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FRAGMENT ZU URANUS-NEPTUN-ZYKLEN

Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst.

Der Mann, der die obigen Zeilen schrieb, wurde zu einer Zeit geboren, die von uns heute sehr weit entfernt liegt, und kaum noch auf uns zu wirken scheint. Kaum. Seit kurzem befasse ich mich mit den großen Planetenzyklen, und bin natürlich auf die Uranus-Neptun-Konjunktionen gestoßen.

Grundsätzlich: diese Zyklen mit ihren unterschiedlichen Laufzeiten stellen im Konzert der Wiederkehr so etwas wie „Temperatureinstellungsknöpfe“ an einer Waschmaschine dar. Die Temperaturen liegen in diesem Fall zwischen 0° und 360°, wobei insbesondere den 90°, 180°, 270° und 360° eine besondere Bedeutung zukommt.

Jede neue Konjunktion (gradgenau auf einem Tierkreisgrad) beendet den Zyklus der vorangegangenen, und die Temperatur steht wieder auf 0, nachdem sie zwischenzeitlich und vor Ende des Zyklus’ sehr hoch gestiegen war. Die 90°-Stellung (Quadrat der beiden Planeten, die sich voneinander wegbewegen) entspricht einem Auffalten der Wirkung, die Inhalte gehen auf wie Teig, den man hernach zu Brot backen will. Den Höhepunkt mit der größten Entfaltung erreicht die Opposition, wenn beide beteiligten Planeten einander gegenüber stehen. Von jetzt an laufen sie wieder aufeinander zu und bereiten im nächsten Quadrat (auf der Stufe 270°) bereits eine neue Stufe vor.

Uranus-Neptun-Konjunktion und ein Zyklus von 171-172 Jahren. Im Zusammentreffen von Neptun und Uranus entscheidet sich, was für die auf der Erde lebenden Wesen in die Zeit geschöpft wird, und was nicht; vor allen Dingen aber scheint das Paar Neptun zu Uranus ein Anzeiger von Erschütterungen ganz grundsätzlich die Menschheit insofern zu betreffen, als mit dem Auftauchen aus dem Hintergründigen und Unsichtbaren eine Initiation vonstatten geht. Etwas noch nicht Dagewesenes wird in Raum und Zeit entlassen oder es wird verweigert. Der große Zeitkreis von Uranus-Neptun birgt nun auch (im Falle von entsprechenden Umständen) die Löschung eines gesetzten Ursprungs.

Es werden anstehende Umwälzungen als Initiationen auf eine nur scheinbar weiße Tafel geschrieben. Die Tafel ist nicht mehr weiß, sondern inzwischen vielfach beschrieben, verschmutzt, vielleicht sogar verbraucht und irreparabel. Man braucht entweder eine neue oder aber man muss dem Schmutz mit einer sehr starken Reinigung auf die Pelle rücken. In der griechischen Mythologie – insbesondere bei Hesiod – ist die Rede von verschiedenen Zeitaltern und Menschengeschlechtern, die sich ablösen, wobei das erste – das Goldene Zeitalter – einem zeitlosen, vorgesetzlichen Zustand (bei Ovid) entsprach, das Silberne Zeitalter war gekennzeichnet durch einen Mangel an Frömmigkeit unter den Menschen (deren Kindheit ein ganzes Jahrhundert, die Erwachsenenzeit aber nur kurz dauerte)und wurde von Zeus bald wieder hinweggenommen.[1] Das Bronzene Zeitalter mit seinen Menschen war gekennzeichnet von Kriegen, Waffen und Stärke und Gewalt.[2] Es folgten die Zeitalter der Heroen und als letztes das Eiserne Zeitalter, dessen Menschen die verkommensten und jämmerlichsten Wesen waren. Hesiod erkannte die Verkommenheit dieses Geschlechtes vor allem in der Respektlosigkeit gegenüber fundamentalen Verpflichtungen (gegenüber den Eltern, dem Gastfreund, dem Höhergestellten)  und der Pervertierung von Recht zum Mittel des Übergriffs als Meineid und falsche Anklage. Ovid sprach von wirtschaftlichen und technischen Veränderungen, die Verderben mit sich bringen bzw. ermöglichen: den Schiffbau (der eben auch Seeraub ermöglicht), die Landvermessung (die das vormalige Gemeingut abmisst und aufteilt), den Bergbau (der ermöglicht, dass Eisen für Waffen und Gold als Anreiz der Habgier aus der Erde geholt wird). Also – sich ablösende Zyklen und auch Auslöschungen darunter. Ich behalte das im Hinterkopf.

Pervertierung ist ein Stichwort. Der Schöpferische – der Uranus in unserem Planetenduo – ist Zweck geworden. D.h. er ist zwar aus dem Ungeteilten und Zeitlosen in die Teilung gesprungen, allerdings als „Vorgang“, und nicht gewachsen, was einem Geschehen entspräche. Münchner Rhythmenlehre: In den Vorgängen geht das Dasein unter. In diesem Wechsel von Geschehen zu Vorgang ist die Stufe Neptun-Uranus zu ihrem Gegenteil bzw. ihrer Erscheinungsseite geworden. Mars-Venus, und damit ist die Verletzung in der Welt und ist nicht mehr wegzubekommen. Mars-Venus ist nicht nur die Attraktion zwischen Männlich und Weiblich, etwas Erotisches, oder gar die Vereinigung von „Gegensätzen“ – sondern auch das Auftreffen von ungerichteter Energie auf Gewebe und auf Räume. Das sind Brände wie Kriege. Man kann in verschiedene Weltalter-Konstrukte schauen – u.a. auch in die Schedelsche Weltchronik aus dem Jahr 1493 – die Betrachter stehen jeweils im vorletzten Zeitalter und sehen das kommende als das des Weltuntergangs, der Apokalypse, an.

Eine Uranus-Neptun-Konjunktion werden wir so bald nicht nochmals erleben, wir befinden uns im Zyklus der derzeit „gültigen“ vom 25. Oktober 1993 um 7:00 Uhr GMT auf 18°33′ Steinbock, und darin im ersten Quartal, also noch in der Entfaltungszeit, im Jahr 2036 werden sich Neptun und Uranus im Quadrat „treffen“, Uranus wird sich dann im Krebs befinden und Neptun im Widder. Ich male uns das an dieser Stelle nicht aus.

Uranus-Neptun-Konjunktion – Datum Zeichen

 

16.10.1136j, 22:09 Uhr MEZ 27°03‘ Waage
06.11.1307j, 23:00 Uhr MEZ 13°13‘ Skorpion
06.12.1478j, 11:45 Uhr MEZ 29°40‘ Skorpion
16.10.1650g, 04:30 Uhr MEZ 15°03‘ Schütze
03.12.1821, 17:10 Uhr MEZ 01°59‘ Steinbock
25.10.1993, 7:00 Uhr MEZ 18°33‘ Steinbock

Die ersten drei Zeilen dieser kleinen Tabelle beinhalten das späte mittlere und späte Mittelalter. Der Mann, von dem ich neben anderen schreiben werde, erlebte im Laufe seines Lebens (im Alter von 42 Jahren) eine Neptun-Uranus-Konjunktion, und wurde unter dem Signum eines „heißen“ Quadrates geboren.

Ich gehe einmal in diese Zeit zurück und lese bei Marie-Luise Hillebrecht, Eine mittelalterliche Energiekrise[3] nach. Vom 10. bis ins 13. Jahrhundert war der „Hunger“ der Bevölkerung nach Holz immens. Der Bergbau nahm in den Mittelgebirgen (nicht nur im Gebiet des heutigen Deutschland) „Fahrt“ auf, im Norden und in der Tiefebene der heutigen Lüneburger Heide, aber auch in Nordhessen entstanden Salinen für den Salzabbau – für das nötige Bauholz (Abstützung der Stollen) mussten ganze Wälder geerntet werden. Holz war eines der wichtigsten Rohstoffe des Mittelalters. Waldbesitz ein Garant für Reichtum, der wachsende Holzbedarf schuf Begehrlichkeiten. Mit dem Erwerb von Waldbesitz durch Klöster, Städte oder den Adel ging eine Restriktion im Waldzugang für andere Interessen einher. Hier liegt der Anfang einer krisenhaften Entwicklung, wie wir heute wissen. Forstpolitik und Erzausbau wurden zum Startschuss der Industrialisierung.

Etwa um 1157 bis über das Jahr 1224 hinaus waren z.B. Klosterunternehmungen bereits konzernähnlich geführte Forstbewirtschaftungsunternehmen, die sich in Filialen niederließen und Arbeitsplätze schufen. Die Holzverkohlung war dabei die lukrativste Holznutzung, die nun expandierte und extreme Eingriffe in die Natur bedeutete. Ich schreibe das heraus, um an diesem Ausschnitt zu zeigen, was sich im Zyklus zwischen 1137 und 1307 an Möglichkeiten herausschöpfte.

Im Jahr 2020 ist Holz knapp – Waldbesitzer (anders als im mittleren Mittelalter) profitieren allerdings nicht vom Bauboom und den steigenden Holzpreisen. Die wenigen noch existierenden Wälder auf mitteleuropäischem Boden sind in der Krise, sie sind im Stress, das geschlagene Holz ist von minderer Qualität. Stichwort: Dürren und Senkung des Grundwassers, auch Waldbrände und abwehrschwache Bäume bei Sturm. 2022: Die Holzpreise verdoppeln sich, die „Corona-Krise“ mit Arbeitskräftemangel hat „Schuld“ daran, dass die Transportkosten aufgrund steigender Energiepreise für Benzin und Diesel immens  gestiegen sind.

Energie wird schon seit dem Jahr 2001[4] systematisch aus neuen Quellen bezogen – und darum geht es: die Quelle, die man sich nutzbar machen will. Man nennt sie in Deutschland euphemistisch „erneuerbare Energien“. Ich greife auch hier in den großen „Topf“: um die Energieversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, wird von der Grünen Partei vorgeschlagen (Ende der Kohle, keine Atomkraft), die Zahl der Windkraftanlagen mindestens zu verdoppeln. Dafür braucht es Flächen und Platz für die Anlagen. Man ahnt schon, worauf ich hinaus will? Derjenige, der in naher Zukunft Zugriff auf Landflächen hat, könnte sich in absehbarer Zeit an der Nutzung dieser Flächen für Windkraft eine goldene Nase verdienen. Alles zusammen genommen: Im Bestreben, den Energiehunger des Landes zu stillen, wird die Landschaft einschließlich der auf und in ihr lebenden Tiere zerstört. Wir sind an einer weiteren Ursprungswende angekommen.

Es steht zur Ursprungswende von 1137 in der Waage die von 1993 im Steinbock im Quadrat. Nicht gradgenau, aber von Zeichen zu Zeichen. Auch das ist eine Aussage. Im Zeichen Waage geht es um Begegnungen bzw. die Begegnungsfähigkeit; es steht für das „Aufgreifen“ der Denkräume anderer, denen man sich weniger handelnd als denkend nähert, um Disharmonie auszuschließen, zu vermeiden. Im Steinbock – 850 Jahre später – ist die beschriebene Initiierung einer Entwicklung bereits zum Maßstab einer Gemeinschaft (eines „Kulturkreises“) geworden, ohne dass in diesem Ordnungsprinzip der einzelne Mensch oder das einzelne Wesen noch auftaucht. Insofern Steinbock für uns als Astrologen der Anzeiger schlechthin für das Bestimmende, Bestimmung Gebende ist, ist die Uranus-Neptun-Wende im Jahr 1993 die maßgebliche Ankündigung einer nicht mehr fernen Vernichtung.

Zurück ins Jahr 1307 – Uranus-Neptun-Konjunktion im Skorpion. Aus der Waage verlegte sich der Schwerpunkt ungleich radikaler und verdichtender auf die Frage nach der Arterhaltung und auf die Konzeption von Leben. Eine weitere Ursprungswende wurde offensichtlich und auch sie wirkte als ein Ring des ins Wasser geworfenen Steins. Das 13. Jahrhundert war von Hungersnöten, Dürren und Versorgungsschwierigkeiten gekennzeichnet. Von 1309 bis 1317 kam es zu einem ersten Höhepunkt dieser Krise, im ersten Viertel des Zyklus folgten – bei schlechter Ernährungslage – Seuchen wie die Pest[5], die die Bevölkerungen auf die Hälfte reduzierte. Bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts blieben die Bevölkerungszahlen niedrig. Das Leitbild des Skorpion (Wächter über den Arterhalt und sein Prüfer) hatte für eine Antwort auf die erschöpften Quellen gesorgt. Neuartige, sehr virulente Erreger riefen drastische Bevölkerungseinbrüche hervor und waren damit Regulationsmechanismen, die den Menschen selbst nicht mehr zur Verfügung standen und sie in schwacher Immunlage trafen[6]. (Virus = Pluto) Der aus dem Einklang mit der Natur gefallene Menschenkörper wurde „gestutzt“.

Gehen wir weiter in den nächsten Zyklus von 1478, wird die Konjunktion nochmals (wenn auch sehr knapp) im Skorpion stehen: Die von Missernten, Hungersnöten, Seuchen und Tod handelnden Überlieferungen an die nachfolgenden Generationen rief „Depression“ in den Menschen hervor. Das späte Mittelalter war gekennzeichnet von einem fehlenden Willen zur Reproduktion.

Über die politischen Zusammenhänge schreibe ich absichtlich nicht – wohl aber über die Auswüchse der römisch-katholischen Kirche mit Inquisition und Hexenverfolgung. Inquisition war im 13./14. Jahrhundert ein geistliches Gericht, das die Aufgabe hatte, Andersdenkende, die man dann „Ketzer“ nannte, durch Befragungen ihres Umfeldes aufzuspüren, zu enttarnen und zu bestrafen. In der heutigen Sprache würde man sagen: man liquidierte sie. Der Staat übernahm die Rolle des Ausschaltens.

Am Ende von Epochen deuten sie sich an: Denkhaltungen manifestieren sich sozial und werden institutionalisiert. Es sind dann von den Einzelnen die Schwachen, Unfähigen, die an die Macht gekommen ihr Leben verkaufen und sich mit all ihren Trieben und Instinkten der Macht übertragen. Dieser Machtkoloss institutionalisierter Denkhaltung inquiriert und verbraucht jedes nur irgendwo sich noch zeigende Leben und begeht Verbrechen für jene, die sich ihm untertan machen. Es ist der Untergang einer Epoche, wenn sich das aufgeblähte Machtkonstrukt selbst „stranguliert“ und sich zerlegt.[7]

Die historische Inquisition ist – unbemerkt von den meisten – in neuem Gewand zurück und als gegenwärtige Denkhaltung hervorragend an staatlich geschützter Stelle angekommen. Der einzelne Mensch ist ein Konsument, der sich an die Industrie und die Pharmazie verkauft hat, und doch auch selbst verbraucht wird. Der Übergriff auf Natur und Leben ist allgegenwärtig und zerstörerisch; die verschiedenen auf den „Plan“ getretenen Aktivisten sind dabei ebenso im Kalkül dieser Macht wie sie denn inzwischen – nach vorne hin „Contra“ gebend – sich Plätze an der Macht sichern[8].

„Die Herren dieser Welt[9]“ sind erst zufrieden, wenn sie alles zerstört haben werden.

Nun komme ich zur ersten von mehreren Personen, die ich als Repräsentanten der Uranus-Neptun-Zyklen ausgewählt habe. Und übrigens – auch das noch vorneweg: Der Mann hat geschrieben, sehr viel geschrieben. Zu allem, was ein Mensch schreibend, erschaffend oder wie auch immer lebt und erwirkt – es ist immer sichselbstbezeugend – oder auch autobiographisch, selbst wenn er als Person völlig hinter einem Werk „verschwindet“. Insofern kann ich fragen: Warum musste dieser Mann ins Exil und in die Hölle, um am Ende doch zu (s)einer unerfüllten Liebe zu gelangen?

Das Zeichen an der Spitze von Haus 8 (und auch von 9) ist der Steinbock, der Saturn steht im 12. Haus. Damit ergeben sich ein Saturn-Pluto (als Ausgangslage) und ein Saturn-Neptun als die Auflösung. Das Purgatorium als Bestimmendes, die Zuweisung und Tilgung von Schuld als Weg hinaus und ein Befreier an der Schwelle zu Haus 11 – als Herrscher von 10 – Uranus. Doch der Reihe nach.

Im 8. Haus ordnet und normiert der Steinbock die Bindungstreue an Bilder und Entgegenkommendes maßgeblich und maßstäblich, ist in diesem Fall allerdings unsichtbar und im Hintergrund außerhalb der Zeit, mit anderen Worten im Jenseits „tätig“; der IV. Quadrant ist allerdings das Wirkliche, das nicht tätig werden muss.

Im Hintergrund und im aus der Zeit Genommenen trifft Saturn auf Jupiter. Zwei Stadien bzw. Arten von „Königreichen“ treffen aufeinander: das des Bestehenden und das des Zukünftigen. Es geht um Könige, um eine Vormachtstellung, die verschleiert dargestellt wird. Jupiter – steht für das Kommende – im Stier, fast noch auf Venus-Jupiter-GSP, ist „wohlintegriert“ in Gemeinschaften. Saturn in den Zwillingen (Saturn-Merkur – die Spiegelung) ist ein Abgewiesener mit einer schwachen Abwehr, der nicht dazugehört und in der Isolation eine Entwicklung zu machen hätte. Die Ordnung der Verträge und die Einsicht in die Funktion der Begegnenden: Jupiter trägt einen Pluto in sich und transportiert diesen mit ins 12. Haus. Er kennzeichnet damit

Begegnungen mit Machthabern und solchen, die es werden wollen. (Dass er in Opposition zur Sonne steht, verfrachtet das Ganze doch auch auf eine persönliche Ebene – es geht auch um diesen Mann, der außerhalb der Zeit bleibt und nicht in die belegte Gegenwart seines Lebens gelangt.

Skorpion an der Spitze von Haus 6 legt ein Korsett um die Wahrnehmung und die Aussteuerungsfähigkeit. Einerseits wird der Blick auf die Umstände geschärft und radikal, andererseits ist er fixiert, kann zwanghaft werden. In den Umständen dieses Lebens stehen Programme, die in Begegnungen „zwingen“, in denen man das kanalisierte Denken, als nicht mehr in freien, sondern bereits fixierten Bildern denkend, findet. Heißt: er kann seinen Umständen nicht entkommen und trägt sie in jede Begegnung hinein. Herrscher von 6 in 7: Herausforderbarkeit und Begegnungsfähigkeit durch Beobachtung und Analyse anderer Selbstverständnisse. Seelische Aussteuerung durch die Begegnung. Mit dem Pluto aus dem Skorpion bedeutet das, dass sich hier jemand seelisch an leitbildhaften Begegnungen aussteuert.

Saturn und Jupiter stehen in Opposition zu Mond (im Schützen auf einem Saturn-Uranus-GSP): abgesehen davon, dass dieser Mond aus dem Unsichtbaren heraus verunsichert ist, muss er sich zwischen verschiedenen „Herren“ entscheiden. Das von aller Abhängigkeit befreite „Skript“ aus dem 12. Haus wird dabei aus dem 2. und 3. Haus dirigiert. Über den Weg der Sprache als dem Wortschatz des Empfindens nutzt und verwertet der Mann seine reale Existenz und deren Ausübung zu seiner Aussteuerung. Es entstehen Sprachfiguren als Abbilder des nicht Abbildbaren. Allegorien sind sprachlich-anschauliche, allerdings indirekte, nicht identische, sondern ähnliche, oft auch genau ins Gegenteil verkehrte Darstellungen von Personen, Dingen und Sachverhalten. Eine Allegorie ist z.B. die Personifikation eines abstraktes Begriffs oder einer Tugend oder eines Lasters. Z.B. wird die Gerechtigkeit in der Figur der Iustitia als Frau mit einer Waage in den Händen dargestellt, oder nehmen wir überhaupt die Mythologien der Völker dieser Erde. In ihnen sind abstrakte Konstrukte zu Sprachbildern und Personen veranschaulicht. Auch die Metapher gehört hierher: Ich übertrage ein aus seinem eigentlichen Bedeutungszusammenhang genommenes Wort (eine Wortgruppe) in einen anderen Zusammenhang, ohne dass ein direkter Vergleich die Beziehung zwischen Bezeichnendem und Bezeichnetem verdeutlicht. Die Mimose ist eine Blütenpflanze mit einer sehr empfindlichen Reaktion auf sich verändernde Umstände. Einen Menschen, der sich ebenso verhält, bezeichnet man als Mimose.[10]

Die Dichtung dieses Mannes – er soll ein „guter Katholik, wenn gleich nicht unbedingt sehr gläubiger“ gewesen sein – gleicht einem Refugium wider die Mächtigen, an deren Macht er nicht mehr teilhaben darf. Aus diesem Refugium heraus wird er zum Vermittler zwischen Weltlichem und Geistlichem. Dazu verwendet er die Allegorie.

Das Ich selbst (Löwe aus Haus 4, Sonne in 12) steht als Kennzeichner im Schatten von Pluto und zudem dort, wo es selbst aufgelöst ist. Zu diesem Sonnen-Ich gehören Mars und Neptun im Löwen im 3. Haus. In der Ausübung steht ein Vertriebener und doch Revierverletzer, aber auch ein „eiserner Besen“. In seinem Erscheinungsleben – drängt sich mir auf – ist dieser Mann so etwas wie ein „Tatortbereiniger“.

Dantes Familie, deren Adel auf den dem Leser im Paradiso begegnenden Ahn Cacciaguida (*1091), dem Ur-Urgroßvater Dantes väterlicherseits, und dessen Teilnahme am Zweiten Kreuzzug zurückgeführt werden kann, gehörte dem guelfisch gesinnten Stadtadel von Florenz an. Die Familie Alighieri hatte sich nach der Gattin Cacciaguidas genannt, Dantes Vater Alighiero II. war unter anderem als Geldverleiher tätig. In erster Ehe mit Dantes Mutter Bella, und nach deren frühem Tod (zwischen 1270 und 1273) in zweiter Ehe mit Lapa di Chiarissimo Cialuffi verheiratet, starb der Vater 1281/1282. Dante überging Eltern und Stiefmutter in seinem Werk mit Schweigen, ebenso wie seine Ehefrau Gemma di Manetto Donati (Mitgiftsvertrag 1270, Heirat um 1285) und die vier Kinder.[11]

Dantes Leben war durch die seinerzeit aktuellen politischen Auseinandersetzungen gekennzeichnet (Skorpion in Haus 6). Er beteiligte sich am Kampf der guelfischen Bürgerwehr in der Schlacht von Campaldino (1289–1290), bei der die Florentiner Guelfen den in den beiden vorausgegangenen Jahren in Arezzo und in Pisa an die Macht gekommenen Ghibellinen[12] eine schwere Niederlage zufügten, und an der Einnahme der Festung Caprona. Hier haben wir Dantes Jupiter-Saturn im Bild: der Saturn steht in den Guelfen für das katholische Papsttum, der Jupiter ist der König/Kaiser im weltlichen Reich.

Beschrieben hat Dante die Zerrissen- und Verkommenheit der Mächtigen und Machterstrebenden in der „Göttlichen Komödie“, die er als Abrechnung in seiner Exilzeit und Verbannung aus Florenz verfasste.

Allgemein und im Überblick gesehen soll Dante in seinen Werken die eigene Person als Liebender und Leidender, als Irrender und Lernender im Mittelpunkt seiner Werke dargestellt haben. Er spreche sich dabei nicht einfach selbst bekenntnishaft aus und mache sich nicht schlicht zum Chronisten seiner persönlichen Entwicklung, sondern stilisiere das Ich seiner Werke als deren lyrisches, erzählendes oder lehrhaftes Ich und die Erfahrung, die es zur Sprache bringt – nach Maßgabe genauer Wirkungsabsichten im Rahmen einer von Werk zu Werk fortentwickelte – „Autofiktion“.[13]

Als Allegorie stellt die Göttliche Komödie die Reise der Seele zu Gott (Löwe am IC, Sonne in 12) dar, wobei das Inferno die Anerkennung und Ablehnung der Sünde beschreibt. Reisebegleiter sind Merkur und Jupiter (zunächst der Dichter Vergil, der ihn durch die Hölle begleitet, später die Seele des Statius[14], der beide ins Paradies hinauf begleitet). Von der Hölle (Inferno = das 8. Haus, wo er – bereits plutohaltig – in den Saturn-Strafprozess geschickt wird) geht es weiter zum Läuterungsberg (Purgatorio – der Saturn wird in Haus 12 geläutert), und schließlich ins Paradies (Paradiso = das Licht des 11. Hauses). Die Hölle und das Paradies sind in Schichten (in jeweils neun konzentrischen Kreisen) unterteilt. Je näher man den engeren Kreisen kommt, umso sündiger bzw. heiliger sind die gestorbenen Seelen.

Der Läuterungsberg bzw. das Fegefeuer ist als ein hinter einem Tor beginnender Rundweg um einen Berg angelegt. Der Weg schraubt sich dem Licht entgegen. Auf sieben Terrassen büßen die Seelen, rechnet man noch den Meeressaum und den Bereich für die Säumigen dazu sind auch hier neun Stufen zu bewältigen. Die 9 ist in der Astrologie die Zahl des Mars[15].

Während die Hölle trostlos ist, dominieren im Fegefeuer Buße und Hoffnung. Wie zuvor regiert die ironische Umkehrung die Strafen, die aber endlich sind (wenn sie auch 500 Jahre[16] und länger dauern): Im Fegefeuer bzw. auf dem Läuterungsberg können die Hochmütigen unter der Last von Steinen den Blick nicht mehr vom Boden lösen, den Neidischen werden die Augen mit Draht zugenäht, die Trägen müssen um den Berg hetzen, die Habsüchtigen liegen mit dem Gesicht im Staub des Weges …

Das Paradies erblickt der Reisende in dem Moment, in dem er über den Uranus aus dem 12. Haus heraus und über den Jupiter-Venus-GSP von 3° aus der Hölle ins Helle gelangt.

Drei Jenseits-Reiche sind die Zeichen Fische (oder 12. Haus), Wassermann (11. Haus) und Steinbock (10. Haus). Allerdings – lesen wir das Bild als „Weg der Aphrodite“ –  geht die Entwicklung nach dem Sprung ins Helle noch weiter bis ins 7. Haus. Dort wartet bereits wieder Pluto in Opposition zu seiner Zwillinge-Sonne in Haus 12: Eine große Versuchung ist das, die eigene Entwicklung und damit auch die Vergänglichkeit zu verneinen. Es entsteht eine Vorstellung von Leben, aber möglicherweise kein eigenes Leben. Erkennen kann man das daran, inwieweit der Träger der Konstellation einen unentspannten Erfüllungszwang zeigt, der ihn in die Perfektion bis zur Manie treibt.

Der real aus seinem Lebensausdruck und Lebensrecht vertriebene Dante (Mars-Neptun in 3 und im Löwen) verfasste die Commedia über 13 Jahre hinweg in seinem Exil in der Sprache des Volkes[17]: Venus in Krebs (der Wortbestand im Volke) nicht Lateinisch, sondern das im Volk gesprochene Italienisch. Er gilt damit – sagen die Literaturwissenschaftler – als Begründer des Italienischen als Literatursprache.

Die Frau, um die es hier ging, Beatrice – in Florenz der damaligen Seit abgekürzt zu Bice – soll des neunjährigen Dante erste Liebe gewesen sein. Die Begegnung, die Partnerin – im 7. Haus suchen wir sie – und da steht der Pluto. Soweit ich das ersehe, handelte es sich um eine platonische Liebe, eine reine Vorstellung, die sich die Sonne in 12 in ihr Bewusstsein im 7. Haus projizierte: eine Spiegelung ins Außen. Nur im Licht dieser Außen-Stellung konnte der Mann ein Bild von sich selbst abgeben und über sich reflektieren. [18]

Das 7. Haus beschreibt immer auch die Öffentlichkeit, in der eine Person (oder ein Ereignis) steht. Nun ist der Schütze ein Romantiker der intellektuellen Art. Und mit dem Jupiter im Stier gilt seine Begegnung wohl durchaus einem weiblichen Wesen, aber der Merkur steht in der Nähe und ist rückläufig, und das im 12. Haus. Die Versachlichung des Objektes der Begierde hinter die hohen Mauern eines Sich-Versagens. Ein rückwärts gewandeter Merkur im 12. Haus will da nicht wirklich raus. Er will die Reinheit nicht verlieren, will gewissermaßen im Ewigen und Ungelebten bleiben. Die Rückläufigkeit sorgt dafür, dass hier jemand verstärkt um klare Darstellung bemüht ist, dabei geht es bei jedem genommenen Schritt nach vorne sofort wieder zurück – ein wahrer Kommunikations-Sisyphos, der im Saturn eine Brücke  zwischen sich und Jupiter findet. Nun man mag sich vorstellen, wie sich ein junger und dann ein älter werdender Mann fühlt, wenn er die vorgestellte „Liebe“ nicht erreicht – denn sein Mars steht immerhin in Haus 3 und drängt in die Ausübung. Mars-Uranus – die (schmerzhafte) Erektion, mit der er in die Teilung von Raum und Zeit hineingeht. Er bringt allerdings Neues in die Zeit: Minne-, d.h. Liebesgedichte mit dem Titel La Vita nuova – das neue Leben.

Was macht ein Jupiter in Haus 12, wo er dich gleichzeitig die Reinheit nicht verletzten darf? Er sublimiert, er wird mystisch, er schaut das Heilige an, identifiziert das, was er nicht erreichen kann, als das Heilige. Später wird man sagen: Er begibt sich auf eine Pilgerreise der Initiationen.

Eine reale, in Erscheinung tretende Frau allerdings – Herrscher von 12 in Haus 2 –  als eine Venus im Krebs und die Liebe im 12. Haus hatten – so entnehme ich dem Horoskop – nichts miteinander zu tun. Die Venus – mit dem Uranus auf 3° einem guten Hause entsprungen, allerdings entwurzelt – entzieht sich der Anpassung an Vordergründiges. Eine konkrete Selbstabgrenzung ist dem Träger einer solchen Konstellation nicht möglich, eine Verankerung darf niemals ins Vordergründige treten.

Selbst wenn Dante „Freunde“ hatte und sich in einem Sozialgefüge (mehr als in seiner Familie) bewegte: die Frauen, das konkrete Weibliche, das (aufgehobene) Geschlechtliche darin, erschreckte ihn – er ignorierte es – die Venus auf 21° Krebs hat keinerlei Aspekte zu anderen Anlagen. Sie bleibt „einsames“ Bild – und steht lediglich zum Mondknoten auf 20°50‘ Steinbock in Opposition. Der Standort des Mondknotens deutet darauf hin, dass hier eine Verantwortung insbesondere für die eigene Aufgabe im Leben zu übernehmen wäre, und die liegt hier ziemlich eindeutig im Saturn in Hause 12, der über den Uranus zu „gebären“ ist. Charakteristisch ist hier der Rückzug in sich selbst, sobald Konfliktsituationen entstehen. Saturn-Mond ist ebenfalls gegeben: die sehr kanalisierten Umstände beinhalten einen „einsamen“, ungeborgenen Mond, der sich zu Saturn ins 12. Haus zurückzieht.

Mysteriös ist Dantes Eheschließung mit Gemma di Manetto Donati: In den Biographien ist zu lesen – anhand von notarlichen Verträgen und Eintragungen aus Korrespondenzen sowie der Heiratsurkunde -, dass der 11-jährige Dante und die (jüngere?) Gemma[19] 1277[20] entweder eine Kinderehe eingingen, oder dass sich in der Datierung Fehler eingeschlichen hatten. Als zweite Jahreszahl wird für die Eheschließung das Jahr 1293[21], Dante zu dieser Zeit 28 Jahre alt, genannt. (Die wahre Beatrice ist übrigens 1290 gestorben.) Im Jahr 1301 wurde Dante aus Florenz verbannt; er ließ Frau und die vier Kinder zurück und ging ins Exil.

Die „andere Venus“, jene ätherische Denkerische aus der Waage im 5. Haus des Erschaffens hat er allerdings real gemacht: Mitherrscher von 5 in 2 sagt, dass hier eine außerpersönliche Anlage im Ausdruckstrieb nicht dem Subjektiven untersteht, sondern sich im sichtbaren Bereich krebs-sprachlich abgrenzt und absichert. Er macht spontanen Lebensausdruck zum „Sprachbestand des Wesentlichen“. Es geht um Werk mehr als um die Frau und die tatsächlich gezeugten Kinder.

Als unseres Lebens Mitte ich erklommen,
befand ich mich in einem dunklen Wald,
Da ich vom rechten Wege abgekommen.
Wie schwer ist’s, zu beschreiben die Gestalt
Der dichten, wilden dornigen Waldeshallen
Die, denk ich dran, erneurn der Furcht Gewalt!

Dante Alighieri, aus: Die Göttliche Komödie

Ich bleibe in jenem Zeitalter, von dem es heißt, es sei ein Wendepunkt im spirituellen Leben des Westens gewesen, im guten Sinne natürlich. Anderen Stimmen zufolge soll aber genau in jenem Zeitalter der Verlust von Dasein begonnen haben.[22] Es wird weiter unten klarer, was das Dasein bedeutet, und wozu es im Gegensatz steht – und vergessen wir nicht, was ich bereits über den Menschen und sein Verbrauchtwerden gesagt hatte.

Scholastik ist das Stichwort, das wir jetzt brauchen. Was war die Scholastik? – Sie wurde als eine Methode der Beweisführung in der Gelehrtenwelt entwickelt, mittels deren Anwendung man versuchte, Fragen ausgehend von Prämissen (Annahmen) in theoretischen Erwägungen zu klären. Hauptgebiet, auf dem diese Methodik Anwendung fand, war die Theologie, aber sie war nicht das einzige. Mit der Methode der Scholastik können aufgestellte Behauptungen entweder belegt werden, oder sie widerlegt eine Behauptung entweder als unlogisch oder als Ergebnis einer begrifflichen Unklarheit oder sie zeigt auf, dass die aufgestellten Behauptungen mit offensichtlichen oder bereits bewiesenen Tatsachen unvereinbar sind. Eine Beweisführungsstrategie also, mit der man jedem nicht-scholastischen Denken sichere Aussagen abschrieb. Denjenigen, der seine Behauptungen nicht methodisch sicher und klar begründen konnte, sondern sie auf (interpretierbare und perspektivisch-wahrnehmungs“basierte“) Beobachtungen stützte, stellte man auf die Seite des Glaubens (wenn nicht sogar der Mystik), nicht des Wissens. Mit der Scholastik wurde einerseits der Weg der (an Universitäten gelehrten) „weltlichen“ Wissenschaften bereitet, und doch stand sie in Person ihrer Vertreter andererseits im Dienst der Kirche, der sie den letzten Gottesbeweis auf methodische Weise bringen sollte. In den damaligen Klosterschulen – um es noch einmal zu greifen – versuchte man die Philosophie der Antike (besonders Aristoteles) und die biblische „Botschaft“ zusammenzubringen.

In wessen Dienste auch immer – eine Methode ist ein wiederholbares Verfahren, das von jedermann und auf jedes Thema angewendet werden kann, und fällt damit in den I. Quadranten und in „die Ausübung des Stier“ als Zwilling, Intellekt, Logik, etc. Schmucklos, sachlich-neutral, intellektuell, nachvollziehbar.

Auch heute noch werden Vorträge, Seminare, Unterrichtseinheiten, oder Texte wie Essays auf Art und Weise der Scholastik betrieben. Typisch ist das Vorgehen des „Pro & Contra“-Disputes, dem mehrere Fragestellungen in Form von Ja-/Nein-Fragen vorangehen. Die Dialektik – das Gegenüberstellen von zwei gegensätzlichen Themen zum Zwecke der Wahrheitsfindung – war eine Teilmethode, der zum Abschluss die Verkündung der (richtigen) Lehrmeinung folgte.

  • Gibt es einen Gott?

  • Nein. (Das ist die Antwort, die dann in der Folge als falsch entlarvt und die zurückgewiesen wird)

  • Argumente für das „Nein“  (Es scheint...)

  • Argumente für das am Ende als richtig Befundene. (Aber andererseits…)

  • Belege mit Bibelstellen

  • Vorstellung der richtigen Auflösung

  • Widerlegung jedes Argumentes für das „Nein“

… Fortsetzung folgt, aber nicht hier…. Nachbearbeitung ist in Gang.

[1]Wir sprechen seit Jahren davon, wie sehr sich unsere Gesellschaften immer mehr infantilisiert haben: die Kindheit wird weit ins Erwachsenenalter hinein ausgedehnt.

[2]Angenommen, wir hätten uns bis 1993 im Zyklus eines Silbernen Zeitalters befunden (dessen Nachwirkungen wir ja jetzt noch spüren), dann träten bald die ersten Anzeichen des Bronzenen Zeitalters auf.

[3]In: Mensch und Umwelt im Mittelalter, Bernd Hermann (Hrsg.), 1996

[4] Die Entwicklung der Windkraftnutzung wurde ab 1991 in Deutschland „breit“ gefördert: GROWIAN.  Den zügigen Ausbau verstärkte im Jahr 2001 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) noch einmal, sodass gegen Ende des Jahres 2003 etwa zwei Drittel der europäischen Windkraftanlagen in Deutschland installiert waren.

[5]  In Europa gab es zwischen 1346 und 1353 geschätzt 25 Millionen Todesopfer.

[6] Vgl. Mensch und Umwelt im Mittelalter, S. 31ff

[7] Nachlesen bei Wolfgang Döbereiner, Erfahrungsbilder Bd. 2, S. 119ff

[8] Berufung der internationalen Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan zur deutschen Klimaaußenpolitikerin. Die Kernkompetenz von Greenpeace, das Geschäftsmodell dieser Organisation: Aufmerksamkeit schaffen. Mit spektakulären, oft auch illegalen Aktionen, wird auf die Krise des Klimas und der Erde hingewiesen.

[9]Titel eines Chansons von Hildegard Knef aus dem Jahr 1970.

[10]  Andere Beispiele sind: Baumkrone für Spitze des Baumes oder Wüstenschiff für Kamel.

[11] Die drei Söhne waren nach den drei Vorzugsaposteln Christi benannt: Pietro, Giovanni und Jacopo, die Tochter hieß Antonia.

[12]  Die Ghibellinen und Guelfen waren zwei verfeindete politische Gruppierungen im mittelalterlichen Reichsitalien. Während die Ghibellinen (Waiblinger aus der Stauferstadt Waiblingen) die Parteigänger des Kaisers waren, unterstützten die Guelfen (Welfen) die Politik des Papsttums.

[13]  Fast alles, was wir von Dante wissen, wissen wir von Dante selbst, F.-R. Hausmann, Plädoyer für einen kritischen Umgang mit Dantes Biographie

[14] Publius Papinius Statius (* um 40 in Neapel; † um 96 ebenda)  war über viele Jahrhunderte einer der beliebtesten Dichter der lateinischen Antike und wurde nur von Vergil in der Wertschätzung übertroffen.  In der „Komödie“ hat Dante ihm die Reinigung und Läuterung als durchlaufen habend zugestanden.

[15] Nach neun Monaten wird ein Kind geboren (unter Schmerzen), als rechtsdrehende Spirale ist die Neun die Entwicklung, die Entfaltung, die Schöpfung, Die Neun fördert die Erneuerung, gilt als Potenzierung der göttlichen 3 (Jupiter) und damit als Weckung des Lichtgottes. Vgl. Holger Karsten Schmid, Frau Holle, die nordische Göttin Hulle und ihr Gefolge, 2017

[16]    Der Große Zeitgeist-Zyklus der Neptun-Pluto-Konjunktion dauert 492 Jahre.

[17]  Krebs – das 4. Haus – Mond: die Verinnerlichung und die seelische Identifikation mit den jeweils gegebenen Situationen. So wie die Widder-Energie ungeformt und ungerichtet ist, ist im 4. Haus die Seele noch ungeformter Urstoff. Volk in diesem Sinne gelesen ist die Identifikation mit der Lebenssituation, die man mit anderen Menschen an einem Ort oder in einer bestimmten Situation teilt. So gesehen entsteht immer dort „Volk“, wo sich Menschen – um dem inneren Chaos zu entgehen –  an bestimmten Objekte oder Inhalte orientieren, die sie aussteuern (Jungfrau gehört ebenfalls zum II. Quadranten). Damit identifizieren sie sich und grenzen sich gleichzeitig in diesem daraus hervorgehenden Ausdruck unterscheidbar gegen andere „Völker“ ab. Volk wird eine Nation möglicherweise erst durch die Existenz von Fremdem.

[18]  Alessandro Barbero, Dante, Translated by Allan Cameron, 2020, 84-86

[19]Auf der frz. Wikipedia-Seite wird ein Geburtsdatum vom 10. März 1266 angegeben, auf der italienischen der 3.3.1265

[20]Barbero, 2020:168: 9. Februar 1276 (vgl. Unterschied zw. julianisch/gregorianisch)

[21]Ebd., statt 9. Februar 1293

[22]WD, Sem.15 S.251

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