu lesen ist“

Das habe ich bis jetzt in drei Vorwörtern der letzten 10 Bücher, die ich gekauft habe, gelesen. Manchmal bin ich als Schreiberin schon auch versucht, das in eines meiner Vorwörter zu schreiben; ich meine, es ist mir bis jetzt noch nicht durchgegangen. Mein Tipp an den mündigen Leser (der keinen Tipp mehr braucht) und an die anderen: Wenn Ihnen ein Buch und sein Stil, die Schriftgröße, das ganze Format, der Geruch nach drei Seiten nicht gefallen, legen Sie es zur Seite. Auch und selbst wenn es eins meiner Bücher ist – legen Sie es weg! Der Autor muss und darf niemandem sagen, wie sein Buch zu lesen sei. So, das ist das eine. Das andere ist das Verteilen von Steuergeschenken. Die einen bekommen Gurken, die anderen Trauben. Ich habe einen Interview-Ausschnitt mit unserem Wirtschaftsherrn gesehen — und musste an Frans de Waal denken. Mal sehen, ob ich die Stelle finde. Moment. Hier ist es: ab Minute 13:35. Also wenn schon Moralisten, dann bitte richtig!

10.7.2024 

„Und ich glaube, dass wir über diese Form der nicht gelungenen sozialen Integration viel mehr reden müssen.“

Was rege ich mich überhaupt noch über dergleichen auf? – Einmal über die Vorgänge an und für sich und dann über das, was Politiker dazu sagen.  Ist doch schon Normalität – dieses Missverhältnis in der Wahrnehmung des einen und des anderen und dann deren Artikulation. Das kann ich indes den Leuten nicht nachsehen: absichtsvolle Messerei (ohoh – doppelsinnig) mit zwei verschiedenen Maßsystemen. Da müssen ja alle die, die sich dem aussetzen, kollektiv verrückt werden. Etwas Tröstliches zum Abend? – Ich sitze an einem Horoskop über den Beginn des Baus des Berliner Schlosses anno 1443. Sehr aufschlussreich, und geht ein ins Buch über die Neptun-Uranus-Zyklen. Das wird recht umfangreich.

9.7.2024

Binnendifferenzierung

In einem Gruppen-Unterricht bedeutet das, dass die Lehrer innerhalb der Gruppe den Lernstand der einzelnen Schüler nochmals „unterscheiden“ und den so entstandenen Binnengruppen verschiedener Lernniveaus jeweils ihnen entsprechende Aufgaben und Unterstützung zukommen lassen. Mehrarbeit für die Lehrer und letztlich auch nicht unbedingt förderlich für die Klassengemeinschaft,  entmutigt es außerdem die Besseren, weil sie nie zügig vorangehen können. +++ Es ist einfach alles immer viel zu groß und zu voll, und – Achtung: undemokratisch – Demokratie (im ursprünglichen Sinne des Wortes) setzt voraus, dass sich die Mitglieder einer Gemeinschaft kennen. Je anonymer sie sich sind, desto mehr schwindet die Möglichkeit der gleichberechtigten Mitsprache. +++ Jetzt haben sie in Berlin was überlegt: Binnendifferenzierung im Steuernzahlen. Da geht also die ganze Zersplitterung weiter und man entfernt sich von der Einigkeit. Überhaupt werden ja die Symbole dieser Einigkeit kategorisch abgelehnt, stattdessen rollen sie die Fahne der Vielfalt aus. Natürlich haben die, die ein uneines Volk in die Geiselhaft nehmen, Angst vorm „bösen Wolf“. Dabei tragen sie den Wolf selbst in sich! +++ Ach ja, und die grün-deutschen Jubeltöne über den vermeintlichen Coup Macrons mit dem Erstarken der Linken in Paris. Da sollten sie mal genau hinlesen, was man da über Deutschland denkt. Auch in Frankreich Uneinigkeit. Fraternité mit den Geschenkemachern. Aber eben Achtung: Wer Geschenke und Bonbons verteilt, ist gefährlich.

9.7.2024

Erinnerungen? – Trügerisch? Täuschend?

Die meisten unserer wirklich bedeutsamen Erinnerungen sind implizit. Oft basieren sie auf unseren frühesten Erfahrungen bezüglich Bewegung, Empfindung und Emotionen. Diese unbewussten, vorsprachlichen Erinnerungen beziehen sich auf unsere prägenden frühen Erfahrungen mit unseren Eltern und auf traumatische Erfahrungen quer durch unser Leben. Wie wir uns anderen Menschen und uns selber gegenüber verhalten, wird von solchen gespeicherten Erfahrungen stark beeinflusst. – und nicht selten schreiben wir die Erinnerungen um, wenn sie sehr stark von Informationen um uns herum überschwemmt werden. [aus: Die verletzte Wirklichkeit, 2018]

Verletzte Wirklichkeit auch in Frankreich. Sollten wir uns über den Wahlausgang freuen??

8.7.2024

Waage-Diplomatie vs. Demokratie in Gefahr

Geboren am 31.5.1963, angegeben ist 14:00 Uhr.

Der dienstälteste Präsident in Europa ist wie die beiden Vorgänger hier in der „Schau“ mit einer Zwillinge-Sonne ausgestattet, und mit einem „Drang zur Macht“, aber auch der Anlage zur Transformation (allerdings verführbar) – Sonne-Pluto-Quadrat. Sonne-Pluto – dem Kollektiv verhasst. In seinem Verbundsanfangszeichen steht Jupiter, sein Kommunikations- und Mitteilungs-Leitstern für die Selbstdarstellung im Allgemeinen: kämpferisch vereinheitlichend und mit Einsicht in die Selbstdurchsetzungsgebaren seiner Partner, die sehr wohl Gegner sein können (Widder in 7). Dessen Mars im Löwen mit einem Uranus (schon in der Jungfrau) in Haus 11. Ein Kämpfer für/gegen geistige wie seelische Unabhängigkeit und Autonomie. Wassermann in 5, Löwe in 11: Sonne-Uranus –  der Republikaner, der entweder sich für den Schöpfer hält oder aber sein Subjektives zurückstellt und im Sinne des „Schöpfergeistes“ handelt. (Genau das ist jetzt der große Streit um ihn, denn er scheint es doch mit Solschenizyn zu halten und „holt den Gott (als die Ordnung, an der wir uns ausrichten) in die Politik“ zurück.) Immerhin ist er Kartierer der Möglichkeiten im Kollektiv (Merkur in Stier, Venus dabei) – und kann ausgleichen, wenn auch Neptun in 2 dem gegenüber steht: Halte dein Territorium „sauber“ (DT hat ebenfalls Neptun in 2, war mal angetreten, den „Sumpf“ trockenzulegen). Also, dazugehören darf er dann nicht. Am MC gehts ums Heimatliche und seine „Identität mit sich selbst“, sofern die Uhrzeit stimmt: Mond in Haus 12. Die Gretchenfrage: Muss er diese Selbst-Schwäche (Steinbock in 4, Krebs in 10, Mond in 12) in Macht und Ideologie kompensieren oder ist er frei?

8.7.2024

Schulterschluss und Steigbügelhalter – was Planwirtschaft mit dem politischen Islam zu tun hat

Keine Uhrzeit, also Sonne am MC. – Ein Zwilling.

Ob ich nicht vielleicht ihn hier anschauen könnte, wurde ich angestupst. Hier ist Mr. Corona. Sonne in den Zwillingen (er geht methodisch-sachlich vor), hier zwischen einem GSP Pluto-Uranus und einem Sonne-Uranus. Das Licht scheint (auch in die Dunkelheit!) damit auf die Verdrängung der Wirklichkeit (Paranoia: man hält die Wirklichkeit für die Realität) durch eine Vorstellung und die Überschätzung der eigenen Person (Hybris) in Verbindung und Verwechslung mit dem Höheren. Sonne-Uranus: Lebensbedrohungsangst. Nun befinden sich Mond und Mars, Venus und Merkur (als Planeten aus dem Sonnenverbund) im Krebs, was zusammen auf eine enorme Angst vor Lebensbedrohung, d.h. vor dem Leben hinweist. Am Ausgang des Zeichens Jungfrau steht Pluto. Das „letzte Virus“ muss gepackt werden, bevor es in die Gegenwart entfleucht. Merkur-Venus: Wissenschaftlicher Vorgang einer Erscheinung. Im Quadrat zu Pluto: Untersuchung dieses Virus.

Wer über Menschen „Geschenke“ ausschüttet und sich als Beschützer aufspielt, ist gefährlich. Denn er nimmt dem einzelnen Menschen die Freiheit, sich selbst zu helfen und entmündigt ihn damit seiner Bestimmung, und er behält sich die Macht vor, alle Geschenke von jetzt auf gleich, einzukassieren.

7.7.2024

Keine Stimme für Krieg

Dieses Mal gibt es offiziell eine Uhrzeit, und die wirft einen Waage-AC aus.

Wie war das noch mit der Einfalt? Ach ja, oben haben wir Einfalt, unten die Vielfalt. Aber ich wollte doch nicht mehr in Oben-Unten– und Rechts-Links-Kategorien denken!

Der 3. Mann hat ebenfalls einen Mond im Stier, und gleich auch die Venus dabei. Selbstsicherung bis zur Selbstvergewisserung im Vorgang. Sonnenverbund-Anfangszeichen Widder enthält auch dessen Mars – und der „grätscht“ in die Sonne-Saturn-Opposition. Irgendwie will er ja fürs Heimatliche „sichern“, aber er ist nicht Herr im Haus. Was der Jupiter, das Schlitzohr, da am AC macht? – Man muss wissen: er steht auf einem GSP Mars-Jupiter: Er ist der legitimierte Verkünder und das Sprachrohr des Saturn (im Schützen), und das in Hinblick auf seine persönlichen, etwas zerstörten Umstände hin als Mission zur Überzeugung. Das mit der Heimatsicherung und der Arbeit für die Interessen des Landes, das sie repräsentieren, haben alle drei nicht so ganz begriffen, und umgedreht (aber sie sind ja nicht die ersten, sie sind die willigen Weitervollzieher).

7.7.2024

COVID Aufarbeitung – Impfstoffunwirksamkeit – neue Pandemie?

Wieder habe ich keine Uhrzeit, tendiere zwar zu einem bestimmten AC, habe ihn noch nicht genügend verifiziert.

Auch dieser Mann hat vermutlich einen Mond im Stier: Er sucht Unterschlupf im Kollektiv, ist auf den Schutz „angewiesen“ und sieht zu, dass seine Sicherheit durch Bestand gewährleistet ist, gleichzeitig ist er ein Leithengst, ein Austreiber wie auch Ausgestoßener und „Königsstürzer“.  Christian Lindner sieht in diesen Tagen etwas abgekämpft aus. Mut zur Lücke (wo ist hier im Haushalt die Lücke?) – er sagt, es gäbe keine. 

CO2 – ist mir heute entgegengefallen – ist die Formel für Leben (wenn wir atmen, stoßen wir CO2 aus, in der Photosynthese (phos = Licht) wandeln grüne Pflanzen das Kohlendioxid zu Glukose und Sauerstoff um: Kohlenstoff = Mond, Sauerstoff = Uranus. Was will ich damit gesagt haben? 

6.7.2024

Enttäuschte Nostalgia

Die Geburtsstunde ist vorläufig geschlussfolgert, v.a. auf Grund der Ähnlichkeit mit anderen Schütze-AC.

… mündet gar nicht so selten in ein kindisches Trotzverhalten. Als Kind erfahrene und vor allem unverstanden erlittene Zurückweisung wird im Erwachsenen zu einer „Antihaltung“: Gegen das, was man nicht bekommen hat, wird im Außen angekämpft, ja, man will es zerstören. Und doch ist das Heimweh nach der Kindheit, in die man sich zurückwünscht, um die „Sache“ doch noch zu drehen, immer präsent.

Diese Sätze fielen mir ein, als ich mir heute nochmals den Interviewausschnitt von Robert Habeck bei „Maischberger“ (am 6.9.2022) ansah. Hinter traurigen Augen duckt sich die Vergeltung. – Auch beim „Ringen um Worte“ scheint das Kindhafte auf (übrigens wurden ja auch Müsli und Frühstück erwähnt) – Mond, Mars, und dann – hier zu sehen – eventuell der Mond im Stier. Die Suche des Einzelnen nach der Geborgenheit im Kollektiv (als Sonnenverbund-Ausgangszeichen Krebs) – Mond in Opposition zu Neptun: die Auflösung dieses Einzelnen (im Wirklichen) und damit eingergehend die Auflösung der Identität mit sich selbst;  für eine Heimat bedeutet das: es liegt eine Scheinheimat vor. Hier noch etwas auf die Ohren und zur Erinnerung, wie es kam, so wie es kommt.

6.7.2024

Ein Film und seine Botschaft

„[…] Der Europäische Kulturmonat und die basel sinfonietta hatten in Auftrag gegeben und produziert, Weltpremiere war im November 2001 in Basel. In der Symphonie geht es um den Zerfall und die Zerstörung im 20. Jahrhundert. Decasia ist eine Wortneuschöpfung und steht für: Symphony in Decay – eine Symphonie in der Tonart des Zerfalls – und für fantasia – eine Phantasie über den Zerfall. Bill Morrison schuf den Begleitfilm zur Musik, mit Reduktion als stilistisches Mittel: Serielle und minimalistische Musik mit Sirenengeheul signalisierte eine Welt am Abgrund. Ebenso wurde das Inferno visuell umgesetzt: mit Bildern von Bränden und umkippenden Meeren. Jäh und übergangslos drehte sich alles, Musik und Bilder überall, die Orientierung verloren gegangen. Morrison hatte zuvor weltweit Archive nach Filmmaterial durchstöbert und vom Zerfall bedrohtes, zum Teil gesperrtes Material auf altem Nitrat gefunden, mit Bildern vom Beginn der Industrialisierung, Material aus der Anfangszeit der Naturwissenschaften und aus dem Jahrhundert der Physik, in dem die Menschen wie in Metropolis zu Zahnrädern im Getriebe wurden, und z.B. vom Schwarzen Freitag 1929. Am Ende des Films versinkt ein Land in Schutt und Asche, und die Erde ist ein verbrannter Planet.“

Geschrieben hatte ich das im Juni 2023 im Buch „Zwischen Erneuerung und Beharren. Uranus-Saturn-Zyklen – Wenn Inhalt und Form sich nicht (mehr) entsprechen“, und heute habe ich es nochmals herausgekramt, um im Fortgang der Arbeit an den Neptun-Uranus-Zyklen an die Zersetzungskraft von Neptun zu erinnern. Bill Morrison bediente sich in seinem Film u.a. sog. digitaler „Glitches“* als Symptome einer prozessualen Temporalität digitaler Bewegtbilder. Symptome überhaupt unserer Zeitqualität? Selbst das Gedächtnis der Menschen wird fragmentiert.

*Ein Glitch ist eine kurzzeitige Falschaussage in logischen Schaltungen – wobei mir Merkur-Uranus in den Sinn kommt – Bezug zu Haus 3 und Elektrik darin.

5.7.2024

Gefährliche Fußballspiele

Dass Fußball gefährlich sein kann, weiß man seit spätestens dem 14. Juli 1969. Es kam zu einem „Krieg“, der nach etwa 100 Stunden (am 18.7.) mit bis zu 6000 Toten, 15 000 Verletzten und 50 000 Menschen, die durch Bomben ihre Häuser verloren, endete. Auslöser des Konflikts waren die Qualifikationsspiele zur Fußball-WM im Jahr 1970 zwischen Honduras und El Salvador. – Ein Hin-, ein Rückspiel und am 27.6. im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt ein Sieg für El Salvador mit 3:2 nach Verlängerung.Es kam zu Krawallen.

El Salvadors Präsident, General Sánchez Hernández, ließ schließlich am 14.7. ohne Kriegserklärung den Flughafen von Honduras’ Hauptstadt bombardieren, wonach im Anschluss auch salvadorianische Bodentruppen in Tegucigalpa eindrangen. Honduras wiederum reagierte mit eigenen Luftangriffen, konnte sich aber kaum wehren. Der Fußball im Vordergrund hatte einen ganz anderen Hintergrund: Migration. Seit Beginn der 1950er-Jahre waren nämlich viele salvadorianische Bauern auf der Suche nach einer neuen Lebensgrundlage nach Honduras eingewandert. Im Frühjahr 1969 hatte die Regierung von Honduras entschieden, die Migranten durch Paramilitärs vertreiben zu lassen, und Zehntausende Flüchtlinge kehrten in die Heimat zurück, wo sie eine verschlimmerte humanitäre Situation vorfanden. – Beendet wurde die Krise erst 1980 mit einem Friedensvertrag, und war doch nicht beigelegt, noch 1990 und 1991 gab es jeweils neue Friedensverhandlungen. Und im Jahr 2023-24? In El Salvador scheint der Ausnahmezustand Normalzustand zu sein, in Honduras sieht es nicht viel anders aus. Die jeweiligen Reiseinformationen sind voller Warnhinweise. DAS ist auch eine Realität.

5.7.2024

Wenn es regnet, und die Sonne scheint…

… entsteht ein Regenbogen. Jenseits des Regenbogens – so lautet der Titel eines Songs aus dem Jahr 1939, kurz vor Kriegsausbruch in Europa, und aus dem Film „Der Zauberer von OZ“.

Tante Em sagt [Dorothy], sie solle sich „einen Ort suchen, an dem sie keinen Ärger bekommt“. Das veranlasst sie, alleine loszugehen und Toto zuzuhören: „Irgendwohin, wo es keinen Ärger gibt. Glaubst du, dass es so einen Ort gibt, Toto? Es muss ihn geben. Es ist kein Ort, den man mit dem Boot oder dem Zug erreichen kann. Er ist weit, weit weg. Hinter dem Mond, hinter dem Regen.“

Und dann beginnt sie zu singen. „When all the world is a hopeless jumble,/And the raindrops tumble all around,/Heaven opens a magic lane.“ Nun gut, brauchen wir Taschentücher? Nein, wir brauchen hochgekrempelte Ärmel, um an die Aufgaben zu gehen. Jeder an die seine und mitnichten als Sklave.

4.7.2024

Wenn die Busse und Bahnen die Parteien wären

Das Verkehrsnetz ist wieder zusammengebrochen, nein: zerrissen. Die Reise in den 30 km entfernten Traumzielort wird ein Abenteuer. Wenn es eine Wahl gäbe (also so richtig mit Urne und so), hätte ich Schwierigkeiten, mich zu entscheiden. Denn wie ich mich auch entschiede – Bus oder Schiene – ich wäre in jedem Fall undemokratisch und gefährdete die Werte und den Werterahmen. Der beste Bus- und Bahnnutzer ist der, der sich gottergeben an die Haltestellen stellt, sein Handy zückt, weder links noch rechts schaut und wartet. Die Mehrheit der Bus- und Bahnnutzer scheint viel Zeit zu haben, vielleicht ist sie ja arbeitslos oder grundversorgt. Auf jeden Fall scheint sie willenlos, so, als wäre das Deutschlandticket zum Ersatz für das freie Denken geworden. Dann feiern wir doch heute den Unabhängigkeitstag, oder?

4.7.2024

Brückenbauer

Ausnahmsweise in eigener Sache: In meiner Eigenschaft als „Büchermacherin“ war ich 10 Jahre lang zwischen den Kulturen tätig. Neben einigen mehrsprachigen Kinderbüchern (unter Mitarbeit von nicht wenigen Übersetzern) war das Persisch-Lehrbuch speziell für deutsche Muttersprachler entstanden, sozusagen eine deutsch-iranische Co-Produktion in Sachen Verständigung. Heute erreichte mich der Brief einer Interessentin, der ich vor zwei Jahren einen Restbestand an Buch und CD geschickt hatte, mit einer rückwirkend mutmachenden Danksagung und Hommage an unser Lehrwerk, das ihren Zeilen nach immer noch ziemlich seines Gleichen sucht. Ich gebe die Danksagung und die Hommage hiermit an meinen damaligen Autor Mahmood Falaki und an alle an der CD-Produktion Beteiligten weiter. Ein Dank auch besonders an die Briefschreiberin!

3.7.2024

Wer lügt? Gewinner oder Verlierer?

Das folgende hatte Carl Spitteler am 14.12.1914 in seiner Rede zum „Schweizer Standpunkt“ den Schweizern ans Herz gelegt:

„Und da wir von Bescheidenheit sprechen, eine schüchterne Bitte: Die patriotischen Phantasien von einer vorbildlichen (oder schiedsrichterlichen) Mission der Schweiz bitte möglichst leise. Ehe wir andern Völkern zum Vorbild dienen könnten, müssten wir erst unsere eigenen Aufgaben mustergültig lösen. Mir scheint aber, das jüngste Einigkeitsexamen haben wir nicht gerade sehr glänzend bestanden.“

Der Aufruf bestand darin, sich im Innern zusammenzuraufen. Er forderte in seiner mehrere Seiten langen Rede die Landsleute auf, Distanz zu wahren, denn auch der beste Nachbar könne unter Umständen mit Kanonen auf sie zu schießen. Distanz selbst gegenüber Deutschland, so verbunden er sich dem Land und seiner Kultur privat fühle. Deutschlands Feinde – England, Frankreich, Belgien, Serbien – seien nun einmal nicht Feinde der Schweiz. Und er rief dazu auf, angesichts des Krieges und des Leides rundum bescheiden zu sein. Und vor allem eines: neutral. – Die Schweiz als Beispiel für das große, komplex-chaotische Gesinnungs-Deutschland, was die Neutralität angeht, das Aufräumen im eigenen Lande? Dabei muss natürlich das vermaledeite und ungeliebte „patriotisch“ als „ideologisch“ gelesen werden. Vergesst es. Spitteler übrigens war nach dieser Rede für Deutschland „abgetan“. – Und erst 1920 erhielt er den Nobelpreis für Literatur – rückwirkend für 1919. 1914 und 1915 hatte man ihn verworfen, weil die Rede politisch zu exponiert gewesen war.

Es war in seiner Jugendzeit — Gesundheit rötete sein Blut und täglich wuchsen seine Kräfte — Da sprach Prometheus Übermutes voll zu Epimetheus seinem Freund und Bruder: „Auf! laß uns anders werden, als die Vielen, die da wimmeln in dem allgemeinen Haufen! Denn so wir nach gemeinem Beispiel richten unsem Brauch, so werden wir gemeinen Lohnes sein und werden nimmer spüren adeliges Glück und seelenvolle Schmerzen!“ [Spitteler: Prometheus und Epimetheus, 1881]

3.7.2024

Ahány ember, annyi vélemény

GottseiDank, dass das so ist. Három a magyar igazság. Neulich bei Achim Winter vom verbalen Tourette gehört. Hat was. Mindenki magából indul ki. In einer in sich verkehrten Welt, muss jeder aufpassen, dass er das x nicht für ein u nimmt und umgekehrt. Budapesten van egy nagyon szép állatkert. Es ist soweit: Ungarn ist nun zuständig für die EU-Ratspräsidentschaft. A szó elszáll, az írás megmarad. Viktor Orbán wird im Westen überhaupt nicht geliebt. Warum wohl? Ungarn ist Krebs-Land. Das ist Heimat. Kutyából nem lesz szalonna. Er hat den Krebs am MC, den Mond in der Jungfrau in 12, den Merkur (er ist Zwillinge-Sonne) im Stier in Haus 8. Jobb félni, mint megijedni. Ich denke an meine beiden ungarischen Dichter, die ich 2007 unter verlagliche Fittiche genommen hatte.  Ne félj, minden rendben lesz. Kam nicht gut an – in Deutschland. Ássatok le mélyen!

2.7.2024

Das Pendel schlägt um

Ist das das Ende der „demokratischen Gesinnung“? Es dauert noch. Und das Wort „Demokratie“ muss auch erst einmal gründlich gewaschen werden, bevor man es wieder einsetzen können wird. +++ Wir müssen mal über die ärztliche Versorgung sprechen. Was da jetzt los ist, und wes Geistes Kind so mancher Arzt ist, lässt Schlüsse auf das Kommende zu. Hier wird noch weiter am Vergrößern der Mißstände gearbeitet, bei einem Menschenbild, das kein freies Entscheiden zulässt. +++ Man stelle sich, die Menschen nähmen wieder ihr Leben selbst in die Hand!

2.7.2024

Kennt noch wer den Film „Langoliers“?

Heute Vormittag war der Ortsteil, in dem ich wohne, mit einem niederfrequenten Brummen belegt; das stetige, sich nicht verändernde Geräusch brach sich an mehreren Gebäuden, brachte mich völlig in Unordnung und versetzte mich in Unruhe, so dass ich entschied, rauszugehen und die Quelle zu suchen. Ich konnte sie eingrenzen auf „irgendwo am Sportplatz“, hinter den Bäumen (auf dem Foto), vielleicht ein Motor? Oder eine Industriemaschine? Unter Aufwendung meiner letzten Kräfte ( 🙂 ) und bei Übelkeit und Schwindel machte ich ein Foto und floh mit dem Bus in den Nachbarort. Dass diese Frequenzen (auch von Windrädern) krank machen, ist erwiesen. Auf der Heimfahrt fiel mir die Schlußszene von o.g. Film ein: Die Protagonisten sind zweimal durch ein Zeitloch geflogen, einmal in die Vergangenheit (wo die Langoliers alles Lebende fraßen) und dann wieder zurück – allerdings 15 Minuten über die Gegenwart hinaus – in die Zukunft. Da war ein solches Brummen zu hören, es kündigte die Ankunft der Gegenwart an. Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft — faszinierendes Thema.

1.7.2024

Neuer Monat – neue Chance

Bildungsreise nach Berlin gefällig? Oder doch lieber woandershin? – Ich war nie ein Kind der Straße… und bin immer wieder erstaunt, wenn ich höre und sehe, was auf Straßen alles so los ist, und wie der Funke des Mobs auf jeden Einzelnen überspringt, bis er seine Eigenständigkeit dem Kollektiv unterwirft. Ehrlich? Mir kommt das so vor, als würden sich die Dummen mit den Frechen treffen, und gemeinsam werden sie stark. Nein, solche Demonstrationen nehme ich nicht ernst. Wohl aber sind sie gefährlich. Ein Widerspruch?

1.7.2024

Ein neues Bündnis aus drei Ländern (und Parteien)

Kann man in den Nachrichten sehen (oder auch nicht): Viktor Orbàn hat es so zusammengefasst: „Die Menschen in Europa wollen Frieden, Ordnung und Entwicklung, und sie bekommen derzeit Krieg, Migration und Stagnation.“ Ja, wir haben hier ein schreckliches Durcheinander! +++ Und das Ganze steckt in einer Komplexitätsfalle. Das kennt jeder, der seine Wohnung von Grund auf erneuern will: Er muss alles ausräumen, muss entrümpeln; für diese Zeit ist die Wohnung unbewohnbar. Wenn Stromleitungen von Aufputz unter den Putz gelegt werden müssen, ist viel Staubarbeit dabei, und Fußböden, die herausgerissen werden müssen, … da lassen es eben manche gleich ganz sein, versuchen es stattdessen mit Reformen wie dem Möbelumstellen, ein paar Schönheitsreparaturen, noch mehr Lampen. So stehen wir mit der Deutschen Bahn und auch den diversen anderen Leitungen im Land herum: Wo Altes und Kaputtes ist (und man es nicht wegnimmt), passt eben nichts Neues hin. Also, ein großer Wille muss her. +++ Nachspielzeiten @Fußball. Ist das nicht wirklich auffällig? Der Punkt, an dem sich das Blatt wendet, liegt jenseits der 90 Minuten. Sie sollten die Anfangszeiten der Spiele mal verlegen. Oder?

30.6.2024

Migrationsvordergrund

Auf die Idee mit dem Wort brachte mich Henryk M. Broder. Dass da noch keiner vor ihm drauf gekommen war! Ich melde mich schon mal als Kandidatin für die Bezeichnung an. Bekomme ich jetzt ein Recht? +++ VAR – ein Klasse-Schiedsrichterassistent. Technisch unterstützt degradiert er die Menschen auf dem Feld zu Tischfußball-Figuren und zweitens zerschneidet die Idee der absoluten Korrektheit jedes Spiel. EM in Deutschland: Läuft. +++ Und überhaupt – ich denke ja, dass die Wettbüros sowieso ganz dolle mitspielen. +++ Und sonst so? Ach ja, AfD – als ich neulich in Essen war, habe ich in einem Hotel zwischen Bahnhof und Gruga-Halle übernachtet – ob dort die Demo vorbeigebasst ist? +++ Wie wäre es, wenn wir aus „hassen“ ein Verb für eine Art von Fortbewegung machten? +++ Verfaulende Rechtssysteme, wo man hinschaut. +++ Warten auf Kairos.

30.6.2024

Hoffnungsträger

Bei diesem Mann liegt ein unaspektiertes „Licht“ vor: Mond steht im Stier – da steht er in der Sicherheit eines Gemeinschaftlichen, auch eines Bewahrend-Sorgenden. Aber ein Eigenständiger im Clan? Der zugehörige Krebs steht im 7. Haus, d.h. hier benötigt er den Partner und das mit sich selbst identische Denken (also eine Wahrhaftigkeit im Wesen), um sich seelisch als formiert zu erschaffen. Die Herkunft formt sich hier in einer Herde und das wird zum Seelenausdruck mit einem Bedürfnis nach Sicherheit. Krebs-Löwe-Jungfrau bilden den Sonnenverbund, damit die Exposition. Eine Sonne im Endzeichen hat die Venus (der Waage) bei sich, während Jungfrau den Merkur in die Waage stellt: Die Sonne nimmt damit – so könnte man sagen – in ihre Aufgabe der Wahrnehmung und des Schutzes des persönlichen Seelischen das (noch zu ermessende) Außen mit auf. Sie wird von sich selbst absehend möglicherweise die Eigeninteressen vernachlässigen. Dieses ist nun eben auch Stier aus dem 5. Haus: Mein Geschehen als Dasein ist eine Festung im Austausch mit anderen. (Das macht ihn zu einem „Politiker“, allerdings einem irritierbaren, und damit wird er beeinflussbar). Die Jungfrau-Sonne wird von Saturn in der Opposition und in den Fischen gehalten. Eine Ordnung, die sich im Stadium des Ungeteilten befindet. Ist er die aufgelöste Brausetablette? – Saturn-Neptun: es ist an schwache Rechtspositionen zu denken, an Minderheitenlagen, und an Normen und Traditionen, die in der Bereinigung „stehen“. Er könnte „Konkurs-Verwalter“ sein – und die Sonne hat dies in Haus 9 entgegen ihrer eigenen Sicherheitslage zu bewerkstelligen. Oder zu lassen. Wem wird er dienen? Sonne und Saturn – eine harte Geschichte. Sie bilden eine Diagonale im „Engramm der Schattenkönige“, deren Konstellation in der oberein Reihe Saturn-Pluto heißt. Selbst wenn er gewählt wird, es ist nicht er, der herrscht, er ist für andere eingesetzt, und es schwingt das Thema „Geiselnahme“ mit. Doch ich kürze ab und überspringe Zwischenpunkte. Saturn in Transit über Sonne und Radix-Transit. Er dürfte im Moment viel „Blei“ an den Füßen haben, gegen das es anzukämpfen gilt. T-Neptun in Opposition zur Venus: Auch das eine In-Frage-Stellung seines Selbstbildes mit Tendenzen zur Auflösung der Form, die er sich gibt. T-Mars in Konjunktion zu Mond – stürzt er sich selbst ins Messer? – T-Uranus in Opposition zu R-Pluto: die Umwandlung und Erneuerung (im Gemeinschaftlichen) von „Erbinformation“. Pluto in Skorpion, die Generation, in der die Genforschung bzw. die -manipulationen Fahrt aufnahmen. Uranus-Pluto: die Eroberung der Schöpfungskraft über die Erfahrung durch den Menschen. Sofern er gewählt wird – am Sonntag – sollten wir uns damit befassen, was die Neptun-Uranus-Konjunktion im Steinbock für Frankreich bedeutet. (Der Mann heißt Jordan Bardella, 13.9.1995, 15:42 Uhr, Drancy)

29.6.2024

Unaspektierte Planeten

Nebenstehender Mann mit der Sonne auf dem GSP Jupiter-Pluto (nach Wolfgang Döbereiner ein Hinweis auf „Alzheimer-Demenz“); und das auch noch im 12. Haus: da werden in „Hinterzimmern“/in Abgeschiedenheit Programme geschmiedet und in Form gebracht – weist 2 Planeten auf, die zu anderen Planeten im Geburtsbild keinen Aspekt bilden. Aus dem 2. Haus ist es Saturn in Haus 7 und im Zwilling. „Die Selbstabgrenzung erfolgt durch die Herausforderbarkeit und Begegnungsfähigkeit.“ Es ist die (Gesellschafts-/Gesetzes-)Ordnung  im Gemeinschaftlichen, die im Begegnenden und in dessen Ausübungen (z.B. als Wissenschafts-Institutionen, Geldtransaktionen etc) eine Entsprechung findet. Saturn-Merkur-Venus: moralischer Ordnungsinstanz. Der ununterstützte Saturn dürfte ziemlich rigide und verknöchert sein – in der Erscheinung als auch in der „Denk-) Bewegung. Neptun stammt aus Haus 4 und steht in Haus 10 in der Waage. „Der seelische Ausdruck wird in eine Form gebracht.“ Die Ordnungsform, die sich mit Jungfrau am MC ergibt (Saturn-Merkur), ist ein „unordnungsbeunruhigtes“ Analyseinstrument, dessen Sinne sich auf Hintergründiges richten. Insofern richtet es Neptun in 10 ein, dass die subjektive Seele (bereits ohnehin mit dem Wahren identifiziert) die Wirklichkeit nicht irritiert bzw. stört. Man könnte auch sagen: das Rechtsbewusstsein und die Integration der Ordnung sind aufgelöst, und dies in ausufernder, uneinsichtiger Weise. Fehlendes Unrechtsbewusstsein und tiefe Religiosität liegen in diesem Horoskop nah beieinander. Den Neptun in Haus 10, ebenso bei einem Schütze AC haben auch die USA in ihrem Unabhängigkeitsbild. Dies ist ihr derzeitiger Präsident (20.11.1942, 8:30 Uhr, Scranton).

28.6.2024

Die Gewinner

Ich mag ja gar nicht mehr hinschauen, was in Falschnachrichten als Falschnachrichten bezeichnet wird. Und was sich da als EU-Kommission formiert. Es schauert mich. Außerdem nicht, wie sich die woanders-entleerten Gefängnisse auf die Straßen hierher ergossen haben. Dass viele ehemalige Insassen angekommen sind, ist kein Geheimnis. In meiner Verdreiflung, nein, Vervierflung habe ich mich mit zwei Kandidaten unseres engsten Verbündeten beschäftigt. Erst einmal nur photoshopmäßig. Rechts mein Ergebnis. Welchen Herrn hätten wir denn gerne, wenn wir mitbestimmen dürften? – Rein schon einmal vom Ergebnis der Spiegelung her: die Verschiedenheit der Gesichtshälften ist bei Mr. Trump weitaus größer als bei Mr. Biden. Man könnte sagen: der eine ist „zweigesichtiger“ als der andere. Man könnte auch sagen, der andere – also der eben letztgenannte – ist in einem ähnlichen Gesichtsausdruck eingefroren. Ich hätte noch eine Reihe anderer Porträts heranziehen können, um doch immer einen frappierenden Unterschied von Trump rechts und Trump links und einen geringen von Biden links und rechts zu erhalten.  

Während Trumps rechte Seite einen fleischigen „Dickhals“ ergibt, und das bei einer Augenpartie mit eng zusammenstehenden Augen, die ihr Ziel anvisieren, und mit einem willensstarken Kinn zusammen den Eindruck einer doch irgendwie gutmütigen, sinnlichen Bulldogge erwecken, ist die linke Seite schmalhalsig mit herabgezogenen Mundwinkeln. Eine Nasenfalte zwischen den Augen fällt auf – im Originalfoto ist sie fast unauffällig, hier grübelt einer bzw. ist „miesepetrig“ und zusammengestaucht. Das könnte das Gesicht eines asketischen, geizigen Millionärs sein. Ich weiß gerade nicht, an wen er mich erinnert. Aber nun gut – kümmere ich mich mal wieder um die eigene Haustüre und was davor so los ist. Etwas Positives zum Tagesausklang? Vielleicht haben wir ja doch noch ein paar Posaunen?

27.6.2024

Die Verlierer

[…] „Vor allem können Sie keinen Krieg dem Terrorismus erklären, ohne selbst zum Terroristen zu werden. Ich denke, der Terrorismus ist ein Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen. Der Krieg ist kein Mittel im Kampf gegen den Terrorismus. Da muss man Ermittlerarbeit leisten. Das ist der einzige Weg zur Terrorismus-Bekämpfung.“[Quelle]

Das sagte Peter Ustinov im Jahr 2003! 

27.6.2024

Nächstenliebe

Ein Mann auf dem Weg von Jerusalem hinab nach Jericho geriet unter die Räuber, die ihn ausplünderten und schwerverletzt liegen ließen. Ein vorüber kommender Priester sah den Verletzten und ging weiter, ebenso ignorierte ihn ein Levit. Schließlich sah ein Samaritaner (eine Religionsgemeinschaft, wie das Judentum aus dem Volk Israel hervorgegangen) den verletzten Mann, erbarmte sich, versorgte dessen Wunden und transportierte ihn auf dem Reittier zur Herberge. Dort gab er am folgenden Morgen dem Wirt zwei Denare und beauftragte ihn mit der weiteren Pflege, verbunden mit der Zusage seiner Wiederkehr und der Erstattung weiterer Kosten. […] [Quelle]

Es gibt noch andere Quellen, ich habe diese gewählt. – Ich bin keine Theologin, nicht einmal eine, die die Bibel auswendig kennt. Jetzt, da ich älter werde, fallen mir viele Gedanken, die ich bereits als Kind hatte, wieder ein. Mein kindlicher Verstand hatte damals verstanden, das man sich um Notleidende kümmert, aber sie nicht zu sich nach Hause mitnimmt. Ärzte, Krankenpfleger, Krankenschwestern … sind solche Samariter aus Nächstenliebe zu allen, ungeachtet des Stammes, der Herkunft, der ethnischen Zugehörigkeit. Älter geworden hielt ich mich zwischendurch in ganz anderen Welten auf. Ein Wort wie „Nächstenliebe“ in christlicher Bedeutung sucht man in koranischen Texten vergebens (zumindest erlese nicht nur ich das so). Und – das ist interessant – man könnte es so formulieren: Nicht nur diese Art von „Liebe“ ist im Islam sehr viel weniger personal als sozial. (Ich werde darüber noch hier mehr schreiben.) Gegenseitige Verantwortung und Solidarität, die die Muslime unterschiedlicher Ethnien und Herkunft miteinander verbindet, ist wichtig. Brüder und Schwestern im Glauben gehen in der Umma auf, sorgen für einander. Ein für den Islam zutreffenderes Wort für „Liebe“ ist ein „Gutsein“, dem ein gottgefälliger mitmenschlicher Umgang in der muslimischen Gemeinschaft zugrunde liegt. Im derzeitig auf europäischem Boden ausgetragenem Kulturkampf spielt dieser feine Unterschied eine große Rolle, hier ist ein Ausschließendes, kein Einschließendes am Werk.

26.6.2024

Von Schuldeingeständnissen und Selbstverteidigung

Assange ist frei; man hat ihm einen „Deal“ angeboten (salopp gesagt: es gibt einen Pferdefuß) und der Mensch Julian ist darauf in einem Punkt eingegangen. Die Methode „WeakiLeaks“ – oh nein, ein Verschreiber: WikiLeaks“ – bzw. der Tatbestand der Verschwörung bei Beschaffung von Informationen ist damit allerdings für die Berufssparte nachdrücklich strafbar bestätigt und die Anklage legitimiert. Ist schon ungeheuerlich: Sich schuldig bekennen, macht frei. Sagt etwas über die Regierungen. Aber das ist nur eine Sicht auf diese sehr komplexe „Sache“. +++ Abhängigkeit und Gefangenschaft werden zu Souveränität erklärt. +++ Wer sich selbst verteidigen und sich dafür ausbilden lassen will, wird Fall für den Verfassungsschutz. Wer die BRD als nichtsouveränen Staat bezeichnet, ebenfalls. +++ Ein Fußballspiel dauert jetzt im Schnitt 95 Minuten und Schiedsrichter sind die ersten, die hier überflüssig werden. +++ Die Glatten, die Geschliffenen sind die Gefährlichen.

26.6.2024

Wer bin ich denn schon?

Das ist eine etwas unbekanntere Verwendungsweise des Adverbs schon. Es hat hier keine zeitliche Bedeutung, sondern bezeichnet eine Einschränkung. Wollte ich nur mal anführen, weil es mir den ganzen Tag im Kopf herum ging. Dann gingen mir im Kopf die vier Buchstaben C, B, D, C im Kopf herum. Ist schon klar – ein Geldsystem, das uns vermutlich im nächsten Jahr bevorsteht. Das wird ziemlich genau mit dem Übergang von Uranus in den Zwilling passieren. In Nachfolge von Uranus in Stier – Aufhebung des „physischen“ Geldes – wird in den Zwillingen die Zahlung mit unphysisch gemachtem Geld zum Vorgang. Die Einführung ist offensichtlich sehr weit fortgeschritten und die EZB arbeitet auf Hochtouren. (Ich – aber wer bin ich schon? – schrieb bereits darüber hier.) Der Text ist noch nicht in einfacher Sprache, kommt aber noch. 😉 

25.6.2024

Organ-Spende

Kein ausdrücklicher Widerspruch heißt Einwilligung. (Und bei Widerspruch wirst du bestraft!) Wieviel Recht hat ein Mensch auf ein Ersatz-Organ? Wieviel Zugriffsrecht haben „der Staat“ und die Medizin auf meinen Körper, wenn ich mich anschicke zu sterben und mich unversehrt mitnehmen möchte? Ich weiß… Mir fällt dabei auch gleich die unsägliche Debatte um die Aussetzung der Schuldenbremse ein. Wie selbstverständlich doch Menschen (ich meine jetzt da speziell ein Erfüllungsgehilfen-Grüppchen in Berlin) mit dem ihnen zur Verfügung Stehenden prassen und ausgeben, was ihnen gar nicht gehört! Und das an Orten, wo es nie und nimmer hingehört, plausibilisiert mit Gründen. Hybris, die zum Himmel schreit. Apropos schreien. Julian Assange ist frei? Keine Falschnachricht?!

Noch ein Bonmot? – „Wo aus Flüchtlingen Geflüchtete werden, sind die Lehrlinge Gelehrte.“ [Peter Hahne]

25.6.2024

Das Milgram-Experiment

Bekannt? Erstmals 1961 in New Haven durchgeführtes psychologisches Experiment. Ich persönlich liebe ja solche Experimente über die Manipulierbarkeit von Menschen. Dieses hatte es mir jedenfalls angetan. Ein anderes war das in Morton Rhues Buch von 1981 – The Wave (1984 erschienen auf Deutsch unter dem Titel „Die Welle“). Rhue wiederum bezog sich auf ein Experiment („The Third Wave“), das 1967 an einer High School in Palo Alto von Ron Jones (einem Geschichtslehrer) durchgeführt worden war.

Sollten hier einige meiner Schüler aus dem Schuljahr 2006/2007 mitlesen: Ihr habt dazu im Deutschunterricht in Gruppenarbeit und kapitelweise ein Drehbuch schreiben müssen, erinnert ihr euch? Damit habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, einerseits die Pflichtlektüre in der gymnasialen Jahrgangsstufe 9 und andererseits das Thema „Literarische Formen: Drehbuch“. Ihr fandet das Buch als Pflichtlektüre „doof“. – Alle der Jahrgangsstufe hatten gehört, dass es darin um „Nationalsozialismus“, Diktatur und Manipulation ging – uninteressant? Ich fand es ein Experiment wert.

Heute Abend läuft „Die Welle“ – der deutsche Film entstand 2008, nein, nicht nach dem Drehbuch meiner Schüler. Hab nur mal kurz, zur Übersicht, das Radix zur Ausstrahlung um 20:15 Uhr gemacht, um zu schauen, auf welchen Boden der Film heute Abend fällt. AC Schütze auf GSP Jupiter-Uranus, ein großer und erweiterter, hoffnungsvoller „Sprung“ in der weltanschaulichen Selbstdurchsetzung. Jupiter steht in den Zwillingen – die „einsichtigen“ Wege der Vernunft in Kombination mit dem von Mars dominierten Stier-Ausdruck, der eine „Rebellion“ beherbergt. Und in 7 eine Krebs-Sonne und Merkur-Venus in Konjunktion, alles in Quadrat zu Neptun in Haus 3. Für dieses Thema gäbe es bessere Beispiele, wahrlich. Also, jetzt, da ich dies schreibe, läuft Minute 28-29. Ich schalte dann mal aus. Das haben meine Schüler anders gelöst. Obwohl – meinen kleinen Schachzug haben sie dann doch erst nicht durchschaut.

24.6.2024

Die Denkgestörtheit

Man bekommt den Eindruck, dass das Denken in größeren Zusammenhängen nicht gewollt ist (und deshalb auch nicht mehr gelingt). +++ Was ist ein Bügerrecht? Wann ist denn „man“ ein Bürger? +++ Bonmot von Claus Weselsky: „… habe eine Wirbelsäule wie ein Wasserschlauch“. +++ Warum sind so viele Frauen unter den „Kriegsbefürwortern“? Wollen sie ihre Männer und Söhne loswerden? +++ Die verschobene Wahrnehmung von Präsidentengattinnen +++ Der Verbrauch eines alten Menschen als Regierungsmarionette +++ „Unsere Demokratie“ muss geschützt werden. Wessen Demokratie? +++ Nicht wenige Menschen wollen betrogen und belogen werden.

24.6.2024

Die Einsamkeit geht um

Ich schrieb bereits, dass es offensichtlich bald ein Amt zur Bekämpfung der Einsamkeit geben könnte. Heute fiel mir ein, was ich als Kind (mit Venus-Pluto-Konjunktion) oft dachte: Ich bin hier irgendwie fremd, ich bin die scheinbar Einzige meiner Art. Wo sind die, die mich verstehen? – War ich einsam? Später, als dann das mit dem Integrieren in den Familien-Verband nicht so geklappt hatte, habe ich dieses Anders-Sein als Chance verstanden. Nun, dann bin ich eben mein „Eigenes“, so habe ich das für mich benannt. Schlaue Leute nennen das Individuation (die mit der Sozialisation parallel und manchmal verquer zu ihr läuft). Wenn einer in das hineintritt, was seine (ihm) zugeeignete Bestimmung ist, wird er tatsächlich einzigartig (was aber nicht bedeutet, dass er wichtig wird). Treten wir in das hinein, nehmen wir auch unsere Begrenzung an – und sind allein. Und trotzdem ALL-EIN. Es gibt eine Verbundenheit mit dem All (der großen Ordnung). Allein zu sein in diesem Sinne, heißt nicht zwangsläufig, einsam zu sein. In Zeiten vom sog. Aufgewacht-Sein ist das anders. Da haben sich sehr viele zwar sehr von anderen diversifiziert (und das fein mit verschiedenen -ismen belegt); die Verschiedenheiten allerdings trennen sie  voneinander, ohne dass sie ihre wirkliche Gestalt (als das, in das sie gestellt sind) gefunden hätten. Das ist die Einsamkeit der Menschen. Verneine ich die Folgen der Corona-Isolationsmaßnahmen? Das ist nicht mein Punkt. Der Punkt ist: Die Einsamkeit kommt daher, dass viele sich selbst entfremdet sind. Deutschland – Ort der von sich selbst Entfremdeten.

23.6.2024

Das Zwei-Sprachensystem

Ja, ich könnte die zwei Sprachen meinen, die man derzeit in Deutschland sprechen darf, bzw. deren eine man nicht sprechen darf, denn man muss aufpassen, wo man etwas sagt und vor allem dann, was. Die Einführung dieses Systems liegt auch schon wieder mehr als 4 Jahre zurück; es ist noch nicht ganz bis ins Letzte verfeinert, die Verdrehung ist noch nicht vollends aufgegangen. Nein, ich meine tatsächlich jetzt mal den Zustand – oder doch lieber den andauernden Prozess – einer Zweisprachigkeit. Bin nicht ganz zufällig auf einen amerikanischen Autor gekommen, der sich über die Wortbildung im Deutschen wunderte: das Wort zulassen bedeute in etwa „etwas erlauben“ und „etwas gelten lassen“ – das sei also eine sehr „öffnende“ Tätigkeit. Nun sei Deutsch aber so widersprüchlich. dass seine Sprecher z.B. Türen und Fenster (vielleicht ihre Köpfe) zu lassen könnten. – Das wäre dann das Gegenteil von „offen“, nämlich eben „geschlossen“. Das wiederum führt mich zu noch anderen schönen Doppeldeutigkeiten: umfahren und umfahren, übersetzen und übersetzen, durchschauen und durchschauen. Wer findet die Erklärung und die entsprechenden Synonyme? Und übrigens: Frankfurt gehts gut. Verwahrlosendes Chaos, es hat sich also nix geändert.

23.6.2024

Der deutsche Patient

Es gibt derzeit noch keine Heilung für ihn. Vielleicht muss man ihn auf die Isolationsstation legen, damit er keinen Schaden anrichtet und noch andere ansteckt. Zumindest bedarf es einer Ausleitung. Vielleicht könnte man es mit einem Aderlass versuchen, dann eine gründliche Darmspülung (Entschuldigung) vornehmen und schließlich ein neues Mikrobiom aufbauen. Ansonsten möglichst wenig Einmischung, damit das Neue in Ruhe wachsen kann und der Organismus sich selber hilft. Gleichzeitig – und das wird mit dem neuen Biom einhergehen, wird man alte falsche Freunde verlassen und andere Partner werden kommen. Ist wie im persönlichen Leben: wechsle dein Milieu, und du wirst neuen Ideen begegnen. Ach, Deutschland.

22.6.2024

Uranus-Pluto: die Saat geht auf

[…] Unter ihren Mitstreitern sind neben den überwiegend unmännlichen männlichen Kandidaten eine junge Trans-Frau, People of Color und mehrere Kandidaten oder Kandidatinnen, deren Stimmen merkwürdig klingen, die männlich erscheinen, sich aber weiblich geben. Mädchen, die natürlich auftreten, rücken in den Hintergrund und wirken eher wie eine fade, nichtssagende Minderheit. Im Vordergrund stehen die Teilnehmer, die sich in der Rolle ihrer selbst gewählten geschlechtlichen Identität präsentieren. Die Show vermittelt insbesondere jungen Zuschauern den Eindruck, dass die Mehrheit beachtenswerter junger Menschen nicht dem typischen Bild von Mann oder Frau entspricht […]. [Quelle]

Das klingt sehr stark nach den „Rollenirritationen“ jener Frauen und Männer mit Uranus-Pluto-Aspekten in ihrem Horoskop, das ist u.a. eine ganze Kohorte von Menschen, die in den Mitte 60er-Jahren mit der Konjunktion in der Jungfrau geboren sind. 

„Frauen mit Uranus-Pluto tragen häufig als „Verhaltensmaske“ das Männliche in die Welt. Sie verhalten sich wie ein Mann und geraten mit dem Männlichen in Konkurrenz. Das Weibliche wird abgeschnitten und führt ein inoffizielles Leben. Entsprechende körperliche Folgen sind (können sein) sowohl Amenorrhoe als auch Frigidität (Saturn-Merkur) als Verneinung des Frauseins im Auftrag der Mutter, die vom Vater gedemütigt wurde/oder es meint. Die Tochter wird unterbewusst in jedem Fall die Erfahrung der Demütigung suchen und sich Männer wählen, die sie unterwerfen, entwürdigen oder quälen. Die Anziehung zu einem Mann (als Liebe bezeichnet) setzt sie in Beziehung zur Bestrafung, die er ihr zukommen lässt. Sie hat einen Zwang, das Männliche zu vernichten und nimmt im Vertrauensmangel (ausgefallener, von der Mutter schlechtgemachter Vater) den eigenen männlichen Anteil, ihren Mars nicht an.“ Was die Männer mit Pluto-Uranus angeht, gibt es mehr in diesem Buch.

21.6.2024

Man muss Mitleid mit ihnen haben

Moment… mit wem? – Na, mit den Europäern. – Dem ist nichts hinzuzufügen.

21.6.2024

Ein entscheidendes Jahr

1993. Einmal kurz zurückdenken: Was war da? Ah ja, Maastrichter Vertrag und Gründung der EU, außerdem war da etwas mit dem Euro als geplanter Einheitswährung. Aber dann war da in Hamburg speziell noch etwas, das im Jahr 2001 große Auswirkungen in New York hatte. Ich spreche in Rätseln und löse auf: 1993 Gründung der Al Quds Moschee in Hamburg, 2001 der Anschlag 9/11 in den USA, bei dem die Hamburger Terrorzelle in Person von vier Studenten, die diese Moschee frequentiert hatten, maßgeblich mitwirkte. 1993 war das Jahr der Uranus-Neptun-Konjunktion, in deren Zyklus wir seitdem laufen. Heute fragen sich viele: Wie konnte es mit der Situation bezüglich des Islamismus so weit kommen? Wie konnte es mit dem Terror nur soweit kommen? Wer ein wenig versiert ist, kann sich schon seinen Reim aus den Konstellationen des Tages der Moschee-Gründung machen. Wer mehr wissen will, muss allerdings noch warten, denn das Kapitel wird es im in Arbeit befindlichen Buch über die Uranus-Neptun-Zyklen geben. Aber für heute zunächst einmal eine schöne kürzeste Nacht das Jahres. Ab morgen geht es abwärts.

20.6.2024

Von Leuten mit Macht, die an dieser festhalten wollen

Gestern trat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer zurück. Sie begründete das u.a. auch mit der nachlassenden Regenerationsfähigkeit ihres Körpers mit zunehmendem Alter. Dass überhaupt Zeitungen das als „Mut“ bezeichnen, ist schon symptomatisch. Es bedarf des Mutes, die Schwächen des Alterns zuzugeben? Da möchte ich mit Konfuzius antworten: Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen. Älterwerden braucht das ganze Herz… Wer das nicht beachtet und weiter an Posten, Pöstchen, am Wettkampf der und mit den Jungen festhält, und nicht aufhören kann, hat natürlich noch eine Weile „Macht“ (es heißt „Macht“ käme von „machen“?). Doch wenn er dann abtritt, werden alle die über ihn herfallen, die unter dieser seiner Macht gelitten waren. Ich schreibe ausdrücklich: gelitten waren. Ob sie gelitten haben, ist noch eine andere Sache. Älter werden heißt, Macht abgeben, und zwar selbstbestimmt und ganzen Herzens. Dafür erhält man dann ganz anderes.

20.6.2024

Update für Genderisten

Habe heute gelesen, dass jetzt auch schon Adjektive mit Sternchen versehen und somit gendergerecht gemacht werden können, z.B. in: „muslim*ische Freund*innen“ – hää?! +++ „Europas blonde Königinnen“ – eine Idee, wer das sein könnte? +++ In der ägyptischen Premierleague hat Ceramica Cleopatra gegen Future FC 0:1 gespielt. Cleopatra hat gegen die Zukunft verloren. +++ „Major Tom“ ist die Hymne. +++ Bevor ein System zusammenfällt, bläht es sich auf: die Bürokratie in Deutschland (vielleicht auch in der EU?) expandiert dank digitalem Anschluss. +++ Achtung Kalauer und total unspirituell: Man kann mit Alkohol genauso laut singen wie ohne Alkohol. Heute die Schotten. Gestern die Türken.

19.6.2024

Brauchen wir Leistung?

In den Schulen geht jetzt das Schuljahr zuende; es gibt Zeugnisse, und damit auch Noten und auch Nichtversetzungen. Es ist zu lesen, dass in den Grundschulen sehr viele Kinder die Anforderungen an die Klassenstufe nicht erfüllen. Und da werden Rufe nach Diskriminierung laut. Denn einen großen Nachteil haben jene Kinder, die nicht genügend Deutsch sprechen und verstehen, um dem Unterricht folgen zu können. Einer der gefundenen Lösungswege sieht vor, die Kinder einfach nicht mehr zu benoten und alle Kinder einer Klasse zusammen in die nächste Stufe steigen zu lassen. Was für eine Katastrophe. Wenn ich Schülerin in einer solchen Klasse wäre und erlebte, dass meine (nicht nur) von mir als gut betrachtete Leistung mit den schlechteren der anderen gleichgesetzt wird, würde ich die Welt nicht mehr verstehen! Was heißt „nicht mehr“?! Zu welchem Schluss kommt denn ein Kind, das gerade beginnt, die Ordnung seiner kleinen Welt zu erkunden? Es kommt zu zwei Schlüssen: Gut, meine Tischnachbarin, die wirklich große Schwierigkeiten hat, bleibt meine Freundin, wir können zusammen in die nächste Stufe gehen. Wohlfühlfaktor (wird ja auch im Großraum der Gesellschaft großgeschrieben). Schluss 2 ist: Hm, ich habe immer meine Aufgaben gelöst und mich ordentlich verhalten (äußere Motivation) und es hat mir Spaß gemacht, mich zu üben, mich anzustrengen, es hat mir Freude bereitet, wenn ich die erste bei etwas war; dafür habe ich noch mehr geübt (intrinsische Motivation, der Wettbewerbsgedanke). Und jetzt macht das keinen Unterschied. Enttäuschungsfaktor und nachfolgende Leistungsverweigerung. Es gibt keine größere Diskriminierung als die, keinen Unterschied zu machen. Warum? – Gegenfrage: Wenn es nicht in meiner Hand liegt, etwas zu erreichen, ja, wenn das zwar erwartet, aber nicht honoriert wird, warum sollte ich mich anstrengen? Geistverarmung durch falschverstandene Wettbewerbsminimierung.

19.6.2024

Nachrichten in anderen Ländern

Heute habe ich mich aus aktuellem Anlass durch Nachrichtensender wie z.B. TOLOnews gehört. Kannte ich schon aus dem Iran in den Jahren 1991-1993: eine nur vordergründig etwas fremde, gesetzte Haltung in der Berichterstattung, und doch sonderbarerweise gerade heute nicht vollends fremd. Was ist neu in der Welt?!! 

„Der Staat ist die Exekutive der Ideologie und ihres Urteils als Legislative; heute setzt die Wissenschaft die Urteile; Journalisten und Medien sind ihre Handlanger.“

Das hatte ich mir 2002 auf einem Seminar von Wolfgang Döbereiner in Friedrichstadt notiert. Sind wir etwa jetzt in der Renaissance des Totalitären? Naja, der Wind dreht sich, langsam, dauert noch, ist noch was drin im Becher.

18.6.2024

Gute und schlechte Nachrichten

Die schlechten zuerst. Die Vorfälle aus Mannheim und anderen Orten haben es bis in die Nachrichten in Afghanistan geschafft. Dort sind sich offenbar Experten der Außenpolitik jetzt einig, dass ihre Landsleute in Deutschland ob des um sich greifenden Rassismus nicht mehr sicher seien. Die Deutschen seien überzeugt, ein höheres Volk zu sein, wurde heute in den Nachrichten gemeldet. Dem (dass die Regierungsleute dergleichen sagen) muss ich mal nachgehen, denn wenn dem so wäre, wäre das ein wirklicher sogenannter „Hammer“ und die Sicherheitslage hierzulande nochmals ein wenig wackliger als ohnehin schon. +++ Die gute Nachricht lässt auf sich warten, man könnte – nach Griechenland schauend – vielleicht diese nehmen: Wiedereinführung der 6-Tage-Arbeitswoche. Wenn alle dem einen hinterherlaufen, warum nicht sich umdrehen, und es anders machen?? – Das ist wie in Georgien, die keine NGOs da haben wollen.

18.6.2024

Keine Influencerin

Der „Berufswunsch“ vieler jungen Leute scheint doch tatsächlich „Influencer“ zu sein. Beeinflusser, Manipulatoren sind aber arm dran, oder? Das sehen die – da sie seit 24 Jahren in völlig anderen Welten aufwachsen – anders als ihre Vorgeneration und verkaufen sich an die Massen der Kollektiv-Klicks, die sie generieren müssen, um damit ihre Existenz zu bestreiten. Inzwischen sind es die Kinder, die ihre Mütter unter „Aufstand“ nötigen, ihnen den Zugang in die Parallelwelten zu erlauben. Und das Schlimmste ist: unser Staat unterstützt das. Er hetzt die Kinder gegen die Eltern auf, wühlt sich ins Allerprivateste (siehe „Bekämpfung der Einsamkeit“, weil Einsame tendentiell eher rechts wählen, wie es heißt) und manipuliert die Kinder. Nun ist der Staat nicht gleich Regierung. Das wiederum heißt: welche Regierung haben sich denn die Leut gewählt?! Wählen sich nicht sogar in der vielgepriesenen Form der Demokratie die Schafe ihre eigenen Schlächter? – Heute ein Buch in den Händen gehabt, es ist von 2001 bzw. 2007. (Ich für mich ergänze es mit Betrachtungen aus der Mitte der Münchner Rhythmenlehre.) Nein, ich bin keine Influencerin, vergessen Sie es.

17.6.2024

Erinnerungskultur

Ich plädiere dafür, dass sich die Großeltern öfter mit den Enkeln zusammensetzen und erzählen. Also zweifach: einmal Geschichtsbildung, was die mittlere und große Reichweite der Geschichte angeht, und dann die Geschichtenbildung in Familien. Sonst wissen die Jungen nicht mehr, wie noch 1970 Familien gelebt haben, oder wie das Leben ohne Internet gelingen konnte und dass Telefonhörer noch an Endgeräte festgebunden waren oder dass Frauen und Männer, die in unheimlich gewordenen Ehen aushalten mussten, sich endlich scheiden lassen konnten.  Oder dass es mal zwei Deutschlands gab – und weshalb denn eigentlich?? – Heute wäre der „alte“ Tag der Deutschen Einheit in Freiheit. Volksaufstand in der DDR 1953 mit entsprechenden Gegenmaßnahmen. Gelegenheit, sich die Wörter mal durch den Kopf gehen zu lassen: Freiheit – Einigkeit – Vielheit?

17.6.2024

Alterserscheinungen?

Und da bin ich wieder mal einem Irrtum aufgesessen und habe es im Eifer nicht bemerkt! Wo ist das Loch, in dem ich mich verkriechen kann? GottseiDank hat es niemand gemerkt. Aber wie dem auch sei: Irrtümer schmälern nicht den Übungscharakter, sondern erhöhen ihn womöglich. Ist ein wenig wie in der Rechenaufgabe: was hinten rauskommt, ist zwar falsch, aber der Rechenweg war richtig. Schwacher Trost.

16.6.2024

Lachend in den Sonntag

Ich werf mich in die Ecke @ Einfache Sprache. Aber mal wieder ernsthaft. Was machen wir heute? Wachsen wir über uns hinaus und schreiben einen sprachlich schönen Aufsatz?

16.6.2024

Offen wie ein Scheunentor

Frage: Was ist eine Scheune? Warum steht das Tor auf? Und was bedeutet das? Zu 1) eine Scheune ist ein landwirtschaftliches Gebäude, in dem vor allem Heu, Stroh, Getreide o. Ä. (also geerntetes Gut) gelagert wird. Schließt sich im Allgemeinen direkt an Wohnhäuser an. Zu 2). Es steht offen, damit die Ernte zügig eingefahren werden kann; erst nachdem alles gelagert ist, wird das Tor geschlossen. Zu 3) Im Moment, in dem dieses Tor offen ist, ist der Hof, ist die Scheune ungeschützt. Ich muss nicht weiter schreiben, und eigentlich ist es längst schon zu spät, darauf hinzuweisen.

Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes? Bert Brecht, Die Lösung. In: Buckower Elegien, 1953

15.6.2024

Wem gehört der Öffentliche Raum?

Auf wundersame Weise hat sich der Müll, den irgendwelche Leute am Abend neben die Glascontainer ablegten, um ein Vielfaches vermehrt. +++ Wenn Massenveranstaltungen sind, und die Leute an unserem Grundstück vorbeilaufen, werfen sie ihren Müll mal eben über den Zaun. +++ Ich las in einem Artikel, dass in Trier die Innenstadt, die von Geschäftsleuten mit Blumenkästen ausgestattet worden war, von Jugendbanden „zerlegt“ wurde. +++ Frankfurt und Hanau beherbergen mit die tristesten Plätze der Verwahrlosung. +++ Land of confusion. +++ Gestern auch wieder Messerstecherei mit Todesfolge. Täter von Polizei erschossen. Damit hat man ihm einen Gefallen getan: Märtyrertod mit Belohnung. +++ Diesen nebenstehenden Vogel habe ich mir an meinen Arbeitsplatz gestellt: Phorusrhacidae – Terrorvögel, flugunfähig, Toppredatoren, ausgestorben. 

15.6.2024

Vom Glauben abgefallen…

Kleine Anekdote gefällig? Heute Anruf vom Internetanbieter. Weil ich Bestandskundin bin, nun ein kleines Leckerli, damit ich auch dabei bleibe. Bin mit dem jungen Mann ins Gespräch gekommen, weil er nach der Herkunft meines Nachnamens fragte. Ich enthüllte ihm dann meinen vollständigen Nachnamen, in dem sich ein gewisser sehr bekannter Boxer versteckt – was er auch gleich erkannte. Nein, nein, sagte ich dann, und dass ich mit dem nichts zu tun hätte. Der Name entstamme prägenden Gestalten aus dem Buch des Islam und gehe zurück auf den … naja, wir wissen schon. Dem jungen Mann war das völlig unbekannt. Bei solch nicht gespieltem Erstaunen musste ich ihn doch ein wenig aufklären, oder? Da bin ich dann doch vom Glauben an die Bildung abgefallen. Oyasumi

14.6.2024

Ein Geburtstag und ein Auftaktspiel

Doch beides lasse ich mal unkommentiert. Es geht heute im offiziellen Raum u.a. um Organspende (Laumann: Organspende ist „Liebesbeweis an die Menschheit.“). Gestern habe ich einen lehrreichen Beitrag über den Hirntod, die Organentnahme und die Transplantation gefunden, der mich Schritt für Schritt (und ich bin noch nicht fertig) ins Thema hineinzog. Ich werde mir heute nochmals unsere Ethikkommission zu Gemüte führen, also, da kommt was zum Thema „Endlichkeit unseres Lebens“.  

Desweiteren ist heute  die Trauerfeier in Mannheim. Hier noch etwas Interessantes: Am 7.6. (kann man unten lesen) hatte es die Schweigeminute für die Mannheim-Tat gegeben. Wenige Tage (m.W. am 3. oder 4.6.) – aber vor dem besagten Freitag – nach dem Attentat auf den Redner Stürzenberger und dem Tod des Polizisten R.L. hatten sich in Mannheim Menschen zur Mahnwache versammelt und u.a. einem Gebet von einem Imam der Türkisch-Islamischen Union (DITIB) gelauscht.

14.6.2024

Ein Finger – auweia

Heute habe ich mir nochmals die koranische Erzählung von Qabil und Habil angesehen. Sie kennen die beiden? Sie sind Kain und Abel im Koran (Sure 5; 27-32). Die Geschichte endet mit dem islamischen Grundsatz, dass, wenn jemand einen anderen tötet, es so ist, als hätte er die gesamte Menschheit getötet, und dass, wenn jemand ein Leben rettet, es so ist, als hätte er die gesamte Menschheit gerettet. Das ist sicherlich wahr. Friedrich Rückert – Koran-Übersetzer und Orientalist – hat 1837 ein Gedicht über die Brüder geschrieben, darin weist er dem Raben das Böse zu. Es entspricht in diesem Punkt dann allerdings nicht ganz dem islamischen Grundgedanken. Hatte er doch mit westlichen Augen auf das „Sujet“ geschaut? Auch Goethe hatte sich ja im Verstehen des Orientalischen – des Divans von Hafez – geübt. Die rein theoretische und poetische Sichtweise auf die Religion muss unbedingt mit realem Zusammenleben ergänzt werden, und zwar in allen Lebensbereichen. Und man sollte seine eigene Sozialisation und Kulturation kennen.

13.6.2024

Aus den Schuhen

Als ich gestern endlich das Thema „Deutschland“ und die Rolle desselben in Europa (der Welt?) beiseite legen wollte, sprang mir doch noch ein Satz von Kurt Schumacher (SPD-Parteivorsitzender bis 1952) auf den Schreibtisch. Es gab da einen völkerrechtlichen Vertrag, der am 26. Mai 1952 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den drei westlichen Besatzungsmächten Frankreich, Großbritannien und USA geschlossen werden sollte. Umgangssprachlich heißt er „Deutschlandvertrag“, und Gegenstand war die Wiederherstellung der deutschen Souveränität und die Normalisierung des völkerrechtlichen Status Deutschlands. Ende des Besatzungsstatuts von 1949. (In der DDR wurde der „Deutschlandvertrag“ in der Sprachregelung der SED übrigens als „Generalkriegsvertrag“ bezeichnet.) Aufgrund hier nicht weiter ausgeführter Verhinderungen kam es allerdings erst nach einigen Abänderungen am 23. Oktober 1954 zu den Pariser Verträgen. Die neue Fassung sagte der Bundesrepublik Deutschland zwar „die volle Macht eines souveränen Staates über ihre inneren und äußeren Angelegenheiten“ zu, zählte gleichzeitig aber eine Anzahl von Einschränkungen auf gesetzgeberischem, militärischem und internationalem Gebiet auf. Immerhin, nachdem das dann 1955 in Kraft getreten war, wurde Deutschland in die NATO aufgenommen. Soso. Braves Deutschland. Aber nochmal ins Jahr 1952 und in die Zeit der Debatten zurück. Am 15. Mai hatte Schumacher in einem Interview folgenden kategorischen Satz gesagt: „Wer diesem Generalvertrag zustimmt, der hört auf, ein Deutscher zu sein.“ Wie meinte er das? Und am 19. März 1953 erklärte eine nächste Stimme, nämlich die Erich Ollenhauers (ebenfalls SPD, Nachfolger von Schumacher): „Die Eingliederung der Bundesrepublik in das militärische Verteidigungssystem des Westens […] kann nur zu einer Vertiefung der Spaltung Deutschlands führen.“ Was hat man schon zu melden, nach einer bedingungslosen Kapitulation!? Nichts, und die ehemaligen Feinde vergessen bis heute nicht, und die Neuen, die kommen, finden nichts vor. Da stehen sie also, mit ihrer tiefen (Unterwerfungs-)Wunde, die Deutschen, besonders die im Westen, und verneigen sich gen Mekka. Sie dürfen übrigens bei der EM Deutschlandfahnen schwenken, müssen sie aber danach entsorgen. Schrecklich.

13.6.2024

Dies und Das

“Ein kommunistisches* System erkennt man daran, daß es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert.“ Alexander Issajewitsch Solschenyzin

* Verschiedentlich liest man auch: „totalitäres“ statt „kommunistisches“. Beide gehen auf Solschenyzin zurück.

Eine politische Herrschaft, die die Bürger vollkommen unterwerfen will, handelt totalitär. Ein solcher Staat versucht, alle Bereiche des Lebens (Beruf, Familie, Erziehung, Freizeit usw.) zu kontrollieren, also die totale Macht auszuüben. Dieses System lässt keine anderen Meinungen und Parteien zu. […] Ein totalitäres System ist also das Gegenteil eines demokratischen Verfassungsstaates, in dem die Menschen ihre Meinung frei äußern können, freie Wahlen stattfinden und mehrere Parteien die unterschiedlichen Meinungen der Bürger in einem Parlament vertreten können. [Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung]

So, damit sei dieses Thema von „Framing“ und wo wir stehen, zeitweise hier zur Seite gelegt.

12.6.2024

Noch während der Sturm tobt…

…soll aufgebaut werden. Nun, mit der Natur lässt sich nicht verhandeln, mit Menschen aber schon. Man kann (können kann man schon, nur mit welchem Ergebnis?) auch nicht mitten in einer Antibiotika-Behandlung eine Darmsanierung beginnen! Das ist Unsinn. Also erst einmal den lenkbaren, menschengemachten Sturm stoppen, und dann fängt man an den dringendsten Stellen an zu reparieren. +++ Des Weiteren schreitet die Spaltung voran. War da nicht mal was mit „Wiedervereinigung“? Bald erleben wir die „Wiederseparation“, und der Westen wird Kalifat (in Duisburg und NRW sollen einige Kommunen in großer Zahl die DAWA gewählt haben). +++ Radio und Nachrichten aus. Es träufelt und sickert eine unglaubliche Doktrin der „Neuen Demokratie“ daraus hervor. +++ Eigenständigkeit ist rechtsextrem? Da wissen wir, wo die stehen, die das sagen. +++ „Demokratie ist eine Staatsform der Mitleidlosigkeit.“ (Es werden auch schon mal Leute fallengelassen.) Nun wird händeringend nach einer neuen Form mit einer neuen „Agenda“ gesucht. 

12.6.2024

Von den äußeren zu den inneren Kriegen

Wie im Großen, so im Kleinen. Wer seinen inneren Krieg nicht beilegt, trägt ihn nach außen. Simple like that. Wir sehen das jeden Tag. Die exoterischen Auslegungen der Religionen (Religion – ein anderes großes Fass) legen nahe, dass es reicht, im Außen Gutes zu tun, und man könnte sich für den Himmel freikaufen. Immerhin haben die Gläubigen und Gehorsamen einen „Gott“, der sie belohnt, sofern sie nach dem irdischen Leben vor seinen Toren ankommen. (Ich weiß gar nicht: Was erwartet denn z.B. muslimische Märtyrerinnen (gibt es sie?), wenn sie vor ihrem Gott ankommen – 72 Jungmänner?) Und die, die der Religion vollends abgeschworen haben – woran glauben die? An sich selbst? Ich weiß, dass es andere Wege gibt, nehme aber den denkbar ungünstigsten Weg an: Wenn dem so wäre, dann müssten sie notgedrungen ihre inneren Kriegsschauplätze aufs Außen verlegen. Dort müssten sie ihre Angst deponieren und gleichzeitig vermeiden, dass jemand diese sieht. Und schon sind wir bei all dieser Angst- und Panikmache, beim „Teile und herrsche!“. Ich mochte in den 80ern diesen Song von Milva. Ein Ehrlichmachen vor sich selbst.

11.6.2024  

Die Schlafwandler

Es geht weiter. Hatten wir gedacht, es geht nicht noch schlimmer? Meine heutige Lektüre ist das Buch von Christopher Clark aus dem Jahr 2012/2013. Darin ein Kapitel „Die Polarisierung Europas 1887-1907“. Tja, da müsste man noch ein wenig weiter zurückgehen… vielleicht bis 1821, ganz bestimmt bis 1848 (die „gescheiterte“ Revolution im Deutschen Bund), 1866 (Krieg zwischen Preußen und Österreich mit der Schlacht bei Königsgrätz – ganz entscheidend), hin zu 1870/1871 (deutsch-französischer Krieg; Gründung des Deutschen Kaiserreichs) – und nicht erst da begann eine Phase der Militarisierung. Historiker können das sicher besser einordnen als ich, bzw. auch nicht unbedingt:

Ein Historiker, der den Ursprung des Ersten Weltkriegs untersucht, stößt auf mehrere Probleme. Das naheliegendste Problem ist das Überangebot an Quellen. Jeder kriegführende Staat hat mehrbändige, offizielle Editionen der diplomatischen Akten herausgegeben, das umfassende Werk mühsamer, kollektiver Archivarbeit. Staatsmänner, Befehlshaber, Minister, hohe Regierungsvertreter, Adjutanten und Höflinge haben Tagebücher und Memoiren geschrieben, alles in allem Zehntausende von Seiten […]. [in der Einleitung, S. 9]

Im Buch geht es nun darum, wie es zum I. Weltkrieg kommen konnte. Müssen wir das wissen? Ja. Ich schaue mir in den „alternativen Medien“ so meine Spezies an. Einer ist darunter, der die Frage stellte: Wo sind denn die wahren Feinde und wo die vermeintlichen? – Davon abgesehen: der Lebensweg Paul von Hindenburgs beantwortet viele der heute brennenden Fragen danach, wie „es soweit kommen konnte“.  Doch was den I. Weltkrieg angeht, ist über Sarajevo zu lesen; Serbien – gutes Stichwort. Man schaue sich ein Gespräch mit dem Präsidenten Aleksandar Vučić an. Unaufgeregt analysiert – die derzeitige Lage. – Ich ziehe mich zum Lesen zurück, lege das Thema den Jungen ans Herz.

11.6.2024

Zwei Meldungen

1. Die Weltgesundheitsversammlung (WHA) hat eine „historische“ Einigung über die Überarbeitung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) erzielt. Auf ein Pandemieabkommen konnte man sich jedoch nicht einigen. Künftig reicht aber nach diesem vorliegenden Beschluss schon der bloße Verdacht auf die Ausbreitung einer übertragbaren Krankheit oder eine Überlastung des Gesundheitssystems aus, um einen pandemischen Notfall auszurufen. Auch die Verwendung von zell- und genbasierten Therapien wurde festgeschrieben. Der Pandemievertrag gelangte zwar nicht zur Abstimmung, soll aber bis spätestens zur nächsten WHA-Sitzung in einem Jahr vorgelegt werden.
„Die Welt hat bei den Verhandlungen der Weltgesundheitsversammlung Geschichte geschrieben. Nach zweijährigen Verhandlungen hat sie ein starkes Änderungspaket verabschiedet, das auf den Lehren aus der COVID-19-Pandemie beruht“, sagte Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, am Samstag, dem 1. Juni. Es wurde abgestimmt, zu später Stunde (kurz nach 21:00 Uhr), soweit ich erlesen konnte mit Handzeichen. [Quelle]

2. Der Freistaat Bayern zeigt mit einer aktuellen Suche nach einem ca. 21670 m² großen Areal für ein sogenanntes „Pandemie-Zentrallager“ nahe München, dass die Vorbereitungen auf künftige Krisen ernster genommen werden, als manch einer vermuten würde. [Quelle]

10.6.2024

Der Tag danach

Stichwort Schadenfreude. Ganz frei bin ich davon auch nicht, das muss ich schon zugeben. Z.B. gestern. Dann aber – nach dem kurzen Moment eines Triumphes, ist da auch schon die Frage: Und was machen wir jetzt damit? – Soeben höre ich nochmals mit Abstand einige Stimmen zu den Vorgängen in Mannheim am 31.5. Auch da sollen Leute „voller Schadenfreude“ (so hieß es im Kommentar) mit ihren Handykameras gefilmt und diese Filme dann voller Häme und mit deutlichen Aufrufen ins Netz gestellt haben. Nein, das ist nicht mehr Schadenfreude, das ist Mordlust und Vernichtungswille. Da gibt es auch kein Relativieren. Und was machen wir jetzt damit??!!

10.6.2024

Demokratie und/oder Anarchie?

Heute habe ich an der 10. (!!) Opposition vom Neptun-Uranus-Zyklus gedeutet und dazu recherchiert. Von 1906 bis 1910 ging das hin und her. In der letzten Opposition kam ich dann auf mein heutiges Thema, das u.a. auch die Militarisierung (vor dem I. Weltkrieg) aufwarf.

These 1: Wenn heute die Parolen lauten: Wir müssen unsere Demokratie gegen die Rechtsextremen verteidigen, dann heißt das eigentlich: Wir verteidigen die Herrschaftsform, die die einzelnen Menschen oder selbständige Eigenständige in einer vermeintlichen Freiheit „hält“, um sie weiter ausnutzen zu können.

These 2: Demokratie ist (eine) Organisation von Herrschaft, und dem Präfix nach die des „demos“, also des Volkskörpers oder, auf den kleineren Maßstab angewendet, die Herrschaft der als Gesamtwillen gedachten Einheit über die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Einzelnen. Das ist im Kleineren „die Gruppe“, „die Gemeinschaft“ oder was auch immer – gedacht als Kollektiv, das die handelnde Einheit stellt.

These 3: Anarchie ist die Selbstführerschaft, die keiner äußeren Führung bedarf, sondern eine innere Führung der Freien bedeutet, die wissen, wo ihre Grenzen liegen – nämlich dort, wo die Freiheit des anderen beginnt. Die „Regierungsform“ der Demokratie ist mit Anarchie unvereinbar. 

„Wer mit 20 kein Anarchist gewesen ist, aus dem wird nie ein guter Demokrat.“ Das soll Herbert Wehner gesagt haben. Einspruch! Von der Anarchie zur Demokratie ist es ein Rückschritt, oder? Von mir gibt es auch etwas dazu.

9.6.2024

Beschwichtiger 

„Ein Beschwichtiger ist einer, der das Krokodil füttert in der Hoffnung, dass es ihn zuletzt frisst.“ Winston Churchill

Was ist falsch daran, Beschwichtiger zu sein? Ist das nicht so etwas wie ein „Moderator“, einer, der vermittelt und den Konflikt beenden will? – Da ist das Wort „schlichten“ nicht weit, das aber eine andere Bedeutung hat. „schlichten“ heißt tatsächlich „einen Streit beilegen“, während „beschwichtigen“ etwas mit „beruhigen“ und „zum Schweigen bringen“ zu tun hat. „Schlichter“ = einer, der die hochschlagenden Wogen glättet, „Beschwichtiger“ = einer, der anderen ihre Sorgen nimmt, ihn „herunterholt“ von einer Aufregung und ihm suggeriert, dass „alles“ normal“ sei. Beim Beschwichtigen wiegeln wir eine Gefahr ab; man muss halt aber schauen, wie berechtigt die Angst von Leuten ist, bevor man beschwichtigt, um seine Ruhe zu haben. In der deutschen Politik wird erheblich beschwichtigt. Am besten geht das, indem man sich die geborenen „Warner“ (meistens sind es Jungfrau-betonte Menschen) einverleibt und sie umerzieht. Winston Churchill soll einen AC ganz knapp in den Endgraden der Jungfrau gehabt haben, und einen Merkur im 2. Haus im Skorpion in Opposition zu Pluto: der hat einen Braten gerochen, noch bevor er begann, anzubrennen. Beschwichtiger haben sich unterworfen und unterwerfen andere.

9.6.2024

Hilf mir, es selbst zu machen

Sich hilflos zu wähnen ist eine der intensivsten Empfindungen. „Ich kann mir alleine nicht mehr helfen, aber es ist auch niemand da, den ich bitten könnte, kurzzeitig das Ruder meines Lebens zu übernehmen.“

Flugzeugabsturz in Seyne-les-Alpes, 24.3.2015, ca. 10:53 Uhr

Diese Einsicht ist vernichtend und lebensbedrohlich. Kaum einer, der jemals an diesem Punkt gewesen ist, wird sich wieder kalt abwenden, wenn er einen anderen Menschen an nämlichem Punkt stehen sieht. – Eins ist jedoch sicher: erst im Nachhinein wird bewusst, dass man doch etlichen Menschen nicht hat helfen können, nicht hätte helfen können und auch zukünftig nicht wird helfen können. [geschrieben am 24.3.2015, ca. 10:50 Uhr, kurz hinter dem Münchner Hauptbahnhof]

in: Horizonte und Aszendenten, 2015

8.6.2024

Vom Altern und vom Frieden

Alice Schwarzer hat ein neues Buch geschrieben und jetzt wurde es veröffentlicht. Es ist ein Buch für Frauen, aber vielleicht lesen es auch Männer, denn die altern doch ja auch. Inzwischen habe ich mich mit AS ausgesöhnt – früher hat sie mich auf die Palme gebracht – und kann von ihren Sätzen einen ganz besonders unterschreiben: In der Jugend sind sich die Menschlein alle viele ähnlicher als im Alter. Gelebtes Leben, gemachte Fehler und die Einsicht, dass alles doch mehr oder weniger am rechten Platz gelandet ist, macht „die Alten“ zu einer der uneinheitlichsten Gruppen überhaupt. Dort findet man die größte Individualisierung und Zu-Sich-Selbst-Werdung unter den Mitgliedern. +++ Es ist nicht das Alter mit seinen Gebrechen, das verhindert, dass Kriege geführt werden. Auch („uneinsichtige“) Alte führen Kriege bzw. rufen dazu auf (umgekehrt können Junge durchaus Einsicht in sich selbst haben). Es ist erlebte Fülle, die friedfertig macht. Friedfertig heißt: Ich spreche mit dem Anderen, ich muss ihn nicht bekämpfen.

8.6.2024

Ein Abendausklang

Mit einer versteckten Sonne und einem Abend-Vogelkonzert in das Wochenende. Oder mit meinem vielfach schon geteilten absoluten Sommerlieblings-„Sound“.

7.6.2024

Schweigeminute für die Demokratie

Das muss ich mal aus der Perspektive meiner 17 Jahre alten Unwissenheit von 1976 zusammenfassen: Demokratisch bedeutete da für mich: bei einer Wahl wird ermittelt, wohin die Mehrheit der Stimmen fällt. Diesem Beschluss wird gefolgt und nach den Vorschlägen der Mehrheit wird gehandelt. Demokratisch sein setzt voraus, dass jeder Einzelne sich kundig gemacht hat, was die Konsequenzen im einen wie im anderen Fall sind. Wenn ich als Einzelne auf der „unterlegenen“ Seite und in der Minderheit lande, muss ich nicht verzweifeln. Die anderen müssen ja jetzt Verantwortung übernehmen, während ich zeitgleich die für mich nicht abgebe.  Um es zu kristallisieren: Demokratie braucht Bildung. Mit ungebildeten Leuten geht das nicht. So, und wo stehen wir? Zu einfach? – Themenwechsel. Nebenstehend der Zeitpunkt einer für Mannheim angekündigten Schweigeminute. Sie liegt mit dem AC genau auf dem Übergang von Löwe zu Jungfrau. Das ist der Übergang von Siedlungen, in denen Einzelhäuser mit Gärten, vielleicht auch Zäunen drum herum, stehen, zu Straßen mit aneinandergelehnten „Reihenhäusern“, die Jungfrau ist eben auch ein „Schutzzeichen“. Im 6. Haus haben wir an der Spitze den aus dem 4. Haus stammenden Pluto. Das weist auf eine Leitbildorientierung, eine dem „Leben“ auferlegte außerpersönliche Bindung (Ideologie), im Innern hin, die sich in der Aufhebung (einem fragwürdigen? Ideal der Freiheit folgend) von der Abhängigkeit, dieses Innen zu schützen, niederlässt. Der Wassermann – und Uranus – auf dem Marktplatz (des Stier) im 10. Haus. Das Programm wird im Staat (Kombination Stier am MC – das Gemeinschaftliche/Soziale als „Verfasstheit“) durchgesetzt, und zwar – Quadrat zu Mars – mit Energie. Da werden einige Messer dabei sein. Und gestorben ist schon so vieles.

7.6.2024

Arztbesuche

Gestern staunte ich die legendären Bauklötze. Nachdem ich schon am Dienstag auf „Unwillen“ gestoßen war, weil ich keine (Zahn-)Implantate in Betracht ziehen wollte, machte mir „meine“ behandelnde Ärztin mit – wie heruntergelesen, sicher aber auf Fortbildungen eingetrichterten – Formeln klar, was es bedeutet, wenn ich mich nicht der Prophylaxebewegung anschließe. Dann erklärte sie mir – wieder formelhaft – wozu die Krankenkassen (und speziell die, bei der ich versichert bin) sie berechtigen, wozu nicht. Ich glaubte mich fast wie bei einer fernsehgerechten Verhaftung, bei der mir meine Rechte vorgelesen werden. Der als „Hausarzt“ ausgewiesene Stamm- und Überweisungsschreibarzt, zu dem ich seit 6 Jahren sporadisch gehe (nämlich, wenn es mir schlecht geht), beschwerte sich, dass ich nicht jedes Quartal komme. („Was wollen Sie von mir?“) Dass es „Hausärzte“ nicht mehr gibt, ist klar, oder? Also – keine Implantate, sowieso nichts, das in meinen Körper hineingeführt wird und eingreift – da bin ich eben widerspenstig. Der Hausarzt war beleidigt, die Ärztin einigermaßen befriedet: Wir kamen überein, dass a) viele die Verantwortung für sich selbst und ihr Wohlergehen nicht übernehmen und b) ebenso viele (vielleicht dieselben Vielen?) gegen sich selbst „arbeiten“. Selbstvernichtungsstufe 2. Übrigens, heute war D-Day… Selenski war da, wo gefeiert und geredet wurde, Putin nicht. Ähhh, irgendwie geschichtsverschiebend.

6.6.2024

Die „Boomer“ und die Sportsfreunde

Hab mal nachgeschaut und neben dem geläufigen und bekannten Begriff (dessen Vorderteil „Baby“ lautet) noch dieses gefunden: jugendsprachlich, abwertend: Person mit unzeitgemäßen, meist sehr konservativen Ansichten und Meinungen. Entstanden ist zeitgleich oder damit wohl in den sog. Sozialen Medien das Meme „Ok, Boomer“, als Erwiderung bzw. Kommentar der Jungen, wenn seitens der älteren Generation an ihnen Kritik geübt wird. „Boomer“ – liest man – sei inzwischen auf dem besten Weg, zu einem „N-Wort der Altersdiskriminierung“ zu werden. Etablierte „alte Leute“ sprich tonangebende, im Verlagswesen tätige Boomer wählen nun seit Jahren das Jugendwort des Jahres; in diesem Jahr sind die Jüngeren aktiv geworden und wählten das Boomer-Wort des Jahres 2024. Es wurde da irgendwo etwas erhoben und heraus kam: Mit fast der Hälfte der Stimmen (48,9 %) konnte sich ganz eindeutig „Sportsfreund“ durchsetzen und ist nun ganz „offiziell“ das Boomer-Wort des Jahres. Platz 2 konnte „Papperlapapp“ mit 25,98 % ergattern, auf Platz 3 lag „Schnabulieren“ mit 25,12 % der Stimmen. Die Wahl zum Jugendwort durch die Boomer steht noch aus. Bis zum 18. Juli können noch Vorschläge eingereicht werden. Das ist ja alles total goofy, oder?

6.6.2024

Die Kategorie „Messer“

… na lassen wir das. Es ist schon irgendwie eine seltsame Todessehnsucht, die sich da über einige im Land legt. Der Selbsthass ist im Saturn-Merkur der Paulskirchenverfassung von 1849 ebenso eingeschrieben wie in der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1990. Wenn ich das Inkrafttreten des Grundgesetzes richtig hervorgeholt habe (24.5.1949, Sonne am IC in Bonn) ergibt sich folgendes Bild – habe das mal markiert: Pluto über dem Jupiter am AC – (notwendige oder auch leitbildorientierte Umstrukturierung der Rechtsprechung im Sinne von Freiheit), Transit-Neptun im Quadrat zu Uranus in 5 (Erschrecken in der bereits laufenden Aushebung aus sich selbst) – im Fügungsrhythmus steht dieses Grundgesetz mit 10 Jahren/Haus gerade an diesem Punkt. Gelähmt. Nicht markiert habe ich den laufenden Saturn über dem Grundgesetz-Merkur – und darauf steht derzeit Sonne-Venus. Ja, wie soll man das deuten: der Rückzug der Ordnung auf ihr Prinzip, der Mahner allerdings in schwacher Position und er mahnt die selbstverliebten Phänomensausführer im gurgelnden Untergang? Der laufende Jupiter über der Radix-Zwillinge-Sonne auf Merkur-Saturn-GSP. Also, da macht sich der deutsche Narzissmus zum Narren. (Man könnte jetzt allerdings auch noch die 0:00 Uhr am 24.5. hinzuziehen. Gibt ein etwas anderes Bild mit einem Steinbock-AC.) Es tut trotzdem weh, mitzuerleben, wie sich die Fehlentwicklungen noch immer tiefer in den Organismus einschreiben. 

5.6.2024

Passive Bewaffnung

Habe das vorhin gelesen: Jemand, der sich gegen einen gewaltsamen Angriff schützen will, „bewaffnet“ sich passiv, und das ist nicht gestattet. Es gibt da ein Schutzwaffenverbot nach §§ 17a I, 27 II Nr. 1 Versammlungsgesetz (VersG) und das wurde 1985 unter der Regierung Kohl formuliert. Verkündet wurde das Gesetz, nachdem das Bundesverfassungsgericht in einer anderen Sache festgestellt hatte:

„Das Recht des Bürgers, durch Ausübung der Versammlungsfreiheit aktiv am politischen Meinungs- und Willensbildungsprozess teilzunehmen, gehört zu den unentbehrlichen Funktionselementen eines demokratischen Gemeinwesens. Diese grundlegende Bedeutung des Freiheitsrechts ist vom Gesetzgeber beim Erlass grundrechtsbeschränkender Vorschriften […] zu beachten.“ [BVerfGE 69, 315 (315)]

Also, man darf seine Meinung sagen, aber sich so ausrüsten, dass man für einen aktiven Angriffsfall (und die sehen wir nun zunehmend) geschützt ist, darf man nicht? Stimmt, ich darf mein Pfefferspray nicht benutzen (mitnehmen schon).

5.6.2024

Sind Revolutionen die Lösung?

„Zum ersten Mal war es gelungen, einen autokratischen Herrscher, den Schah, der mit Hilfe und massiver Unterstützung des Westens an der Macht war, zu stürzen.“

Das Zitat stammt aus einem Radiobeitrag vom Deutschlandfunk aus dem Jahr 2019. Er titelte: Die Revolution von 1979 – „Der Islam ist die Lösung“. Revolutionen haben immer ihre Vorläufe: Wirtschaftskrisen, Arbeitslosigkeit, Wetterkatastrophen, Verarmung, Restriktionen und Zensur, eine durchgreifende Auto- oder eine feudale Aristokratie gegen die Auflösungserscheinungen, und im Volk ein Nicht-mehr-Aushalten-Können. Ein weiterer Vorfall – und es rummst. Sturm auf die Bastille, oder der 18. März 1848 in Berlin oder eben die Revolution gegen diesen im Land zunehmend verhassten, vom Westen unterstützten Autokraten Schah Reza, der, wie andere Autokraten im Nahen Osten auch, den Politischen Islam in seinen Extremen unter Kontrolle gehalten hatte. Die Revolution im Iran machte den Muslimen in Ländern rundherum Hoffnung, nun ebenfalls ihre Unterdrücker wegrevolutionieren zu können. Despoten weg – Republik her. Die Islamische Republik Iran auch für Sunniten ein Beispiel, dem sie nacheifern. Am „1.1.“ des Jahres 1400, heißt dem 21. November 1979, wurde die Moschee in Mekka von einer Gruppe von Aufständischen, die mit diesem Aufstand sehr hohe Erwartungen verbanden, besetzt. Sie wollten „die Entmachtung des saudischen Königshauses und die Errichtung eines neuen islamischen Staates, der auf die Scharia gegründet ist“. Zeitgleich gab es in Teheran die Geiselnahme in der amerikanischen Botschaft (begonnen hatte sie am 4.11.) mit der Forderung zur Auslieferung des Schah. Das Jahr 1400 wurde für die islamische Welt das „Jahr ihres Erwachens“. Da kommt jetzt auch Afghanistan ins Spiel mit seiner sowjetischen Besatzung und der „Befreiung“ durch die Taliban. 

„Der Iran hatte eine ganz große Auswirkung auf die Linken. Die globale Linke, würde ich mal sagen, war eigentlich dafür, den Schah zu stürzen. Und es gab überall Unterstützergruppen – auch in Europa, auch in Deutschland – für die Revolution.“ [Susanne Schröter im oben verlinkten Artikel]

Das Zitat lasse man sich auf der Zunge zergehen und dann schaue man sich nach den Blüten um. Es steht hier einiges bevor. Dann frage ich: Haben Revolutionen jemals zu Besserem geführt? Die Antwort versuche ich in „Die Uranus-Neptun-Zyklen“ zu beantworten. Geschrieben habe ich etwas auch hier. Eine Erzählung auf drei (oder vier?) Ebenen.

4.6.2024

Friedensdemonstration

In Ungarn gab es am Wochenende eine überwältigend große Versammlung, und die lässt mich in aller persönlichen Erinnerung an den Sommer 1983 denken – 41 Jahre ist es her! – als ich mit dem Großvater meines Ungarisch-Lehrers zusammentraf, und er nicht weit davon entfernt war, mich – eine verhasste Deutsche – aus dem Haus zu verbannen. Nun sprach ich allerdings seine Sprache, und das ist der Türöffner für Kommunikation und Austausch: Lerne die Sprache des Anderen. Vielleicht hat mich ja eine andere Macht an jenen Winkel Ungarns geschickt, damit ein alter Mann seinen Frieden machen konnte. Wer weiß das schon. +++ Noch ein Literaturhinweis: Die Große Wirtschaftskrise von 1837/38 herüberschwappend aus den USA, die Spekulatiuonsblase mit Aktien und Krediten, im vorrevolutionären Staatenbund angekommen. Man hört derzeit: Nie war die Schere zwischen Arm und Reich größer. Jaaa, aber damals… Lesen Sie mal, was sich bei allen Unterschieden derzeit wiederholt. 

4.6.2024

Argument

„Wir hatten wahrscheinlich manchmal die Tendenz, dass manche vielleicht vor der Debatte zurückgeschreckt sind, weil sie dachten, damit helfen wir am Ende den Rechtspopulisten.“ 

Können sie mal aufhören, immer alles auf Rechts zu beziehen? Allerdings: Der Zug zur Änderung ist abgefahren, denn die Menschen sind hier und wirken mit. Astrologisch wirkt Mond-Mars oder Mars in 4: Der Feind im eigenen Land. Die Autoaggression. Insofern – die Konstellation ist befriedet (wir auch?), denn die Konstellation gehört „systemisch“ zu Deutschland. Es ist lebensverachtend und nur schwer zu ertragen. Läuft. 

3.6.2024

Kafkaesk…

… ist, wenn der Einzelne willkürlichen, meistens bürokratischen, nur an der Oberfläche rationalen Prozeduren ausgeliefert ist, aus denen es kein Entrinnen gibt. Das Gefangensein besteht darin, dass der Betroffene sich im Kreis bewegt, dieselben Niederlagen immer aufs Neue erleidet und sich dabei dunkel und vage in einem Alptraum wähnt. Kafkaesk ist es z.B. wenn, jemand nach Informationen sucht, die ihm helfen sollen, seine eigene Situation zu verstehen und zu meistern. Er meint, sich diese Informationen in Hülle und Fülle beschaffen zu können (Internet sei Dank), doch bei näherer Betrachtung erweisen sie sich allesamt als nutzlos. Sie lassen entweder das Wesentliche aus, oder sind überholt, veraltet und nicht sauber abgeleitet. Beide „Informationengruppen“ führen mitnichten zur Aufklärung der Situation, sondern stiften weitere Verwirrung. Das wiederum weckt den Drang nach noch mehr Information.

Da sehen wir zweierlei: „Information“ hilft bei Lösungen von Krisensituationen grundsätzlich nicht im Mindesten, und: Überschütte die Leute mit defizitären Informationen, und sie bleiben beschäftigt. Boil the frog.

3.6.2024

Ich hab da mal eine Frage

Alle Hilfe wird gebraucht: Sandsäcke verteilen, Menschen retten, Aufräumen… Feuerwehr und THW, Sanitäter und Zivil- sowie betroffene Personen packen an. Sind da nicht irgendwo noch mehr helfende Hände? Eine nicht unerhebliche Bevölkerungsgruppe tritt hier überhaupt nicht in Erscheinung.

2.6.2024

Was ist da los? oder Die Verachtung

Wer nicht auf dem neuesten (oder sagen wir dem der Verdrehtheit bewussten) Stand ist und vielleicht aus einer ohnehin schon voreingenommenen Richtung (weil er schlechte Erfahrungen mit der Exekutiven in Deutschland gemacht hat) und möglicherweise aus dem Ausland auf hiesige Zustände schaut und schwerbewaffnete Polizisten in Fußgängerzonen patrouillieren sieht, denkt: Oh, das ist ein Polizeistaat. Die knüppeln hier Leute auf offener Straße nieder. Es gibt auch inzwischen Zulieferer für diese Sichtweise, die im Netz kursierende Zeugenvideos  kürzen und zusammenschneiden. Schreckliche Zustände in Deutschland. Oh Mann, wie die da mit den Ausländern umgehen. Stichwort: Der Einmann. Opfer-Täter-Umkehr. Unaushaltbar. Dann sind da welche „auf dem neuesten Stand“, bedienen sich aber leidlich danebengegriffener Mittel, um ihre Sichtweise kundzutun. Und zeigen damit wiederum einen Zustand, nämlich eigentlich denselben, nur von der anderen Seite, an. Nehmen wir nochmal erstere Gruppe aus dem Außen, die mit der zweiten Gruppe keinen Kontakt hat: Wie sollen sie verstehen, dass der medial gewollte Aufschrei aus der Bevölkerung gegen die Sänger ein weiteres Symptom ist, und dieses Symptom in Ablenkung von ganz anderen Symptomen nun verfolgt wird. Auch der Aufmarsch der Polizei ist ein Symptom. Ach, ich mag das gar nicht zuende denken. Sind die noch bei Trost? Ich fürchte nein. Die, die hier in der Sekte das Sagen haben, sind – und das erinnert mich wieder an Franz Werfels „Stern der Ungeborenen“ – im Geburtskanal steckengeblieben, glauben sich aber berufen. Habe dies herausgesucht: August von Kotzebue, aus dem Jahr 1798: Der Hyperboreische Esel oder die heutige Bildung. (Der Mann wurde übrigens in Mannheim umgebracht, im Jahr 1819.)

Qui sont ceux qui jouissent du droit de pononcer? – degens, qui, à force de braver le mèpris, viennent à bout de se faire respecter et de donner le ton; qui n’ont que des opinions et jamais des sentiments; qui en changent, les quittent et les reprennent, sans le savoir ni s’en douter; ou qui sont opiniâtres sans être constans. Voilà cependant les juges des reputations; voilà ceux dont on mépise les sentimens et dont on recherche le suffrage; ceux qui procurent la Consideration, sans en avoir eux mêmes aucune. – Vous voyez des hommes dont on vante le mérite; si l’on veut examiner en quoi il consiste, on est étonné du vide; on trouve que tout se borne à un air, un d’importance et de suffsance; un peu d’impertinence n’y nuit pas; et quelques fois le maintien suffit.

2.6.2024

Regen Regen Regen…

und noch anderes. Habe noch mal nachgeschaut. 1613 ereignete sich am 8.6. die sog. SINTFLUT. Ist jetzt 411 Jahre her. Manchmal gehören all die Verdorbenheiten und Verlogenheiten weggeschwemmt. Trifft aber die da Oben nicht, nur die Kleinen. Mist.

1.6.2024

Was Nachhausekommen mit Intifada zu tun hat

gemalt ca. 1998 (c) Karin Afshar

Gestern war ja was los! In Mannheim gab es wieder einen Messerzwischenfall. Schon im Jahr 1989 hatte es ein Büchlein mit dem Titel „Die Deutsche Intifada“ (vom Deutsch-Israelischen Arbeitskreis e.V.) gegeben, im gleichen Jahr wurde ein anderes Buch veröffentlicht: Friedrich Schreiber, Aufstand der Palästinenser – Die Intifada. Im Mai diesen Jahres riefen auf einer Pro-Palästina-Kundgebung in Frankfurt Aktivisten am Campus „Yallah, Intifada“. Die Erhebung, der Aufruhr der Jungen und das jetzt auf unseren Straßen. (Die Gründung der Hamas (mit ihrer Charta) datiert von August 1988, wenn ich mich richtig erinnere). Da kann man nicht mehr wegschauen. Schnitt. –  Gestern auch erinnerte ich mich an die Gegend, in der ich geboren wurde, und die sich mit den ersten Lebensjahren in mir eingeprägt hat (ich schrieb schon kurz davon): bewaldete Mittelgebirgslandschaft mit kurvigen Straßen, Flüssen unten im Tal … meine Lieblingsorte. Und tatsächlich: immer, wenn ich im Ausland war (ob in China, Japan, Iran, USA, Ungarn oder Finnland), waren es die Wälder an den Hügeln und das Licht! darin, die bewirkten, mich in der Fremde wie zuhause zu fühlen. (Brauchen Sie ein Taschentuch?) – Was ich sagen will: In aller Verlorenheit von heutzutage ist es das 4. Haus unseres Horoskops, das diese Geborgenheit im Heimischen, die Heimat in uns, birgt. Jeder möge mal schauen, welches Zeichen bei ihm dort steht, und wo der ihm entsprechende Planet sich niederlässt. Das 4. Haus kann gar nicht so schrecklich sein, dass nicht etwas tief Tröstliches im Wissen um diese innere Heimat läge.

1.6.2024

 

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