Donnerstag, 16-Juli-2026

WANN IST DENN FRAU EINE FRAU?

 

Haben Menschenrechte ein Geschlecht? Und wem gehört der Öffentliche bzw. Private Raum?

„Berlin. Nur Personen, die sich eindeutig und dauerhaft als Frau definieren, können sich auf die grünen Quotierungsregeln zugunsten von Frauen berufen. Dies hat das Bundesschiedsgericht der Grünen in einem jetzt veröffentlichten Grundsatzurteil entschieden.

Schon seit den 1980er-Jahren gilt bei den Grünen parteiintern eine strikte Mindest­quotierung. Jeder ungerade Platz ist für Frauen reserviert, damit auch Platz eins. In Vor­ständen müssen Frauen mindestens die Hälfte der Posten innehaben. Und in Versamm­lungen soll mindestens jeder zweite Redebeitrag von einer Frau stammen. Die Idee: Gute Frauen sollten sich so gegen dominant auftretende Männer durchsetzen können. Inzwischen haben viele Parteien ähnliche Regelungen, bis hin zur CDU.“ [Christian Rath vom 06.03.2023, 18:08 Uhr; Quelle]

Ist dem so? Mit der Idee? Ich habe mich in den letzten Tagen mit Horoskopen von Menschen befasst, deren 4. Haus „im Rahmen“ eines Zeichens des III. Quadranten steht (hahah – ein „framing“ also). Insbesondere bei der Waage am IC habe ich mich gefragt, ob dies das Eindringen des öffentlichen Raumes in den privaten und persönlichsten Raum, der uns zugehört, bedeutet. Der III. Quadrant – wir denken an „causa efficiens“ = das Wirkende – nimmt tatsächlich immer auf den II. Quadranten Einfluss. Er wird dort am „Material“ formierend und das im Sinne der „Blaupause“, die im Skorpion bzw. im 8. Haus bereits vorliegt. Was aber ist, wenn schon im Anbeginn des Lebens eine Wirkkraft liegt, die gar nicht den Weg der je eigenen Entwicklung gegangen ist oder vorsieht? – Es wird vom werdenden Selbst ein Bild übernommen, das die Entstehung einer Identität mit sich selbst möglicherweise verhindert. Der am 6. Mai gekrönte König Charles III hat eine Waage am IC (und noch eine Konjunktion von Neptun und Venus zusätzlich darin). Gibt es ihn denn da überhaupt als Wesen, ist er anwesend? – Ich bitte um Nachsicht, denn ich bin ein wenig Heidegger-infiziert, denn auch ihn habe ich in den letzten Tagen betrachtet: Martin Heidegger hat eine Waage-Sonne in Haus 10, einen IC in den Fischen (da ist die Auflösung des Selbst miteingeschrieben), einen Neptun-Pluto am DC in den Zwillingen (Darstellung des Ringens zwischen Dunkel und Helle) – und: Mond in Konjunktion zu Uranus in der Waage. Sein persönliches Selbst ist genichtet, stattdessen wird im Öffentlichen Raum die auf- und erhobene Seele gedanklich und denkerisch inszeniert. (Ich werde darüber in den Chroniken Teil 4, Bd. 2 schreiben.) Alexandre Dumas sen., Cheryl Crane, Enrico Rastelli, Ernst Jünger, die Halloween-Massenpanik vom 29.10.2022, Meghan Markle, Queen Camilla sind nur einige Namen und Ereignisse. Waage am IC bedeutet entweder einen AC im Löwen oder im Krebs. Das heißt: Hier geht es um das „Wesentliche“ und dessen Ausdruck in der Gebärde, auch als Lebensform im Eintritt in die Erscheinung – und das bei einem seelischen Raum, dessen Einbildung bereits „Fakt“ ist.

Am 2.10.1981 wurde in Hamburg ein Eintrag ins Vereinsregister vorgenommen. Ich nehme die Sonne am MC – denn eine Uhrzeit zum Eintrag kann ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln nicht finden. Hier ist die Sonne (nicht der IC) in der Waage, und am IC finden wir den Widder. Das ist die „kämpferische“ Unordnung. Ungerichtete Energie trifft auf seelische Ungeordnetheit, die ihre Ordnung erst noch finden muss, Suche trifft auf Suche und das mit Kraft. Es sind aber ja nur die Zeichen, die Herrscher stehen woanders. Also können wir sagen: Das Seelische und das Private werden zum Kriegsschauplatz.

Mars steht im Löwen in Haus 8 und auf  18°54′ alias einem GSP von Venus-Pluto. Und Mars hat ein Quadrat zur Venus im Skorpion (fast exakt auf dem Saturn-Mondknotenpunkt). Die Bindung der Bilder an eine Vorgabe, eine Leitbildorientierung, haben wir hier, und die Seelenkraft im Ausdruck steht gegen eine Vorstellung von Selbstsicherung und Begegnung. Die Venus stammt auch aus dem Stier, 5. und 6. Haus unterstehen ihm: das Gemeinschaftliche in der Lebensform, in der Aussteuerung dieser Lebensform gegenüber dem, was „herein“ kommt. Bei Venus-Pluto denke man an Leberflecken – abgegrenzte „Kollektive“ im Umfeld der umspannten Form (hier der Haut). Venus-Pluto ist auch – mit Mars dazu – die Impfung. Eine Information von Sicherung wird mit spitzer Nadel injiziert. Gewebe wird verletzt, die seelische „Identität“ wird in Desintegrität angegriffen. Dieser „Fakt“ – Mond-Venus und Uranus stehen beieinander – ist allerdings unsichtbar und im Hintergrund. Mars – der selber an der Verletzung beteiligt ist – könnte hier etwas zum Ausdruck bringen. Zumindest „tritt er in Kraft“ – noch in der Prüfstelle vor der Gegenwart im 7. Haus. (Möglicherweise steht die Sonne doch eher in Haus 9, der Eintrag eine „Anschauungssache“ und Mars bereits in Haus 7.)

Mond-Uranus und Venus-Uranus auf dem Boden von Skorpion. Bei Skorpion ist an Programme, Konzepte und an Transformation zu denken. Zur Disposition der Veränderung steht ein „Frauen- und Mutterbild“. Mond zu Venus: die Sicherung der Seele im Bestand. Der Wunsch ist also da – wiewohl die Einzelwesen sich im Gemeinschaftlichen, das sie einvernimmt und den Status des Einzelwesens aufzugeben verlangt, nicht ganz wohl fühlt, es ist ein Dilemma vorhanden. Uranus bricht dies auf. Einerseits enthebt er das Seelische (das Allerinnerste) aus seiner Geschlossen- und Verborgenheit heraus, andererseits hebt er Räume und Reviere aus ihrer Dualität zur Außenwelt auf. Uranus als Türöffner in die Welt. Freiheitsdenken, Gleichheitsdenken, Aufhebung von Unterschieden. Venus-Uranus ist auch die Aufhebung einer (bestehenden) Geschlechtlichkeit. Oder aber die Verhinderung des Entstehens einer Geschlechtlichkeit. Im Skorpion wird das dann schon wieder zu einem Konzept. Die Möglichkeit einer – es geht um Mond-Venus als Frau/Mutter – Aufhebung einer „Rollenzuweisung“  ist an diesem Tag enthalten, wie aber auch die Möglichkeit der Aufhebung von Geschlechtlichkeit an und für sich (wie wir sie kennen: männlich/weiblich) und mitgemeint ein Seelenzustand.

Der Sonnenstand spricht von einer Willenshaltung. Sonne-Saturn-Konjunktion: man ist ein wenig angestrengt, gibt ein „Fleißbild“ ab, dabei ist man in einer Mangelsituation, die man als im Stich gelassen erfährt. Einzelwesen im Staatlichen, in der Ordnung der staatlichen Systeme – das Subjektive erlebt sich in der falschen Form (im falschen Geschlecht?). Und jetzt kommts: 9° Waage beherbergen den Pluto-Uranus-GSP, den wir lesen können als den Ersatz des Ursprünglichen durch die perfekte Vorstellung.  Gehen wir da jetzt hinein, oder kommen wir heraus? Wird es eine Enttäuschung und eine Befreiung aus einer Vorstellung geben? Beo Uranus-Pluto geht es um „Geschlechtlichkeit“. Ich kopiere einen Ausschnitt aus einem eigenen Text hier hinein:

[…] Schicksalhaft bleibt man im Alter von 14-15 Jahren stecken, gelangt nicht zur Teilung in die Geschlechtlichkeit, bleibt in Freundinnen“kolchosen“ (WD) bzw. in den Jungsspielgruppen, in denen der Frust auf das jeweils gegengeschlechtlich Weibliche/Männliche mit dessen Verhinderung und Unterdrückung aufgeführt und wiederholt wird. Gleichzeitig aber wird dies mit dem Intellekt des Erwachsenen betrieben.
Kinder mit Pluto-Uranus erfahren die Mutter als vom Vater gedemütigt. Das später erwachsen gewordene Kind geht Partnerschaften nicht voll ein, der Partner wird allenfalls zum Bewegungsgeber, für den man sich einem Kollektiv anschließt, womit man ihn (vor sich selbst) rechtfertigt und die Täuschung verteidigt. Die Enttäuschung ist bereits vorprogrammiert, Schuldgefühle mit dem tatsächlichen Schuldigwerden am eigenen Ursprung ebenfalls.
Frauen mit Uranus-Pluto tragen häufig als „Verhaltensmaske“ das Männliche in die Welt. Sie verhalten sich wie ein Mann und geraten mit dem Männlichen in zwingt, ihm Geborgenheit zu geben, d.h. indem er sie unterwirft. Schuldgefühle und Angst eskalieren. […] [Quelle: Astrologische Konstellation, S. 386f]

Denken wir an die 1965-1968 Geborenen – sie sind mit der Konjunktion in der Jungfrau „begabt“ – im Gründungsjahr dieser Organisation sind sie noch keine 20, die Gründerinnen indes schon. Allerdings – jene, die diese Organisation in diesem Monat (Juni 2023) in großer Zahl verlassen, sind um die 1965 Geborene.

Venus-Pluto und Uranus-Pluto gehören zu einem Engramm: es ist das des Lebens aus der Vorstellung, zu dem auch die Verbindung Sonne-Venus (die „Einzelerschaffung“ geht im Gemeinschaftlichen auf) und Sonne-Uranus (dazu muss sich der Einzelausdruck öffnen und für die Gleichheit bei Aufhebung von Unterschieden eintreten, Erfahrung der Bedrohung des Lebens inklusive) gehört. Möchten wir einem solchen Verein beitreten? Und es besteht ja noch der Mond-Uranus in gradgenauer Konjunktion!  Was macht es mit den Frauen, Müttern und Töchtern, wenn sie Mond-Uranus unterstehen? – Es ist immer die Gefahr gegeben, dass das eigene Subjektive überhöht, zum ausschließlichen Prinzip erhoben wird. 

Im Juli 1981 gründete sich der Verein „Terre des Femmes“, der Eintrag dann 3 Monate später.

Ein Artikel in BRIGITTE Anfang 1981 über die ,,Princesses Mortes„- eine Schilderung persönlicher Frauenschicksale im Mittleren Osten – ließ die Journalistin Ingrid Staehle nicht mehr in Ruhe. Sie setzte sich mit Sentinelles (die Wächter), einer in Lausanne ansässigen Menschenrechtsorganisation, in Verbindung. Sentinelles hatte diese Dokumentation unter dem Titel ,,Princesses Mortes“ herausgegeben. Auf einem Treffen mit Sentinelles in Lausanne im Mai 1981 entstand die Idee, eine Organisation namens TERRE DES FEMMES mit dem Untertitel MENSCHENRECHTE FÜR DIE FRAU in Deutschland zu gründen. Die Wortähnlichkeit mit terre des hommes war beabsichtigt. Der Name soll ausdrücken (denn im Französischen bedeutet homme zugleich Mensch und Mann), dass die andere Hälfte der Weltbevölkerung, die Frauen, auch ein Recht auf menschenwürdiges Leben auf dieser Erde hat.

Im Juli 1981 fand die formaljuristische Gründungsversammlung mit 13 Frauen in einer privaten Wohnung statt. Ingrid Staehle und Barbara Hamaidia waren die ersten Vorsitzenden des Vereins. Organisatorisch bestand der Verein bis 1990 aus einem Vorstand und aktiven Städtegruppen, die alle ehrenamtlich arbeiteten. Die Städtegruppen sind über all die Jahre die Trägerinnen der inhaltlichen TERRE DES FEMMES-Aktivitäten geworden.

Vom 5.-9.6.2023 fand eine online Mitgliederversammlung statt, bei dem ein Streit eskalierte. Es ging u.a. um das Trans-Gender-Thema und das Recht auf Selbstbestimmung seines Geschlechts, aber nicht nur. Natürlich hier, wenn nicht wo, ist es wichtig, über das Thema „Frau“ und „Wer ist eine Frau?“ nachzudenken. Der Vorstand – oder wie es heißt – die „Vorständin“ vertritt die Haltung, dass es in erster Linie nicht um Frauenrechte, sondern um Menschenrechte gehe, und deshalb auch das biologische Geschlecht zu vernachlässigen sei. Dem stehen aber Frauen mit einer anderen Haltung gegenüber: Terre des Femmes sei ja doch ursprünglich für die Frauenrechte eingetreten, habe sich auf die Fahnen geschrieben, sich um die biologischen Frauen und Mädchen in ihrer Benachteiligung (einzig und allein weil sie weiblich seien) zu kümmern, müsse zum alten Kurs zurückkehren und den neuen, sich nämlich dem Transgenderismus und dem Druck der Transgender-Aktivisten zu beugen, verlassen. Nun, an diesem Online-Event soll es so vonstatten gegangen sein, dass die in der Haltung abweichenden, zugeschalteten Frauen an- und ausgestellt wurden, ihre Meinung also nicht mitteilen konnten. Das war der eigentliche Skandal und die eigentliche Farce: die totalitäre Führung von oben herab, wenn es um die Durchsetzung der gerade gefahrenen Ideologie geht.

Zurück zur Gründung… Wir haben da eine Anschauungssache, die mit Jupiter-Saturn-Pluto bestimmend in die Öffentlichkeit hinein gerechtelt wird. Sie erhält eine gesellschaftlich-öffentliche Rechtsform, und – Saturn-Pluto – eine Ideologie im Denken gleich mit. Natürlich muss eine solche Organisation auf jede sich bietende Fremdbestimmung aufspringen, und diese mitbetreiben, und man schaue sich die Sprache an – wie ausschließend das Männliche behandelt wird. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie da gebetsmühlenartig gesagt wird, man mache „Politik mit Fakten, und nicht mit Ideologien“, und dabei die Ideologie doch bereits von Anfang an mit drinsitzt.

Ach, ich bin des Themas leid. Es ist ja gar kaum noch möglich, sich der Heiligsprechung der Haltungen zu diesem missverstandenen Feminismus zu entziehen. Ich habe mich da immer herausgehalten, schon 1981 hat mich das Thema nicht interessiert. Mensch, bin ich unemanzipiert! Am Ende gilt: Die Wahrheit muss jeder für sich allein finden – nicht im Öffentlichen Raum. Jeder muss und darf an seinem privatesten Punkt nachschauen,  inwieweit er von Außen verführbar und prägbar ist. Herrscher von 4… steht wo?

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Author

Karin Afshar

AUßENSCHAU UND INNENSCHAU
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