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DIE FARBE TÜRKIS

Quelle: https://malen-lernen.org/farbe-tuerkis/

Was denken, fühlen, riechen Sie, wenn Sie die Farbe Türkis sehen? Völlig irrational. Rational und mischtechnisch ist es klar: die Farbe ist eine Kombination aus Grün und Blau – Türkis ist quasi eine Brücke zwischen dem, was im (Meer-)Blau und im (Lind-)Grün schwingt. Grün – vor allem das dunklere Grün – ist Jupiter, in Türkis schwingt der „hellere“ Grünton von Neptun mit, in Blau liegt Saturn. In meinen Unterlagen finde ich: Türkis ist dem Pluto zugeordnet, der Zahl 8 – dem Haus des Todes.

Also, mir fällt der Hamburger Fischmarkt ein. Nicht, dass dort die Farbe Türkis vorherrschen würde, aber der Geruch von Dimethylsulfid liegt in der Luft. Er entsteht aus einer Mischung aus (an sich) geruchlosem Wasser und Phytoplankton in verschiedenen Stadien des Zerfalls; dieses hat sich auf alles mögliche im Wasser Schwimmende gesetzt und treibt im Fluss und im Meer, sogar auf Müll. Das Gemisch riecht schwefelig. Ich lese gerade, dass auch wir Säuger es „produzieren“ können, nämlich als eine Komponente der Blähgase (Resultat der Arbeit anaerober Bakterien) aus unserem Darm, ausgeschieden über die Lunge und den Mund. In der Wahrnehmung von Türkis ist als Unterton auch Salz enthalten. Bei Türkis habe ich einen salzigen Geschmack auf der Zunge. Das Salz des Lebens – NaCL ist an und für sich wie Wasser geruchlos, aber wassergelöst und in chemischen Reaktionen, z.B. bei Kontakt mit Schleimhäuten, bildet es doch einen charakteristischen Geruch heraus.

Was fällt noch zur Farbe Türkis ein? – Die Täuschung. Klar – der mit Phytoplankton überzogene Müll in den Meeren verführt Fische, Pinguine und noch andere Meeresbewohner dazu, ihn für Nahrung zu halten; der Geruch, den sie sehr gut und von weit her wahrnehmen können, suggeriert: Hier kommt Futter. Mit Folgen für die Tiere, die der Täuschung aufsaßen. In diesem ganzen Komplex – auf die verschiedenen chemischen Reaktionen (z.B. Redox—Prozesse) gehe ich im Einzelnen nicht ein – muss das Stichwort „ätzend“ fallen. Außer Schwefel, Chlor und Natrium spielen bei der Entstehung des typischen Geruchs auch die Reaktionen mit H2O (Wasserstoff und Sauerstoff in bestimmten Mengen-Verhältnissen natürlich) eine große Rolle. Salzsäure entsteht, wenn ich in Wasser gelöstes Kochsalz – NaCl (aq.) – mit noch mehr H2O mische. In der Trennung und Neuordnung der Ionen entstehen dann nämlich Natriumhydroxid (Natronhydrat) und eine farblose, stechend riechende Flüssigkeit, die ziemlich gefährlich ist – ich habe heute noch Narben auf der Hand, als mir versehentlich ein Tropfen aus der Pipette verloren ging.

Das Mengenverhältnis macht also auch hier wieder einmal die Giftigkeit bzw. die Harmlosigkeit aus. Wird das Maß überschritten, entsteht Verderben.

Ich kehre zu Türkis und zu Pluto zurück, und füge ihnen den Teufel im Detail hinzu. Gestern am 16.12.2022 zerbarst etwa zwischen 5:45-5:55 Uhr in einem Berliner Hotel der sog. AquaDom, ein Aquarium in der Eingangshalle, das mit 1 Million Liter Wasser gefüllt und mit einem Fahrstuhl befahrbar sich in eine Höhe von 16 m erhob. Es hatte einen Durchmesser von 11,5 Metern und enthielt über 1000 Fische und Meerestiere aus über 100 verschiedenen Arten.

Was war hier los? Herrscher von 3 in 6: Beobachtung und Wahrnehmung der Umwelt, um sich ihr gegenüber seelisch auszusteuern, anzupassen und sie zu verwerten, mit den Mitteln des aufweisenden Bezeichnens und der Darstellung. Anpassung an die Selbstdarstellung.

Nun ist das aber der Wassermann. In Haus 3 hebt er aus der linearen Darstellung heraus – er wird ungehorsam, drängt weg aus der Mitte, hinaus in die Umgebung. Er ist hier der „Ausführende“ der Form. In dieser Form ist Steinbock enthalten: ein Jupiter-Schütze Gefügtes (Jupiter auf 29°38‘ Fische – knapp vor 0° Widder) in Haus 4 ist ein „Bergungsort“, der das Wirkliche und Wahre als Ursprung des Lebens birgt (Jupiter in Fische und die in Haus 4 mit Neptun darin). Und da liegt der Haken. Steinbock wiederum ist nämlich von Pluto besiedelt (als Herrscher von 1 in 2 einer, der sich im sichtbaren Bereich konzeptionell ordnet und abgrenzt, um aus dem Durchgesetzten einen Bestand zu machen). Als Folgeerscheinung setzt sich eine planmäßige konkrete Lebensordnung fest. – Da hat man einen Modellbestand, eine realisierte Vorstellung davon, was sich in einem begrenzten Raum befinden darf/kann. (Neptun und Pluto haben sich übrigens ineinander „verwandelt“.) Venus und Merkur stehen ebenfalls auf dem Boden von Steinbock und erzählen von der Regelung einer Gegenwart von höherer Stelle. Merkur zu Venus: Ausübung der Form nach normativen Vorgaben; Wahrnehmung und Beobachtung des Begegnenden zur Aussteuerung des Lebenswesens; Darstellung einer „Öffentlichkeit“ im umfassten Raum; Regelung bzw. Aussteuerung der Bedingungen dieses Raumes.

Die Venus kommt aus den Bedingungen und trägt deren Aufhebung in sich. Die Selbstsicherung ist damit in Frage gestellt, und der Wassermann, der aus der Form und der Umgrenzung des 2. Hauses den Saturn trägt, wie eine Welle den Surfer, wirft diesen auf den Aufheber der LebensBedingungen. Die Umstände für das Leben sind aus der Zeit genommen. Saturn und Uranus in einem Quadrat zueinander. Hier löst sich eine Stauung und eine Blockade und lässt das Wasser frei. Saturn steht an diesem Tag auf einem Saturn-Pluto-GSP – macht damit eine bestehende „Gefangenschaft“ nicht nur sichtbar (im 3. Haus), sondern bestimmend, und Uranus rückläufig auf 15°31‘ nimmt Anlauf zum Zerbersten des Behältnisses. Die Venus „sichert“ auch mittels Stier in die Begegnungen hinein. Vermutlich ist sie das Glas und der Klebstoff. Und nun wird die Schranke durchbrochen. „Durch die Begegnung grenzt man sich nach außen ab. Um sich abgrenzen zu können, braucht man den Partner u.a. Denken.“ – Doch der Partner d.h. die Außenwelt, dringt in die Abgrenzung hinein – denn es ist der Schütze, der den Raum öffnet – und die Trennung zwischen dem einen und dem anderen fällt weg. Eine Vereinheitlichung ist in diesem Fall aber der Tod für alles in der „Form“, im Container, Enthaltene, sprich auch das gefangene Wasser. Eines von mehreren Sakrilegen dieses „Gebäudes“ war die technische Errungenschaft, dass die Zuschauer mit einem Fahrstuhl in einer freigehaltenen Säule aus Luft auf und ab fahren konnten.

Die Venus stammt ebenfalls aus dem 11. Haus – und Haus 11 ist die Loslösung von bisher geltenden Maßstäben, ist die Aufhebung der Grenzen – hier die der konkreten Form in Haus 2. „Man grenzt sich ab, indem man bisherige Maßstäbe nicht mehr beachtet.“ – Der Merkur wiederum enthält eine ganz eigene Energie, die aus dem 5. Haus in ihn und den Zwilling eingeht. Der unkontrollierte und erschaffend-aufdeckende „Seelenausdruck“ – in diesem Fall aus dem das „Leben bergende Gefäß“ – ergießt sich als Schwall, als Poseidons „Rache“ in das Gegenüber. Für einen kurzen Moment gibt es einen Widerstand, Mars in der Nähe von Saturn-Mars-GSP, doch dann der Knacks. „Durch die Bindung an Partner und Bilder grenzt man sich konkret ab.“ Zwillinge-Merkur mit Blick ins 8. Haus ist da nicht wenig voyeuristisch, blickt in das Innere eines Lebensplanes hinein und zieht seine Schlüsse daraus. Er blickt auf den Krebs und auf das Leben bzw. die „Lebewesen“. Hier ich – da das andere.

Jungfrau am MC empfängt den Mond aus dem Krebs – das Leben im Container ist Sinn und Zweck des gesamten Gebildes. Geschaffen, damit sich Leben beobachtbar und im Kalkül konsumieren lässt. Was passiert mit diesem Leben? – In Quadrat zur Sonne und in Opposition zu Neptun wird hier eine Ausgangslage hergestellt. Die bedeutet in diesem Fall das Opfer von Leben.

Wir sind Zeuge davon geworden, wie hier ein lebensmissachtender und unwürdiger Verwertungsbetrieb zum Konsum für „Besucher, die wiederum glauben, das wahre Wasser- und Fisch-Leben zu betrachten“ mit einer Sonne im Schützen (auf Neptun-Uranus schreckgelähmt ob einer ungeheuerlichen Erkenntnis)) zerstört wurde. Es ist eine Korrektur, die wir sehen, denn dieser phallische „Wassertempel“ war nicht das, was dem Wasser, und schon gar nicht den darin eingesetzten Einzelwesen, entspricht. Die lassen sich auf Dauer nicht zwingen, und wenn dann unter Zuhilfenahme sehr vieler Instrumente.

Bild: dpa/Kay Nietfeld

Die Farbe Türkis hat sicher die meisten Besucher dieses Hotels und speziell des AquaDoms (in dem zum Wasser als Zeichen gebetet wird) fasziniert. Was für eine herrliche Farbe, dieses Wasser, mit der entsprechend eingesetzten Beleuchtung. fascinare – lateinisch für bezaubern, aber auch behexen. Der AC – und auch der DC – auf einem 25°-GSP: die Grenze und die Hexe.

Ich bin fast versucht zu sagen: Lassen wir die Fische nicht umsonst gestorben sein und sehen wir zu, dass wir uns selbst aus der „Faszination“ des Verdrängten befreien, bevor es den großen Knall tut. Zum Schluss noch der Verweis auf Wolfgang Döbereiner und sein Gleichnis vom „Fisch auf der Promenade“. Nachlesen auch hier: Die Regelung der Bestimmung
Seminare, Band 23.

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