Habe mich letzte Woche durch verschiedene homöopathische Bücher geblättert und nach einem Mittel gesucht: Lycopodium clavatum – der Keulen-Bärlapp, auch Schlangenmoos oder Wolfsklaue genannt. Was der Anlass meiner Suche war? – Brigitte Macron und Candace Owens brachten mich auf die Spur (und ich folgte ihr). Letztere ist eine politische US-Influencerin, die schon 2021 mit der Behauptung, Brigitte Macron sei eigentlich ein Mann, um die Ecke kam. Darum herum spannen sich etliche abenteuerliche Theorien. Ende März 2025 brachte Owens ihre Annahme erneut in die Medien, und so erreichte mich der laufende Rechtsstreit über ein Interview, in das ich mehr oder weniger zufällig hineingeriet. Natürlich schaute ich mir die Geburtsdaten der beiden Frauen an, und entdeckte eine Gemeinsamkeit. Den Zusammenhang mit Lycopodium, dem nah am Boden sich schlängelnden Moos werde ich sofort herstellen.
Das homöopathische Mittel Lycopodium
Die aufsteigenden Triebe des Bärlapps enthalten in ihren Spitzen Sporen, aus denen die Droge mit gleichem Namen hergestellt werden kann. Sie sind in sehr harten Samenkapseln enthalten, innen pulvrig-weiß bestehen diese aus Fettsäuren und aus geringen Mengen Alkaloiden. Früher verwendete man im Theater, z.B. wenn man einen Blitz darstellen wollte, das leicht entflammbare Pulver, das einen Blitz suggeriert und das Geräusch eines Schmauchens hervorbringt. Übrigens: ist es das, was wir gerade erleben – jeden Tag wird im Polit- und Medientheater Lycopodium-Pulver verwendet. Theaterblitz. Auch als Wundpuder benutzte man die Sporen, z.B. bei nässenden Ekzemen und juckenden wunden Hautstellen. Brauchen wir, unbedingt, denn es gibt unzählige Ekzeme.
Bärlapp ist eine langsam wachsende, zähe und widerstandsfähige Pflanze, was auch schon etwas über die Lycopodium-Persönlichkeit aussagt. Diese besitzt noch andere Moos-Eigenschaften wie die Geschmeidigkeit in der Anpassung an die vorgefundenen Boden- und Wetterbedingungen, oder eine hohe Belastungsfähigkeit, bei gleichzeitiger Diskretheit und Zurückhaltung. Diese Persönlichkeiten tendieren eher zu „Mangel“ als zu Überfluss, d.h. sie kommen weder überschwänglich aus sich heraus, noch exponieren sie sich, um sich nicht zu gefährden. Vorsicht könnte man es nennen, das allerdings bei durchaus vorhandenem großen Selbstvertrauen. Hier kommt es bereits zu ersten Brüchen: Geiz (weil die harten Bedingungen eben auch Verzicht bedeuten) und Angst vor Gesichtsverlust (weil das Selbstvertrauen doch nicht ganz so groß und Misstrauen eingezogen ist) sind Schattenseiten der Lycopodium-Persönlichkeit, ebenso wie die Ablehnung und Vermeidung von Auseinandersetzungen. Eine Lycopodium-Persönlichkeit wird einen Gegner nicht direkt angreifen, in einem Streit ist sie nicht zu „greifen“, was sie auch schon einmal selbstgerecht bis hin zu tyrannisch werden lässt. Beziehungen wird sie allerdings nicht wegen eines Streits abbrechen – dafür möchte sie viel zu sehr respektiert und verstanden werden. Ein anderes großes „Feld“ der Lycopodium-Persönlichkeit sind die hohen Erwartungen an sich (weniger an andere), womit eine gewisse Angst vorm Scheitern einhergeht; die Selbsttäuschung liegt nicht fern: Lycopodium liebt es, fernab von der lauten Welt das Getümmel aus der Distanz zu betrachten, es „weigert“ sich, sich zu sehr auf die Welt einzulassen. „Abgehoben“ ist diese Persönlichkeit, tauchen Probleme auf, kann es sein, dass sie diese nicht wahrhaben will und auch nicht kann. Hier die Bequemlichkeit im Wahrnehmen von Unangenehmem und dort ein schlechtes Gedächtnis, wenn es um die Lösung von Problemen geht oder darum, einen Fehler einzugestehen und einen Irrtum zuzugeben. Zu Lycopodiums Distanziertheit gehört die entsprechende Art von Humor (Witze erzählen, hinter denen man sich verstecken kann), wobei Lycopodium es überhaupt nicht schätzt, wenn über die eigene Person gelacht wird. Berühmt ist auch die Lycopodium-Skepsis, die Persönlichkeit geht intellektuell und wissenschaftlich an die Welt heran. Einerseits Habitus von „Unbesiegbarkeit“ und Unbeteiligtheit bei gleichzeitig nicht zugelassener Einsicht in etwas, das sie nicht kennt.

Das ist im Zeitraffer eine ungenügende Zusammenfassung über die Bandbreite des Mittels, von dem u.a. Vassilis Ghegas schreibt, dass sehr viele Menschen dem Mittelbild entsprächen. In den „Astrologischen Erfahrungsbildern zur Diagnose und Therapie von Erkrankungen, Bd. 1“ von Wolfgang Döbereiner findet sich ebenfalls Lycopodium. Vipera berus (Kreuzotter) und Sepia (Tintenfisch) sind die tierischen Mittel, Calciumoxid aus weißem Marmor ist das mineralische Mittel, Lycodium die pflanzliche Entsprechung für die Konstellation Saturn-Neptun (vgl. Seite 124), damit auch Saturn in 12 und Neptun in Haus 10. Döbereiner vergibt als Untertitel „Die imaginäre Spielwiese“, und zählt an körperlichen Erscheinungen u.a. die symptomatische Nebennierenrinden-Überfunktion, diese dabei in Verbindung mit der Ausschüttung endorphinartiger Stoffe als körpereigener Betäubung auf. Auch eine reduzierte Gewebsabwehr gibt er an, wobei insbesondere ein Bezug zu Mandeln und Blase sowie zur Leber und den Keimdrüsen (Schwächung) und die Neutralisierung der geschlechtsspezfischen Entwicklung bestehen.
So, und nun bin ich bei der Behauptung der Influencerin, Brigitte Macron sei eventuell ein umoperierter Mann, angekommen. Geschlechtsumwandlung – ein Thema, das in der Hoch-Zeit der woken Genderei immer willkommen ist und Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Mädel – Entschuldigung, ich bin ein wenig unhöflich – ist am 29.4.1989 geboren, Brigitte Macron am 13.4.1953, 15:00 Uhr MEZ in Amiens. Der Horoskopvergleich zeigt eines auf den ersten Blick: Beide Frauen sind mit einer Saturn-Neptun-Konjunktion begabt. Die eine (innen), deren AC einigermaßen gesichert ist, hat die Konjunktion in der Waage und an der Spitze von Haus 3. Die andere (außen) ekliptikmäßig im 5. Haus der ersten Frau im Steinbock.
Zwei Saturn-Neptun-Zyklen
Damit, dass beide Frauen zu Beginn eines neuen Saturn-Neptun-Zyklus geboren sind (nämlich in den Zyklus von 1953-1989 und den von 1989-2026), sind sie prominente Protagonisten dieser Zyklen, an denen wir möglichweise etwas ablesen können. Saturn in der Waage (die Bildabgabe) ist in Bezug auf Begegnungen, Partnerschaften, auf das Denken und das Bild der Gestalten aus Haus 12 maßgeblich, gesetzgebend und -bewahrend und „verpflichtet-verbindlich“. Er liefert das Gerüst, um das herum sich die Beziehungen „bilden“ können; er wacht als Mahner über die Normen in der Begegnung, an denen er festhält und auch diese Normenbefolgung einfordert.
Neptun in der Waage ist alles andere als festgelegt, lässt die Partnerschaft offen, vage, auf Distanz, im Ungewissen. Das Denken ist ideell, das Vordergründige spielt eine geringe Rolle, es geht um die Bilder auf der „anderen Seite“ – Neptun könnte auch das Begegnende durchschauen, und ebenso durch es hindurchschauen – und bei der Suche nach dem Hintergrund das Gegenüber verkennen bzw. einfach nicht sehen, weil er voller Illusionen ist. Neptun bringt Gewissheit und Saturn engt Neptun ein: er schneidet das „Alles ist möglich“ auf eine begrenzte Zahl an zu verwirklichenden Möglichkeiten herunter. Gottsohn ist eben nicht Gott, und vermag nicht, was der Vater vermag. Neptun wiederum unterspült die Ordnungshaftigkeit und Verfestigung Saturns und löst die Bindung an die Bestimmung auf, sobald sie von Saturn angemahnt nicht dem grundsätzlichen Prinzip entspricht. Was also die Beziehungen und Partnerschaften unter Saturn-Neptun in der Waage ausmacht, sind ein Entstehen und Entwerden in Hinblick auf ein festes, Ordnung gebendes Bild des DU im Einhergang mit der Löschung dieses Bildes.
Die Waage ist ein Zeichen des III. Quadranten und damit Teil der causa efficiens: sie bewirkt die Formung, Ausformung des Subjekten, d.h. des Quadranten, in dem die Gestalten aus Haus 12 schließlich zum Leben und Dasein werden – in ihrer Identität mit sich selbst ausschließlich. Mundan werden der Waage „das Feld der Diplomatie“ zugeschrieben, das Ausgleichende zwischen Innen und Außen – die Friedensstifterin. Was machte den Zyklus aus? – Die Auflösung und In-Frage-Stellung von Grundfundamenten von (diplomatischen) Beziehungen und Partnerschaften. Als allererstes fällt einem dabei vielleicht „Der kalte Krieg“ ein, der die Heimaten, Regierungen und deren Bedingungen zur Aussteuerung am Entgegenkommenden in zwei Lager spaltete (es ist immer angelegt, dass sich die Rollen verteilen), von denen die einen sich als Partner in der Opferrolle befanden (möglicherweise Auflösung ihrer Identität), und die anderen sich zu den „Tätern“, die Normen der Identitätsbildung anmahnten.
Waage und Steinbock stehen im Tierkreis im Quadrat zueinander, Waage-Widder-Steinbock-Krebs bilden ein Geviert der kardinalen Zeichen. Aus dem Waage-Zyklus ging es in den Steinbock-Zyklus (und wird im nächsten Jahr in den Widder-Zyklus münden). Andersherum geschaut: der IV. Quadrant und damit Steinbock gehören gewissermaßen zu dem, was vor der DNA des III. Quadranten, speziell des Skorpion, steht (im Fügungsrhythmus geschaut). Steinbock vertritt im besten Fall die Ordnung, die dem Chaos („Alles ist möglich, nichts ist entschieden“) der Fische und den aus dem diesem im Wassermann auftauchenden Gestalten in der Zeitlichkeit die „tragenden Wände“ beistellt. Skorpion prüft die von Schütze gelieferte Zusammenfügung und zeichnet anschließend die Kontur.
Skorpion folgt – im Phänomensrhythmus geschaut – dem Zeichen Waage: das im Bewusstsein/im Begegnenden aufgetauchte Bild (oder ein Gedanke) wird im Fixierbad einer bereitgestellten Unterlage eingeprägt. Der nachfolgende Schütze „verwendet“ diese Vorlage für eine Anschauung, stellt sie für eine Ausführung in der Einsicht in die Funktionen anderer bereit, womit diese sodann die Grenze des Diesseitigen und Beeinflussbaren überschreitet und ins „Gesetzbuch“ eingeht. Saturn und Neptun sind seit 1953 durch den Skorpion und den Schützen gelaufen. Dort haben sie unabhängig voneinander aus ihren „Untergründen“ in sich Elemente absorbiert, und die wiederum standen mit ihren Bewegungselementen Pluto (der sich in den Skorpion begab) und Jupiter (der sich im I. Quadranten im Stier und anschließend in den Zwillingen bewegte) in Verbindung. Als sie sich 1989 insgesamt 3x gradgenau trafen, waren sie nicht mehr die von 1953.
Neptun in Steinbock – die schleichende, kaum in den Vordergrund tretende, trotzdem aber aufweichende Klärung der bestehenden Ordnung. Was ist geworden? Wohin ist es gekommen? Sofern der Untergrund Steinbock sich von der Herkunft (seinem Vater, dem Mythos) losgesagt hat (als Ausführung im Logos diesen verdrängt und ersetzt hat), wird die Ordnung hinweggenommen bzw. muss sich von Neuem „aufbauen“. Und Saturn? Ist Saturn noch Saturn? Oder ist er bereits „Merkur“ – in der MRL die Erscheinungsseite – und nicht mehr der einmal entstandenen Ordnung an sich gemäß, sondern der Vorgang der Ordnung. Insofern liegt mit Neptun und Saturn im Steinbock eine doppelte „Rekapitulation“ all dessen vor, was weitergehend – im Fügungsrhythmus geschaut – in der Welt an Anschauung vorliegen wird.
Der Saturn-Neptun-Zyklus in der Waage hatte wesentlich mit Wahrheit und Ordnung in den Ausgleichsbew
egungen zwischen Innen- und Außenwelt zu tun. Ich werfe noch einen Gedanken hinein: Gem. der Lückenlehre kommt – darauf gehe ich unten noch weiter ein – Uranus ins Spiel. Im Eingang in den Zyklus (1953-1989) stand er im Krebs, was wir in Bezug auf die „Beheimatung in sich“ als der eigenständig-autonomen, subjektiven Einheit und einen Aufbruch Heimatlichen sehen können. Uranus-Mond erhebt sich, sofern er den Blick auf die Wirklichkeit verliert, aus sich selbst, er verlässt sein subjektives Empfinden und seine Eigenständigkeit, öffnet sich dem Großen, meint sich identisch mit dem Überpersönlichen, ist sich selbst entfremdet und entgrenzt – so auch die Heimaten sich selbst. Der Saturn-Neptun-Zyklus im Steinbock wird sich als ein Zeitraum erweisen, in dem Wahrheits- und Ordnungsprinzipien der Weltengesetze bei einem Uranus (zu Beginn 1989) im Steinbock gleichsam durchpflügt und aufgehoben werden. Zwar löste sich der Ostblock auf, fiel die Mauer in Berlin (deutsche Wiedervereinigung), das Feindbild ebenfalls, war der Kalte Krieg beendet – doch war das Entstandene lebensfähig? Am Ende wird alles auf den Kopf gestellt sein, wenn der nächste Zyklus 2026 beginnt. Lesen kann man darüber mehr in diesem Buch hier.
Vor diesem Hintergrund betrachte ich nun die beiden Frauen näher.
Brigitte Macron
Macrons Saturn-Neptun-Konjunktion steht einer anderen Konjunktion, Neumond zur Venus, gegenüber. Mond-Sonne-Konjunktionen sprechen ebenfalls vom „Verschmelzen“ zweier Prinzipien, die unterschiedlichen Entwicklungsstufen angehören. Ein Mond im Widder kann wie ein Tropfen Milch auf der heißen Herdplatte sein; dort beginnt er zu „tanzen“, bevor er anbrennt und übel riecht. Mond im Widder ist angebranntes Gemüt mit dem Hinweis darauf, dass sich hier jemand in seinen Werten in der Familie nicht angenommen empfindet. Man wird sauer. – So wie Mond sich auf sein eigenes Empfinden verlassen sollte und auf diese Weise eigenständig wird und bleibt – im Widder allerdings gefährdet ist – ist die Sonne im Widder willensstark und durchsetzungsangelegt, sie ist in den Wettbewerb um den „Sieg“ gestellt. Bei der Konjunktion von Mond und Sonne eben auch gegen den Auftrag des Mondes, sich nicht um jeden Preis zu verraten. Es können sich bei Mond und Sonne als Paar Rollenkonflikte ergeben: einmal Kind:Erwachsener, zum zweiten weiblich:männlich, außerdem Verinnerlichung:Auftritt nach Außen. Sowohl die Waage als auch der Widder bieten einen männlichen Untergrund. Die Venus steht für das „Bild“ der Frau bzw. das Selbstbild, das diese Frau von sich hat; eine Venus im Widder spricht für „verdichtete“ Materie, die auf dem Feld der Energie „entpackt“ wird. Venus-Mond wiederum ist die Partnerschaft von Eigenständigkeit im Gemeinschaftlichen (in der Sicherung), Venus-Sonne kann eine Jägerin sein, in jedem Fall ist Brigitte damit schon mal eine „Powerfrau“, die sich nimmt, was sie als ihren Besitz erachtet. Die Frau ist eine „Macherin“.
Wir können bis hierher feststellen: es liegt ein enormes Energie- wie eben auch Konfliktpotential vor. Venus ist aus dem Stier die erscheinungsmäßig-räumliche Entsprechung von Uranus. Der wiederum entspringt auf dem Boden der Waage zwischen Saturn und Neptun und steht im Krebs. Saturn und Neptun in Verbindung legen immer nahe, nach dem „Ursprung“ zu fragen. Das ist der Uranus in der bereits erwähnten Lücke. Die Frage stellt sich hier: Auf welche Weise sind die Potentiale für das in die Zeit zu tragende Leben in die erste Teilung gelangt, um schließlich die ausgefallene Entwicklungsstufe nachzureichen? Uranus in Krebs hebt in Macrons 11. Haus das mit sich selbst identische Leben aus sich heraus und in die „Gemeinschaft aller Leben“ hinein. Die Geschlossenheit (des Selbst, der Familie) ist aufgehoben, die Sicherheit weicht einem Gefühl von Ausgeliefertsein; möglicherweise ist aber auch eine „Erleichterung“ zu verzeichnen, denn die Konstellation bedeutet auch „Befreiung“. Mond im Quadrat zu Uranus legt den Finger in diese Wunde: solcherart „verunsichert“ oder in Freiheit bietet sich die Flucht nach vorne in eine „seelische Unantastbarkeit“ an. Mond-Uranus ist die Seele, die fliegen will, weil sie die kleine Seelen-Welt des Zuhauses nicht aushält.
Der Verhaltenspolarität an der Spitze von Haus 9 wie auch der unvollständigen Lebenswirklichkeit in der Ausübung als Erscheinung an der Spitze von Haus 3 steht nun noch ein IC im Skorpion zur Verfügung. Ein von außerpersönlichen Interessen strukturiertes Zuhause, ein von Programmen überlagertes Empfinden, eine seelische Transformationsanlage, die ins 12. Haus zielt und von dort mit Mars im Stier ein Quadrat eingeht. Pluto in 12 – was im Heim auch immer an gemeinschaftlicher Energie vorliegt, wird ins Verborgene gebracht, bleibt in den Hinterzimmern, von wo aus es sich in den „Schnitt ins Gemeinschaftliche“ einbringt. Der zusätzlich vorliegende Mond-Uranus – das enfant terrible in gut situierten, bürgerlichen Familien, solange die Verwünschung ungelöst ist – legt die Möglichkeit des „Ungehörigen“ und Ungeheuerlichen nahe. Skorpion und Mars-Pluto (im Stier) – das ist auch sexuelle Energie und Ver-/Getriebenheit, einschließlich der Angst vor dem „Bösen“, das in einem selbst schlummert, und sich im Mond-Sonne-Venus in energiereicher Identität mit sich selbst als Dasein in den Außenbezirken (III. Quadrant) ihrer Lebenswelt leben muss.
Eine Bildabgabe im Zeichen Fische kommt noch oben drauf: Wer ist der Partner dieser Frau? Kann man ihn sehen? Gibt es ihn? Und wenn es ihn gibt – ist er für sie als Person erreichbar? – Zumindest eben als Saturn-Neptun, als „Spielwiese“? Nächste Frage: Wen sieht der entgegentretende Partner, der Begegnende? Er sieht die Jungfrau am AC hinter der Fische-Bildfläche, bzw. er sieht den Merkur aus der Jungfrau in den Fischen an der Spitze von Haus 7 zu 8. Der Betrachter schaut sie an und weiß nie, wen er da sieht und an wen er sich bindet. Man kann diese Frau nicht „lesen“, auch wenn sie scheinbar klar und deutlich auftritt. Fische und Neptun bringen die Phantasie auf den Plan, und möglicherweise die Phantasien jener, die weder die Wirklichkeit ihres eigenen Lebens erkannt haben noch ein orientierendes Rollenverständnis entwickeln konnten, und auch dazu noch Schwierigkeiten mit ihrer sexuellen Orientierung bzw. mit ihrer Geschlechtlichkeit haben. Kurz, jene, die ein oder mehrere Faust’sche Dilemmata (Goethe z.B. hatte eine Mond-Sonne-Opposition zu leben) mit sich tragen, bemächtigen sich des Lebens und der Identität anderer, um sich selbst zu spüren, sich einen Lebensentwurf zu verschaffen. – Meine vorsichtige Vermutung.
Candace Owens
Als Urheberin der Investigationen zu Brigitte Macrons sexueller Identität (s.o.) gilt eine Französin namens Natacha Rey, die sich „unabhängige Journalistin“ nennt. Auch ein Buch mit dem Titel Becoming Brigitte vom französischen Journalisten Xavier Poussard ist erschienen; er untersucht darin den Hintergrund von Brigitte Macron und „beleuchtet“ en detail kontroverse Elemente ihrer Geschichte. Basierend auf – so im Werbetext fürs Buch – gründlichen Analysen und unveröffentlichten Dokumenten löste das Buch lebhafte Debatten in der französischen Medienlandschaft aus. Zur Verbreitung der Theorie Reys und dem Buch Poussards trug die Amerikanerin Candace Owens tatkräftig bei. – Allen dreien wird vorgeworfen, einen Identitätsdiebstahl, sexuelle Übergriffe und eine illegale Ehe zu konstruieren, dabei grefälschte Dokumente verwendet zu haben. Brigitte Macron und ihr Ehemann sind in den Sturm einer unglaublichen Hypothese geraten.
Diese junge Frau ist wie Brigitte Macron mit ihren Verhaltensanlagen im I. Quadranten angelegt; die Sonne im Stier steht in Reichweite zur Venus ebenfalls im Stier. Damit ist sie im Wesentlichen „immobil“ auf Sicherung und Materie(lles) konzentriert. Die Sonne wird von Pluto aus dem Skorpion herausgefordert bzw. kontrolliert: Der Geist aus der Dunkelheit ist bei jeder Aktion dabei. Mittelbar ist damit auch Venus-Pluto gegeben, die Programme zur Verhaltenssteuerung liegen allerdings nicht bei ihr, sondern kommen aus der Matrix. Nein, aus dem Skorpion – und der ist die Erbvorgabe unserer Menschenart. Mit Pluto im Skorpion wurden in der DNA Informationen transformiert, neue Zeichen gesetzt, die sich in der Erscheinungswelt manifestieren. Sonne-Pluto ist in seinem Ausleben dieser Transformationen
kanalisiert und gelenkt, eingefasst – oder wie oben geschrieben: konturiert. Über den Pluto ergibt sich ein Aspektdreieck mit Sonne und Mond (das könnte sich mit exakter Uhrzeit ändern) – das Empfinden ist im Wassermann im kühlen Raum der Unabhängigkeit „geöffnet“, die subjektive Geschlossenheit wird in den Raum der Wirklichkeit versetzt. Hier empfindet man sich mehr der Gemeinschaft der Freunde im Geiste als den Blutsbanden der Familie zugeneigt. Weniger als bei Brigitte Macron, aber doch durchaus eine Mond-Uranus-Anlage mit der Vorstellung von sich selbst in einer „Rolle“.
Der Herrscher, in dessen Zeichen Mond lebt, ist Uranus auf einem GSP von Uranus-Neptun, der für ein Involutionsgeschehen steht, für eine Einstülpung ineinander, mit der Gefahr der gegenseitigen Verwechslung. In der Deutung von W. Döbereiner heißt es „das Erschrecken vor einer Wahrheit und Erkenntnis, die man nicht zulassen kann/darf“. Darauf steht nun die „Vision“, die Erneuerung, die mögliche Befreiung aus der Lähmung im Namen einer Gerechtigkeit. Schade, dass wir nicht wissen, in welchem Horoskopbereich Schütze, Steinbock und Wassermann stehen und eine Aussage über die Art und Auswirkung des Traumas zulassen. Gegenüber von Uranus steht Mars ziemlich exakt auf 0° Krebs, und das lässt wiederum Schlüsse auf die Selbstdurchsetzungsenergie dieser Frau zu. Die Energie (zur Durchsetzung), die ihrem Sonnenzeichen als Ausgangslage zur Verfügung steht (und damit in Mond enthalten ist) „sticht“ in jenes Empfinden als Angriff auf das Innen, das Persönlichste oder noch ein Synonym: den Beginn des Lebens. Uranus erhält aus dieser Energie Impulse für seinen Teil der Aufgabe, wiewohl er Mars wiederum zum Wandel, zur Mutation, zum Sprung aus der Situation anstachelt. Auf jeden Fall liegt hier eine labile Energieform vor, die sich in der Suche nach Aggressionslösern (als Dampf aus dem Kessel lassen) in riskante und abenteuerliche Aktionen einlässt, sich dabei überschätzen könnte und zu Gigantismus neigt. In der Opposition bietet sich jeweils eine Spaltung an: Entweder diese Frau stellt sich auf die Seite von Mars oder von Uranus – sucht einen starken Partner, der die nötige Stärke (und das ist das Stierverhalten) gegen die eigene Instabilität setzt. Während bei Brigitte Macron das Männliche dominant ist, ist es bei Owen das (schutzsuchende?) Weibliche, das im Merkur als Sonnenverbund-Endzeichen auf nahezu 0° Zwilling zur Darstellung und zur Kennzeichnung gelangt.
Kommt Mrs. Owen deshalb darauf, in weniger weiblichen Frauen Männer zu vermuten? Ist es das, was hinter den Verwirrungen steckt, die Mädchen Jungen, Männer Frauen werden lässt? – Der Saturn-Neptun-Zyklus von 1989 hat offenbar genau das (u.a.) mit hervorgebracht und – das füge ich zur allgemeinen Verwirrung noch an – vor dem Hintergrund der Pluto-Uranus-Konjunktion in der Jungfrau in den Jahren 1965-66, deren Zyklus bis ins Jahr 2103 dauern und von einer Konjunktion auf 07°/08° Stier abgelöst werden wird.
Pluto-Uranus-Zyklen werde ich als nächstes anschauen, sofern ich dazu komme. Mit Uranus und Pluto entstanden und entstehen im Kollektiv neue Ideen (z.B. Kommunismus, Humanismus, Feminismus), die einen „magnetischen“ Sog ausübten und eine Sprengkraft (i.S. von Polarisierung oder Spaltung) haben. Es sind die Themen hier ebenfalls – um es auf die Geschlechterrollen zu beschränken: Schicksalhaft bleibt man im Alter von 14-15 Jahren stecken, gelangt nicht zur Teilung in die Geschlechtlichkeit, bleibt in Freundinnen“kolchosen“ (WD) bzw. in den Jungsspielgruppen, in denen der Frust auf das jeweils gegengeschlechtlich Weibliche/Männliche mit dessen Verhinderung und Unterdrückung aufgeführt und wiederholt wird. Gleichzeitig aber wird dies mit dem Intellekt des Erwachsenen betrieben.
Söhne mit Pluto-Uranus trauen sich nicht, Mann zu werden; sie haben Angst vor Frauen und setzen eine „weibliche Verhaltensmaske“ auf. Um ihr inoffizielles Ich zu schützen, müssen sie in eine Vorstellungswelt abtauchen, in der es Rituale und Bewegungs- und Sprachmuster gibt (eventuell finden wir hier Pädophile und andere Sexualstraftäter) – das ist Venus-Pluto in der Diagonalen. Der Pluto-Uranus-Sohn vernindet sich vielleicht sogar mit einer Frau, der er die Verhaltensmaske des Männlichen zeigt. Zuhause die Ehefrau für die offizielle Welt, in den Etablissements die Prostituierte, von der er Geborgenheit zu bekommen glaubt.
Die Pluto-Uranus-Tochter hingegen trägt die Verhaltensmaske des Männlichen in die Welt, das Männliche ist ihr Konkurrent, weshalb sie auch (aber nicht nur wegen dieser Konstellation) zum Lesbentum neigen. Das abgeschnittene Weibliche sucht sich eine Partnerin und lebt in einem Zwang, das Männliche im Außen zu vernichten, sie wird sich Männer suchen, die sie demütigen, entwürdigen und quälen, um den Pluto-Uranus zu füttern.
Allen Pluto-Uranus-Kindern ist die Erfahrung der Demütigung eingeschrieben; sie erfahren die Mutter als vom Vater herabgesetzt, entwickeln wenig Vertrauen und gehen als Erwachsene Partnerschaften nicht voll ein, schließen sich aber für den Alibi-Partner einem Kollektiv an und rechtfertigen sich in der Selbsttäuschung. Ein Leben zwischen Schuldgefühlen und einem tatsächlich vermiedenem oder vorgestellten Schuldigwerden. Schuld ist auch ein Thema von Saturn-Neptun. Vermutlich brauchen wir jede Menge Lycopodium clavatum für alle!



