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IN DER TIEFE DER GESCHICHTE II

Es ist ein angekündigter Ausflug, den ich heute mit meinen Lesern unternehme. Zweierlei hat mich darauf gebracht:  Die strahlenden Gesichter zweier Frauen auf dem Titelblatt einer Zeitschrift und die nicht neue Einsicht, dass es in der Tiefe unserer europäischen Geschichte viel Stoff zu verstehen gibt. Zu verstehen gibt es auch wieder ein Horoskop, das mir bei der Lektüre des Seminarbandes „Im Fluss der Generationen“ (Wolfgang Döbereiner) passend dazu in die Finger kam.

Herrscher von 4 in 1: Selbstdurchsetzung, indem man eine Ausdrucksform findet. Man wird selbst zum Symbol für Empfindung und Verinnerlichung.

IC im Stier – Venus im Steinbock – Empfindung und Verinnerlichung sind selbstsichernd und bestandbildend – man grenzt sich seelisch mit Mitteln des Materiellen ab. Die Ausdrucksform der Sicherung wird im größeren Maßstab Erscheinung. Man verpflichtet sich der Ordnung über sich selbst hinaus.

Soweit die Kürzel. Es geht um etwas Historisches. Hier ist es schon einmal vorweg. Zur Einstimmung. Betrachten werde ich es unter der Überschrift „Herrscher von 4 in 1“.

Sie tauchen immer wieder in der Regenbogenpresse auf und sind Gesprächsstoff für den Klatsch: die schönen Frauen der Grimaldis, wie heißen sie doch alle? Caroline von Monaco, ihre Tochter Charlotte, die Schwester Stephanie und natürlich die „Überfürstin“ Gracia Patrizia, deren Märchenleben mit einem tödlichen Unfall endete. Der derzeitige Landesvater Albert II und seine Frau Charlène, die vor nicht allzu langer Zeit durch eine mysteriöse Krankheit von sich reden machte, haben bereits ebenfalls für einige Schlagzeilen gesorgt. In verschiedenen Dokumentationen wird von einem Fluch gesprochen, der über den angeheirateten Grimaldi-Frauen läge. Das Fürstentum Monaco ist ebenso eine „Firma“ und ein Konzern wie das englische Königshaus – vermutlich wie alle Hochadelshäuser, deren einflussreiche Netzwerke sich nicht nur über ganz Europa spannen. Wer in eine solche Dynastie einheiratet, heiratet in eine „Geschichte“ ein und übernimmt Ungelöstes.

Woher kommen diese Grimaldis? Ursprünglich stammt das Adelsgeschlecht aus Genua. Jetzt müssten wir tief in die Geschichte vordringen und uns bewusst machen, was die Rolle Genuas im – sagen wir – Jahr 1133 war. Genua wurde seit den Kreuzzügen als Stadtrepublik von Konsuln regiert, der Konsul im Jahr 1133 hieß Otto Canella, und dessen Sohn Grimaldo Canella, im Jahr 1130 geboren, wurde später dreimal zum Konsul gewählt. Bereits in der nächsten Generation wurde der Vorname des Grimaldo zum Beinamen und ersetzte den Namen Canella. Genuas Geschichte sei nur kurz gestreift, erwähnt werden muss aber unbedingt der Konflikt zwischen den Guelfen und Ghibellinen, den beiden verfeindeten politischen Gruppierungen im mittelalterlichen Reichsitalien. Die Ghibellinen (Waiblinger) waren die Parteigänger des Kaisers (Deutsches Reich), während die Guelfen (Welfen[1]) die Politik des Papsttums (Rom) unterstützten. Diese Polarität spielt sogar in späteren Kämpfen zwischen Deutschland und Italien eine Rolle.

Zwei der in Genua herrschenden ghibellinischen Familien waren die Dorias und die Spinolas, die versuchten, die Guelfen aus der Stadt zu drängen. Ab 1270 eskalierte der Konflikt in regelrechten Kriegen, 1296 wurden schließlich die Guelfen und damit auch die Familie Grimaldi aus der Stadt vertrieben. Die Grimaldis, damals bereits eine Familie mit vielen verschiedenen Zweigen, ließen sich in verschiedenen Städten rund um das Mittelmeer nieder. Sie gelangten nach Monaco, und nahmen im Januar 1297 in Gestalt eines als Franziskaner-Mönch verkleideten Asylsuchenden und einer kleinen Gruppe Gefolgsleute in der Hinterhand die neapolitanische, in der Hand von Ghibellinen befindliche, Festung ein.

Aber nicht Francesco Grimaldi, der „Listige“, der sich mit der Franziskaner-Verkleidung Zugang zur Festung verschafft hatte, ist der Urahn der heutigen Grimaldis, sondern sein Begleiter und Cousin (und Stiefsohn) Raniero. Der sicherte den Grimaldi als Rainier I zunächst den Felsen, verlor ihn allerdings schon 4 Jahre später wieder: Karl II. von Neapel erwirkte am 29. Juli 1298 einen Nachrichten- und Lebensmittelboykott, am 11. April 1301 mussten die Guelfen die Festung den Offizieren des Königs von Neapel aushändigen, die Grimaldi wurden kläglich entschädigt. Raniero Grimaldi zog daraufhin als Condottiere für Philipp den Schönen in den Krieg. 30 Jahre später – Francesco und Raniero längst gestorben – erhielt am 12. September 1331 Ranieros Sohn Carlo nach dem Rückzug der Ghibellinen die Festung Monaco vom französischen König wieder zugesprochen. In einer Urkunde von 1342 wird Karl/Carlo erstmals als Charles, Seigneur von Monaco, Menton und Roquebrune bezeichnet.[2] Im Jahr 1419 kauften die Grimaldis die Herrschaft von Monaco offiziell von der Krone von Aragonien – nun waren sie die „unbestrittenen Herrscher“ des Felsens.

Im Jahr 1731 starb die Hauptlinie der Familie aus. Die heute in Monaco herrschende Familie soll – entnehme ich verschiedenen Quellen – auf Kaspar Grimaldi (Bruder von Lambert Grimaldi, Fürst von Monaco von 1458 bis 1494) zurückgehen. Eine Seitenlinie, über die wenig zu finden ist.

Fürst Rainier III – um ins 20. Jahrhundert zu wechseln – war der Enkel von Erbprinz Louis II, der keine Kinder, außer einer unehelich geborenen Tochter, hatte. Damit das Fürstentum nicht an die Nebenlinie Urach des Hauses Württemberg fiele, wurde beschlossen, diese Tochter – ihr Name war Charlotte – zu legitimieren. Als Duchesse de Valentinois heiratete sie den Comte de Polignac, der vor der Hochzeit den Namen Pierre Grimaldi annahm und den Titel des Duc de Valentinois verliehen bekam. Charlotte ließ sich, 1920 und 1923 hatte sie zwei Kinder geboren, 1933 scheiden und verzichtete 1949 – obwohl sie ein Thronrecht hatte – zu Gunsten ihres Sohnes, der das Fürstentum als Rainier III übernahm. Da im Fürstenhaus der Grimaldi der „Mannesstamm“ gilt, geht der heutige Throninhaber Albert II genau genommen auf die Poligniac-Linie seines Großvaters väterlicherseits zurück. Im Fürstentum gilt außerdem die patrilineare Primogenitur, so dass Albert, obwohl der Zweitgeborene, vor der älteren Schwester Caroline (genau wie sein Vater übrigens vor seiner Schwester Antoinette) zu Thronübernahme bestimmt.

Vertriebene und List und inoffizielle, legitimierte Kinder – da horchen wir auf. Ein Fürstenhaus, das auf eine Vertreibung zurückgeht, lässt an den Verlust der Herkunft denken, der kompensiert werden muss. Der Einlass in die Festung Monaco wird mit dem 8.1.1297, morgens um 6:36 Uhr (GMT)[3] angegeben. Ich fange nicht mit dem Aszendenten an, sondern mit dem Herrscher vom 4. Haus.

Im 4. Haus finden wir die „innere Einkehr“ – das Zuhause, die Heimat – mit Stier: eine feste Begrenzung darum herum. Das Stierhafte zeichnet sich durch den Drang nach Bestand und fester Zuordnung aus. Der Einzelne – den wir im Krebs finden – wird in ein System integriert, wodurch er Schutz und Sicherheit vor der Ausgeliefertheit an Angriffe von Feinden erhält. Beutetiere schließen sich im Gemeinschaftlichen zusammen, was mit sich bringt, dass sie – da selbst keine Beutemacher – das, was sie an Vorhandenem vorfinden, sorgfältig bewahren und konservieren. Des weiteren ist die Stierwelt eine geordnete und organisierte Form, in der die Dinge ihren festen Platz haben. So auch die Einzelwesen, die sich hier zusammenfinden und einen Teil ihrer Eigenständigkeit aufgeben müssen, um in den Genuss des Schutzes zu kommen. Es entstehen Hierarchien – ein Über-, Neben- und Untergeordnet -, die das konfliktfreie Zusammenleben garantieren sollen. Die Einhaltung der Regeln, die sich ein Stier-Verband gibt, ist wichtig. Stierverbände sind Konventions- und Moralverbände. Die Moral ist eine Größe des geordneten Verhältnisses von Mensch zu Mensch. Verdichtung und Ökonomisierung im Seelischen – würde es sich um einen Menschen handeln – zeigen sich in einer Tendenz zu „Geselligkeit“, die innere Einkehr wird zu einem gemeinschaftlichen Ausdruck, in der man Übereinstimmung und Gemüt herstellt und findet. Die sprichwörtliche „Gemütlichkeit“ ist eine Mond-Venus-Domäne, oder auch „My home is my castle“. Starke Mond-Venus-Konstellationen – in Menschen ebenso wie auch in Ereignissen oder Geschehen – bergen „Geschlossenheit“ in sich. Eine geschlossene Gesellschaft, im wahrsten Sinne des Wortes, steht Fremdem und Unbekanntem (man ist ja Beutetier) ablehnend gegenüber. Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich – heißt es in Norddeutschland.  Die Stier-Vorsicht Fremdem gegenüber gilt dem Schutz der gesamten Gruppe, deren Angehöriger man ist. Das ist anderes als Jungfrau-Vorsicht. Die politisch vielbejubelte und geforderte „Integration“ besagt auf die Stier-Nation/Stier-Gruppe bezogen: Du gehörst zu uns, wenn du unsere Regeln und Konventionen befolgst. Verstehen Sie – eine offene Gesellschaft – und das ist, als was die (demokratischen?) Gesellschaften im Westen sich verstehen, kann gar nicht „integrieren“. Das Gemeinschaftliche des Stier verlangt die Aufgabe der Eigenständigkeit und auch der Identität mit sich selbst. (Machiavelli: „Der Staat muss den Bürger zum Zusammenleben zwingen.“) Was die „offenen“ Gesellschaften mitunter als populistisch, rechts oder nationalistisch bezeichnen, ist der Mond-Venus, der im Extrem seine Sicherungsbefestigungen in eine Festung verwandelt.

Nun haben wir die Venus aus diesem Stier im Steinbock, es fehlen 15 Bogenminuten bis zum Wassermann, der Mitherrscher in Haus 1 ist. Was ist mit der Festung los? – Der Vorgang, um den es hier geht, ist von großer, überpersönlicher, und persönlich beschränkender Bedeutung. Steinbock in 1 – ein Bollwerk, schwer zu überwinden, es braucht viel Kraftaufwand, um etwas zu bewegen. Den Saturn aus dem Steinbock finden wir in Haus 6 und im Zwilling.

Herrscher von 1 in 6: Alle Anlagen zur Aussteuerung des Lebenstriebes gegenüber den gegebenen Bedingungen, um die Lebensfähigkeit zu erhalten. Man nimmt Lebensbedingungen und Umwelt wahr und beobachtet, untersucht und steuert sich aus. Seelisches Kalkül zur Nutzung der Umwelt.

Die Durchsetzungsbehinderung richtet sich auf die Lebensbedingungen und hat eine Funktion: Sie ist auch eine Bewegungsbehinderung und steht im Dienste der Selbstaussteuerung. Die Sicht, das Hören, die Wahrnehmung, kurz: die Sinne sind nicht unmittelbar „verfügbar“, heißt, es wird unmöglich, heraufziehende Gefahren können nicht erkannt werden. Und das wiederum wird von Uranus als dem Mitherrscher von Haus 1 „aufgegriffen“.

Herrscher von 1 in 8: Alle Anlagen zur Verpflichtungs- und Bindungstreue . Ideelles Eintreten für die Notwendigkeiten anderer. Sich anderem verpflichten bis zum Fanatismus und zur Vorstellungsgebundenheit.

Zum Bollwerk, das an der Fortbewegung hindert und zu den Bedingungen des 4. Hauses gehört, gehört aber auch die „Aufhebung“ und in dieser sitzen Unidentifizierbare als Merkur-Pluto. Pluto gehört zum Skorpion aus dem „erwirkten Ergebnis“ am MC: Die Vorstellung einer Ordnung erscheint als gestaltloser Vollstrecker eines Leitbildes von Verwertung. („Wir nehmen, was wir kriegen können, das ist der Plan.“) Der Wassermann ist – im Quadrat zum Stier – nicht der Verdichter und in die Mitte der Herde Gehende, sondern der Räumeöffner, der, der an den Rand geht, sich vom Zentrum entfernt. Geschlossenes wird aufgebrochen, wird aus den Angeln gehoben. Wandel – ein anderes Stichwort: Wassermann verändert, überführt von einem alten Zustand in einen neuen. Ob es besser wird, fragt er nicht. Bei diesem Vorgang ist der Wassermann das Mittelzeichen des Sonnenverbundes, und in ihm sitzen eben jene genannten zwei Durchführer (über den Fisch noch später), die real auftauchen. Der Abgeordnete, der den Rahmen für Merkur und Pluto festlegt, ist selbst nicht anwesend – Uranus steht auf der „anderen“ Seite des Horoskops – außerhalb des eigentlichen Geschehens, ist allerdings – wie eingangs gesagt – an der „Unfähigkeit“ zur Aussteuerung an eine (mögliche) Wahrnehmung erschwerend beteiligt. Er steht in der „Bindung an die Idee“, im Plan, der umgesetzt wird.

Die Venus aus dem Stier beschreibt noch weiteres: aus dem 4. Haus bringt sie einen Mars mit. 27° Stier – Venus-Jupiter, ein freundlicher GSP, bedeutet er doch: wir fügen dich gut in unser Gemeinschaftliches ein. Jupiter-Venus ist einladend, sofern man sich an die Gastregeln hält. Steht Mars darauf, werden diese verletzt. Mars kann nicht anders, sofern er aus einem verneinten Neptun resultiert. Davon können wir aber ausgehen, sonst säßen wir jetzt nicht vor diesem Horoskop. Mars im Stier – er verletzt Gewebe, der Stich ins Fleisch, und ins Gemeinschaftswesen. Mars in 4 – „der Feind im eigenen Lager“ – er ist durch das aufgeschobene Bollwerk hineingekommen. Herrscher von 3 – Widder – die Bewegung geht von außen nach innen. Die Venus steht bei der Sonne, etwa 3° Orbis für eine Konjunktion – die Sonne ist die für das Bollwerk Zuständige. Die Ordnungsmacht der Festung.

Die Sonne steht im Endzeichen des Sonnenverbundes Fische-Wassermann-Steinbock, d.h. sie gehört zum „Fazit“, zum Ausgang der Angelegenheit. Den Anfang kennzeichnet das Zeichen Fische in der Richtung von Haus 2 ins 1. Von Wasser zu Stein, fällt mir da gleich ein. Das Territorium, auf das sich die Sonne bezieht, ist ein aufgeweichtes, ein Wasserrevier. Im Stierhaus heißt das: die Begrenzung, die eigentlich den Bestand schützen soll, ist aufgelöst, ist löchrig, und erfüllt ihren Sicherungs-Zweck nicht. Fische in Haus 2 ist ein grenzenloser, auch rechtloser Bereich, in dem alle Stieranlagen außer Kraft gesetzt sind.

Herrscher von 2 in 9: Abgrenzung erfolgt durch die Einsicht und Verständnisfähigkeit für außerpersönliche Zusammenhänge.

Keine Abgrenzung, Rechtlosigkeit, und der Protagonist steht in Haus 9 in der Waage und auf 21°21‘ – sehr in der Nähe des Mars-Jupiter-GSP.  Was will Neptun auf Mars-Jupiter? Nehmen wir Mars-Jupiter als Kreuzritter, als die Bringer einer kriegerischen Anschauung in Mission, dann hält sich der, der die Rechtlosigkeit im konkreten Revier anzeigt – Neptun – für den Bereiniger, zumindest aber den Klärer und Nichter der kriegerischen Mission.  Ein zufriedener Neptun brächte Wahrheit zu Bewusstsein, brächte die Gestalten des Lebens in Bildern zur Anschauung. Ein friedliches Bild, oder? Das Zeichen der Hirten mit der christlichen Botschaft. Neptun ist aber auch die Illusion und die Täuschung, der man erliegen kann.  Man erkennt den Entgegenkommenden nicht, macht sich etwas vor. Neptun vernebelt das Bewusstsein, bzw. steht dafür, dass man sich bei bestehender Konstellation entsprechender Substanzen bedient. Neptun in Haus 9 – Religiöses entsteht – ist aber nicht dasselbe wie die Wirklichkeit. Die Einsicht in das Ewige macht im besten Falle demütig und lebt sich in „Identität mit dem Wirklichen“. Die Sonne steht allerdings im Quadrat zum Neptun. Die Identität mit dem Wirklichen passt ihr in Haus 1 nicht. Sie will selbst wer sein – doch der „Hüter der Festung“ ist geschwächt.

Nein, das Ganze geht für die Festung nicht gut aus, denn der Mars – wie gesagt – gelangt hinein und das Rechtlose wird von anderen, die in religiöser Mission unterwegs sind, aufgehoben. Vorne am AC steht Jupiter – der könnte doch „Glück“ bringen. Tut er ja auch:

Herrscher von 11 in 1: Selbstdurchsetzung durch Aufhebung bisheriger Maßstäbe, Unterschiede und Grenzen. Man setzt sich durch, indem man selbst zum Symbol für Unverbindlichkeit und Unabhängigkeit wird.

Herrscher von 12 in 1: Selbstdurchsetzung mit den Mitteln der Loslösung von vordergründige, der Unabhängigkeit konkreter Anpassung. Indem man selbst Symbol für Nichtanpassung wird, setzt man sich im realen Leben durch.

Der Jupiter steht auf 17° Steinbock: die Bestätigung a) des Mars-Saturn in der Nähe des AC, und b) der Schlüssel zum Sesam-Tor.

Man könnte noch mehr herauslesen, und alles im Detail durchgehen. Dass das Horoskop das tatsächliche Geschehen abbildet, ist einigermaßen deutlich, oder?

Francesco Grimaldi kam in Verkleidung. Vielleicht war er aber selbst – wie sein Name es nahelegt – tatsächlich Franziskaner-Mönch. Der Orden der Franziskaner ist ein Missions-Orden, wobei es ihm in erster Hinsicht um die Friedensbringung und weniger um die „Heidenbekehrung“ geht.  Kennzeichnend für die franziskanische Spiritualität ist und war ein brüderliches Leben in einer evangeliumsgemäßen Lebensweise mit apostolischem, den Armen zugewandten Akzent. Die von den Brüdern übernommenen Aufgaben erwachsen aus ihrer Lebensweise und müssen mit ihr vereinbar sein. Also: Armutsideal, Orden (eine geordnete Gemeinschaft, Abgrenzung gegenüber anderen. In seiner Tarnung (zumindest bat er um Asyl und das heißt, er spielte einen Verfolgten) erlangte er Einlass in die Festung und kaum war er drin, erwies er sich als „Feind“ im Land. Wie es im Einzelnen abgelaufen ist, mag jeder selbst recherchieren – auf jeden Fall ging es kämpferisch zu, denn die Mönche waren bewaffnet und eroberten die Burg auf dem Felsen. Vom Wasser her kommend, wie es heißt, denn die Grimaldis waren, vor allem nachdem sie Genua verlassen hatten, als Seefahrer und Raubritter tätig. (Die Affinität zu „Wasser“ ist heute noch wirksam: Albert II hat z.B. eine Schwimmsportlerin geheiratet, und der zweite Ehemann von Caroline – zwar kein Grimaldi – war fanatischer Motorbootfahrer, was auch sein Verderben wurde).

Ein Horoskop-Vergleich und ein Ausbau der IC-Deutung folgt in den „Chroniken Teil 4“ – irgendwann.

 

[1] Der Name der Guelfen entstammt den Rivalen des Stauferhauses, dem Geschlecht der Welfen.

[2] Sein Sohn, Rainier II, regierte vom 29. Juni 1352 bis zum 15. August 1357 als 2-Jähriger und verlor den Thron im Alter von 7 Jahren.

[3] WD, Fluss der Generationen, S. 130

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