Donnerstag, 16-Juli-2026

EINSTÜRZENDE BRÜCKEN

Carola[1] von Wasa-Holstein-Gottorp war die Gemahlin von König Albert I von Sachsen. Geboren ist sie am 5. August 1833 im Kaiserstöckl bei Schloss Schönbrunn in Wien. 1867 gründete sie den nach ihrem Mann[2] benannten Albertverein, der sich der freiwilligen Krankenpflege widmete. 1878 wurde das Carolahaus eröffnet. Zum 25-jährigen Bestehen des Vereins stiftete König Albert 1892 die Carola-Medaille für hilfreiche Nächstenliebe. Nach ihr sind auch Anlagen benannt worden wie der Carolateich im erzgebirgischen Aue und eine Brücke, nämlich jene, die am 11.9.2024 in der Nacht einstürzte[3]. Eine Brücke ist per definitionem ein Gebautes, das die zwei Ufer eines Flusses miteinander verbindet oder ein Tal bzw. eine Spaltung „überbrückt“. Behalten wir Saturn-Uranus im Hinterkopf.

Carola widmete sich als letzte Königin von Sachsen dem Aufbau vieler neuer sozialer Institutionen wie zum Beispiel Pflege- und Schulungseinrichtungen im Königreich Sachsen. Mit ihrem Engagement für Hilfs-, Kinder- und Frauenvereine trug sie zur Förderung und Anerkennung benachteiligter Menschen bei und setzte in der Wohltätigkeits-, Armen- und Krankenfürsorge neue Maßstäbe. Durch die Ausbildung von Frauen und Mädchen zu Krankenschwestern, Wirtschafterinnen, Näherinnen u. a. Berufszweigen entstanden neue Betätigungsfelder für diese Benachteiligten[4]. Das könnte nahelegen, dass sie mit einer Sonne im Gemeinschaftlichen wirkte – also eventuell eine Sonne in Haus 2 hatte. Eine Löwin aus dem Verbund des II. Quadranten, mit einer Sonne auf 12°42‘ und einem Spiegelquadrat auf Uranus im Wassermann. Eine vernünftige Löwin mit Merkur, Mars und Saturn im Endzeichen Jungfrau. Im Anfangszeichen Krebs als Exposition steht nichts.

Ihr Engagement im diesseitigen und realen Gemeinschaftlichen bringt mich zu einer Geburtszeitannahme mit einem AC im Krebs, einem Mond im Widder knapp hinter dem MC. Damit liegt zweifach Mars-Mond vor.

Der Sonnenverbund beginnt im 12. Haus und läuft ins 4. Haus hinein. Sollte die Geburtszeit tatsächlich so sein, wie ich sie annehme, würde der Herrscher des AC – Mond – in Opposition zum Saturn stehen. Mond möglicherweise auf 0° Widder – ganz am Anfang des Tierkreises. Doch, was heißt das? Eine Seele bzw. ein Wesen, das in ein Gebiet der ungerichteten Energie geworfen wird, das Mütterliche, das sich auf einem Kampffeld befindet, auf jeden Fall ein brennend-suchendes Wesen und eine flammende Autonomie und Eigenständigkeit.

Mars wiederum steht im Endzeichen Jungfrau und dort für „schneidende“, aggressive Vernunft. Mars und Jungfrau, Widder und Jungfrau verstehen sich nicht so recht. Mars reizt die pragmatischen Schutzsinne der Jungfrau, ist selbst „genervt“, weil er sich im Zaum gehalten meint. Auch Merkur hat sich in der Jungfrau eingefunden – als Herrscher von Haus 12 trägt er hintergründige Vermessung in die Darstellung im Sorgenden und Kümmernden. Die Jungfrau ist eine „Kümmererin“ und hier wird Athene die stürmische Kämpferin, eine zurückhaltende Aktivistin für die Gewerke und Handwerkskunst.

Herrscher von 7 – angenommen der Steinbock am DC – Saturn stünde ebenfalls in 3; man ist maßstäblich und geordnet in den Begegnungen; das Denken an Ordnungsprinzipien des Kosmos, des Gesellschaftlichen ausgerichtet. Mit diesem Denken und über die Partner (meistens auch ältere) präsentiert man die „Herausforderbarkeit“ im engeren Umfeld, wo er Normen und Maßstäbe setzt. Saturn ist übrigens mit einem Neptun „trächtig“ – die Ordnung trägt die Möglichkeit der Rückkehr ins „Namenlose“ in sich – eben mit der Löschung all dessen, was bis jetzt bereits als Zeitliches vorlag. Ein Neptun in 7 aus dem 9. Haus spricht von einem freien, liberalen und religiös-weltanschaulichen Denken, das das Hintergründige in sich trägt. Die Gestalten des Lebens treten unmittelbar ins Bewusstsein, als Ideale und Gestalten der Reinheit. Täuschung und Täuschbarkeit allerdings ebenfalls möglich.

Dem sehr jungen Kind bzw. dem Mütterlichen (Mond) steht die Berufung gegenüber, fasst es ein. Nun wäre das Alter bzw. die Berufung bei einem Saturn am IC geradezu im Angang des Lebens enthalten, während am MC das Kind das Erwirkte wäre. Saturn steht noch im Quadrat zu Venus in Haus 12. Das Maß des Gemeinschaftlichen im Hintergrund. Die Verpflichtung an die Sinne und das veröffentlichte Wesen in der Erkundung der „geheimen“ Umgebung stehen sich im Weg.

Ich schaue noch nach der IC-Deutung auf das Bild. Ein IC in der Jungfrau bedeutet, dass der IC-Verbund sich aus der vorherigen Niederkunft (am AC, die auch die nächste sein wird) speist. Schlussfolgerung: dieses Leben ist die Fortsetzung des vorherigen, wobei es sehr weit ins Ungeteilte (Fische-Widder sind eine Einheit) hineingreift, auf etwas zugreift, was seine Bestimmung werden wird. Im 4. Haus trifft Jungfrau auf die Waage, die aus der entgegenlaufenden Richtung aus dem Schützen in 6 anlandet. Merkur-Athene und Venus-Aphrodite begegnen sich nur indirekt und auf dem Umweg über Haus 12; beide aber gelangen nicht auf den Weg in die Lebensentwicklung. Kurz nach dem Moment der „Zeugung“, dem Initialmoment des Lebens, erfolgt nun eine Spaltung. Der eine Teil ist „rückwärts“ in den Vorraum gewandt, der andere Teil ist angehender Vorangang im Umkehrschub. Er richtet sich aus einer Aussteuerung erst auf das Seelische hin, um dann nochmals in phänomenistischer Richtung nachgegangen zu werden.

Die Waage ist das Endzeichen des Verbundes auf die „Zeugung“ hin; am Anfang ist Jupiter in Stier zuständig. Jupiter, der Jäger, der sich in Bewegung am besten im Gleichgewicht hält, trifft auf Bestand und Gemeinschaftliches mit Moral, in der Anschauung und Eroberung des Bestandes wird dieser zur Festung der Einsicht in die Funktionen von Anderen. In der Spiegelkonjunktion zu Uranus hebt sich die Fügung allerdings auf bzw. es fügt sich eine geistige Unabhängigkeit und Gerechtigkeit als Vision vom „Sozialen“. Uranus dabei in Haus auf einem Saturn-Pluto-GSP: Die Bindung an Partner und Bilder – von Freigeist und Unverbindlichkeit beschrieben – geht über jede persönliche Notwendigkeit und über alle persönlichen Bedürfnisse hinaus, wandelt bestehende eingeschriebene Programme und hebt aus Fremdbestimmung heraus.

Im Skorpion in Haus 5 zu 4 überleitend verfestigt sich der Lebenstrieb in Programmen der Selbstdurchsetzung (Pluto in Widder in 10) und bestimmt dort in den überpersönlichen Maßstäben. Durchsetzung des Lebens im „Auftrag“ des Maßstäblichen wird Vorstellung bzw. Konzept. Das Endzeichen Waage ist in Haus 4 eingeschlossen – die veröffentlichte Innerheit, oder anders: das Außerpersönliche im innersten Wesen. Die Identität mit sich selbst wird zur Identität mit dem Bewusstsein, und dieses ist immer auf der anderen Seite des Subjektiven.

Hier angekommen, wächst das junge Leben heran: zunächst wird Venus in 12 bestätigt. Venus-Neptun (Venus in 12) und Neptun-Venus (Neptun in 7) ist die Verbindung im Engramm 5. Ordnung – dem Engramm der größtmöglichen Selbst- und Welt(v)erkennung mit der Erscheinungsseite von Mars-Merkur (liegt mehrfach vor), einer Diagonalen von Mars-Venus und der zweiten von Neptun-Merkur.

Erscheinungsseite Mars-Merkur (Athene)
Diagonalen Mars-Venus (Aphrodite) und Neptun-Merkur (Athene)
Rückseite und Lösung Neptun-Venus (Aphrodite)
Lücke Uranus-Venus, Saturn-Merkur, Jupiter-Mond, Pluto-Sonne
Schott Neptun-Mars und Venus (Aphrodite)-Merkur (Athene)

Dieses Engramm beinhaltet das Zusammentreffen von Durchsetzung und Vernunft. Anderer Ausdruck: Verwertung der Durchsetzungsenergie oder Absorption der Energie, dabei unterschwellige, ungefilterte Überschwemmung des Bewusstseins, während die Bilder des Seelischen im Namenlosen versinken, keine Zwischenstufen, Realitätsflucht, weder Struktur noch Gegenwart, oder aber die absolute Gegenwart. Hier könnte der schwangeren Mutter ein Ereignis von Ausübung einer Form von Bewusstlosigkeit widerfahren sein, das beim Überlauf von Neptun nochmals angesprochen wird.

Über den Skorpion wird Pluto in 10 bestätigt – ein Ereignis im Sinne eines Mars-Pluto und der Erfahrung von Gewalt. Schließlich wird Jupiter im Stier entfaltet. Alle drei Planeten werden auf dem Weg zur Niederkunft in der Reihenfolge Pluto-Jupiter-Venus im letzten Drittel der Schwangerschaft jeweils angetroffen.

Carola[5] war das zweite Kind ihrer Mutter, der 1832 geborene Bruder starb kurz nach seiner Geburt. Die Ehe ihrer Eltern wurde 11 Jahre nach Carolas Geburt geschieden, die Tochter blieb zunächst bei der Mutter. 1851 – nachdem die Mutter zum Katholizismus übergetreten war und auch sie das wünschte, holte der Vater sie zu sich.  Es entstand der Plan, sie mit dem Prinzen Louis Napoleon, den damaligen Präsidenten der französischen Republik, zu verheiraten. Der Plan scheiterte am Desinteresse Napoleons (er wurde später Napoleon III), auch ein nächster Verheiratungsplan wurde fallen gelassen, so dass der Vater ihr schließlich den Übertritt zur katholischen Kirche erlaubte, und Carola zur Mutter zurückkehrte. Am 18.6.1853 heiratete sie schließlich den 5 Jahre älteren August I von Sachsen, es soll eine Liebesheirat gewesen sein.

In Strehlen, wo sie sich im ersten Jahr der Ehe meistens aufhielt, führte sie ein Landleben, hielt Hühner, zog Gemüse, erntete Früchte. Es soll ihr eine Freude gewesen sein, mit ihrem Erwirtschafteten anderen zu helfen. Sie war scheu, verlegen und zurückhaltend[6], galt dabei als eine der schönsten Frauen des 19. Jahrhunderts. Es soll sie große Überwindung gekostet haben, mit fremden Menschen zu sprechen. Ihr Misstrauen gegenüber Fremden war sprichwörtlich; hatte sie einmal Vertrauen gefasst, konnte man sich auf sie verlassen. – Das klingt doch ziemlich nach einem Krebs-AC und dem Steinbock am DC.

Im preußisch-österreichischen Krieg 1966 begann Carola – inzwischen zur Kronprinzessin aufgestiegen – sich mit Fragen der Kriegslazarette zu befassen und besuchte die sächsischen Truppen resp die verwundeten Soldaten auf den Kriegsfeldern. Es entstand der sächsische Frauenkreis für das Rote Kreuz als „Albertverein“.  Die Albertinerinnen waren im Feldzug 1870/71 wie im türkisch-russischen Krieg 1877/78. Weiterlesen kann man u.a. in dem zitierten Buch, das aus dem Jahr 1933 stammt. – Kurz zusammengefasst: Carola war eine Art Samariterin und Kümmererin um das Wohl ihrer Angestellten auf dem Königsthron.

Und nun der Brückeneinsturz. Die Carolabrücke in Dresden wurde 1892 aus Sandstein gebaut und nach eben unserer Carola benannt. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde die Elbquerung von 1967 bis 1971 als Spannbeton-hohlkasten-Brücke wieder aufgebaut. Seit 2022 steht die DDR-Konstruktion unter Denkmalschutz.

Am 11.09.2024 erging um 3:08 Uhr der Anruf bei der Feuerwehr, wie oben bereits vermerkt, hat das Messgerät am St. Benno-Gymnasium Dresden um 2:58 Uhr ein wenig starkes Erdbeben aufgezeichnet. Das Horoskop ist auf diesen Moment gerechnet, übrigens ebenso wie der Geburtstag der Königin von mir auf 2:58 Uhr gelegt wurde[7].

Ein Löwe-AC und eine Sonne in der Jungfrau knapp an der Spitze von Haus 3. Wieder ist es ein Sonnenverbund des II. Quadranten, der hier aber nicht in 12, sondern in Haus 11 beginnt und gegen den Uhrzeigersinn bis ins 3. Haus hinein reicht. An anderer Stelle habe ich das einmal „den kurzen Weg“ genannt, weil hier in gewisser Weise der Fügungsweg „abgeschnitten“ ist, sich die Anlagen aus dem AC nicht über das MC ins 7. Haus entfalten, sondern sich mit dem Griff aus dem Haus des Ursprungs direkt in die Erscheinung und deren Ausübung als Funktion der souveränen Sicherungsanlage darstellen.

Souveräne Sicherungsanlage: die Kombination von Löwe und 2. Haus: Das Raubtier in der Herde. Oder auch: der eigenständige Unternehmer in den Gefilden der Banken, der Gemeinschaftsinstitutionen. Und das lässt an einen Oligarchen denken. Was sagt das über ein Geschehen wie einen Zusammensturz? – Schauen wir.

Der Mond aus dem Krebs an der Spitze von Haus 12 steht in 5 – das ist ein schöpferischer Ausdrucks- und Gestaltungstrieb durch Erfassen von Hintergründen und Indirektem, das sich auf (Lebens-)Anfänge, das Heimatliche, die Identität mit sich selbst in einen (in Frage gestellten) Dualismus mit dem Außen bezieht. Indem man diese Hintergründe in indirekt-sensiblen Impulsen gestaltet, ausdrückt und unmittelbar ins Leben umsetzt, kommt es zu einer schöpferischen Ausdrucksform. Im Schützen und auf einem Jupiter-Uranus-GSP nimmt das Wesen in seiner Suche nach sich selbst die „glückliche Fügung“ mit der Berechtigung zum Zeitlichen auf und erschafft ein Lebensgefüge. Mond und Jupiter gehen zudem eine Opposition ein, d.h. hier stehen das Einzelwesen im Erschaffen und Gestalten und eine Erweiterung von Wegen im Entstehen sich gegenseitig ausschließend gegenüber. Die Linie zwischen beiden verbindet, anders ausgedrückt, eine Erweiterung der Bewegung in den Umraum und das Erschaffen dieser Erweiterung als Ausdruck des Einzelwesens. Mond bildet ein Quadrat zu Saturn in den Fischen. Eine Ungeborgenheit spielt hinein, und eine untergehende Ordnung (die Geordnetheit der Bestimmung der Umstände) der Bedingungen im 6. Haus. Steinbock – Saturn in 9: diese Umstände werden in Auflösung Anschauung.

Saturn wiederum steht in Opposition zur Sonne (als Herrscher von 1 und 2) in der Jungfrau: in der Durchführung der anfänglich günstigen Vision wird über die aufgelöste Ordnung das ganze Aufgestellte sichtbares Geschehen in der Darstellung, eben auch in der „Berichterstattung“. Diese Sonne ist dienstbar und verwertend angestrengt, auf ihr „lastet“ die Auflösung der Ordnung. In dieser Aspektfigur weist sie ein Quadrat zu Jupiter auf: Im Endzeichen stehend, ist diese Sonne nun der Epilog des Anfangs – sie steht ebenfalls auf Jupiter-Uranus und nimmt mit dem Zeichen Jungfrau Bezug auf die Veränderlichkeit bzw. die Aussteuerung daran. Das „herrliche“ Revier wird mit Merkur in 2 gekennzeichnet, der hat ein Quadrat zu Uranus im Stier in Haus 10 – Milieuwechsel und Existenzlosigkeit, Uranus in Stier: Aufbruch von Material. Und was als „glückliche Einheirat in eine Dynastie“ im Stier steht, wird hier ebenfalls aufgebrochen. Jupiter-Venus – die Rechtmäßigkeit der Form ist von einem „Höhenunterschied“ betroffen.

Die Venus ist aus dem Stier mithin uranus-haltig und aus dem 4. Haus das Bild eines öffentlichen Innern als Vorgang in Haus 3. D.h., das, was sich hier als an Außerpersönlichen im „Eigentlichen“ ergibt, zeigt sich in der Darstellung als Form- und Raumaufhebung. Das verleitet mich dazu zu sagen: Was im Innen nicht stimmt wird hier Vorgang im unmittelbaren Umraum.

Zum Innen gehören auch Skorpion (und Schütze), und damit ein Pluto in Haus 6. Der steht auf 29° Steinbock und der wiederum setzt den Rahmen für die Umstände des Aussteuerns qua Wahrnehmung.  Die Sinne stehen im Dienst der Ordnung (eines Staates, einer Norm, von Gesetzen), die in den Fischen geschwächt ist. Pluto – in Zusammenhang mit Venus/Stier – ist Beton, in Haus 6 ist er als Pluto-Saturn eine zweifache Verengung der Anpassung. Es ist keine Anpassung möglich, und insofern – sobald Veränderndes (und hier ist es Wassermann und Uranus in 7 und 8) auftritt – kann das (mit Mond Erschaffene) nicht gewarnt werden, kann nicht ausweichen.

Am MC steht Widder – die Kraft, die Kontinentalplatten gegeneinander verschieben kann, dessen Mars sich auf den Anfang des Geschehens richtet. Mars in 11 ist ein Mars-Uranus: Er zeigt einen Gigantismus an, der sich auf den Beginn (die Exposition des Sonnenverbundes) wie auch das in Haus 5 Erschaffene/Gebilde bezieht. Mars im Krebs, auf einem Mond-Neptun-GSP, bei Krebs in 12 – Mond-Neptun. Was geht hier vor?

Es ergibt sich das Engramm des nicht zugelassenen Empfindens mit der Erscheinungsseite von Mars-Mond und der Lösungs-Seite von Neptun-Jupiter. Als Schlüsselbegriffe haben wir hier: das leicht entzündliche Gemüt, Energie der Seele, auch gegen das eigene Leben, Identität mit dem Höheren, dem Heiligen, Schwächung der Selbstidentität. Affinität zu Zusammenschlüssen des Heiligen, Prediger bzw. Verkünder des Heiligen, Kreuzritter, Geschlechtsunterlegenheit.

Im Engramm ergeben sich zwei Schotts, wobei das von Jupiter-Mond das Entscheidendere ist: Wenn der Mars-Neptun (als Loch in der Realität, als Revierflüchter als auch -verletzer) ohne die Annahme der Zeit-/Räumlichkeit und auch ohne die Maßstäblichkeit der Ausführung (einer Form) bei Jupiter-Mond ankommt, fügen sich zwar innere Welten der Expansion, die nachgerade zu einer Anbetung und Religion des Gefühls werden, die aber ohne Maß und Mitte sind. In der oberen Reihe ist die in der Lücke enthaltene Konstellation von Uranus zu Saturn nicht angetastet. Es steht mithin eine isolierte Unvereinbarkeit dort: Uranus ist nicht Saturn geworden – der Ursprung ist nicht zur Bestimmung über die Zeitlichkeit geworden, es kommt zur Stockung, wo eigentlich Häutung und Wandlung stehen sollte. Im unteren Weg ergeben sich Venus zu Merkur: der Stau als Erscheinungsbild. Nichts bewegt sich mehr. Die Weiterentwicklung kommt vor dem Pluto zum Erliegen. – Nichts wird „geprüft“ und an die Gegenwart ausgeliefert. – Das ist die „Theorie“ aus der Anschauung des Engramms. Auf den Brückenzusammenbruch bezogen könnte man vorsichtig praktisch schlussfolgern: Es war die Aufgabe der Jungfrau-Sonne in Opposition zu Saturn in den Fischen, den bestehenden, zum Erliegen gekommenen Häutungsprozess zu einem Ende zu bringen. Sie hat damit den bereits am Anfang enthaltenen Mars (in Krebs) als Zerstörung des „Bauwerks“ verstanden. 

Was hat aber der Brückenzusammenbruch mit Carola von Wasa-Holstein-Gottorp zu tun? – Nun. Sie war doch – wie gezeigt – eine „Sorgerin“ und Bringerin der Lebens, eine, die sich kümmerte. Was hat der Brückeneinsturz mit ihr zu tun? – Ich versuche es unastrologisch ohne Horoskopvergleich, inhaltlich.

Es geht ums Pflegen und Hegen. Die technischen Sachen lasse ich außen vor; dass Beton marodiert, dass Material mit der Zeit ermüdet – ist sichtbare Tatsache. Es ermüdet insbesondere dann, wenn es nicht gepflegt wird. Menschen erkranken, wenn sie nicht pfleglich behandelt werden, wenn sie sich nicht pfleglich behandeln. Ein Land und seine Einrichtungen ebenfalls.

Der Zusammenbruch der Carola-Brücke ist Bild des Sich-Nicht-Kümmerns um die Dinge, die einmal erschaffen immer weiter benutzt und verbraucht werden, ohne sie wirklich zu warten, womit diese in sich zusammenbrechen. Wenn Beziehungen von hüben nach drüben nicht gepflegt werden, brechen sie zusammen. Die Namengeberin dieser Brücke hat übrigens auch nach ihrem Tod noch ihr Schicksal.

Wenn ich das Datum des 11.9. auf das Horoskop von unserer Königin (mit der von mir angenommenen Uhrzeit) lege, dann erreicht sie im Alter von 191 Jahren und einem Monat im Phänomensrhythmus mit 1°/Jahr die 12° Steinbock alias Jupiter-Uranus, und im Fügungsrhythmus 3° Wassermann alias GSP Venus-Jupiter. Es ist also Saturn wie auch Uranus mit den jeweiligen Themen angesprochen.

Das sind zwei Punkte, die gerade auch im Zusammensturz der Brücke eine Rolle spielen. Die Carola-Brücke ist eine der Brücken Dresdens, die den Ost-Teil der Stadt mit dem Westteil verbinden: Es hapert mit der Vereinigung im Arrangement. 

Ich überlasse es meinen Lesern, sich weiter umzuschauen: Dresden, seine Stellung, seine Geschichte (einschließlich der kriegsbedingten Zerstörung), seine momentane Situation. Noch eins füge ich hinzu: nebenstehend die astrologischen Konstellationen von Dresden. In der Nähe der Differenz der Kleinkoordinaten von 12°46‘ sehen wir „Carola“, in der Nähe der Schräge der Großkoordinaten steht der Transit Uranus.

 

[1] Der weibliche Vorname Carola leitet sich von Carolus (Karl) ab, die andere weibliche Entsprechung ist Karla. Im Althochdeutschen: „der/die Tüchtige, der/die Freie, der (Ehe-)Mann“. Hier: die freie Frau.

[2] Die Ehe König Alberts mit Carola blieb kinderlos.

[3] Um 2.58 Uhr zeichnet das Messgerät am St. Benno-Gymnasium Dresden, rund einen Kilometer von der Carolabrücke entfernt, in der Nacht zum 11. September eine Erschütterung mit einer Lokalmagnitude von 0,4 auf. Damit sind die Stöße mit einem sehr schwachen Erdbeben vergleichbar. Die Feuerwehr Dresden wurde 10 Minuten später – um 03:08 Uhr alarmiert.

[4] Auf ihr Betreiben hin wurde in Sachsen die Krankenpflege-Ausbildung eingeführt, sie setzte sich für die Erwerbsfähigkeit von Frauen ein, indem sie Vereine gründete, die Krippenplätze vermittelten zur Verfügung stellten.

[5] https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/11907/11

[6] Das spräche für den Krebs, der sich nicht unbedingt vorwärtsdrängend aus dem Schneckenhaus wagt, sondern sich eher zurückhält.

[7] Irrtum wie gesagt vorbehalten. Wer eine neue Idee zur Korrektur hat, gerne an mich.

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Author

Karin Afshar

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