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WANN TREFFEN WIR UNS DAS NÄCHSTE MAL?

ERSTER AKT / ERSTE SZENE


Ein freier Platz, Donner und Blitz. Drei Hexen treten auf.

ERSTE HEXE

Wann treffen wir drei uns das nächstemal
Bei Regen, Donner, Wetterstrahl?

ZWEITE HEXE

Wenn der Wirrwarr ist zerronnen,
Schlacht verloren und gewonnen.

DRITTE HEXE

Noch vor Untergang der Sonnen.

ERSTE HEXE

Wo der Ort

ZWEITE HEXE

Die Heide dort!

DRITTE HEXE

Da zu treffen Macbeth. Fort!

ERSTE HEXE

Ich komme, Graupelz.

ALLE

Kröte ruft; – sogleich!
Schön ist wüst, und wüst ist schön.
Wirbelt durch Nebel und Wolkenhöhn!

Sie verschwinden.

Ich muss schon wieder in der Vergangenheit kramen, Das ist doch nicht zum Aushalten. Da werden mir Bücher herangetragen – von jungen Autoren, geboren irgendwo zwischen meinen Umwegsjahren und den ersten Schuljahren meiner Kinder. In ersteren Zeiten habe ich Erfahrungen gesammelt, in den letzteren habe ich begonnen, diese Erfahrungen aufzuschreiben. Es ist ja nicht nur das Aufschreiben, nein – es geht um das „Ausformulieren“, das sich in einem Verdichten des wieder und wieder Erlebten niederschlägt, das jeder für sich a) unter den Aspekten einer erfolgreichen Karriere in den Augen der Karriereverwalter interpretieren und bewerten und b) in Hinblick auf das hinterfragen kann, was gerade ihn als eigenständigen und selbstbestimmten Menschen ausmacht. Sie werden mir zustimmen, dass man da zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommt.

Vergangenheit: letzte Vorbereitung auf das Englisch-Abi, Rückzug des Englischkurses in eine Jugendherberge: eine Woche lang intensiv Macbeth lesen. Am Abend lustiges Gitarrespielen am Kamin mit Songs von den Beatles. Das Kontrastprogramm hätte nicht größer sein können. Nicht, dass ich den Beatles keine Tiefe zugestehe, aber die, die da klampften, hatten vor allem eins im Sinn: die Mädchen zu beeindrucken. Immerhin war es auch Englisch. Lief.

Gegenwart: Die Wendezeit ist da. Was Shakespeare als Tragödie über den Aufstieg des königlichen Heerführers Macbeth zum König von Schottland, seinem Wandel zum Königsmörder und zu weiteren Mordtaten sowie seinem Fall zu schreiben angefangen hatte, stellte er vermutlich um das Jahr 1606 fertig. Zurückgehen soll das Thema auf geschichtliche Fakten über den historischen Schottenkönig Macbeth und Bezug nehmen auf den damaligen englischen König Jacob, den I., der nur zwei Jahre jünger war als Shakespeare. Schon damals wurde ein – gerade ein politisches – Sujet gerne mit Mythologie, dem Aberglauben der angehenden Zuschauerschaft und mit Fiktion angereichert. Daran ist nichts Verwerfliches. Harald Töpfer hatte damit sehr viel Erfolg und bescherte seiner Erfinderin einen guten Start in die Literaturwelt, mit weit weniger politischem Hintergrund.

Aber nun: Jacob I. – der Sohn von Maria Stuart und ihrem zweiten Mannes Henry Stewart, Duke of Albany, besser bekannt als Lord Darnley, in Edinburgh geboren. Dem Vater erging es schlecht – aber das ist eine eigene Geschichte wert, wie auch die von Maria Stuart. Als das Kind ein Jahr alt war, wurde seine Mutter im Loch Leven Castle gefangengesetzt und musste abdanken; der kleine James – so hieß der Junge – wurde hernach bereits als Säugling unter dem Namen Jakob VI. zum schottischen König ernannt. Gekrönt wurde er am 29. Juli 1567 in Stirling, als der laufende Mars über seinem Neptun stand – das war zwar nicht gerade günstig, aber er überlebte es. Dieser Neptun übrigens in den Zwillingen und im Quadrat zum Pluto in den Fischen (den etwa vor zwei Jahren Neptun überlaufen hatte). Der kleine König verbrachte seine Kindheit in Stirling Castle,  machte erste Begegnungen mit dem Neptun in Opposition zu Uranus und seiner Mars-Saturn-Konjunktion im Löwen. Soweit wurde ja alles für ihn geregelt (mit Sonne-Merkur-Konjunktion im Krebs geboren) und einer Begünstigung von „Königsreichs Gnaden“ – Jupiter in der Waage hatte ein Auge auf ihn. Der den kleinen König vertretende Regent Earl of Moray wurde 1570 ermordet und in Schottland brach ein Krieg, nämlich zwischen der Partei des Königs (Jacob VI. – der kleine König selbst) und der Partei der Königin (Maria Stuart – seiner Mutter), aus. Das Kind – nun vier Jahre alt – kam in die Hände seines Großvaters Darnley – des Vaters seines Vaters – der wiederum ein Jahr später ermordet wurde. Es folgten noch zwei Stationen, bis sich für das Kind ab sechs Jahren eine gewisse Stabilität einstellte.

Ein Earl of Morton übernahm die Erziehung des Jungen, besiegte gleichzeitig die letzten Anhänger von Maria Stuart und sicherte für Elisabeth I. die gewünschte proenglische und protestantische Herrschaft des jungen Königs. Der nunmehr zwölfjährige Jakob VI. wurde 1578 in aller Form zum König erklärt, der Earl of Morton musste zurücktreten. Es stand bereits der nächste Merkur neben dem König: 1579 kam aus Frankreich Esmé Stuart, Sieur d’Aubigny, seit 1580 Earl of Lennox und von 1580 bis 1585 Earl of Arran, der die Kontrolle über König und Königreich übernahm. Lennox hatte sich dem König zuliebe vom katholischen Glauben losgesagt, wurde aber von den schottischen Lords verdächtigt, weiter daran festzuhalten. Als Königin Elisabeth 1603 kinderlos starb, wurde Jakob – er hatte inzwischen ebenfalls geheiratet –  als Ururenkel des englischen Königs Heinrich VII. (aus der Linie über dessen älteste Tochter Margaret) zusätzlich und auch zum König von England und von Irland als Jakob, I. gekrönt. Das liest sich so herunter – aber es bestanden eben enorme Spannungen zwischen den englischen Protestanten und den schottischen Katholiken. Im Jahr 1607 hatte Jacob einen schwierigen Auseinanderfall zu kitten, weshalb er den bis dahin vorwiegend geographisch verwendeten Begriff Großbritannien als politischen Begriff für seine Königreiche England und Schottland proklamierte. Er führte den Union Jack, in dem das rote Georgskreuz der englischen, das rote Andreaskreuz der irischen und das weiße Andreaskreuz auf blauem Grund der schottischen Flagge übereinander zu liegen kamen, als neue Flagge ein und begann, von Süd- und Nordbritannien anstatt von England und Schottland zu sprechen. Es half bedingt, denn es war wohl eine Allianz und deren Ausübung zu einem Zweck, aber für seine Zeit eine Verschnaufpause.

Ich springe zurück ins Jahr 1591 – eine junge Dame der Gesellschaft wurde offenbar auf Anordnung Jakobs auf dem Scheiterhaufen verbrannt, da sie sich von ihrer Hebamme ein Mittel gegen den Geburtsschmerz hatte geben lassen wollen, was als Verstoß gegen die göttliche Ordnung angesehen wurde. Jakob galt als Befürworter der Hexenverfolgung, die er sechs Jahre später in einem von ihm geschriebenen und veröffentlichten Traktat über Dämonologie verteidigte. Auch soll er das hexenskeptische Werk Discovery of Witchcraft (1584) des Engländers Reginald Scot nach seinem Regierungsantritt 1603 verbrennen haben lassen. 1604 erließ Jakob ein neues, strengeres Hexengesetz, das erst 1736 (11 Jahre nach seinem Tod) aufgehoben wurde. Allerdings warnte er auch vor den Gefahren einer Verfolgung aufgrund unbewiesener Anschuldigungen. Zu massiven Hexenverfolgungen kam es während seiner Regierungszeit in England nicht mehr, im letzten Jahrzehnt seiner Herrschaft wurden fünf Menschen wegen Hexerei hingerichtet. Soweit diese lange als  kurze Geschichte. Wo sind nun die Hexen?

Geburtstag 19.6.1566j, Sonne am MC, Edinburgh

Neptun-Pluto.  Dass wir im Horoskop das Neptun-Pluto-Quadrat und gleichzeitig die Neptun-Uranus-Opposition sowie das Uranus-Pluto-Quadrat finden, sagt etwas über die Zeitqualität in jenen 1560er Jahren aus. Neptun und Pluto waren etwa vor „einem Quadrat“ eine Konjunktion eingegangen. Konjunktionen leiten immer einen neuen Zyklus ein: Neptun und Pluto sind langjährig: sie gelten für mehr oder weniger 492 Jahre. Der Neptun-Pluto-Zyklus, in dem wir derzeit leben, ist der von 1892, und seine ersten Auswirkungen bekam die Welt in den „Säuberungsaktionen“ Anfang des 20. Jahrhunderts (bis in die 40-Jahre akut) zu spüren. Wir befinden uns immer noch in der ersten Viertelstunde nach der Konjunktion, und die volle Viertelstunde werden wir am 14.8.2059 erreicht haben, also – wir haben noch 37 Jahre bis zur nächsten Ausatemphase.

Wenn sich Neptun – das ruhende Meer der unendlich vielen Gestalten des Lebens – und Pluto – das Fixierende mit seinen jeweils (außer-)“persönlichen“ Vorstellungen von Leben bzw. Nicht-Leben zum Zwecke einer Kontrolle – sich treffen, steht eine Transformation auf der Tagesordnungsliste. Im Zusammentreffen der beiden Planetenprinzipien durchdringen sich deren Inhalte (von befeuern kann keine Rede sein) von Grund auf. – Das war am 19.6.1398 (julianisch) auf 3° im Zwilling nicht anders der Fall. Die Wirkung der Konjunktion lässt dann im Verlauf des ersten Viertels, wenn Neptun sich vom Pluto  (oder allgemein, wenn der schneller laufende Planet sich vom langsamer laufenden) wegbewegt, nach, bis sie in der Oppositionsstellung einen Tiefpunkt im Sinne eines Angleichens bzw. Annäherns an eine „Lösung“ (in der besten, aber auch der schlechtesten Ausprägung möglich) erreicht. Während das 14. Jahrhundert noch im Zuwandern Neptuns auf den Pluto zu z.B. in Mitteleuropa von Krisen geschüttelt gewesen, es zu klimatischen Wechseln (u.a. der Kleinen Eiszeit) und etlichen Hochwassereignissen gekommen war, und in den Regionen Mitteleuropas zwischen 1340-1360 die Pest gewütet hatte, in deren Folge es (als Schuldzuweisung) wieder einmal zu Judenverfolgungen  und in einigen bessergestellten Städten zu Banken- und Finanzkrisen kam.
Die katholische Kirche geriet in eine weitere große Krise, die durch das Verhalten des Avignonesischen Papsttums begünstigt wurde. Zu Beginn des Jahrhunderts hatte der französische König starken Einfluss auf das Papstamt erlangt, sodass die von ihm protegierten Päpste ihren Sitz von Rom nach Avignon verlegten, das unter französischem Einfluss stand. Die dort residierenden Päpste handelten im Einklang mit den französischen Interessen. So duldeten sie den Ketzerprozess gegen den Templerorden, der dem Papst unterstellt war. Mithin „Rückfall“ in alte Muster des Aberglaubens, bzw. der Verfolgung jener, die nicht an die neu gesetzten Gesetze glauben wollten.  Das kann und muss man eben auch lesen als die Rückkehr des Verbindung mit dem Heiligen, dem unverbrauchten und uninstrumentalisierten, die dann als „Querdenker“ und Verschwörungstheoretiker erst denunziert und dann gefoltert und im Namen „Gottes“ getötet wurden.

Im 15. Jahrhundert, also mit und nach der Neptun-Pluto-Konjunktion ein Epochewechsel. Man spricht offiziell vom Wechsel vom Spätmittelalter zu Früher Neuzeit. Der Hundertjährige Krieg, den die Franzosen und Engländer um die französische Königskrone seit dem vorherigen Jahrhundert ausfochten hatten, kam zum Ende. Zentral- und Mitteleuropa „beruhigte“ sich. Fast die gesellschaftlichen Strukturen anging: In fast allen Gegenden Europas zählten Bauern und Landarbeiter zur größten Schicht –  der Adel aber, der auch die höchsten politischen Führungspositionen inne hatte, stellte die abgeschlossene Führungsschicht, in die man bis auf wenige Ausnahmen nur hineingeboren werden konnte. Der Adelsstand grenzte sich durch adelige Lebensweise, Außendarstellung und rituelle Zeremonien von der restlichen Bevölkerung ab. Umbrüche gab es allerdings doch und die insbesondere beim niederen Adel und der Ritterschaft: sinkende wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft, die wirtschaftliche Basis vieler Adeliger, und steigende Bedeutung von Infanterie und Fernwaffen zwangen diese zu Veränderungen. Neue Berufe wie Söldner und „Raubritter“ blühten.

Es kam zu Landflucht und einem Zuzug in die Städte – was zur Folge hatte – obwohl dort Handwerk und Handel zu mehr Freiheit und Entfaltungsmöglichkeit führten – dass dort die Stadtregierung in die Hände einer relativ kleinen Schicht aus Handwerkern und vor allem Fernhändlern gelangte und diese wiederum zu einer  oligarchischen Gruppe erstarkte, die zunehmend geschlossener wurde. Im Wechsel zum 16. Jahrhundert setzte sich die Änderung der Wirtschaftsstruktur fort. Mit ihr wuchs der Anteil von Handel und Handwerk an der Wirtschaftsleistung zu Lasten der Landwirtschaft. Der Feldbau konzentrierte sich auf ertragsstarke Böden und diversifizierte sich, wobei der Gemüseanbau anstieg. Energiehunger setzte ein. Mehr Menschen, mehr Energiebedarf: der Bergbau zur Förderung von Mineralien wurde immer besser organisiert. Die Bildungsbewegung war ein weiterer Faktor für die Entstehung der Epoche, die alsbald Renaissance genannt wurde, und die (nach ihren Anfängen im 14. Jahrhundert) im 16. Jahrhundert ausgehend von Italien zur vollen Blüte gelangte: die Städtekultur war aus dem Mittelalter herausgewachsen. Und: es war das Herauswachsen der Individualität aus der Masse der Vielen (aus dem Stier in das Zeichen Zwillinge). Also einerseits beginnende Industrialisierung und auch Verwissenschaftlichung (mit der Erfindung des Buchdrucks) und Etablierung von methodischer Neutralität, andererseits weiter steigende Unterscheidbarkeit der Menschen untereinander. Im 16. Jahrhundert denken wir an die „Reformationsbewegung“: Martin Luther in Deutschland/Wittenberg und Ulrich Zwingli in der  Schweiz/Zürich. Re-Formation. Eine neue Formierung, bzw. eine Erneuerung. Weder vom Wort her noch vom Inhalt bezeichnen die beiden Begriffe dasselbe. Wenn ich eine Form wieder herstelle, nehme ich die Materialien von der alten Form und ordne sie anders oder so, wie sie ursprünglich gedacht war. Re- bedeutet „zurück-“ oder „noch einmal“, nicht zwingend neu. Eine Erneuerung beinhaltet den Gedanken, dass ich neue Elemente der alten Form hinzufüge, ob das dann eine Verbesserung ist, liegt im Standort des Betrachters. Auf jeden Fall: hier wird eine Umgestaltung vorgenommen, und die hat mit Pluto zu tun.

1566 ist die Trennung der „neuen Kirche“ von Rom bereits vonstatten gegangen. In England hatte Heinrich, VIII. die Trennung von katholischer und anglikanischer Kirche vollzogen. In den Spanischen Niederlanden entwickelte sich der Calvinismus – Uranus, der Spalter hatte ein großes Wort mitzusprechen hierbei, denn immerhin standen er und Neptun sich im Geburtsjahr vom Kind James gegenüber, während es ein Quadrat mit Pluto gab.

Innen: Jacob I, außen: Transit vom 15.10.1650

Neptun-Uranus. Über Iwan, den russischen Zaren Grosny, hatte ich ja bereits geschrieben. Er erlebte im Alter von 35-42  zwischen 1565 und 1572 seine „große Wandlung“, oder auch ein Trauma – Neptun-Uranus. Es stand etwa zur Geburtszeit von Maria Stuarts Sohn der Neptun auf seinem Saturn an der Spitze von Haus 2, und Uranus in Opposition dazu.  Es soll aus dem Jahr 1570 einen Brief von Iwan an Königin Elisabeth, die I. geben,  in dem er sich über die „ungehobelten“ und nur an Profit orientierten englischen Kaufleute beschwert haben soll. Auch soll Elisabeth seine vorgeschlagene Verheiratung mit ihm abgeschlagen haben. Ob er den kleinen, damals 4-jährigen James-Jacob kannte, ist nicht überliefert. Neptun-Uranus und dann auch noch ein revieraffines Betäubtsein ob einer eingesehenen, ihm aufgegangenen Wahrheit. Auch die Neptun-Uranus-Zyklen währen lang. Wir werden so bald keine  wieder erleben, und befinden uns im Zyklus der derzeit „gültigen“ vom 25. Oktober 1993 um 7.00 Uhr auf 18°33′ Steinbock. Die Uranus-Neptun Zyklen folgen einem Rhythmus von 171-172 Jahren und wandern recht gleichmäßig (Zeichen nach Zeichen) durch den Tierkreis. Am 6.12.1478j hatte es um 11:45 Uhr diese große Konjunktion auf 29° 40′ im Skorpion gegeben; sie wurde von der vom 16.10.1650g im Schützen abgelöst.

Zu diesem Zeitpunkt – um es nicht unerwähnt zu lassen – und 94 Jahre nach der Geburt von Jacob I stand Pluto in den Zwillingen (dort, wo dessen Neptun gestanden hatte)  in Opposition zu Uranus und Neptun und auf dem Uranus des bereits seit 25 Jahren verstorbenen schottisch-englischen Königs. Das müssen wir nicht wissen, aber es schadet nicht, sich die Bedeutung von derlei Synchronizitäten für heutige Ereignisse zu durchdenken.

Jacob I also steht im Bann der Konjunktion von 1478 und trägt den „Tiefpunkt“ mit sich herum. Hineingeboren in vorliegende Spaltungen und Polarisierungen: von Königreichen, von Religionen, der Eltern, haben alle drei – Uranus, Neptun noch Pluto keinen Aspekt im Sinne der MRL zu den persönlichen, den inneren Planeten. Davon abgesehen ist Jacob mit einem rückläufigen Merkur geboren, leicht in sich gewandt, mit sich beschäftigt, was es den anderen leicht macht, über ihn und seinen Kopf hinweg zu entscheiden. Das meinen sie jedenfalls. Im Krebs – das wird früher nicht anders gewesen sein als heute – hat der junge und später ältere Jacob sich in seine innere Höhle zurückgezogen und nur unter großem Zureden dem Treiben der Welt beigewohnt – das kam denen entgegen, die sich über den Jungen groß machten und ihre politischen Strippen zogen. Aber den Krebs darf man nicht unterschätzen – denn er lebt aus seinem Wesenskern, er ist „bei sich“ und damit zwar verschlossen (da er ein großes Sicherheitsbedürfnis hat), aber mit sich selbst identifiziert (im gelösten Fall) und in dem, was er tut, innerlich beteiligt. Nach außen also strenges Denken, Formiertheit, harte Ansichten – nach innen nachgiebig und gutmütig – wohlwollend.

Auch Pluto wanderte gerade wieder rückwärts zur Zeit der Geburt, abnehmende Macht? Aber auch der abnehmende bzw. der nicht-vorhandene Wille zur Macht. Von seiner Mutter wissen wir, dass sie sehr wohl einen Willen zur Macht hatte. Mit Saturn (als Herrscher von 10)  im Skorpion am DC, dem Pluto dazu im Wassermann in Haus 11 und dem Herrscher des 11. Hauses als Uranus-Venus von Haus 5 nach 7 war sie mitbestimmend an der Spaltung des „gefügten Raumes“, des königlichen Rechts und der Aufhebung der Einheit (des Reichsgefüges) beteiligt. Als Königin musste sie abdanken, und ihren Neptun als Herrscher von 12 im  Gefängnis bzw. im Zeitlosen fristen. Bei Saturn-Pluto ist der Jupiter, das Königreich, ausgefallen. Sie hat für und um ein Königreich gekämpft, das dann ihrem Sohn mit Sonne-Jupiter zufiel. Man könnte sagen, dass sie sich mit ihrem Mond auf seiner Sonne, und ihrer beider Mars in Opposition und ihrer beider Sonnen in Spiegelkonjunktion in ihm verlängert hat. Ihr „verneinter“ Neptun jedenfalls hat sie in die reale Gefangenschaft gebracht, und hat Gewalt gebracht, während sein Weg die Vereinigung war: allerdings – Sonne-Jupiter im Quadrat: er wäre gerne absolutistisch geworden, dagegen stand allerdings das Parlament (in True Lawe of Free Monarchies begründet er die Legitimität absoluter Herrschaft). Seine Venus im Stier mit dem Saturn und dem Mars im Quadrat: mehr Republik als Königtum. Und letztlich fehlte doch die Berechtigung zum Absoluten (immer noch ein Rest Katholik), noch immer die uranische Wunde im Schützen.

Pluto-Uranus. Ich hole ein wenig aus: Im November 1479 wurde eine Frau geboren, die mit der Uranus-Neptun-Konjunktion im Skorpion (2° Orbis) und einer Pluto-Saturn-Konjunktion in Jungfrau/Waage ebenfalls eine gefangengesetzte Königin wurde und ebenfalls einen Sohn gebar, der nach dem Tod des Vaters u.a. vom Großvater väterlicherseits erzogen wurde, und der seine Mutter zu ihren Lebzeiten nicht mehr besuchte – und König wurde. Die Rede ist von Johanne v. Kastilien (genannt „die Wahnsinnige“) und ihrem Sohn Karl V. Auch dieser Sohn trug ein Uranus-Pluto-Quadrat. Er starb acht Jahre vor Jacobs Geburt. Zwei Königinnensöhne.

Der Pluto-Uranus-Zyklus ist uns als Generationszyklus viel näher an unserem Gegenwartsbewusstsein – Uranus ist jäher, gewalttätiger im Umgang mit Pluto als mit Neptun. Die nächste Pluto-Uranus-Konjunktion im Jahr 2105 im Stier (die letzte ist von 1966 in der Jungfrau und der Zyklus dauert 127 Jahre) werden wir heute Lebenden nicht mehr erleben, wohl aber haben wir das erste Quadrat 1998 erlebt und könnten der Opposition im Jahr 2030 noch beiwohnen. Wir sind also auf dem Zugang des Uranus auf den Pluto, der dann im Wassermann erfahrbar sein wird. Uranus und Pluto in Konjunktion in der Jungfrau: Die Verdrängung des Ursprungs mit Bezug zur Wahrnehmung (im Zwang der Bedingungen/Umstände), Aussteuerung (wird dem Zwang unterstellt), zum Gesundheitlichen und dem Arbeitsumfeld. Es waren also das Vernehmen des Veränderlichen in der Transformation, im Umbau und gleichzeitig wurden betreffende Bereiche auch noch aufgehoben. Mit Uranus und Pluto entstanden kollektiv „neue“ Ideen (z.B. neu aufgelegter Kommunismus, moderner Humanismus, Feminismus), die einen magnetischen Sog ausüben und auch eine ganze Menge Sprengstoff beinhalten oder die Kernspaltung (Pluto- Kern, Spaltung – Uranus). Im Zeichen der Jungfrau bildeten sich Umbauten im medizinischen Bereich: die Vorstellung von Zeugung führte zu Empfängnisverhütung und dem Kampf um die Legalisierung von Abtreibung. Der Contergan-Skandal (das Hauptverfahren
gegen die Grünenthal GmbH48 wurde am 18. Januar 1968 in Aachen eröffnet) hatte zur Folge, dass das Arzneimittelgesetz in Deutschland verschärft und neue Prüfungsauflagen für Pharmazeutika erschaffen wurden. 1964 wurde übrigens entdeckt, dass Thalidomid bei der Leprabehandlung angewendet werden kann. Und 1597? Oder  1456? 1566 befand sich jedenfalls ziemlich genau am Anfang des letztes Viertels vor der neuen Konjunktion am  4.5.1597 auf 20°20′ im Widder, die den Zyklus vom 15.6.1456j auf 12°25′ im Löwen ablöste.

Uranus im Schützen und Pluto in den Fischen – es geht eindeutig um Religionsfragen, das ist nicht von der Hand zu weisen. Uranus polarisiert die Anschauung und auch die Priesterschaft, während Pluto das Heilige (das Wasser schlechthin) entweder verschmutzt oder aber ein Bad in der Wahrheit nimmt, um dann als – nein, nicht als Phönix, das ist der aus der Asche und dem Feuer – erneuert in den Gestalten des Lebens aufzutauchen. Hier wird das, was Pluto an die Gegenwart auszuliefern beauftragt ist, einer Generalüberholung und einer Rückanbindung zugeführt. Das ist Religion an und für sich. Neptun-Pluto. Welcher Religionsform sollen wir folgen? – Es ist eine neue nach Europa gekommen: der Islam. Dazu habe ich dies gefunden und fasse zusammen: Zwischen 1453 und 1606 traten die Osmanen vermehrt durch zahlreiche Konflikte in die europäische Wahrnehmung – sie waren und wurden das „grundsätzlich Andere“. Es ist die Zeit der christlichen Reformation! Und nun die Türken, die in den „Innenschaukämpfen“ der christlichen Religion ein Vakuum finden. Sowohl Katholiken als auch Protestanten nutzen das Konstrukt des „Türken“ als „Erzfeind des Christentums“ für ihre sozialen und politischen Ziele. Gleichzeitig intensivierten sich die diplomatischen Beziehungen, der Handel und der künstlerische Austausch, Bildungsreisen besonders von Europäern nach Istanbul und Anatolien kamen in Mode. Es war nicht der erste Kontakt mit Angehörigen der islamischen Religion, aber anders als z.B. zur Zeit der jahrhundertelangen islamischen Herrschaft in Südwesteuropa hatte die zweite im Südosten bleibende Folgen: Die Albaner und Bosnier blieben auch, nachdem die Gebiete zurückerobert waren, mehrheitlich muslimisch, in Ländern wie Griechenland und Bulgarien verblieben türkische Minderheiten. Noch heute mit Nachwirkungen. Und die religiöse Dimension spüren wir auch dieser Tage, mit dem Neptun in den Fischen (der in gewisser Weise die – nicht nur von Wolfgang Döbereiner – mit dem Christentum assoziierte Fische-Religionsform aufweicht), auch mit dem Quadrat von Saturn zu Uranus im Stier. Es ist die Zeit einer neuen Religionsform, die sehr viel irdischer und das Irdische der „Erdkrume“ aufbrechend, mit Wind über die Oberfläche fegend diese austrocknet und gleichzeitig diesen Wind bestimmend macht: Saturn im Wassermann, der alles andere als wässrig ist – sondern zeigt, dass es fehlt. Saturn wiederum ist Abgesandter von Steinbock und trägt in sich den Wandler Pluto. Was der mit dem Saturn zusammen anstellt, haben wir Anfang 2020 gesehen – und diese Wirkung erzeugt weitere Ringe, die sich zunächst 2025 auf den Neptun und im Widder ergießen. Jetzt in 3 Jahren, jetzt im August in 3 Jahren – werden wir uns dann wiedersehen? Auf welchem Feld wird Macbeth uns begegnen? Eine ausgedörrten Land, der Heide?

Innen: Krönung Macbeth am 14.8.1040, Sonne am MC, außen: 14.8.2022

Wer war dieser Macbeth? Mac Bethad mac Findlàich (geboren 1005; gestorben am 15. August 1057 in Lumphanan, Aberdeenshire) war schottischer König vom 14. August 1040 bis zu seinem Tod. Ja, passt: 14. August – den haben wir heute und morgen jährt sich sein Todestag zum 965. Mal. Beides sollten wir uns ansehen. Sonne am MC für den Krönungstag. Der historische Macbeth soll ein König gewesen sein, unter dessen Herrschaft  relativer Wohlstand,  Ruhe und Frieden im Inneren sowie nach außen geherrscht haben sollen. Er vereinigte die streitbaren schottischen Landesteile und sicherte Gesetz und Ordnung. 1050 . 10 Jahre nach der Krönung – unternahm er eine mehrmonatige Pilgerreise nach Rom und fand bei seiner Rückkehr das Land noch immer friedlich vor – so ist zu lesen. Im Jahr der Krönung haben wir einen Pluto auf 27°54′ (davon ist der laufende Pluto am 14.8.2022) gerade mal 68 alias 1°8′  Bogenminuten entfernt. Mars ist zu weit weg, um noch als Konjunktionist zu gelten, weder Mars noch Pluto haben herausfordernde Aspekte. Neptun steht in den Fischen – 25°33′ alias Mars-Neptun-GSP. Neptun wird in 41 Bogenminuten von unserem heutig laufenden Neptun erreicht werden. Heute steht der Mond darauf – ich darf es also ansehen. Und Uranus? – Unser laufender Saturn steht um 1° Orbis auf dem Mondknoten der Krönung, der laufende Uranus dazu im Quadrat. Wiederum der heutige Mondknoten in Konjunktion zu Uranus. Also alles gut? – Die Krönung des „Königs“ im Löwen auf Sonne-Jupiter-GSP war ideal gewählt. Der 14. August ist gemerkt als geeigneter Tag (da fällt mir noch ein – Jacob I. mit seinem Sonne-Jupiter-Quadrat wurde verschiedentlich als der „weiseste Narr der Christenheit“ bezeichnet). Und nun steht hier der Uranus dabei. Abgesehen von einer „Bedrohungsangst“, die wir hier herauslesen können, und einer – wenn auch grandiosen, übergriffigen – Herrschaftsaneignung, ist dies aber auch ein Hinweis darauf, dass dies hier ein König ist, der im wahrsten Sinne des Wortes eine Menschlichkeit erschafft, die dem Individuum erlaubt, seine Besonderheit zu leben. Nunja, Wassermann enthält den Mars – so unkriegerisch geht es nicht zu – das sind hier aggressive Übergriffe.

1054 musste es einen Schalter gegeben haben, der die „Ereignisse“ umlenkte. Zu lesen ist von einem Feldzug im Juli 1054, den ein Mann namens Siward gegen Schottland führte: Der war „… der mächtige Graf von Northumbria, fast ein Riese von Größe, geistig und körperlich sehr stark, [schickte] seinen Sohn, um Schottland zu erobern.“ Der Sohn starb. Gemäß „Libellus de Exordio“, 1039 oder 1040, griff der schottische König Donnchad mac Crínáin das nördliche Northumbria an und belagerte Durham. Innerhalb eines Jahres hatte Mac Bethad Donnchad abgesetzt und getötet. […] Die gescheiterte Belagerung ereignete sich ein Jahr, bevor Siward Earl Eadulf von Bamburgh angriff und tötete, und obwohl keine Verbindung zwischen den beiden Ereignissen deutlich wird, ist es wahrscheinlich, dass sie miteinander im Zusammenhang stehen.“ (Quelle: Aird, St Cuthbert, S. 53; Woolf, Pictland to Alba, S.254- 255) Die Siebenschläferschlacht wird sie auch genannt. 

Der Schalter lässt sich finden. „Du kannst alles richtig machen, aber wenn die Zeit gekommen ist, ist sie gekommen.“ – Die Uhr des Neptun in den Fischen läuft: die Bereinigung des Vergangenen, dessen, was beinahe in Vergessenheit geraten wäre. Oder bereits ist. Der Pluto läuft auf den Mondknoten der Krönung zu – und der steht auf einem Saturn-Mondknoten-GSP. Gleichzeitig haben wir Uranus-Neptun-Zyklus-Halbzeit. Schon ist Uranus über den Neptun in der Opposition gelaufen und in den Skorpion eingetreten, während Neptun noch im Widder steht. Uranus in Skorpion: das Aufbrechen der Machtstrukturen. Der Neptun des Jahres 1054 steht im exakten Quadrat zu Pluto im Steinbock, und Mars begleitet die beiden kämpferisch. Die Herrschaft des Königs Mac Bethad ist in Frage gestellt, in sehr dringliche Frage. Und die gilt nun der Vorgeschichte. Wie kam es zur Krönung? Was ist vorgefallen, dass es zur „glücklichen Reichsfügung“ kam, die aber offensichtlich nicht ewig währt. Davon abgesehen: nichts währt ewig, was lebt. Wenn es ewig währt, lebt es nicht. Und das ist auch das Problem mit vielen Ereignissen. Was sich nicht mehr verändern kann, weil es bereits erstarrt ist, und auf falschen Voraussetzungen beruht, muss vergehen.

Der Krönungstag weist eine Mond-Saturn-Konjunktion in der Waage auf, die dazugehörige Venus im Quadrat dazu im Krebs. Der keine Disharmonie ertragen Könnende Krebs, der sich unheimisch fühlt, wenn sich Streitigkeiten einstellen; Frieden will der König, damit sein Volk sich wohlfühle, der Mond-Saturn holt ihn im Sommer 1054 als ebensolche „Unheimischkeit“ ein: im Widder aber ist sie zum Schlag bereit. Es geht um die Kinder und die Alten – Mond und Saturn, die einen Kampf austragen. Der historische MacBethad wurde 1054 on Siward besiegt, starb allerdings erst am 15. August 1057 im Kampf gegen Duncans Sohn Malcolm III. durch die Hand MacDuffs. Duncan I. war im Jahr 1034, nach dem Tod seines Großvaters Malcolm II., König von Schottland geworden, seine Regierungszeit wird als nicht sehr erfolgreich dargestellt und er wurde am 15. August 1040 (nach der Krönung? – Moment!) von seinem Cousin – eben unserem Macbeth – in der Schlacht bei Elgin getötet. Im Jahre 1045 versuchte wiederum Malcolms Familie, Macbeth zu stürzen, was aber nicht gelang; der Großvater Crínán von Dunkeld wurde dabei getötet.

Dieser 15. August 1057 legt seinen Mond (von 12:00 Uhr) auf den Mars der Krönung und die Tages-Venus in die Nähe vom Mond. Das hat mit der Person zu tun, kann man sagen – und die Auslösungen zeigen, dass der Aufdecker Mars aufgerufen wird. Im Jahr 1606 waren diese Ereignisse mitnichten vergessen und mitnichten gesühnt. Am 7. August  wurde „The Tragedy of Macbeth“ vor James-Jacob I. in Hampton Court uraufgeführt.1603 hatte der König Shakespeares Theatergruppe geehrt, indem er ihr den Titel „The King’s Men“ verlieh. Shakespeare versuchte im Gegenzug mit seinem „Macbeth“ dem König zu gefallen. Er hatte z. B. die Bedeutung der Hexen noch verstärkt; denn es war bekannt, dass James (Jacob) I. sich sehr für Okkultismus interessierte. Wie oben beschrieben.

Nehmen wir einmal die drei Hexen – die Versuchungen und auch die Prophezeiungen – als die drei Schicksalsplaneten Pluto, Neptun und Uranus. Die „weird sisters“ sind in Shakespeares Tragödie die manipulative und gleichzeitig treibende Kraft – sie fordern heraus und repräsentieren die Mächte des Bösen. Sie schaffen es, die schändlichsten Kräfte zu aktivieren. Mich hat das schon damals fasziniert und die Lektüre war meine ganz persönliche Offenbarung, fernab der Beatles.

„Das Religiöse entsteht aus der angeborenen Erfahrung des Empfindens […]. Bewusstseinslos und ohne Empfinden zu sein führt zum Glauben, in dem etwas für wahr gehalten wird., was nicht begründbar im eigenen Empfinden ist. Glauben ist Vorstellung von etwas, was keine Gewissheit hat und aus diesem Grunde muss man eine Vorstellung von dem haben, was fehlt. Und die Vorstellung von dem, was fehlt, – nämlich das Religiöse – ist die Glaubensform. Wenn jemand einer Glaubensform angehört, ist er nicht religiös. Denn entweder Sie glauben oder Sie haben die Gewissheit. […] In dem Moment, in dem eine Vorstellung gegeben ist, tut sich diese in Zeichen kund.“ (WD, Der König kehrt zurück, Bd. 19: S. 439)

Shakespeares Mars stand auf der Krebs-Sonne vom König James-Jacob, und damit in Quadrat zu dessen Jupiter, aber in seinem eigenen 12. Haus bei einem Krebs-AC. Den Pluto hatte er in Konjunktion zum MC in den Fischen mit einem Quadrat zur Venus knapp bereits in Haus 12: Auflösung der Formen – mit einem Bewusstsein im Hintergründigen, der Unabhängigkeit vom Ausüben vordergründiger Formen. Wie König Jacob auf die Tragödie reagiert hat? Das London des Jahres 1606 stand unter dem Zeichen der Pest, die von März bis Dezember in der Stadt Opfer forderte, schon zur Zeit der Krönung Jakobs I. 1603 war die Pest in London ausgebrochen und hatte ein Fünftel der Bewohner Londons getötet. Ein gescheiterter Versuch, das gesamte Parlament und die Königsfamilie in einer Explosion durch Schießpulver umkommen zu lassen, stellte die Schießpulver-Verschwörung vom 5. November 1605 dar. Drahtzieher dieser Verschwörung war eine Gruppe von Katholiken, die sich unterdrückt fühlten, die einerseits den König zum Hoffnungsträger machten und andererseits sich gegen ihn organisierten. Das und noch einiges andere waren die Umstände der Aufführung: eine Atmosphäre angefüllt mit Argwohn, Besorgnis und Unruhe

Das und anderes mehr werde ich in den „Chroniken des Tierkreises III“ noch weiter und verfeinerter ausführen. 

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