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NIE MEHR SCHULE

Die Älteren werden sie noch kennen: die Hymne der 80er und derer, die endlich die Schule hinter sich hatten und nun frei waren. Ach, Sie haben das nicht so empfunden? – Ich leider ja. Die Schulzeit war für mich keine Freude. An den Erlebnissen mit Lehrern, schlechten Benotungen, Lernblockaden, gefühlter Langeweile und Mobbing (heute würde man dazu noch sagen: Diskriminierung) habe ich lange herumdenken und sogar davon albträumen müssen. Die Schule, an der ich mein Abitur machte, ist längst schon wieder abgerissen, es gibt die Gebäude nicht mehr. Und ganz langsam verblassen auch die Erinnerungen an das Erlebte. Gelernt habe ich übrigens das meiste aus meinen Büchern, die ich mit nach Hause nahm, in meinen Übungen, die ich mir selbst erstellte. Natürlich fiel darunter weder Altgriechisch noch ein tauglicher Musikunterricht – das musste hinten herunterfallen. Aber nun gut – jedem das Seine, oder wie heißt es?

Das Trauma überwand ich 2006, als ich mich entschloss, eine Stelle als Deutschlehrerin an einem Gymnasium anzunehmen, quasi als Desensibilisierung. Immerhin brauchte ich nur 9 Monate, um genügend Hintergründe zu erforschen, die einem Schulalltag von Lehrerseite aus das Gesicht geben. Danach war mir ganz klar: nein, eine solche Lehrerin, die sich an Lehrpläne und Leistungsbeurteilungsschemata zu halten hat, die den Schülern weder gerecht werden noch die Inhalte annähernd interessant abhandeln, wollte ich nicht sein. Ich scheiterte nicht an den Eltern (die hatten sich erst gewehrt, dass da eine Lehrerin ohne absolviertes Referendariat erschien), auch nicht an den Schülern (die ihre Grenzen austesteten und mich mehr als einmal für „verrückt“ erklärten) – ich scheiterte an meinem kleinen Erfolg, den ich trotz allem oder vielleicht wegen allem errang. Getreu meinem geheimen Motto („Für das, was du gezähmt hast, bist du zuständig“) hatte ich mich erst zu den Gemütern der Schüler durchgebissen und dann ihr Vertrauen gewonnen. Das tat ich auf eine unkonventionelle Weise, indem ich nämlich die starren Pläne anders als im Sinne ihrer Aufsteller für unsere Themen einsetzte. Also, ich scheiterte daran, dass meine Schüler in die Parallelklassen gingen und von unserer ungewöhnlichen Vorgehensweise erzählten, und jene dann wiederum bei ihren Deutschlehrern anfragten, ob sie nicht auch dergleichen machen könnten. Was folgte ist klar: der Neid der anderen Deutschlehrer.

Endgültig das Handtuch warf ich, als es an die berühmt-berüchtigte Vergleichsarbeit ging. Soweit ich das damals und auch heute verstehe, sollen diese Arbeiten (eine im Halbjahr) jahrgangsübergreifend darstellen, ob alle Schüler in etwa auf einem gleichen Bildungsstand sind. Ich muss nicht betonen, dass ich dieses Vergleichen nicht unterstütze und ich deutlich unter negativen Stress geriet, als der Tag der Klausur näher rückte. Ich habe meine Schüler nie auf einen Test hin oder eben eine Klassenarbeit hin getrimmt – aber genau das ist inzwischen (2022) offensichtlich noch viel mehr als 2006/2007 der Schulalltag – zu Recht von Eltern als abschaffenswert angemahnt.

Schule, Schulbildung – heute wie gestern und vorgestern – ein Dauerthema. Ich las heute von einer Influencerin, die meinte, sie sei sehr froh, dass ihre Kinder eine „Schulbildung genießen könnten“, aber sie sei eben nicht mit Leistungsdruck oder mit der Vergabe von Noten und dergleichen einverstanden. Sie wolle, dass die Kinder mehr Empathie und Sozialverhalten (vor allem friedliches Miteinander) lernten. Nun ja – da kriege ich auch gleich wieder grüne Pickel! Bildung ist weder etwas, das man passiv „genießen“ sollte (wiewohl Lernen Spaß machen darf!), noch sollte die Schule als „Ort, an dem wir Wissen abrufen können“, eine Umgangskultur der absoluten und unterschiedslosen Integration in den Vordergrund stellen. Daraus geht nämlich dann die Gleichschaltung hervor, die das Können des Einzelnen entwertet. Die Menschenbildung erhalten die Kinder in ihren Familien (in denen sie akzeptiert werden, oder auch nicht – und auch das bildet) und in der individuellen Auseinandersetzung mit Jüngeren, Älteren, verschiedenen Menschen und mit Themen und Inhalten, die sie etwas angehen.

Es gilt heute in Deutschland eine „allgemeine Schulpflicht“, unter die jedes Kind fällt, das seinen Wohnsitz im Staatsgebiet hat. Ein Privileg, heißt es, sei es, in die Schule gehen zu können. Die Vollzeitschulpflicht erstreckt sich nunmehr auf neun bzw. zehn Schulbesuchsjahre, die Anzahl der Schulbesuchsjahre ist allerdings nicht mit der Nummer der besuchten Jahrgangsstufe zu verwechseln: Für einen Schüler, der z. B. zweimal eine Klassenstufe wiederholen musste, endet die Vollzeitschulpflicht nach neun bzw. zehn Schulbesuchsjahren bereits zum Ende der 7. bzw. 8. Klasse. Übersprungene Klassen hingegen werden anerkannt, so dass die Vollzeitschulpflicht hier nach der Klasse 9 bzw. 10 enden kann, obwohl die Schule erst acht oder neun Jahre lang besucht wurde.

Am 6. Juli 1938 wurde ein Gesetz über die Schulpflicht im Deutschen Reich (Reichsschulpflichtgesetz) erlassen, das einen Schulzwang beinhaltete (hier abgekürzt):

§ 1. Allgemeine Schulpflicht. Im Deutschen Reich besteht allgemeine Schulpflicht. Sie sichert die Erziehung und Unterweisung der deutschen Jugend im Geiste des Nationalsozialismus. Ihr sind alle Kinder und Jugendlichen deutscher Staatsangehörigkeit unterworfen, die im Inlande ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben.

(2) Die Schulpflicht ist durch Besuch einer reichsdeutschen Schule zu erfüllen. Über Ausnahmen entscheidet die Schulaufsichtsbehörde.

§ 2. Beginn der Volksschulpflicht. (1) Für alle Kinder, die bis zum 30. Juni das 6. Lebensjahr vollenden, beginnt mit dem Anfang des Schuljahres die Pflicht zum Besuch der Volksschule.

(2) Kinder, die in der Zeit vom 1. Juli bis 30. September das 6. Lebensjahr vollenden, können auf Antrag der Erziehungsberechtigten zu Anfang des Schuljahres in die Schule aufgenommen werden, wenn sie die für den Schulbesuch erforderliche geistige und körperliche Reiche besitzen.

(3) Vorzeitig aufgenommene Kinder werden mit der Aufnahme volksschulpflichtig.

§ 12. Schulzwang. Kinder und Jugendliche, welche die Pflicht zum Besuch der Volks- oder Berufsschule nicht erfüllen werden der Schule zwangsweise zugeführt. Hierbei kann die Hilfe der Polizei in Anspruch genommen werden.

Durch Gesetz vom 16. Mai 1941 erhielt der § 12 Satz 1 folgende Fassung:
„Kinder und Jugendliche, welche die Pflicht zum Besuch der Volks-, Haupt- und Berufsschule nicht erfüllen, werden der Schule zwangsweise zugeführt.“

§ 14. Strafbestimmungen. (1) Der den Bestimmungen über die Schulpflicht vorsätzlich oder fahrlässig zuwiderhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Reichsmark oder mit Haft bestraft, sofern nicht nach anderen Gesetzen eine höhere Strafe verwirkt ist.

(2) In gleicher Weise wird bestraft, wer vorsätzlich Schulpflichtige oder die im § 13 bezeichneten Personen durch Mißbrauch des Ansehens, durch Überredung oder durch andere Mittel dazu bestimmt, den Vorschriften über die Schulpflicht entgegen zu handeln.

(3) Die Strafverfolgung tritt nur auf Antrag des Schulleiters oder der Schulaufsichtsbehörde ein; der Antrag kann zurückgenommen werden.

Durch Verordnung vom 25. Juli 1939 wurde für das Land Österreich bestimmt:
„Artikel 3. Schulversäumnisstrafen auf Grund des § 14 des Reichsschulpflichtgesetzes können nach den Bestimmungen des Verwaltungsstrafgesetzes (BGBl. Nr. 275/1925) verhängt und vollstreckt werden.“

§ 17. Inkrafttreten. (1) Dieses Gesetz tritt mit dem 1. November 1938 in Kraft. [Quelle]

Erlass am 6.7.1938, Sonne am MC, Berchtesgaden Inkrafttreten am 1.11.1938, 0:00 Uhr, Berlin

Hierbei geht es mit der Sonne auf 13°42′ Krebs um Belange des Einzelwesens, des Kindes, auch des Heimatlichen. Der Mond steht an der Spitze zu Haus 2, wird also in einem Programm zum Gemeinschaftlichen aufgenommen. Dieser Mond hat ein Quadrat zu Pluto – im 10. Haus ist das Programm (oder auch das Konzept) für dieses Einzelwesen wiederum bestimmend. Pluto-Merkur: der Funktionszwang. Und in diesem Zwang die Unidentifizierbarkeit und die Verschmelzung mit dem Umraum. Merkur wie Pluto stehen mit knapp 29° auf dem GSP von Saturn-Uranus.  Die mit Zwang belegte Unvereinbarkeit von „seelischer Geordnetheit“ und dem nach „Unabhängigkeit strebenden Ausdruck dieser Seelenform“. Kindsein im Zugriff der Gesetzgebung.

Die Sonne führt im selben Zeichen durch: Über die Bestimmung der Kinder mit einem Mars dabei wird das auch noch zerstörerisch. Der Zwang, der auf die Kinder zugreift, greift ihr eigenes Leben an. Nun steht die Sonne auf einem Jupiter-Uranus-GSP, gut gefügt (gemeint) bei einer kleinen, verschmerzbaren „Lücke“: Saturn ist nicht geworden. Der Saturn des Lebens fehlt – und kommt stattdessen von Außen aus dem 7. Haus, bzw. wird in den Begegnungen verpackt. Quadrat zu Sonne-Mars: Fleißig musst du sein, und dich anstrengen. 

Zuletzt noch der Hinweis auf den Jupiter in Haus 5 auf dem GSP Saturn-Neptun.

Herrscher von 3 in 5 sagt etwas über den schöpferischen Ausdrucks- und Gestaltungstrieb, die verausgabende Lebenskraft (hier unter der „Anleitung eines aus den Zentren ziehenden Wassermann“) mit den Mitteln einer raumgreifenden, weltanschaulich daherkommenden Darstellung und des verbalen aufweisenden Bezeichnens – mit Jupiter ebenso unstet wie augenwischerisch. Ein großer Wurf das Gesetz – und es entspricht doch der sonnenabgewandten Seite (Sonne auf dem GSP Uranus-Jupiter) und fügt über die Köpfe von Rechtlosigkeit und Minderheitenlage hinweg. Niemand will Ungerechtigkeit „haben“, doch wenn die individuelle Ungleichheit von oben herab ausgeglichen wird, verlieren alle ihr Schicksal.

Die Sonne des Tages des Inkrafttretens „besiegelt“ quasi die „Nichtgegenwart“ in einer ins Namenlose verschobenen Programmierung und Verneinung des Kindlichen: 7°52′ Skorpion ist noch knapp Saturn-Mondknoten, und die 10°24′ am IC sind ein Sonne-Pluto-GSP und ein Venus-Pluto-GSP. Letzterer ist der Zug ins Gemeinschaftliche hinein, auch wenn man dort mentalitätsmäßig nicht hineingehört. Uranus steht in Haus 10 und im Stier: die Spaltung (Uranus polarisiert) von Gemeinschaftlichem ist über den Einzelnen hinaus und konkret bestimmend. Paradoxerweise kommt dies einer Verpflichtung in die Gemeinschaft derer, in der Unterschiede aufgehoben sind, gleich. 

Aufgehoben sind auch Jupiter und Mond in Wassermann – d.h. die Aufgehobenheit besteht darin, dass die Innerlichkeit (das Empfinden) aus seinem Zentrum enthoben ist, dafür eine Vereinheitlichung der Vielfalt erhält. Die Umstände dieser Inkrafttretung sind maßstäblich und verbindlich – in Haus 9 gesetzlich und juristisch verfügt.

Ich mag gar nicht von Enteignung des Bestimmrechts über die eigenen Kinder sprechen!

Am Tag der Inkrafttretung steht (im Häuservergleich) Pluto an der Stelle, wo im Erlass der Neptun steht; Pluto „verdrängt“ Neptun ins 2. Haus und wirkt fortan aus dem Hintergrund, während Neptun im Gemeinschaftlichen aus Gründen der Vernunft Auflöser der Selbstsicherung und des Selbstschutzes wird. Der Mars des Erlasses kommt auf den Uranus zu stehen im Häusergleich auf den Uranus zu stehen: Mars ist der Aufdecker, der hier freilegt, dass etwas mit dem „Uranus“ nicht stimmt. Mir fällt da nur ein: ein Gemeinschaftliches von Gebrochenen. Vermutlich ist das übertrieben.

Uranus steht in beiden Horoskopen bzw. Daten auf etwa 16° Stier. Mit heutigem Tag steht er rückläufig auf 15°54′ – ein Hinweis darauf, uns diesen Uranus anzuschauen. Im Stier sind die Uranuskräfte nicht unproblematisch. Es geht um Gerechtigkeit und Egalität jedes Einzelnen in seinem ursprünglichen Werden. Der Geist eines jeden ist „gerechtfertigt“ und zwar nicht von einer Staatsmacht oder einem Kollektiv bestimmt. Im Stier unterstellt sich der Einzelne dem Schutz der Herde, d.h. er gibt darin „Freiheitsgrade“ auf. Uranus ist in seinem Durchlauf dabei, die Restriktionen, aber auch Rechte des bisherigen Gemeinschaftlichen (und das sind die sozialen Systeme wie Einrichtungen, Banken, Handelsumschlagplätze) aus der Selbstverständlichkeit zu heben. Das Gemeinschaftliche ist dabei, sich zu wandeln – d.h. wird angehalten, sich zu wandeln. Im Uranus ist das Empfinden des Einzelnen als Selbst in der „Identität“ mit sich selbst nun nicht inbegriffen. Mond und Uranus – ist eine komplizierte Geschichte, insofern als bei deren Zusammenstehen aus der Sicht des Subjektiven dieses zugunsten eines Überschauenden, eines Blickes von Oben zurücktreten muss. Das Subjektive von sich absehend. Altruismus (Uneigennützigkeit) ist ein Stichwort. Und weil die „Mitte“ zwischen den Extremen so schwer zu finden und die Balance so schwer zu halten ist, kippt das schon mal in einen von allen monetären und materiellen Werten befreiten Sozialismus oder in einen Kapitalismus als Befriedigung der nicht gestillten seelischen Bedürfnisse. Mond im Stier hat dieses Problem ebenfalls: die Seele als noch ungeformter „Urstoff des Lebens“ ist auf der Suche nach Aussteuerung, dafür braucht sie auch schon mal Dinge, Objekte, vielleicht eine Umgebung von geliebten Nächsten, und findet sich geborgen im Subjektiven. Im Extrem ist der Mond sehr auf sich bezogen, einzelgängerisch, isoliert, und doch allein nicht lebensfähig. – In einer Gemeinschaft wird nun die Aufgabe dieses Subjektiven zugunsten der Interessen des Kollektivs erwartet. Es gewährt Schutz (und Unterstützung z.B. als Zuwendung von Geld) und kassiert dafür die Vereinzelung ein.

Man könnte den Hauptauftrag von Schulen als Orten der Wissensvermittlung mit diesen drei Kräften verbinden: Den Kindern den Raum zur Entwicklung ihrer geistigen Unabhängigkeit gewähren und diese ausbilden, gleichzeitig ihre Verinnerlichung (in sich heimisch Werden) im Herausbilden aus dem Keim ins souveräne Selbstführen unterstützen und fördern und dies auch noch in einem Schutzraum, der beiden Schutzbedürftigen in ihrer Entwicklung einen Rahmen gibt und dafür keine Selbstaufgabe erwartet. Das wäre das Ideal. Bei gewährtem Schutz würde jeder Einzelne lernen können, was ihm entspräche. Uranus ist auch die Vision – hier von einer besseren Gesellschaft. Und warum können unsere „Systeme“ solche Schulen nicht umsetzen?

Die anderen Planetenprinzipien sprechen auch noch ein Wort mit und tragen etwas zur Qualität der jeweiligen Gegenwart bei. 1938 lief Neptun durch die Jungfrau – übrigens in Opposition zu unserem jetzigen Neptun. 22°30′ Jungfrau nach der MRL ein Sonne-Uranus-GSP wie 22°30′ Fische. Was fällt da auf die Schnelle ein? – Eine Lebensbedrohung wird erwartet und diese Erwartung zieht die Konzentration aus dem Zentrum, man wird zerstreut, was aber die Bedrohungsangst nur kurzfristig beruhigt. Im nächsten Schritt erfolgt ein „Befreiungsschlag“. „Alles“ wird jetzt gewandelt, gewechselt, man springt in einen neuen Job, zieht um, bricht den Kontakt zu Freunden ab, die einen Druck aufbauen… Neptun darauf: Ist es das Wahre oder ist das alles eine Täuschung? – Und dann setzt die Lähmung ein: Können wir die gefundene Antwort ertragen? Zwischen Bereinigung  i.S. von Durchblicken der Situation und Selbsttäuschung brechen Krisen aus, die das Bewusstsein überschwemmen. In den Fischen anders als in der Jungfrau. In der Jungfrau ist es möglich, die Sinne zu betäuben. Die drei Affen. Das war 1938 gegeben, d.h. vom Eintritt Neptuns in die Jungfrau (etwa August 1929) bis zum Verlassen (August 1943). Pluto, herrschte im Juli 1938 auf den letzten Krebsgraden, und lief bis im November in den Löwen hinein. Die „Programme“ und Modelle, wie der Lebenstrieb und der Lebensausdruck geschaltet und kontrolliert werden können. Auch hat Saturn im Widder anderes zu ordnen und zu strukturieren als Saturn im Wassermann. Im Widder wähnt er sich als Anführer und Heerführer der Erkundung neuer Felder.

Also, im Angesicht dieser Zeitqualität ergab sich in Bezug zu Berlin und der geschichtlichen Vorarbeit in Deutschland der damalige „Zwang in die Schule“ und die Entmündigung des Einzelnen, besonders der Kinder. „Im Geist des Nationalsozialismus“ hieß es im Erlass. Inzwischen hat Deutschland ein neues Grundgesetz (vom 23.5.1949), und in den 1960er Jahren wurden einzelne Paragraphen zur Handhabung der „Schulpflicht“ in verschiedenen Bundesländern aufgehoben. Und heute?

Obwohl das Grundgesetz kein ausdrücklich normiertes Recht auf Bildung enthält, gilt heute über die Pflicht folgendes:

„Die Erziehungsberechtigten der Schüler sind zur Überwachung der Schulpflicht ihrer minderjährigen Kinder verpflichtet. Befreiungen von der Schulpflicht werden nur in eng begrenzten Fällen ausgesprochen. Kommen die Erziehungsberechtigten ihrer Pflicht nicht nach, dann stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar, die einen Bußgeldbescheid zur Folge haben kann. Bei der Verhängung von Ordnungsmaßnahmen muss zwischen Verletzungen der Schulpflicht durch Schüler und der durch die Erziehungsberechtigten unterschieden werden. Die Verhängung eines Bußgeldes gegen Schüler setzt deren Strafmündigkeit voraus. Ziel eines solchen Bußgeldverfahrens ist stets eine Verhaltensänderung der Betroffenen [meine Hervorhebung. Die verbeamteten Lehrer sind natürlich Ausführungsorgane des Staates, und der muss sein Volk erziehen]. Die Lehrkräfte der Pflichtschulen werden durch den Erlass von Bußgeldbescheiden bei ihrem Bildungsauftrag unterstützt.“ [Quelle]

Aus all dem können wir ableiten: der Wille von Eltern, ihre Kinder im Hausunterricht zu unterrichten, wird kriminalisiert. Das führte dazu, dass z.B. Schulverweigerer aus Deutschland vor einem Einwanderungsgericht in den USA vorbrachten, die in Deutschland übliche Praxis, Eltern die Erlaubnis zum Heimunterricht als Ersatz für den Schulunterricht zu verweigern, sei eine politische Verfolgung. Seit 2013 soll das vor dem Board of Immigration Appeals kein relevantes Einwanderungsrecht mehr gewährleisten. 

In welchem Geist aber werden heute – im Jahr 2022 – die Kinder unterrichtet? Inzwischen sind  84 Jahre vergangen. Neptun ist durch den Schützen gelaufen – das machte etwas mit der sog. Höheren Bildung, Pluto in seiner Nachfolge hätte die „aufgelösten gefügten und verfügten Bildungslandschaften“  transformieren können, aber im Zusammenspiel mit denen, die von Altem nicht lassen können, hat er eher Aufgelöstes fixiert und in Programme gebracht (als er 2009  das Zeichen Schütze verließ, waren die Universitäten im Bologna Prozess verschult worden und die Meisterbriefe des Handwerks Geschichte). Gleichzeitig lief Neptun weiter durch den Steinbock – Ordnungen und gesellschaftliche Normen standen zur Klärung an. Das betraf die staatlichen Institutionen (ich denke, das war die „Privatisierungswelle“) wie auch die Auflösung der Traditionen und Gebräuche, wiederum Pluto drückte dem im Nachgang den Siegel auf. Das alles spielt sich schon gar nicht mehr auf dem Boden des I. und II. Quadranten ab, sondern ist im IV. Quadranten angekommen (außer Uranus, der ist schon wieder im I. und pflügt den Boden für die neue Aussaat). Das ist viel grundsätzlicher.

Und – wie werden heute Kinder unterrichtet? Wie sind die Lehrer ausgebildet? Ich werde das an dieser Stelle so stehen lassen, aber nicht ohne Verweis auf die Diskussionen und Erörterungen in den Medien über das Ausscheiden der deutschen Fussball-Nationalmannschaft (ich hoffe, man versteht meinen Wink nicht völlig falsch). Es ist die Rede davon, dass  „die letzte Gier fehlt“ (Rudi Völler). Der letzte Wille, vorne das Tor erzielen und hinten das Tor verteidigen zu wollen. Das Wort dafür ist: Saturiert. Satt, nicht mehr hungrig. –  Wofür steht die Mannschaft?? Und für wen spielt sie? – In der Bundesliga oder den anderen Ligen verdienen sie in ihrem Verein mehr, da hält man doch sein Sprunggelenk nicht hin und gefährdet die Einnahme. Das ist das eine. Das andere: Die Spieler – sagt einer – müssen sich an die eigene Nase fassen, das Scheitern sei nicht vom Trainer verschuldet. Ältere Profis brechen die Lanze über die neue Generation: „Wir müssen den jungen Stars nicht den Puderzucker in den Hintern blasen. Die machen rum wie die Dandys. Und dann solch eine Leistung abgeben, ich würde mich schämen.“ (Jimmy Hartwig). Amüsant, oder? Es fällt mir noch ein Traum ein, den mir gestern jemand erzählte. In Kürze: Von außen eine seriöse Institution, drinnen ein Kindergarten. Wir erleben eine seltsame Rückbesinnung auf das Kindliche, was nicht heißen muss, dass es uns damit besser geht.

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