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FRAU DOKTOR FINDET DIE KAKISTOKRATIE

Kakistokratie bezeichnet in der Politikwissenschaft eine Herrschaft der Schlechtesten, der am wenigsten Qualifizierten und der Skrupelosesten. Zu dieser Ansammlung gehören auch noch: Vetternwirtschaft, Korruption, ein aufgeblasener Staatsapparat mit unnötigen Positionen und mafiaähnliche Strukturen. kakistos – kann man nachschauen – kommt aus dem Griechischen und heißt „am schlechtesten“.

Es gibt etliche Beispiele für Länder, in denen diese Staatsform herrscht, vorhin las ich z.B. von der Republik Südafrika. Als anderes wird Putins Russland angeführt. Damit ihm keiner gefährlich werden kann, soll er in den über 20 Jahren seiner Amtszeit nur Leute nach „oben“ gelassen haben, die seine Macht sichern können, aber nicht in der Lage sind, etwas zu einem erfolgreichen Staat beizutragen. 20 Jahre Deutschland mit Bundeskanzlerin Merkel – mein Zwischenruf – haben ähnliches hervorgebracht. In meinem Berufsfeld hatte das bereits vor 10, vielleicht 15 Jahren begonnen. Ja, ganz bestimmt erleben wir den Zusammenbruch der Bildungssysteme, weil es den Bologna-Prozess – dem transnationalen Angleichungsprozess der Qualifikation – gab. Die Abschaffung des „Meisters“ in den Handwerksberufen ist ein anderes Beispiel. Immer die Gerechtigkeit auf der Fahne: Es sei ungerecht, dass immer die „Guten“ und die „Besten“ nach vorne kommen. Die Einführung der Frauenquote, überhaupt jeglicher Quote, ist ein Schlag ins Gesicht jeder gut ausgebildeten Frau. Wo kommen wir denn hin, wenn die gut ausgebildeten den weniger begabten und gut ausgebildeten, den Platz an der „Führung“ überlassen? – Rhetorische Frage.

Da fällt mir ein Witz ein, den ich gestern oder vorgestern im „Spiegel“ (!) gelesen habe: Frage: „Was ist der Unterschied zwischen der Titanic und Südafrika?“ – Antwort: „Die Titanic war bei ihrem Untergang hell erleuchtet.“

Entlohnt wird in solchen „Kratien“ mit Straffreiheit bei illegaler Bereicherung usw. Das Ganze fließt von oben bis nach unten, bis in die einfachsten Schichten der Bevölkerung. Es bekommt also den Arbeitsplatz nicht derjenige, der dafür am besten geeignet ist, sondern derjenige, der die besten Beziehungen hat und bereits im „System“ ist, oder der einer diskriminierten Minderheit mit Recht auf Quote angehört. Dass dabei die Aufgaben nicht mehr optimal erledigt werden können, wird billigend in Kauf genommen. Gepaart mit ideologischer Klima-Ausrichtung und einer entgleitenden Kontrollmöglichkeit, ist das ziemlich „erfolgreich“ für jene, die dort in ihren Ämtern in einem eloyartigen Selbstbedienungsrausch stecken, in dem sie nicht sehen, was wirklich los ist.

Anpassung bzw. Nivellierung nach unten – am Ende sind alle gleich ungebildet und gleich wohlhabend, oder eben nicht, leben in sog. 15-Minuten-Städten, deren Grenzen man dichtmachen kann, sofern sich irgendwo die Maßnahme einer Verhaltensregulierung anzeigt.

Der Begriff Kakistokratie ist – natürlich! – umstritten. Es gibt nicht wenige Politologen, die ihn rundheraus ablehnen und uns empfehlen, das Wort gar nicht erst zu verwenden, weil es grundsätzlich schon polemisch sei. Der „Gegenbegriff“ zu dieser „Kratie“-Form ist übrigens nicht Demokratie, sondern Aristokratie, die nicht die Herrschaft der Adeligen, sondern die der Besten bezeichnet. Das ist natürlich ungerecht. Das geht ja gar nicht! Und so sehen wir denn einer „Blockpartei“ entgegen, in einem sog. „Deutschlandpakt“ – Hendryk M. Broder hatte recht: Man muss darauf achten, auch ja das „t“ am Ende auszusprechen, sonst entsteht da gar ein „Deutschlandpack“.

Eigentlich wollte ich mich aus all dem „politischen“ Kram heraushalten, aber ich schaffe es nicht mehr. Jeden Morgen wieder, seit 2019 – und das sind jetzt vier Jahre – sehe ich mit Kopfschütteln auf die Köpfe unserer Republik oder auch die des Bundeslandes, in dem ich wohne (und dahin will nun auch eine Innenministerin, um Landesmutter zu werden). Natürlich schaue ich auch in andere Länder – mehr oder weniger sieht es in Frankreich (apropos Frankreich: man schaue sich dort die Immobilienentwicklung und Macrons Agenda an!), Italien, der Schweiz, den USA oder in Großbritannien u.a. nicht viel anders aus. Und doch habe nicht nur ich den Eindruck, dass die Deutschen wieder einmal mit einer besonderen Borniertheit und einer Eindimensionalität, die ihresgleichen sucht, zu Höchstform auflaufen. Kollektiv ideologisiert.

Andere können das besser analysieren und auch noch tiefer herleiten als ich. – Von den Schreckensszenarien noch nicht ganz in Panik versetzt, aber doch – trotz meiner ziemlich großen persönlichen Zuversicht – bin ich alarmiert. Denn wenn rundherum das Ganze krachen geht, hängen meine Familie, Freunde, Bekannte, und ich mit drin.  Inzwischen habe ich mich im Finanz- und Wirtschaftssystem umgesehen – ich, die sich nie für dergleichen interessiert hat, weil Ökonomie  (die Lehre vom Hauswirtschaften) für mich selbstverständlich ist: Ich kann nur soviel ausgeben, wie ich einnehme. Schulden – möglichst keine, denn das habe ich einmal in meinem Leben mittelbar erlebt, und das hat mich von allem zeitweiligen Überkandideltsein geheilt. Mehr noch: Wenn ich etwas einnehme, verbrauche ich das Geld nicht einfach, sondern lege es an. Im besten Falle investiere ich in meine Weiter- und Ausbildung, oder in die meiner Kinder und Enkel. Sachwerte sind auch nützlich, also, was angeschafft werden muss, wird einen Wert und eine angemessene Lebensdauer haben. Klingt ein wenig aus der Welt gefallen, wo doch sogar die Regierungen uns vormachen, wie man über seine Verhältnisse wirtschaftet, und ein Loch mit dem Geld aus einem nächsten Topf stopft, der wiederum dann auch bald trockenfällt. Habe ich ein Problem in meinem Haushalt – muss ich doch sehen, dass ich es an der Wurzel erkenne.  Die naive Annahme, das andere das ebenso sehen, habe ich schon längst abgelegt. Der Begriff Wert ist nun ja nicht nur physisch und als Geld zu sehen, sondern dem Wert muss auch eine Bedeutung zukommen, Wert ist etwas, auf das ich mich verlassen können muss. Nicht, dass sich Werte nie ändern – sie verändern sich im Laufe der Zeit… das nennt man dann „gewachsen“. Aber Werte zu instrumentalisieren und dann an ihnen rumzudoktern – das zerstört jede Rechtschaffenheit und kreiert Beliebigkeit.. Ich sags gleich: Wir erleben derzeit nicht nur physischen, sondern auch geistigen und menschlichen Werteverfall. Nun also nehme ich an Webinaren teil, die sich mit Währungen, Inflation und Inflationsschutz befassen. Zwar kann ich noch immer nicht darüber referieren, was ETFs sind oder Hedgefonds, aber ich weiß, auf welchen Seiten und bei welchen Leuten ich mich informieren kann. Kurzum: Ich habe Vorsorge getroffen, ich bin dabei Vorsorge zu treffen, vor allem, darin, immer mehrere Pläne in petto zu haben.

8.9.2023, Berlin, Uhrzeit orientiert sich an den ersten Meldungen direkt nach dem Beschluss: 15:25 MES. Der AC ist etwa ab 13:44 Uhr im Schützen, und verlässt diesen wieder um 16:14 Uhr. Das war die Zeit, in der mir in den Sinn kam, mal „nachzuschauen“, was aus der Debatte geworden ist.

Worauf wollte ich eigentlich hinaus? – Gelegentlich habe ich ja bereits, wenn wieder irgendwelche hanebüchenen Vorfälle aus Berlin öffentlich wurden, mir die Horoskope der Protagonisten angeschaut. Auch die Horoskope der täglichen Zeitqualität, Äquinoktien auf ein Jahr, oder Horoskope auf Konjunktionen mittlerer und größerer Wirkung. Es findet sich insbesondere in den beiden letzteren der Beweis, dass die Vorgänge, deren Zeuge wir werden, mit den Konstellationen in ihrer leider „negativen“ Ausprägung übereinstimmen. Heute – ich nehme das Tageshoroskop –  z.B. schreiben wir den 8.9. und es sind Merkur, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto rückläufig. Das ist ja zum Haareraufen! – Da sitzen sie im Parlament und beschließen das Heizungsgesetz, das der grüne Wirtschaftsminister Habeck auf den Weg gebracht hat, das ab 1.1.2024 in Kraft tritt und Deutschland, soweit ich das richtig erlese, an die 2.500 Mrd. Euro kosten wird. Die Novelle dieses Gebäudeenergiegesetzes zielt darauf ab, durch einen schrittweisen Austausch von Öl- und Gasheizungen das Heizen in Deutschland klimafreundlicher zu machen. Ende September muss das Gesetz noch den Bundesrat passieren. Dieser wird sich voraussichtlich am 29. September mit dem Heizungsgesetz befassen, das nach vorläufigem Stand aber nicht zustimmungspflichtig ist. Die Länderkammer kann somit zwar Einspruch einlegen, das Gesetz aber nicht blockieren. 

Über die Kompetenz der Parlamentarier kann ich nicht urteilen, denn ich habe mit keinem von ihnen persönlich gesprochen. Doch wenn ich mir die Zahlen anschaue, kann ich es irgendwie nicht fassen: Wie wollen sie das denn erwirtschaften und dann auch bezahlen?? Der Minister verteidigte sein „Gesetz“: „Ich finde es berechtigt, mit konkreten und auch besorgten Nachfragen auf dieses Gesetz einzugehen. Was man allerdings nicht durchgehen lassen sollte, ist, den Menschen Sand ins Auge zu streuen – zu sagen, wir machen Ziele, aber wir tun nichts dafür, dass diese Ziele erreicht werden.“ Der Umgang mit diesem Gesetz erinnert mich an die Rechtschreibreformeinführung in Schleswig-Holstein von 1998. Dunkel ist mir im Sinn, dass Heide Simonis – damalige Ministerpräsidentin – gefragt wurde, wieso man die recht unsinnige und die Sprache verhunzende Schreibreform nicht zurückziehe, und sie antwortete: „Aber es kann nicht sein, dass Linguisten und alle, die daran gearbeitet haben, umsonst gearbeitet haben.“ Wir müssen mal über Narzissmus sprechen.

„Heide Simonis, die kaum einem Krach aus dem Wege geht, hat schon laut darüber nachgedacht, das unliebsame Gesetz »einfach durch ein neues zu korrigieren«. Schließlich kann die rot-grüne Mehrheit im Landtag – Volk hin, Volk her – beschließen, was sie will.“ [Quelle]

Volk hin oder her… Das haben wir jetzt auch wieder, und die Tatsache, dass hier 1. Merkur rückläufig und in Zurückweichung vor dem Primat der Sonne verbrannt und stur sich nur selbst bespiegelt, und 2. sich alle äußeren Planeten in einem Rückwärtsgang befinden, dem – ähnlich wie beim Zurückweichen des Wassers bei Ebbe (und dann laufen die da ins Watt) – die nächste Flut folgt. Und diese Flut wird kommen. Saturn – nur nebenbei bemerkt – steht auf 2°55′ Fische. Jeder, der jetzt seinen Saturn-Neptun Ereignis lassen werden muss – hat hier zugestimmt. Und von Saturn-Neptun-Trägern haben wir etliche in diesem Parlament sitzen.  – Die Flut könnte natürlich auch in Form einer Regierungsabsetzung, der Durchführung von Neuwahlen und einem sensationellen „Zur Hölleschicken“ für die Schmieder dieser Idee liegen. Schaden ist aber in jedem Fall gemacht!  Ich plädiere übrigens dafür, dass demnächst unsere Politiker ihre Horoskopdaten einreichen müssen und wir sie darauf hin abklappern, inwiefern sie ihre Konstellationen begriffen und erlöst haben, damit sie wirklich der „Sache“ und den Bürgern dienen können und nicht ihrem Verdrängten. Das ist im Falle von SA-NE der fehlende Ursprung, der sich nun – wie wir sehen – im Stier austobt und gerade wie wild radikal alles, was an Sicherungssystemen (vielleicht nicht perfekt, aber immerhin) noch da ist, aushebelt. Man hat ein Ziel, und dieses muss eingehalten werden, koste es, was es wolle – und selbst wenn es das völlig falsche Ziel ist.

Willkommen in unserer Kakistokratie.

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