RÄTSELSTUNDE

Ein Mann und sein Experiment

Auf 10°34′ Waage und um 10:36 Uhr begann an diesem Tag das Abenteuer auf der Bornheimer Heide.  39 Minuten später wurde es erfolgreich beendet und erbrachte etwa im ersten Drittel der Zeit noch eine neue Erfindung dazu.

Schauen wir nach der Verbunddeutung? – Hier ist das erste Bild. Der  Schütze beginnt im 1. Haus (Steinbock steht mit 0°35′ an der Spitze von Haus 2 – ein wesentlicher Hinweis auf die Wichtigkeit des Reviers und des Bodens, auf dem etwas steht. Wo – können wir fragen – steht wohl Saturn?

Über den AC im Skorpion und über die Schwelle von Haus 12 zu 11 im Skorpion reicht der Verbund bis ins 10. Haus hinein. Eine Anschauung ist im ersten Haus in weiter, offener Erscheinung losgegangen und über den Kanal des fixierenden, aber auch des prüfenden, des die Gegenwart zurückhaltenden Pluto aus dem Zeitlosen geschöpft und in die Zeitlichkeit geworfen worden. Dies ist allerdings schon mehr als ein erster Entwurf. Skorpion in 11 – Uranus-Pluto-Qualität. Da fällt mehreres ein: eine Vorstellung (die auch noch die Durchführung übernimmt) gelangt in den luftigen Raum der Zeit. Wassermann, Uranus – das Wirkliche – und die Idee von etwas, das möglicherweise diesem Wirklichen nicht entspricht. Wird es im Zusammentreffen von beiden nicht zu einem Auseinanderfall kommen? Uranus-Pluto ist die Täuschung über etwas und infolgedessen, sofern keine Gegenwart entstehen kann, zur Enttäuschung. Uranus ist der Neuerer, technikaffin und erfinderisch. In seinem Raum besucht ihn also Pluto mit seinem „Plan“ bzw. dem Konzept. Die Gegenwart finden wir in der Waage, das ist auch die Öffentlichkeit, in der sich das Subjektive aus dem II. Quadranten und das 7. Haus begegnen. Im 10. Haus und mit der Sonne erlangt da über die „Ideenschmiede“ mithin eine jupiterhafte Erscheinung Bewusstsein, das über das Subjektive hinaus bestimmend wird.

Am MC steht die Jungfrau, sie gehört zwar nicht mehr zum Verbund, aber sie schließt das Experiment ab und spricht von Sorgfalt, Sachtreue und Methodik. Voraussetzung jeglicher „Wissenschaft“ ist, dass Experimente wiederholbar sein müssen, und jeder Experimenteur, egal welcher persönlichen Befindlichkeit, anhand der Methode zu ähnlichen, wenn nicht sogar gleichen Ergebnissen kommt – im gelungenen wie im misslungenen Fall. (Das nennt sich dann Reliabilität, Transparenz und Validität). Die Wiederholbarkeit im besonderen ist es, die die Wissenschaft zu einem Vorgang macht.

Die Jungfrau tritt am MC eine „große“ Aufgabe an: an der Schnittstelle zwischen Wirklichkeit (oder dem Jenseitigen, dem Nicht-Beabsichtigbaren) und Wirkendem (dessen, was schließlich das Leben des Subjekts, sein Dasein, mitformt), analysiert sie das Wahrgenommene und verwertet es. Saturn-Merkur-Qualität. Die Ordnung (außersubjektive) wird übersichtlich gemacht und das Nichtbeabsichtigbare ausgeschlossen. Saturn-Merkur ist in der Entwicklung steckengeblieben, er steckt in einer Puppe, die Metamorphose ist unbeendet bzw. soll in der Isolation nachgeholt werden. 

In diesem Stadium der Deutung halte ich fest: ein Schütze (in der Erscheinung etwas „Gefügtes“, vielleicht Gefertigtes – wir werden es sehen) tritt an und wird über die Vorstellung (der – hier negativ gemeinten Sinne – keine wirkliche Erfahrung vorausgeht) und das Vorgestellte erst im Versteckten, dann im Sprung in die Zeitlichkeit zu einem öffentlichen und maßstäblichen Bild, das über die Jungfrau an die Gegenwart (Zwillinge in 7) weitergereicht wird.

Schauen wir, wo Jupiter steht. In Haus 4 und im Widder. Jupiter ist Mitherrscher von 1 – Belange der Selbstdurchsetzung werden offen, anschaulich und ausholend im Seelischen durchgesetzt. Im 4. Haus steht Jupiter unter der Herrschaft der Fische und von Neptun. Das ist ja fast schon etwas „Heiliges“, das ist ein Himmel, den man herunterholt ins Subjektive, oder der dort im Empfinden (aufgelöstermaßen in der Identität mit dem Wirklichen) im Widder voller Aufbruchsgeist und Drang nach Bewegung in die Öffentlichkeit ist. IC in den Fischen – Wasser im 4. Haus. Frage ist: Ist es kontaminiert? – Jupiter hat eine Opposition zur Sonne und ist außerdem rückläufig, d.h. noch ist dieses Seelengefüg(t)e, das sich als Mission und als Kreuzrittertum (Mars-Jupiter) erweist, in Revision.  Jupiter-Sonne wiederum, auch wenn er eine Opposition aufweist, ist die große weite Erlebniswelt, d.h. eine Anschauung wird zum Erlebnis gemacht. Nun steht die Sonne dort, wo sie nicht sich selbst gehört, und der Jupiter dort, wo man sich ausschließlich selbst „gehört“ – in Haus 4. Die maßstäbliche über sich selbst hinaus gehende Selbsterweiterung gibt es mithin dann, wenn auf den Jupiter als die Fülle der Selbstdurchsetzung im Empfinden verzichtet wird. So könnte eine Entscheidung aussehen – Verzicht. Bei Sonne-Jupiter ergibt sich in der oberen Reihung Jupiter-Pluto. Es wird etwas zusammengefügt, das sich nicht ohne Weiteres und von alleine miteinander vermischt. Es muss Energie zugeführt werden, und somit wird das Gefertigte wieder auseinanderbrechen, sobald die Energie wieder entzogen wird. Die Energie finden wir im Mars, der noch eine bedeutende Rolle spielen wird.

Die nächste Frage – ich weiche vom Schema der Münchner Rhythmenlehre ab – betrifft Pluto. Er ist das Bewegungselement der Skorpion-Durchführung. Der Herrscher von AC und vom 12. Haus verweist eindeutig auf den I. Quadranten und die Ausübung der Erscheinung: Pluto im Wassermann. An der Spitze von Haus 3 ist Wassermann für eine aufhebende, nicht der Logik folgende Bewegung in den nächsten Umraum „verantwortlich“. In gewisser Weise ist also hier die Unberechenbarkeit der Bewegung Programm. Es bestätigt sich der Pluto-Uranus doppelt und dreifach: Ein Container in der Luft – wenn das nicht unvereinbar und eine Kopfgeburt ist! Der Pluto steht in der Nähe von 10° Wassermann alias Sonne-Pluto und Mond-Pluto Sowohl das Leben als Ereignis- wie Empfindungswelt ist von diesem Container umfangen bzw. kontrolliert und eingeschränkt. Nehmen wir den Uranus hinzu, immerhin ist er der Herrscher über den real ausgeführten „Tank“ auf himmlischen Wegen. Er steht, wie nicht anders zu erwarten in Haus 8 und im Krebs. Eine Aufhebung der geltenden und vorliegenden Erfahrungen mitten im Empfinden, das im 8. Haus ohnehin auf dem „Prüfstand“ steht.

Mond-Pluto ist im verneinten Fall die Überlagerung durch eine dem Eigenen fremde Mentalität. Pluto – oft gesagt – Programm, Container und Virus. Quasi im Lebenslabor wird über den Uranus ein Virus in das Empfinden eingebracht, und dieses betrifft den Himmel, sprich das Luftige und die Bewegung darin. Ein neuartiges, technisches Virus steht vor den Toren der Gegenwart.

Ich verrate es bereits in diesem Stadium: die Sonne hat zwei Kameraden bei sich: den Mond und den Neptun. Mond und Sonne stehen sogar fast gradgenau beisammen – und sind die Erscheinungsseite des Jupiter-Pluto im Engramm der Fertigung des Unvollständigen.

Eine Auslieferung der Gestalt an die Gegenwart (in die Waage hinein) ist im Falle der Ausschließung des Endlichen, im Falle der Meinung, etwas sei als Lebendes (unter Ausschluss der Bestimmung) vollständig, versehrt im Sinne des Prinzips allen Lebens. Es entsteht eine Fügung, die nicht dem Prinzips des Lebens und ist somit etwas, das nicht gewachsen ist. Dieses Etwas braucht Hilfsmittel. Sonne und Mond – Löwe und Krebs – sind zwei seelische Entwicklungsphasen, die einander ablösen werden müssen, das eine kann nicht im anderen gelebt werden. Neptun ist an dieser Stelle – aus dem IC kommend – insofern „hilfreich“ als er genau dieses Dilemma „löscht“, dem Vergessen zuführt.  Er idealisiert und zeichnet weich, was ihm unangenehm ist. Man sieht förmlich, wie sich Mond und Sonne mit glänzenden Augen die Hände reiben: Wir sind ohne großen Aufwand (nämlich über die maßlos schwierige und lästige Entwicklung) heilig und bekannt geworden.

Bleiben noch zwei Planeten: Venus und Merkur.

Beide stehen in der Jungfrau, damit außerhalb des Sonnenverbundes. Beide verweisen hinein in den Bereich des Veränderlichen, in den Bereich des Sich-Aussteuernmüssens, damit das Subjektive weiter bestehen kann. Die Venus gehört zur Endlage des „Weges“ – im 9. Haus steht sie auf knapp 1°23′ und nicht weit vom GSP Sonne-Saturn entfernt. Sonne-Saturn ist eh gegeben, dies also ein verwischter Hinweis. „Hab-Acht“ bei der Anschauung der Welt. Und da wir hier die Venus haben, ist das Bild auch tatsächlich eine Weltansicht aus größerer Distanz, die Venus ist das zum Wassermann-Vogel gewordene Auge der Wahrnehmung und das materiell gefügte Flugobjekt. Ein Vogel ist oder hat einen Flugkörper. Merkur nimmt dieses Bild auf und macht es in Haus 10 allgemein gültig und verwendbar.

Ach ja, den Saturn und den Mars muss ich noch nachliefern. Saturn steht als Herrscher von Haus 2 in 2 auf 28° Steinbock (und bestimmt über die Einhaltung der Gesetzmäßigkeiten den Körper betreffend)  und Mars als Herrscher von Haus 5 in Haus 7 auf 13° Zwillinge alias Mars-Saturn-GSP, der sich über diese Gesetzmäßigkeiten hinwegsetzen will und im menschlichen Wollen im Kampf mit dem himmlischen Willen ist. In ständiger widerstandorientierter Energie erneut ein Hinweis darauf, dass hier etwas gegen seine eigene Bestimmung vollzogen wird, und mit der Venus in Haus 9 (kommt ebenfalls aus dem 7. Haus)  etwas in die Ausübung des Begegnenden und in „Produktion“ geht, das auch heute noch zum Rüstzeug des Fortschritts in Konkurrenzhaltung und  „Heiligung der Leistung“ zählt.

Frage ist: Worum geht es bei diesem Experiment? Und um welche Erfindung geht es insbesondere?

In den PDFs findet sich die Lösung.

Horoskop Blanchard

Experiment Blanchards

 

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