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DAS GELBE ZÜNGLEIN AN DER ROT-GRÜNEN WAAGE

Christian Lindner, Sonne-Mars im Steinbock, hat eben jene Sonne-Mars-Konjunktion in Quadrat zu Pluto, die am 17.10. 2021 beim Kleinen Parteitag zugegen war. Sonne-Pluto-Mars – fällt mir da zu – lesen wir bei WD im Sem.13 S.34-35 sind die Streptokokken. Das betroffene und verwundete, entzündete Herz. Mit Bezug zum Pluto der Grünen. Dies vorweg und folgend einige Überblicke, die gerne vertieft werden können.

Um 17:17 Uhr am 17.10. wurde bekanntgegeben: Die Grünen haben auf ihrem Kleinen Parteitag den Koalitionsgesprächen zugestimmt (sagt meine onlineQuelle). Was sehen wir denn da?

Der Herrscher von Haus 4 – Zwillinge mit Merkur in 7 – in der Öffentlichkeit die Regelung des Heimatlichen; allerdings ist der Mitherrscher (nimmt den weitaus größten Raum ein) von 4 und der Herrscher von 5 (Krebs und Mond) in Haus 12: völlig im Hintergrund und im Namenlosen stehen Seele und Lebenstrieb des Heimatlichen (sprich auch des Volkes). Der spontane Ausdruck ist nicht mehr möglich, da man sich hier unabhängig von allgemein gültigen Normen bewegt.

Der Herrscher von Haus 1 – Fische, also dessen, was es ist –  ist wiederum ebenso dem Sichtbaren  entzogen. Der Mitherrscher von Haus 1 – Widder – stellt seinen Mars ins 7. Haus zur Sonne. Mars in 7: Denkaggression oder aber Aggression im Begegnenden. Das ist ein durchsetzungs- und auch begegnungsfähiger, aber dennoch sich selbst verletzender Lebensausdruck. Die Sonne zusätzlich zu Merkur aus dem DC kommt des weiteren aus dem 6. Haus. In der Begegnung steuern sich hier Umstände aus.

Das 10. Haus – knapp noch im Schützen – verweist wieder auf das 12. Haus: Jupiter im Wassermann noch vor dem Eintritt in die Zeit und noch nicht geworden. Gut: noch steht ja auch die Koalition nicht, noch ist es nicht in der Zeit, man ist ja noch am aufklären. Hier ist es aber auch eine Anschauung und ein „Priestertum“, das außerhalb der Zeit liegt und in diese hinein will oder auch nicht. In der Gegenwart sichtbar am Begegnenden ist bereits das Quadrat von Sonne-Mars zu Pluto. Im Gründungshoroskop der Grünen steht der Transit-Pluto mit 2° Orbis auf der Sonne (Merkur dabei) und der heutige Mars auf dem Pluto der Gründung. Wir können davon ausgehen, dass da viel liegen geblieben ist in den letzten Jahren, dass man mit Konzept und Leitbildhaftigkeit an bestimmte Themen herangegangen ist, und andere weggedrängt hat.

Inhaltlich liegt immer noch der Zwang zum Erhalt der alten, bewährten (so glauben sie) Formen vor, die allerdings mit Sonne-Mars „angegangen“ werden. In der Waage liegen jene Gestalten in der Gegenwart, die aus den Fischen über den Wassermann (Haus 11) geschöpft werden und dann ihre Zeitbestimmung erhalten. Im Falle dieser Abstimmung bzw. deren Bekanntgabe liegt noch allerhand – wie oben gesagt – im nicht näher Bestimmbaren und ist noch Möglichkeit. Mond-Neptun ist übrigens auch die Unterlegenheit unter Gleichgeschlechtliche (was auf eine Konkurrenzsituation hindeutet, die sich anbahnt). Im 11. Haus müssen erst Saturn und danach Pluto (im Gang der Aphrodite und im Uhrzeigersinn gegangen) zum „Ursprung“ kommen. Das heißt in diesem Fall, dass wir auf den Wassermann und den Uranus im Stier blicken müssen. Stier umreißt die Selbstabgrenzung, den Bestand, auch das Finanzielle und die innere Sicherheit. Hier steht Stier an der Spitze von Haus 2 und wird sichtbar und real als die Aufhebung eben jener Sicherung und des Gemeinschaftlichen. Das Soziale ist zur Disposition gestellt – und dies im Signum des Fortschritts (Uranus/Wassermann ist immer auch Technologie und Aufbruch).  Er muss aber mit Saturn rechnen, der im Quadrat steht und damit eine Unvereinbarkeit anzeigt. Das Neue und das Alte – ein Zusammengehen wird schwierig werden.

Die Sonne in der Waage vermittelt nun und mit Mars dabei „heftig“, aber sie vermittelt immerhin ausgleichend und einigermaßen sanft. Ab 23. Oktober wird das etwas anders aussehen, denn dann ist nicht mehr die Venus im Schützen der Dreh- und Angelpunkt (hier an der Grenze Haus 9/8 stehend und im „Prüfmodus“), sondern dann wird Pluto der Chef sein. Der „Kuschelkurs“ ist damit vorbei, es werden die Karten auf dem Tisch liegen.

6. Septar der Grünen: Es gilt von 2015 bis 2022 mit einem Jungfrau-AC und einem Zwillinge-MC. Robert Habeck, 2.9.1969, Lübeck, Sonne am MC, mit Transiten vom 19.10. (außen)

Im Septar bis 2022 ist derzeit die Jungfrau angesprochen – und Merkur steht im 4. Haus beim Neptun. Beide weisen außerdem ins 1. Haus auf den Mond – im Quadrat ist das nicht unproblematisch: es geht also einerseits um eine aufgelöste „Fähigkeit“ zur Aussteuerung, die sich aufs Heimatliche bezieht. Es handelt sich um eine Scheinheimat, die mit sehr viel Verheißung ihre Belange zur Durchführung bringt (Sonne-Jupiter). Fische im 6. Haus und ein zu löschender Brand darin. Die Selbstverletzung in den Umständen. Die Partei hat Gleichgewichtsprobleme, die sie in ihrem Dasein erodieren, bringt allerdings mit dem Herrscher von 3 in 2 und Saturn und Uranus in Haus 3 ein Programm in eine Form wie auch eine Umsetzung, die diese Schwäche kompensieren sollen. Merkur-Neptun: es wäre ohne irgendwelche subjektiven Interessen zu sagen, wo das Land wirklich steht.

Robert Habeck weist (eine verbindliche Häusereinteilung haben wir ohne genaue Geburtszeit nicht) eine Opposition von Neptun zum Mond auf. Die gehören beide nicht zum Sonnenverbund des II. Quadranten, zeigen aber trotzdem an, dass hier eine „Seele“ sich im Bestand sichern und verhaften will oder muss, und aus dem „Namenlosen“ in Frage gestellt wird. Unsicherheit in Revierfragen, die Gefahr geht von anderen Männern (also Gleichgeschlechtlichen) aus. Die Venus aus dem Stier steht im Löwen und gehört zur Durchführung des 3-er Schrittes: Damit es zu einem Sicherheitsgefühl kommen kann, wird ein abgestecktes, geschlossenes Territorium erschaffen: Geldsicherung als Lebenswelt? Die Venus weist ein Quadrat zum Saturn auf: Pflicht ist hier das Thema – Heiligung der Gemeinschaft, der man wiederum eine Ordnung zuführen will. Saturn-Venus ist der Sozialarbeiter, der auf der Straße das Gemeinschaftliche ausübt, obwohl ihm selbst die Wertigkeit für die Gemeinschaft fehlt. Deshalb umso strengere und engere Moralmaßstäbe. Die Sonne in der Jungfrau, der Herrscher Merkur in der Waage beim Jupiter: glückliches Händchen beim Regeln der Umstände im Begegnenden. Das Beschreiben und Diagnostizieren von Bewusstsein wie Denken, das Bildbeschreiben wird zur Anschauung. Der Jupiter ist marshaltig und damit auch Pluto-Mars-haltig. Sendungsbewusstsein als versuchte Selbstdurchsetzung.  Der Mann hat derzeit den laufenden Neptun über seinem Mondknoten stehen, und der steht in Opposition zum Pluto in der Jungfrau. Die Generation, welcher die „Umwelt“ (Zwillinge) als Umstand des Lebens (Jungfrau) zum Lebenskonzept wird. Hier also zwar „milde“, aber langwierige und grundsätzliche Auflösungsprozesse, Neptun gleichzeitig im Quadrat zum Radix-Mars – ein Flüchtiger, einer, der gerade in verschiedenen Formen die Auflösung seiner Existenzgrundlagen durchlebt, und dagegen ankämpft. Neptun über Mars: die Reaktionsfähigkeit ist herabgesetzt, es besteht Anfälligkeit für  unentschiedene Zustände. Realität wird als beengend erlebt. Der Transit-Saturn steht über der Venus und ruft zur Verantwortung für die „Integration“ auf. Gleichzeitig liegt ein Quadrat zum Radix-Saturn vor, und ein Spiegelkonjunktion zum Radix-Neptun (der auf einem Jupiter-Pluto-GSP steht) vor. Beinhaltet: Du musst das nicht zusammen Gehörige „bereinigen“, es wieder seinem Prinzip zuführen. Das wird teuer, bzw. könnte in eine Konkurs-Situation führen, wenn die persönlichen Lebensaufgaben in einem Amt auf das ganze Land abgewälzt werden.

Gründung der SPD am 27.5.1875, Eisenach, 20:31 Uhr (WD) 21. Septar gültig von 2015 – 2022 Olaf Scholz, Sonne am MC + Transite vom 19.10.2021 (außen)

Die SPD (hat bereits grundsätzlich ihre Zustimmung zur Regierungsbildung gegeben, natürlich) hat laut Wolfgang Döbereiner (Sem. 22, S. 68) ein Gründungsdatum vom 27. Mai 1875 und einen Schütze-AC – die Sonne an der Häuserspitze zu Haus 6, da regelt sie die Umstände und macht diesen Vorgang auch öffentlich mit dem Merkur in 7 – und ist überdies im Vorgang der „Verwaltungs“schaften). Im 2. Haus steht der Wassermann an der Spitze und hebt Reviere auf, in denen Mond-Saturn etwas angsterfüllt und unbehaust existiert. Uranus selbst steht im Löwen in Haus 8 – im Revier der anderen und in der Bindung an Partner und Ideen – die sich aufhebenderweise auswirken.

Die Bestände oder Reviere sind ebenfalls im 4. Haus enthalten – das Heimatliche trägt die Auflösung in sich – mit Neptun aus dem 3. Haus (Wasserwege, über die Ufer tretendes Wasser des Unbenannten, aber zu Benennenden) bei der Venus ist das die Auflösung der Eigenständigkeit wie auch Selbständigkeit der Einzelleben. Wasser im eigenen Haus – es könnte auch die Wahrheit gemeint sein, doch … Es können nur noch Kollektive entstehen, in denen der Einzelne nicht mehr in Erscheinung tritt. Pluto steht auf 22° Stier im 5. Haus und legt den Finger auf den Saturn-Mondknoten: die Lebenswelt unter ständiger Aufsicht und Bewachung. Das Leben, das hier möglich wird oder noch ist, ist einem Leitbild unterzuordnen, ist ideologisch geregelt (Saturn-Pluto). Auf jeden Fall: mit Venus-Neptun und Saturn-Neptun gehen Auflösung und Schuld(en) einher.

Der Jupiter steht wunderbar: fast direkt am MC (noch in Haus 9), aber er strahlt bereits hinein, ein Fast-aber nicht ganz Weltanschauungsboss. Er möchte viel und mehr. Auf 22° Waage auf einem Mars-Jupiter-GSP: missionarisch vorangehend, mit eingebautem Fleiß (Mars unter Schütze-Regiment in Steinbock in Haus 1): die Bestimmung, das Schicksal herausfordernd. Sonne und Mars liefen Ende September über diesen Jupiter (Merkur war auch dabei) und Pluto steht fast gradgenau im Quadrat zu ihm. Da will er etwas fügen, der Jupiter, auch wenn es nicht zusammenpasst. Pluto-Jupiter ist die „Legierung“, die auseinanderbricht, sobald nicht mehr genug Energie zugeführt wird.

Die SPD befindet sich derzeit im 21. Septar, mit einem Skorpion-AC bei einer Konjunktion von Neptun und Pluto im 8. Haus. Ich sähe ja gerne optimistisch in die Zukunft, doch das sieht mir nach viel Bereinigung aus. Trieb zur Kontrolle des Immunsystems.

„Der Neptun wird zum Pluto, der Reinigungstrieb zur Funktion eines Modells. … Wenn der Neptun zum Pluto wird, heißt das ja, dass der Neptun in einem Modell Funktion wird. Das heißt, der Neptun wird die Vorstellung vom Bereinigen statt der tatsächlichen Bereinigung – oder noch anders, der Neptun wird zur Funktion des Bereinigens, also das Edelgetue im Sinne dessen, dass man sagt „wir wollen ganz sauber sein, wir wollen ganz rein sein. Wir wollen ganz …“ was will man denn noch alles „ganz“ sein. Geläuterte Deutsche, oder was gibt´s denn alles?“ (WD, Modelle des Gegenwartlosen, S. 31)

Olaf Scholz hat eine Sonne auf dem GSP Sonne-Uranus im Zwilling, Merkur steht in 3° Orbis dabei. Er ist ein sachlich-neutraler-neutralisierender und dabei Bedrohung witternder Kennzeichner, vielleicht auch Warner, denn der Merkur rührt ja auch aus der Jungfrau – und die enthält exakt auf 0° den Pluto. Woher die Gefahr kommt, ist ihm sicher nicht klar. Auch er mit einem Mond im Stier – sich sichernd und zentrierend – mit der Venus noch dabei: zusammenhalten, denn zusammen sind wir stark. Die eigene Selbstdurchsetzung ist pure Energie, richtungslos, nur indirekt auf die Sonne und den Saturn bezogen: viel Fleiß, viel Kampf um Dasein und Existenz. Sonne-Saturn hat sich hochgearbeitet, die Ärmel hochgekrempelt und mit viel Selbstdisziplin gegen das Empfinden der eigenen Minderwertigkeit und der Abweisung. Auch Olaf Scholz steckt in einer Lebens-In-Fragestellung. Auch bei ihm ist es Neptun, der sich langfristig seines Saturns – seiner ureigentlichen Bestimmung und seiner Sonne – seiner Identität – annimmt. So etwas wirft Schatten auf das Sein, das kann man nicht nebenbei durchlaufen, also neben einem Bundeskanzleramt, ohne dass nicht die Umgebung mit hineingenommen wird.  Der Transit-Saturn – derzeit auf dem Saturn-Mondknoten-GSP – bescheint den Radix-Uranus im Löwen. Wir übernehmen mal die Verantwortung für die Erneuerung im Dasein (oder doch die Aufhebung) – als könnte man das so einfach „wollen“… Saturn ist ja bei ihm immer noch mit einer Vorstellung aufgeladen und will Macht, kommt bei Olaf Scholz aus dem Schützen, ist da der Wächter an der Grenze, schon in der Zeit, doch maßgeblich und beschränkend. Er (Zwilling wie seine Partei) repräsentiert  (die SPD mit dem Schütze-AC und dem Jupiter in 10) eine Institution von Uneigenständigen, die Dasein erschweren, und Vorgänge erschaffen. Sein Mondknoten hat seit seiner Geburt eine Konjunktion zu Neptun. Damit ist nicht die Vordergründigkeit, sondern das nicht Lenkbare, das nicht Beabsichtigbare gemeint, auf das sein Leben hinzielen könnte. Zurücktreten wäre ein gutes Stichwort – nicht nur von Ämtern, sondern im bildlichen Sinne als aus dem Weg gehen und dem Wasser seinen Lauf lassen.

Am 18.10. stimmte nun auch die letzte Partei der drei zur Verfügung stehenden „Koalitionskandidaten“ den möglichen Regierungsbildung zu. Die genaue Uhrzeit ist mir entgangen. Es muss gegen 16.00 gewesen sein, vielleicht 15:45 Uhr, als das Abstimmungsergebnis öffentlich gemacht wurde.

Die FDP: Bei ihrer Gründung schlossen sich die liberalen Parteien der westlichen Besatzungszonen zu einer Partei zusammen. Der 11. und 12. Dezember 1948 fiel in die Zeit der Gründung der Bundesrepublik (https://www.freiheit.org/sites/default/files/2019-10/1948heppenheimerproklamation.pdf). Man liest:

„In den ersten Landtagen beantragte die FDP, rechts von der Union zu sitzen“, sagt der Historiker Daniel Koerfer. Sie sei damals eine „fast rechtsradikale Partei“ gewesen. Sie tritt für die Freilassung von Kriegsverbrechern ein. Diese Ausrichtung ist besonders für alte Nazis interessant. Ein Netzwerk von SS-Leuten um den Düsseldorfer Anwalt Ernst Achenbach versucht, die Partei zu unterwandern – letztlich ohne Erfolg. Durchsetzen können sich die alten Nationalsozialisten in der FDP nie.“ [Quelle: https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-fdp-gruendung-100.html]

Neugründung der FDP, Sonne am MC, 11.12.1948 in Heppenheim/ Hessen (Sonne am MC), eventuell 16:02 Uhr MEZ Christian Lindner, 7.1.1979, Sonne am MC (eventuell in Haus 6 bei einer Zeit von 18:14 Uhr), Wuppertal, Transite vom 19.10.2021 18.10.2021, ca. 15:45 Uhr Bekanntgabe des Ergebnisses der Abstimmung, FDP

Eine Schütze-Partei, weltoffen, liberal, ein vereinheitlichtes Gefüge aus vielen verschiedenen Anschauungen, mit einem Mond im Widder (leicht aufbrausend und verletzbar, impulsiv und direkt) in Opposition zu Neptun in der Waage. Konkurrenz mitenthalten wie auch die Projektion. Oppositionen eignen sich dazu, die gegebene empfundene Schwäche auf das gegenüberliegende Prinzip zu übertragen – dann hat man es nicht mehr selbst. Hier also die Verletzung des Heimatlichen, das sich in der Begegnung wie auch im Denken und den Ideen mit einer Übersubjektivität (von höherer Warte) der Belange des Außerpersönlichen (in der Waage die Herde) annimmt. Es wird Heiligtuerei betrieben. In der Waage befindet sich der Neptun außerdem noch im Endzeichen des Sonnen-Verbundes, der (mit der Sonne-Merkur-Konjunktion) im Schützen beginnt. Mars-Jupiter im Steinbock: es ist selbstverständlich, dass man die Posaunen hervorholt und das Maßgebliche (was man dafür hält) vertritt. Merkur im Schützen kennzeichnet und steuert aus, ist meistens sachlich bis dem Leben und dem Empfinden gegenüber kühl neutral. Das Subjektive, Emotionale sieht sich da ein wenig zurückgestoßen bei soviel Verstand, Intellekt und Vernunft. Im Mittelzeichen steht die Venus im Skorpion: ein Bestand (nehmen wir ruhig mal die Finanzen) wird zum Konzept und als Vorgang auch zum Kalkül. Doppelt Venus-Pluto: hier werden Kollektive „organisiert“, das Immaterielle wird materialisiert, die Vorgegenwart, das Noch-Nicht verschluckt die Gegenwart, die somit nie freigegeben wird. Man kommt nicht durch, ist und bleibt fremd. Dort, wo Venus-Pluto „auftaucht“ – im Bewusstsein oder im Empfinden -, wird es recht bald bedrängend, unfrei. Es ergibt sich damit ein Rückzug in die Welt der Vorstellungen mitsamt deren Übertragungen. Für eine Partei gar nicht mal schlecht, man muss es nur wissen: der Sendungsdrang an das aufgeregte Volk, und dabei gleichzeitig die Entstehung der „Welt in der Welt“ – mit Pluto im Löwen: mitten im Lebensweltlichen, dem er nun ein „Programm“ verpasst. Dass die FDP nach dem Finanzministerium greift, leitet sich schlüssig ab.

Die Venus des gestrigen Tages steht im Schützen – und sympathisiert mit der Sonne-Merkur-Konjunktion der Partei. In wenigen Tagen wird sie eine direkte Konjunktion mit dem Stellum bilden – das kleine Glück ganz groß. Jupiter ist ebenfalls dabei: in Spiegelkonjunktion  über die Venus im Skorpion. Dann noch die Venus in Haus 10 und Jupiter in Haus 1 – mehr geglückte Fügung geht nicht. Aber da gibt es auch Haken. Es stehen sowohl Saturn als auch Pluto im 12. Haus. Das tut trivialerweise kund, was wir auch in den Medien hören: es ist noch nicht alles auf dem Tisch. Es liegen noch einige Minen im Verborgenen und es sind etliche Unvereinbarkeiten in der Form und in der realen Erscheinung im Sondieren enthalten. Uranus in Haus 2 im Stier – wird unter Mars-Widder-Regie – noch eine Herausforderung. Der Kampfplatz ist hergerichtet. Glück für die FDP am 18.10. abgestimmt zu haben, etwa um den 8.10. schwächelte sie, als Sonne, Mars und Merkur auf dem Neptun der Parteigründung standen.

Inzwischen bildet der laufende Pluto ein Quadrat zu Mond. Das tut er schon länger, jetzt auch wieder direktläufig, was möglicherweise noch mehr als zuvor dem Volksempfinden das Gefühl einer Kontrolle „zurückgibt“ – und dafür steht ja die Partei: Venus-Pluto, und es könnte sein, dass der Löwe am IC steht, und die Partei einen Zwillinge-AC aufweist.

Der Mann der Woche – ein Steinbock mit der Sonne und dem Mars auf dem GSP Mars-Saturn. Ehrgeizig, ambitioniert, in Konkurrenz gestählt und ausgebildet und mit dem Willen zur Macht als Quadrat des Pluto auf die Sonne. Schattenseite ist: er wirft so ziemlich alles in die Waagschale, was er hat, um an seinem Leben vorbeizuleben. Denn die Vorstellung von Leben ist nicht Leben und die Macht, die man über andere erlangt, gibt einem nicht, was man eigentlich dringend herbeisehnt. Bei einer Sonne am MC (fast tendiere ich dazu, ihm einen Löwe-AC zuzugestehen, mir kommen seine Haare sehr rötlich und jetzt auch als kräftige Mähne daher) steht der Mond im Stier. Auch hier also ein Empfinden, das sich in einer Begrenzung, einer überschaubaren Behausung Sicherheit verspricht. Geld gibt Sicherheit. Jupiter-Mond: und davon möglichst viel, das bessert das Selbst(wert)gefühl und beruhigt den neptun-schwächelnden Jupiter, der auch schon mal salbungsvoll daherkommt. Hier haben wir ein ausgeprägtes Saturn-Neptun-Quadrat von der Jungfrau in den Schützen hinein und das beantwortet die ungestellte Frage nach dem Grund bzw. der Ursache für seinen Ehrgeiz. Ich kopiere mal mich selbst:

Das Bestimmende des äußeren Lebens und der Formen versagen nämlich das Recht auf die eigene Wirklichkeit, mithin verdrängt man seine Eigenart in die Anonymität und schließt echte Erlebnisse aus. Stattdessen lebt man auf der imaginären Spielwiese, sucht Gefühlsreservate auf und führt ein „Inseldasein“. Saturn-Neptun hat gelernt, dass er bestraft wird, wenn er seine Eigenart lebt. Sooft er es versucht, wird er um seiner eigenen Wirklichkeit willen bestraft – denn so, wie er ist, passt er nicht in den Familienverband, in das Kollektiv, in dem er meint, bleiben zu müssen. Nun hat er – zu Recht – Angst, von der Herde, aus der er sich zu lösen hätte, „gesteinigt“ zu werden. Solange er sich nicht traut, seine Eigenart zu leben, wird er Verfolgungsgefühle und Ängste entwickeln. Diese gehen mit Schuldgefühlen einher, sobald man sich ins eigene Leben wagt, was man also möglichst verhindert. Am „Ende“ kann die Versteinerung in Funktionalismen stehen, einerseits zu stolz, die Niederlage zuzugeben, andererseits gelähmt vor der Einsicht dieser Niederlage.

Nicht zu unterschlagen ist die Opposition von Mond zu Uranus, es darf alles passieren – nur kein Kontrollverlust. Und nun steht in seiner Lebensmitte der Transit-Uranus auf dem Radix-Mond und in Opposition zu Uranus im Skorpion. Der Mann hat etwas mit seiner Herkunft und mit seinem Heimatlichen zu klären, zu heben. Es geht um häusliche, auch mütterliche Konventionen und Aufträge ans Kind, aus denen dieses sich als Subjekt (Mond) zu entfernen hat. Uranus hebt aus der „warmen“ Höhle der Geborgenheit heraus und wirft die Seele in ein „Vakuum“ – damit sie sich mit dem Wirklichen identifiziere. Das beängstigt ein Kind. Im Leben spielt sich die Konstellation oft in einer Überbehütung seitens der Mutter ab: sie ist emotional zudringlich, lässt dem Kind keinen Platz in sich, und das führt früher oder später zu Abwehr- und Rebellionsprozessen. Das Mutterprinzip wird abgelehnt, ist verhasst, gleichzeitig auch hier eine Verneinung – nämlich des Lebens und des Sich-Schuldig-Machens. Das Subjektive mit der „Schuld des Lebens“ wird nicht ertragen, man versucht, der Schuld zu entgehen und im Erleben unangetastet zu bleiben. Damit besteht die Gefahr, dass ein Mond-Uranus an der eigenen Wirklichkeit vorbeilebt: man verdrängt die eigene Bestimmung, hat weder Gestalt noch Erleben. Außer der Uranus-Uranus-Opposition muss der Mann auch noch ein Neptun Quadrat zu seinem Neptun abwettern. – Sein Saturn, sehe ich gerade, steht beim Mondknoten (aufsteigend = Was ist meine zu lösende Aufgabe? hier: mache sie zu deinem Leitstern!) und ist ja der „Herr“ über die Sonne-Mars-Konjunktion im Steinbock. „Unser“ Glück könnte sein, dass er beim Überlauf des Pluto über die Sonne-Mars-Konjunktion die Stellschrauben seines Lebens erkannt und sich ihnen entsprechend ausgerichtet hat. Andererseits – hätte er das getan, bräuchte er die Politik nicht mehr.

Für Christian Lindner wie für alle anderen Kandidaten gilt: was sie an Ungelöstem mit sich herumtragen, für ihr Leben und in ihrem Kompensationsvermögen für ihr Schicksal halten, wird auf alle jene übertragen, die nun von diesen „regiert“ werden. Von allen, die ich hier – nicht bis ins letzte Detail – durchleuchtet habe, strahlen die FDP und auch speziell Christian Lindner derzeit im Lichte des Jupiter (und der Transit-Saturn zu Lindners Jupiter in Opposition) – sie sind Hoffnungsträger. Na, hoffen wir, dass das kein Strohfeuer ist und die da oben wissen, was sie tun.

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