… kommt in die Eifel
Auf dem früheren Bundeswehrflugplatz in Mendig wird derzeit eine Zeltstadt für ein mehrtägiges Treffen (vom 23.-25. August) von rund 50.000 Muslimen aufgebaut. Insgesamt sollen wohl 220 Zelte bereits aufgebaut sein bzw. werden noch errichtet, außerdem kommen noch bis zu 1.000 private Zelte zum Übernachten von Familien hinzu. Das ganze „Projekt“ wird rund 6 Millionen Euro kosten. Die Hauptversammlung der Ahmadiyya Muslim Jamaat – eine als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisierte muslimische Religionsgemeinschaft – tagt einmal im Jahr, es ist die 48. Jahresversammlung.
Kalif Mirza Masroor Ahmad allerdings kommt nun aber doch nicht; man hat ihm aufgrund seiner Herz-OP von der Reise aus London abgeraten. Entgegen anderer Quellen, die meinen, das Treffen begänne mit dem Freitagsgebet, das gegen 13:15 Uhr erfolgt, nehme ich als Beginn die Uhrzeit von 4:30 Uhr mit dem Tahajjud-Gebet (nach dem Nachtgebet (Isha) und vor dem Morgengebet (Fajr)) mit einer Sonne kurz nach dem Ingress in die Jungfrau und einem AC im Löwen. Ja, das wird ein real sicht- und greifbares nach „Regeln“ ausgeführtes Ereignis; eine weltanschaulich sich verausgabende Lebenswelt mit einem Missionsauftrag (Mars-Jupiter in Haus 11 im Zwilling) steht im Rahmen eines Skorpion und dem Pluto in Haus 6. Die Konzepte von Lebensausdruck (Programme der Gebärde) strukturieren und orientieren die Aussteuerungsmechanismen. (Wenn ich einen Handstand mache, dann ist dieser Handstand nun Vorlage meiner Aussteuerung; oder: Wenn der Hypnotiseur sagt: Sei ein Bügelbrett!, nimmt der Hypnotisierte die Aussteuerungsmechanismen des Bügelbretts an.) Die Wahrnehmungs“organe“ wie auch die Verwertung des Wahrgenommenen sind mit Steinbock in Haus 6 einer „höheren Ordnung“ beigestellt, wobei sich die seelische Aussteuerung wiederum an die Auflösung der Verpflichtung an die Begegnung „verpflichtet“. Binde dich an nichts Weltliches, sondern an Nichts von dieser Welt. Saturn steht an der Grenze von 9 zu 8 auf dem Wasserweg ins „Revier der anderen“, empfängt den Neptun (eine Zersetzung oder Bereinigung der Ordnung wird in die Vorgegenwart gebracht). Ins 7. Haus der Gegenwart selbst wird nichts geliefert, allerdings gelangt über den Wassermann ein aufgelöstes Gesetz gewordener Wahrheit (Versteinerung?) immanent erst in das öffentliche Bewusstsein, berührt die Umstände und manifestiert sich als Uranus in Stier, im Phänomensrhythmus am Übergang von 10 zu 11. Der Aufbruch des Gemeinschaftlichen resultiert aus der – Gerechtigkeit und Gleichheit, aber auch Distanz und Radikalität enthaltenden – Begegnung und der Bindung an diese. Es werden bestehende Maßstäbe erneuert, gewandelt. Eine uranische Gemeinde konstelliert sich. Dieser Uranus weist ein Quadrat zur Sonne auf; Quadrat ist nicht „mitsinnig“, sondern „quersinnig“: eine Größe, die sich „überhebt“. Von der Seite des Ereignisses her gesehen, kommt die Überheblichkeit aus dem Außen, und fällt „von oben“ in das Phänomen hinein.
AC und DC auf Saturn-Mondknoten-GSP: das wird wesentlich. Und auch: Herrscher von 12 in 10 am MC: Krebs ist das Anfangszeichen des Sonnenverbundes, im Widder könnte dies, dass das Wesen des Hintergrundes zu verbindlichem Maßstab wird. Mond-Mars-Saturn. Ein aus dem Hintergrund ins Bestimmende tretendes Wesen (Heimat? Volk) wird auf selbstdurchsetzerische Weise Maßstab im Kampf gegen eigene Interessen.
Am IC steht die Waage, die Venus (aus dem Stier uranus-haltig) steht in Haus 3 und wird als Jungfrau-Venus „vernünftig“ kommuniziert. Öffentliches Inneres in der Darstellung mit einem Saturn in Opposition: die Schwäche der (Staats-)Ordnung ist die Form der Mission (Venus in Quadrat zu Jupiter-Mars). Die Venus steht auf einem Sonne-Uranus-GSP, ebenso wie die Spitze des 12. und des 6. Hauses, UND: Mars auf 22°06′ Zwillinge. Da ist an Bedrohung, eine Entzündung, zumindest Entzündlichkeit zu denken. Das Hauptmotiv bei Sonne-Uranus ist Befreiung aus dem Dualen und aus der Folgerichtigkeit mit dem ständigen Drang nach Veränderung. Man ist keinem Plan verpflichtet, entgegengebrachte Anforderungen und Erwartungen „zwingen“ nachgerade zum Absprung und Abbruch, d.h. Sonne-Uranus hält sich nicht an Absprachen bzw. tut das Gegenteil von dem, was man von ihm meint, fordern zu können. Dabei umgibt sich Sonne-Uranus gerne mit dem Habitus des Überlegenen. Mars aus dem MC – eine neue gesellschaftliche Norm wird als Anschauung nahezu explosiv installiert und erhält reale Ausführung.
Hier kann man das Programm einsehen.
Die Tatsache, dass die weitaus meisten nach Europa strömenden Menschen, abgesehen von jenen, die bereits hier sind, sunnitische Muslime sind, ist nicht neu und bereits vielfach beschrieben. Sollten wir wissen, was und vor allem wie es auf uns zukommt?
Ergänzung:
Das Kalifat ist eine religiöse Herrschaftsform der Muslime und bedeutet aus dem Arabischen übersetzt „Nachfolge“[1]; der Kalif ist damit der „Stellvertreter des Gesandten Gottes“. Ein solcher Staat, bei dem die Machthaber allein religiös legitimiert sind und politische sowie religiöse Funktionen in sich vereinen, nennt sich Theokratie.
Bedeutung des Kalifats für die Sunniten:
1. Religiöse und politische Führung:
- Für Sunniten stellt das Kalifat die Nachfolge des Propheten Mohammad sowohl in religiöser als auch in politischer Hinsicht dar. Der Kalif gilt als Oberhaupt der islamischen Gemeinschaft (Umma) und ist verantwortlich für die Wahrung und Umsetzung der Scharia (islamisches Gesetz).
2. Historische Legitimität:
- Die ersten vier Kalifen (Abu Bakr, Umar, Uthman und Ali), bekannt als die „rechtgeleiteten Kalifen“, werden von Sunniten als vorbildliche Führer betrachtet, die direkt vom Propheten Mohammad durch Konsens (Schura) und durch ihre Verdienste ausgewählt wurden.
3. Einheit und Stabilität:
- Das Kalifat symbolisiert für viele Sunniten die Einheit der muslimischen Gemeinschaft und die Aufrechterhaltung von Ordnung und Stabilität in der islamischen Welt. Es repräsentiert auch den idealen Zustand einer geeinten islamischen Herrschaft, obwohl es in der Praxis oft Machtkämpfe und Fragmentierung gab.[2]
[1] Als Mohammed am 8. Juni 632 n. Chr. starb, musste ein Nachfolger gefunden werden, der die „Umma“ (die Gemeinschaft aller Muslime) politisch wie auch geistlich führen würde. Die Schiiten als schīʿat ʿAlī (شيعة عل) folgen als Anhänger ʿAlī ibn Abī Tālib, dem Schwiegersohn und Vetter von Mohammed, den sie als den von ihm designierten Nachfolger und Imam betrachten. Nur die Nachfahren ʿAlī ibn Abī Tālibs sind göttlich legitimiert.
[2] Das schiitische Imamat sei hier dargestellt:
- Imamat statt Kalifat: Für Schiiten ist das Konzept des Kalifats nicht so zentral wie das des Imamat. Sie glauben, dass die rechtmäßige Führung der islamischen Gemeinschaft nach dem Tod des Propheten Mohammad durch göttliche Ernennung geschieht. Sie betrachten Ali ibn Abi Talib, den Cousin und Schwiegersohn des Propheten, als den rechtmäßigen ersten Imam und Nachfolger Muhammads.
- Göttliche Autorität und Unfehlbarkeit: Die Schiiten glauben, dass die Imame, die direkten Nachkommen Alis und Fatimas (der Tochter des Propheten), von Allah auserwählt sind und eine besondere spirituelle und religiöse Autorität besitzen. Diese Imame sind unfehlbar und besitzen umfassendes Wissen über den Islam.
- Historische Ungerechtigkeit: Schiiten sehen die ersten drei Kalifen als Usurpatoren, die das rechtmäßige Erbe Alis und seiner Nachkommen verweigerten. Dies führte zu einer tiefen historischen und theologischen Spaltung innerhalb der islamischen Gemeinschaft.

