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DREI AKTUELLE BRENNPUNKTE

Heute wurden mir drei Dinge zugereicht. Das eine ein Artikel in der NZZ, in dem es um die chinesische Kulturrevolution geht. Ob ich darüber etwas wüsste. Nun ja… ein wenig. Geschrieben hatte ich bereits vor Jahren darüber. Hier nochmals der Link. Am Anfang des Artikels von Harald Martenstein steht ein Zitat:

„Es herrschen jetzt die Tugend und der Schrecken, denn die subjektive Tugend, die bloss von der Gesinnung aus regiert, bringt die fürchterlichste Tyrannei mit sich.“ Hegel: Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte (1831–37).

Hegel schrieb dies in bewegten Zeiten in Deutschland, angefangen beim Mord an dem Schriftsteller und Philosoph August von Kotzebue in Mannheim (März 1819), bis hin zum Hambacher Fest, als die wachsende Volksbewegung vom 27. bis 30. Mai 1832 mit 20.000 bis 30.000 Menschen aus den deutschen Bundesstaaten, aus Polen, Frankreich und Großbritannien auf dem Hambacher Schloss im pfälzischen Neustadt an der Haardt zusammenkam. Grob gesagt ging es um die territoriale Neuordnung. Am Morgen des 27. Mai  1832 erlebten die Veranstalter einen Massenauflauf, an dem nicht nur – wie beim Wartburgfest 1817 – Professoren und Studenten teilnahmen, sondern auch Kaufleute, Handwerker, Winzer, Kleinbauern, Tagelöhner und eine Vielzahl von Frauen, die – ein Novum in der damaligen Zeit – zur politischen Feier auf dem Hambacher Schloss ausdrücklich eingeladen waren. Das aber nur zum Hintergrund des Zitates.

Der Titel des Artikels in der NZZ lautet: Der perfekte Mord. Anders als im deutschen Ringen um die territoriale Neuordnung, ging es in der chinesischen Neuordnung um nichts weniger als die der gesamte Bevölkerung, die in einer neuen, idealen Gesellschaft ohne Unterdrückung, ohne Ungleichheit, ohne Ausbeutung leben sollte. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten die alten Denkweisen, die alte Kultur, die alten Gewohnheiten, Traditionen und Sitten vollständig ausgemerzt werden. Das Ganze endete nach 10 Jahren in einer Katastrophe. Die Ziele, der Klang der Formulierung ist inzwischen allerdings im Westen Europas unserer Tage vertraut. Die Umverteilung ist die Hoffnung der Armen, aber sie geht nicht auf. Am Ende verdienen die, die immer die Macht hatten.

Das zweite war die Frage nach der Frau, der auf der anstehenden Frankfurter Buchmesse der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen werden wird. Anne Applebaum, US-amerikanische Historikerin, Autorin und Journalistin, die in ihrer Arbeit autokratische Herrschaftssysteme analysiert. Es ist ja irgendwie immer komisch: da bekommen Männer und Frauen Friedenspreise für Geleistetes/Geschriebenes oder noch zu Leistendes/zu Schreibendes, und bald hernach gibt es Krieg in ihren Ländern oder sie fachten einen anderswo an. Denke da gerade an Barack Obama (2009) und den Äthiopier Abiy Ahmed (2019), um nur zwei zu nennen. Jetzt ist es nur ein „Friedenspreis des Buchhandels“ und Anne Applebaum ist keine Präsidentin, wohl aber seit 1992 die Ehefrau des polnischen Außenministers Radoslaw Sikorski, was schon auch zur Sache tut. Es gab am 26.6. einen Bericht bzw. Kommentar zu Anne Applebaum, den ich hier verlinke (es ist der zweite Beitrag) von Collin McMahon. Den Rest an Hinter- und Vordergrundinformationsrecherche überlasse ich dem Leser. Geboren ist die Frau am 25.7.1964 in Washington, DC, ohne genaue Geburtszeit. Nehmen wir die Verbunddeutung dazu.

Da haben wir einen Verbund des II. Quadranten: Krebs-Löwe-Jungfrau, und die Sonne im Mittelzeichen auf 2°45′ – in unmittelbarer Nähe vom GSP Jupiter-Pluto („Dein Clan wird sich auflösen“ – die Vorstellung davon, zu fügen, was nicht zusammengehört). Jupiter-Pluto ist die erweiterte Vorstellung der Machbarkeit und die Möglichkeit, dass hier nie „Gegenwart“ erreicht wird, und die Vorgänge sich in aller Unvollendetheit immer in Hoffnung auf das beziehen, das dann nie „kommt“. Darauf leuchtet nun die Sonne. 

Im Krebs selbst – dem Anfangszeichen – steht selbst kein Planet, wohl aber der Mondknoten und der hat eine Konjunktion zu Mars in den Zwillingen. Er wird noch mit hineingeholt, in dieses subjektive Boot. Krebs – ein Bergungsort und Rückzugsort, in dem nach dem Wesen an sich gesucht werden kann. Im Krebs muss gesucht werden, damit man sich mit diesem Wesen identifiziert, und so aus sich selbst heraus leben kann. Die seelische Einzigkeit, das seelische Ungeteilte als Heimat. Damit steht man zu sich und für sich selbst – zum Eigenen, das nennt man dann Eigenständigkeit. Dieser Krebs hier ist ein klein wenig angeschrammt, mittelbar. Auch das Körperlich-Seelische ist betroffen, denn Mars und Venus sind wiederum in Konjunktion und Resonanz. Mars vertritt Neptun, Venus Uranus – es liegt also ein Neptun-Uranus vor – aus nicht allzu weiter Ferne der Klang einer Erscheinung gewordenen Erschreckenserfahrung. Mond aus dem Krebs wird aus der Geborgenheit herausgelöst, in die „Höhen“ des Wassermann gehoben. Jetzt muss er sich identifizieren, doch kann dies nicht mit sich als Subjekt, und sieht sich mit den Prinzipien der Gleichheit unter den Vielen, der Unabhängigkeit von den Maßstäben des Einzelnen, hinein in eine Gemeinschaft von Gleichsinnigen. Die Gemeinschaften des Wassermann bilden sich in Übereinkunft von Freiheit (von irdischen und materiellen Belangen), Gerechtigkeit (alle Lebensformen sind gleichwertig) und Erneuerung, sofern sich etwas zu sehr verkrustet hat. Wassermann – das Zeichen der Jugend und der jugendlichen Rebellion. Ein erhabenes Gefühl kann sich einstellen. Dieser Mond weist ein Quadrat zu Neptun in Skorpion auf. Das ist die nächste Stufe des Herauslösens aus der „engen“ Welt des „Nur-ICH“, dessen Schwächung Mond nun vermutlich nicht als Schwächung sieht, sondern als Strömungschance im Schwarm der Guten (Wassermann wie Fische mit ihrem Zug in die liberal-sozialistische Richtung).

Neptun steht auf der Grundlage von Leitbildorienthiert, einer Bindung an bestimmte Denkweisen und Bilder, die er idealisieren wird, zur Wahrheit machen wird. Auf unterster Stufe könnte man sagen: Neptun in Skorpion – Heiligung der Erotik und der Sexualität (was eine Frage der Macht ist) mit der Droge Neptun. In selbem Kontext: Heiligung der Macht in Konzepten (die strikt einzuhalten sind), gleichzeitig sind diese Konzepte aber auch „subversiv“; im besten Falle ist Neptun in Skorpion Ausdruck davon, dass Skorpion die Gestalten des Lebens geprüftermaßen in dem (im II. Quadranten als Lebensausdruck des Einzelnen) dem Subjektiven Bestimmte (der angenommene Saturn) wirken lässt. Neptun-Pluto birgt eine große Gefahr: er könnte sich umkehren in eine „Matrix“ des Reinen, aus der jede Unreinheit entfernt werden muss. Die Konstellation gilt für die Kohorte der zwischen 1955/57-1970 (fast zeitgleich mit Pluto durch die Jungfrau) Geborenen.

Und nun dieser überpersönliche Mond in Quadrat zum verführ- und manipulierbaren Neptun: Abgesehen davon, dass es hier ganz bestimmt zu Konkurrenzsituationen mit Gleichgeschlechtlichen und in Folge dessen zu Angst vor diesen kommt, liegt hier eine noch andere Information vor. Ein geschwächtes männliches Prinzip, ein von der Mutter dominiertes Kind, das sich in seinem Selbstschutz in eine Selbstverhinderung flüchten könnte. Im Engramm des nichtzugelassenen Empfindens ergibt sich damit mit  der Ausgangsdiagonale Mond-Neptun eine zweite Diagonale Mars-Jupiter – die vorpreschende Verkündungsenergie und – in der Erscheinungsseite Mond-Mars: im Herkunftsverband (im Clan, in den man geboren ist) nicht unumstritten, eher für die eigenen Werte nicht akzeptiert, so dass auch hier ein in Ohnmacht gegen sich selbst und die eigenen Interessen gerichteter Jähzorn entstehen könnte. Das ist so ein „Aktivisten-Ding“: Man kämpft für eine Wahrheit, die man sich vorstellt, einen persönlichen Kampf für das über einen Hinausgehende. Also, man kleidet sich in einen „Heiligen Krieg“, weil das eigene Seelenleben ungeborgen ist, um es zu füllen.

In der Durchführung wie gesagt die Sonne, eine Löwe-Sonne – ein bißchen „faul“, oder sagen wir: schwer zu bewegen, dabei gleichzeitig stabil in sich ruhend, mit einer gewissen Selbstzufriedenheit. Diese Sonne hat ein Spiegelquadrat zu Merkur („Vorgang des Sozialen als Staat“), ebenfalls noch im Löwen und auf Jupiter-Sonne. Nochmals haben wir das wirksame Engramm der Fertigung von Unvollständigem, wie es bereits die Sonne auf Jupiter-Pluto verraten hat. Das Endzeichen Jungfrau und die Zwillinge steuern den Merkur bei, der sich in eben jenem Spiegelquadrat zur Sonne befindet, und damit zwei Engramme kennzeichnet: Engramm des gegenwartslosen Lebens (mit der Rückseite des Pluto-Aphrodite-Venus), und das Engramm der Schattenkönige mit der Rückseite Saturn-Pluto. Zur Bestätigung stehen sich auch Saturn und Merkur in Opposition gegeneinander und bilden ein Schott, das quasi alles, was vor diesem liegt, ausschließt, und sich außerdem in der Abweisung allem Wahren und Wirklichen verschließen könnte. Saturn steht zudem auf 3°34′ fast noch in Reichweite vom Saturn-Neptun-GSP, zeigt aber ohnehin die Auflösung der (alten) Ordnung in den Wassern des Wahren, um nochmals „von Neuem beginnen zu können“ – dem Subjektiven tut das weh, die Erfahrung der Mindferheitenlage unangenehm, vermutlich. Das bedeutet dann, dass dem Wahren nachgeholfen werden muss. Dazu wird Mars benötigt (der immerhin ebenfalls im Merkur enthalten ist).

Das Endzeichen Jungfrau, dessen Merkur auch von dieser Seite nicht „unbelastet“ ist, ist von Uranus-Pluto (die Verneinung des Ursprungs, Vorstellung davon, wie die Entstehung der Zeit zu strukturieren sei) bewohnt. Es entstehen Uranus-Merkur (Furcht, vor Ansteckung, deshalb Vorgänge der Reinhaltung, sozial umstritten), Pluto-Merkur (der Unidentifizierbare), Uranus-Saturn (die Unvereinbarkeit und die gestellte Harmonie), Saturn-Neptun (die schwache Rechtsposition, das Sündenbock-Syndrom) und Saturn-Pluto (die Selbstführerschaft in der Hand einer Fremdherrschaft). 

Uranus-Pluto, um noch einmal zurückzuschalten: die Erscheinungsseite ist hier Venus-Sonne. Das Leben und Dasein als Eigenständiger in den Kollektiven des Schutzes und der Selbstsicherung kann ohne Obolus nicht erfolgen. Wir sehen hier einen Menschen mit Anlagen im II. Quadranten, eine Eigenständige, mit den Belangen des Einzelnen im Kosmos und in den Gemeinschaften befasst. Die Verführung liegt hier wohl im Mond im Wassermann. Das Leben machte ihr ein Angebot, das sie nicht ablehnen konnte? Im Anhang gibt es eine Transkription zu o.g. Kontrafunk-Beitrag. Dazu habe ich einige Hinweise auf darin erwähnte Personen und Artikel beigefügt.

Das dritte mir heute „Zugesteckte“ war ein Geburtsdatum ohne Namen und ohne Uhrzeit, ebenfalls mit der Sonne am MC. Es ist keine Löwin wie im vorherigen Horoskop, sondern ein weiblicher Krebs. Also, den Krebsen geht es darum, mit dem in sich Gefundenen (das zunächst erst einmal in ziemlichem Chaos freigelegt werden muss) möglichst immer identisch zu sein. Jedoch lehrt sie bald die Erfahrung, dass unverstellt in der Welt zu wandeln, bisweilen jene einlädt, die weder auf Basis ihrer Lebensgestalten leben noch jene in sich „aufgehen“ lassen. Somit gehört zum Krebs-Verhalten auch die Verstellung als Schutzverhalten, und das kann zur Dauermaske werden (wobei diese „Larve“ eine andere ist als die, die Skorpione vor sich hertragen oder Fische-Geborene). Eine andere Gefahr für Krebsgeborene besteht darin, dass sie sich – nächste Stufe – selbst verleugnen. Wenn der Mond in den Wassermann gerät, ist es das innere Dilemma der Unterstellung des In-Sich-Gefundenen unter einen „Gemeinschaftssinn“, damit dem der Clanmutter, die einen „Erzeuger“ und Clanchef kürt und, sofern Mond-Uranus eine Tochter ist, sie einen Auftrag der Mutter zu erfüllen hat. Angela Merkel hat z.B. eine solche Krebs-Sonne mit Mond in Wassermann, gleichzeitig den Uranus aus diesem Wassermann bei der Sonne, die doppelt eine ihrer Selbst Enteignete, und politisch gesprochen, der Heimat Enteignete (ohne Identität mit ihrem Wesen) zum Geschehen zu machen hat. Sie wurde nicht gefragt – als Kind, sie war hineingesetzt und Schluss.

Unsere Krebsfrau ist am 16.7. geboren (Angela Merkel am 17.7.), ihr Mond steht im Löwen, angetreten, im Ausdruck und im Leben als Geschehen endlich gemacht zu werden. Im Krebs steht noch Merkur, aus dem Endzeichen des Verbundes Krebs-Löwe-Jungfrau und aus den Zwillingen. Die Erkundung des Umraumes mit dessen Vermessung im Empfinden und die Analyse desselben. Alle Sinne und Gliedmaßen in der inneren Höhle, der eigenen Gebärmutter. Aus der Venus in den Zwillingen kommt eine Meldung: Form in der Funktion. Zwillinge-Merkur fühlt ins Heimatliche hinein und erstellt Kategorien, Jungfrau-Merkur nimmt mit seiner Bewusstheit Änderungen wahr und erstellt Diagnosen. Merkur auf Mond-Mars-GSP: Wo sind die „Feinde im Innern“? Merkur-Venus ist die Erscheinungsseite von Saturn-Uranus – das wird noch zu betrachten sein, steht aber eher in der hinteren Reihe.

Mond nun im Löwen. Das Mütterliche im Väterlichen. Wie lebe ich mich als Mutter in der Rolle des Vaters? Da denke ich an alleinerziehende Mütter, die beide Rollen übernehmen (wollen/sollen/müssen) – und das geht eigentlich aus diesem Dilemma in dieser Konstellation selbst hervor. Mond-Sonne. Es muss Mond unmittelbar als Lebensgeschehen auftreten, er ist exponiert – vermutlich tritt er die Flucht nach vorne an, wird „Anwalt“ seiner selbst und „Selbstschutz“ wird – mit der Sonne im Krebs in Umkehr – zur Selbstvergewisserung im Innen. 

Mond und Saturn verbindet ein Quadrat; eine belastete Mutter-Kind-Beziehung, das dem Kind „Deprivationserfahrungen“; selbst wenn es nach bester Kinderbetreuung und einem Elternhaus von großer Verlässlichkeit aussieht – das Kind empfindet sich nicht. In diesem Fall mit Saturn in Stier ist es identifiziert mit der Pflicht im Gemeinschaftlichen (früh im Kindergarten? Früh verantwortlich für Belange außer Haus?), Saturn auf einem Saturn-Mondknoten-GSP im „Sozialen“ – der „Auftrag“, Freundschaften nicht voll einzugehen, denn die Trennung steht bereits an – das verletzt das Empfinden. Hier bildet sich das Engramm des Ungeboren-Seins ab: Die Erscheinungsseite des Merkur-Mond spricht von einer Versachlichung desEmpfindens. Von einem „Gefühl“ als Vorgang. In der zweiten Diagonale Jupiter zu Merkur liegt die Anlage von Ermessung und Fügung von Klangflächen in raumergreifender Dimension, die sich als individuelle, aber unschematische Formen zusammenfinden. Schemen, keine Bilder. Prophetisches Reden – auch das ist Jupiter-Merkur.

Das Schott des Saturn-Merkur: die Kaulquappe, die die Metamorphose verweigert, oder als Puppe im Kokon stecken bleibt, ist ungeboren. Kürzel ist „die geregelte Bestimmung“ bzw. „die Erscheinung in der Spiegelung anderer“.
Der zweite, äußere Schott ist der eines Jupiter-Mond; das sind die Gefüge, die ohne Mitte und Maß wuchern und die Grenzen des Gewachsenen verlassen. Jupiter-Mond = emotionale Empathie; Jupiter-Merkur (Zwillinge) = intellektuelle Empathie; Jupiter-Neptun = allwissende, wirkliche Empathie.

Jupiter und Merkur gehen bei dieser Frau nur insofern eine Beziehung ein, als Zwillinge in Haus 9 steht (was aber in Anbetracht der fehlenden Uhrzeit nicht herangezogen werden kann), viel wesentlicher noch ist das Ergebnis im Endsatz, dem der Jungfrau, die einen Pluto-Merkur hervorbringt.  Ohne eigene Aspekte zu anderen Planeten steht Pluto in der Jungfrau auf einem GSP Sonne-Uranus, dem Kurzschluss-Kandidaten, das ist eine Sonne mit kurzer Lunte und einer hektischen Grundstimmung aufgrund von Erwartung einer Lebensbedrohung. Die Erfahrung ist hier sowohl als ererbt bereits angelegt als auch mit Pluto zum Lebensprogramm erhoben: Es muss eine Bedrohung abgewendet werden. Die Bedrohung wird ebenfalls im Neptun im Skorpion (und ist damit im Pluto enthalten) angezeigt: in Reichweite steht Mars und spricht von „Vertreibung“, Flucht aus der Realität, Hineingeboren-Sein in die Auflösung der Existenzgrundlage. Mars-Neptun mit seiner Revierunsicherheit wird sich im Revier nicht „bewegen“ können; die Reaktionen sind herabgesetzt, damit bleibt er zunächst einmal unbemerkt, wird nicht angegriffen.  Das ist alles eher indirekt – in Spiegelquadraten, und -Oppositionen niedergelegt. Zum Sonnenverbund gehört NICHT die Jupiter-Uranus-Konjunktion, obwohl sie sehr nah an den 0° Waage steht. Damit steht sie – zumindest dem Zeichen nach – im Begegnenden, im Partner, wenn man so will. Inhaltlich hält die Konstellation die „Rechtsprechung für die Minderheiten“ bereit. Jupiter – der die (Menschen- und Personen-) Rechte vertritt und das Gesetz in seinem Richterspruch sowohl im Sinne des Schuldigen als auch des erwiesen Unschuldigen  anzuwenden hätte. (Uranus und Pluto stehen schon zu weit auseinander, um noch als Konjunktion zu gelten.) Der Jupiter tritt mit Spurenelementen von Mars an: eine Missionsbereitschaft auf dem Boden der Weltanschauung – Schütze als das Zeichen des Zusammenbringens vieler verschiedener „An- und Einsichten“ (den Mars im Schützen finden wir auch bei Angela Merkel). Mit Uranus zusammen ergibt sich eine Selbstdurchsetzung im Eintreten für die Rechte anderer. Auch das eine „Stellvertreter-Konstellation“ bei einer angelegten Notwendigkeit zum Selbstschutz. Hier findet sich vermutlich ein Partner, der den Einstieg in eine entsprechende „Haltung“ bzw. eine Dynastie bereithält.  

Jupiter ist die Rückseite von Mond, Uranus die von (Gäa)-Venus. Mond zu Venus: die Selbstsicherung des Wesens. Damit ergibt sich ein nächstes Engramm, nämlich das des vereinnahmten Lebens. Es gilt für den Mond, zu „erkennen“, wieweit er sich sichern und in die Gemeinschaften wie Familien und andere Kollektive einlassen darf, und wann dies für ihn als Eigenständiger und Aus-Sich-Lebender zu Einschränkungen führt. Erkennt der Eigenständige, der Einzelne, auch als einzelne Nation, eine im Kollektiv vorherrschende Haltung nicht als solche, sondern begibt er sich in ihren Schutz, läuft er Gefahr, einvernommen zu werden und die Bestimmung in seinem und über sein Leben zu verlieren. Der Clan nährt und sichert einen dann zwar (z.B. „Bürgergeld“), besetzt aber auch das Empfinden mit seiner Moral und der Einvernahme der Eigenständigkeit.

Venus ist das Materielle, der Bestand und das Kapital. Im Zusammenstehen von Uranus und Venus ergibt sich die „Aufhebung“ dieses Bestandes – sprich eben auch die „Verteilung“ in den Raum. Was geschieht, wenn eine Vase als Erscheinung zerschellt und aufhört, Vase zu sein? – Sie existiert nurmehr in kleinen und kleinsten Fragmenten. Bei einer Erscheinungsseite von Venus-Mond, wenn sie als Anlage vorliegt, findet sich häufig eine Art von Rückzug ins Heimische. Übersetzt: Rückzug auf die Traditionen der Heimat, der Nation. Daraus leiten sich Abgrenzung gegenüber anderen Heimaten/Nationen ab – und auch die Entstehung eines eigenständigen Nationalwesens (das wird häufig Ungarn vorgeworfen) und wird dann Nationalismus genannt. Im Jupiter-Uranus könnten die Träger der Anlage versucht sein, angeleitet durch herrschenden „Zeitgeist“, diesen Selbstschutz – in Selbstverneinung – abzulegen und eine Erneuerung der Rechtsprechung im Zuge einer Umwandlung der Gesellschaftsform vorzunehmen. 

Im April 2024 gab es die Jupiter-Uranus-Konjunktion im Stier; es begann einer neuer Zyklus des Umgangs mit den Rechten von Minderheiten im Gemeinschaftlichen.  Heute – 27.7.2024 – tritt eine Neureglung des Erwerbs der deutschen Staatsbürgerschaft in Kraft. Wollen wir jubeln?

Bündnis Sahra Wagenknecht kurz erklärt - Europawahlprogramm BSW zur Europwahl 2024 in 150 Zeichen | LpB Baden-WürttembergZurück zu unserer Person. Es handelt sich um Sahra Wagenknecht, die mit ihrer neuen Partei (benannt nach ihr selbst) bereits beachtliche politische Erfolge „einfährt“.  Und was wissen wir sonst von ihr? Ein kurzer Ausschnitt sei hier zusammengefasst. Sie gehörte von 1991 bis 1995 und von 2000 bis zur Vereinigung 2007 mit der WASG dem Bundesvorstand der PDS an.  In der Nachfolgepartei Die Linke konnte sie ihren Einfluss erweitern. Dort galt sie lange Zeit als Kommunistin und als Protagonistin des linken Parteiflügels. Familiärer Hintergrund: Als Tochter eines iranischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Der Vater lernte ihre in der DDR lebende Mutter als West-Berliner Student kennen, galt später als verschollen (ungeborgene Kindheit, Aufwachsen bei der Großmutter – Mond-Saturn). Die übliche vormilitärische Ausbildung für Schüler in der DDR soll sie nach eigener Aussage als extrem belastend empfunden haben: Sie konnte nichts mehr essen, was ihr von den Behörden als politischer Hungerstreik ausgelegt wurde. Obwohl sie gute Noten hatte, wurde sie nicht zum Studium zugelassen, weil sie „lernen müsse, im Kollektiv zu arbeiten“. Stattdessen wurde ihr eine Arbeitsstelle als Sekretärin an der Humboldt-Universität zu Berlin zugewiesen, die sie aber bald verließ, um mit Nachhilfeunterricht in Russisch ihren Lebensunterhalt zu verdienen. In dieser Zeit – liest man – las sie philosophische Werke, vor allem von Georg Wilhelm Friedrich Hegel (starker Schütze, Anteil und die rechtliche Neufügung).  Ihren Magister absolvierte sie in Groningen über eine Arbeit Hegels zum jungen Karl Marx. Ihre Promotion erfolgte 2012 im Fach Volkswirtschaftslehre. Von August 2012 bis August 2014 war Sahra Wagenknecht als Autorin für die deutsche Tageszeitung Neues Deutschland für die Kolumne Der Krisenstab aktiv. Auch interessant: Wagenknecht kritisierte 2021 in ihrem Buch Die Selbstgerechten die Identitätspolitik linker Parteien, und hielt deren Position für eine Diskussion unter ökonomisch Privilegierten, die das gesamtgesellschaftliche Gemeinschaftsgefühl untergrabe. Durch diese Art von Identitätspolitik seien Bestrebungen für echte Umverteilungspolitik durch Fragen der Anerkennung ersetzt worden. Die Identitätspolitik wolle nicht Gleichheit, sondern Ungleichheit, sie blase die Unterschiede zwischen Ethnien oder sexuellen Orientierungen zu „bombastischen“ Gegensätzen auf.

Soweit ich das überschaue, steht sie in Fragen Ökonomie immer noch auf dem Standpunkt der Umverteilung. Anders als die oben beschriebene Anne Applebaum steht Wagenknecht aber auch für den Versuch, Frieden mit Russland herbeizuführen: Im Frühjahr 2024 verband sie in zwei Interviews Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland mit dem Vorschlag, die Bevölkerung in von Russland besetzten ukrainischen Gebieten in einem von den Vereinten Nationen beaufsichtigten Referendum über ihre Staatszugehörigkeit abstimmen zu lassen. Nun gut, das kann der Leser in deutschen Quellen nachlesen (zum ersten Überblick und mit kritischem Verstand wikipedia und vor dort weiter).

Drei Themen und doch sind sie miteinander im „Umgestalten des heimischen Schutzraumes“ als Lebensbasis verbunden. 

 

Hier noch das Transkript zu Anne Applebaum, erstellt online, redigiert von mir.

Für die US-amerikanische Journalistin Anne Applebaum wurde die Messlatte für den Friedenspreis – so wird Collin McMahons Kommentar anmoderiert – deutlich abgesenkt oder aber die Statuten des Preises würden gleich schlichtweg ignoriert; darüber empört sich McMahon[1] in seinem Kommentar.

Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. An dieses Zitat aus George Orwells 1984 muss der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gedacht haben, als er beschloss, den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels auf der Frankfurter Buchmesse am 25. Oktober ausgerechnet an Anne Applebaum zu verleihen – eine – so McMahon – der schlimmsten Kriegstreiberinnen des US Staatsapparates und Wortführerin der NATO Think Tank Zensurblase. Seit 1992 ist die US-polnische Journalistin mit Radosław Sikorski verheiratet, dem ehemaligen und jetzigen polnischen Außenminister, der schon beim Maidanumsturz in Kiew 2014 als Anführer der EU-Delegation mit Frank Walter Steinmeier dem gewählten ukrainischen Präsidenten Victor Janukovitsch nahelegte, dass es doch jetzt an der Zeit sei zu fliehen, während die EU-Statthalter mit Vitali Klitschko, Arseni Jatzenjuk und dem rechtsradikalen Og Tianibok eine neue Regierung von Washingtons Gnaden aushandelten.

Sikorskis Frau Anne Applebaum schrieb vor dem Maidanumsturz in einem Aufsatz für das Online Magazin Slate[2], dass die Zeit der friedlichen US- geführten Farbrevolutionen jetzt zu Ende sei und man vielleicht doch Gewalt anwenden müsse, um eine EU- und natohörige Regierung in Kiev zu installieren.

Appelbaum und Sikorski sind zusammen mit dem anderen Powercouple des außenpolitischen Establishments, der ehemaligen Vizeaußenministerin Victoria Nuland[3] und dem Wortführer der sogenannten Neokonservativen Bill Kristol[4], mehr als jeder andere für die Eskalationspolitik gegenüber Russland verantwortlich, die zum jetzigen Desaster in der Ukraine mit hunderten Toten täglich geführt hat. Sie treffen sich beim Atlantikrat dem European Council on Foreign Relations und der Münchner Sicherheitskonferenz, um den Sturz Vladimir Putins und die Eroberung der Krim zu planen.

Applebaums Atlantikrat, dessen Vorstand sieben ehemalige CIA Chefs angehören, war die Schattenregierung der Neokonservativen während der Trumpjahre. Nach Trumps Amtsantritt 2017 schloss der Atlantikrat einen Vertrag mit der korrupten ukrainischen Erdgasfirma Borisma, um deren Interessen in Washington zu vertreten. Borisma hatte nach der Annexion der Krim durch Russland die lukrativen Rechte am riesigen Schiefergasvorkommen im Schwarzmeer verloren. Oligarch Igor Kolomoski[5] hatte Joe Biden durch seinen Sohn Hunter 1 Million Dollar pro Jahr bezahlt, um Korruptionsvorwürfe gegen Borisma auszuräumen und den Staatsanwalt Viktor Schokin kündigen zu lassen.

Anne Applebaum war außerdem eine der ersten Kämpferinnen gegen sogenannte Desinformation und russische Fake News, ohne Belege natürlich. Seit 2017 setzt sich Applebaum im Rahmen des Digital Forensic Research Laboratory des Atlantikrates und ihrer eigenen NGO Arena Research für die Zensur von sogenannten rechten Populisten ein, die die Eskalationspolitik gegenüber Russland ablehnen und für Souveränität und Energieunabhängigkeit ihrer eigenen Länder eintreten. Sie verfasste 2017 einen Bericht für das Institute for Strategic Dialogue in Berlin unter dem Titel Make Germany great again[6], in dem sie behauptete, dass alle vermeintlich rechten Medien von Junge Freiheit bis Tichys Einblick irgendwie von Moskau gesteuert seien[7]. Nachdem laut Investigativjournalist Hersh[8] die CIA mit Hilfe von Navytauchern und der norwegischen Marine am 26 September 2022 die Nordstream Pipeline in die Luft gesprengt hatte, twitterte Applebaums Mann Rad Sikorski Thank you, USA – ein Tweet, den er bald wieder löschte. Eine passende Überschrift für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wie wir finden: Thank you, USA

Verfasser und Sprecher: Collin McMahon

[1] https://www.collinmcmahon.de/Lebenslauf.html

[2] https://slate.com/news-and-politics/2014/02/vladimir-putin-can-destabilize-ukraine-the-russian-president-doesnt-need-to-invade-to-cause-chaos.html

[3] https://www.welt.de/politik/ausland/article250428014/Russland-US-Diplomatin-in-Russland-und-Putin-Kritikerin-Victoria-Nuland-tritt-zurueck.html

[4] https://responsiblestatecraft.org/2023/08/17/bill-kristol-leads-charge-to-make-republicans-think-right-on-ukraine/

[5] https://www.merkur.de/politik/ukraine-korruption-oligarch-ihor-kolomoisky-praesident-wolodymyr-selenskyj-verdacht-zr-92526267.html

[6] https://x.com/anneapplebaum/status/1751235165521584461

[7] chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://www.lse.ac.uk/iga/assets/documents/arena/2017/Make-Germany-Great-Again-ENG-061217.pdf

[8] https://www.tagesschau.de/faktenfinder/nord-stream-usa-hersh-101.html

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