Die Feindstaatenklausel, auch bekannt als „Enemy State Clause“, bezieht sich auf Artikel 53 und 107 der UN-Charta. Diese Klausel ermöglicht den Gründungsstaaten der Vereinten Nationen, gegen sogenannte Feindstaaten (wie Japan und Deutschland!) und ohne spezifische Ermächtigung des Sicherheitsrats Zwangsmaßnahmen zu ergreifen, falls diese erneut eine aggressive Politik verfolgen würden.
Deutschland versteht die Feindstaatenklauseln zwar als historisch überholt und nicht mehr anwendbar, da Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg seine Friedensregelung abgeschlossen hat und sich friedlich in die Weltgemeinschaft integriert habe, jedoch sind die Artikel 53 und 107 der UN-Charta mitnichten gestrichen, und damit jederzeit aktivierbar, z.B. sobald sich Deutschland aktiv an einem Krieg beteiligen würde (was übrigens seiner „Beteuerung“, friedlich integriert zu sein, widerspräche). Was besagen diese Artikel?
Art. 53
(1) Der Sicherheitsrat nimmt gegebenenfalls diese regionalen Abmachungen oder Einrichtungen zur Durchführung von Zwangsmassnahmen unter seiner Autorität in Anspruch. Ohne Ermächtigung des Sicherheitsrats dürfen Zwangsmassnahmen auf Grund regionaler Abmachungen oder seitens regionaler Einrichtungen nicht ergriffen werden; ausgenommen sind Massnahmen gegen einen Feindstaat im Sinne des Absatzes 2, soweit sie in Artikel 107 oder in regionalen, gegen die Wiederaufnahme der Angriffspolitik eines solchen Staates gerichteten Abmachungen vorgesehen sind; die Ausnahme gilt, bis der Organisation auf Ersuchen der beteiligten Regierungen die Aufgabe zugewiesen wird, neue Angriffe eines solchen Staates zu verhüten.
(2) Der Ausdruck «Feindstaat» in Absatz 1 bezeichnet jeden Staat, der während des Zweiten Weltkriegs Feind eines Unterzeichners dieser Charta war.
Art. 107
Massnahmen, welche die hierfür verantwortlichen Regierungen als Folge des Zweiten Weltkriegs in Bezug auf einen Staat ergreifen oder genehmigen, der während dieses Krieges Feind eines Unterzeichnerstaats dieser Charta war, werden durch diese Charta weder ausser Kraft gesetzt noch untersagt. [Quelle]
Die Ratifizierung der Charta vollzog sich am 26. Juni 1945 in San Francisco, in Kraft trat sie am 24.10.1945 (Washington, DC), ich rechne auf 00:00 EST. Es gibt in anderen Quellen eine Uhrzeit von 16:45 Uhr, die sich auf eine getätigte Unterschrift bezieht. Aus drei Gründen – wie ich gleich zeigen werde – könnte die 00:00 Uhr-Version die aussagekräftigere sein.
Zur Begriffsklärung: Eine Charta ist eine Urkunde oder Satzung, die z.B. für das Staats- und Völkerrecht von Bedeutung ist, d.h. völkerrechtlich verbindlich im Sinne einer Grundordnung, wie beispielsweise die Charta der Vereinten Nationen. Eine Grundordnung – und hier ist es eben die des Gesellschaftlichen, über das Einzelne hinaus Verbindliche – gibt ein Gerüst an die Hand, an dem sich die Handlungen der Beteiligten, die im besten Falle in sich eigenständig sind, und Mitglieder orientieren. Nun haben wir hier Saturn und Mars im Krebs zusammenstehend als die Paragraphen dieser „in Stein“ gemeißelten Ordnungsregeln. Sie beziehen sich auf die Reaktion in den Umständen auf Veränderliches und Begegnendes (Haus 6); diese wird hier „definiert“ als Widerstand gegen die Regeln in einer – in Haus 12 – doch wieder unmöglichen Aussteuerungsfähigkeit. Noch anders: es sind Regelungen entstanden, die bei einer „Anwendung“ mit einigen Widerständen im Vorzeitlichen zu rechnen hat.
Im Krebs spielt sich dies vor dem Hintergrund der einzelnen Heimatländer bzw. deren Vertreter im Mond (in den Zwillingen) mit Konjunktion zu Uranus (aus der Identifikation mit sich selbst herausgehoben und demgemäß dargestellt und kenntlich gemacht) ab. Und dies steht programmgemäß wiederum in den Heimatländern als Programmvollzug (Merkur in Skorpion in 4). Pluto im Löwen auf dem AC – das ist das Programm, das hier in Erscheinung tritt und dem sich die einzelnen Mitgliedsregierungen unterwerfen. Ein hartes Wort, und so negativ. Was fällt noch auf? – Am MC geht es um die Sicherung, in Kombination mit dem 10. Haus die Sicherung der gesellschaftlichen Ordnung, die Selbstsicherung – Stier – in den Händen des Vertrags. Nun steht die Venus zusammen mit Neptun auf 6° bzw. 7° Waage. Die Venus tendiert zum Uranus-Neptun-GSP, Neptun zum Sonne-Uranus-GSP. Die eine „hegt“ damit quasi eine „Lähmung“ aufgrund gemachter schrecklicher Erfahrung ein, der andere „heiligt“ die Lebensbedrohung bzw. die Sicherung vor dieser nahezu zum Ideal. Jupiter als dritter im Bunde stammt aus dem 5. Haus und erschafft in anschaulicher Mitteilung die Botschaft in „Friedfertigkeit“ und Ausgleich (Waage), die auf einer auf Harmonie ausgerichteten Bühne präsentiert wird. Jupiter vertritt das Recht und als Schütze-Abgesandter erhält er mit Venus-Jupiter eine Rechtsform.
Neptun stammt aus dem 8., vielleicht auch noch 9. Haus – es ist knapp: Da fragt man sich: Woran bindet man sich hier? Fische in 8 löst die Bindung an Gedanken, an die Gemeinde mit den anderen auf, oder täuscht sich über sie. Die Wasser der Reinigung spülen Erfahrungen der Art hinweg; ist das der Versuch, die Anlagen, die sich als störend erwiesen, zu tilgen? Neptun-Jupiter ist wiederum „edel“ und gut in seinen Absichten, und doch auch zwingend. Das Prinzip des Daseins ist nicht gewährleistet, d.h. Jupiter könnte Lebensformen (über das Leben verfügen) in die Gegenwart fügen, die ohne Prinzip und damit ursprungs- und bestimmungslos sind. Indem dies so ist, wird diese gelieferte Lebensform nurmehr durch Regelungen und in deren formalem Zwang „gehalten“. Es entsteht kein Bild, sondern ein Zeichen, das dann „gesetzt“ wird (unsere Sprache immerhin ist in der Verwendung dieses Ausdrucks ehrlich). Es entsteht keine Anwesenheit im Dasein, sondern eine Vorstellung von der Reinhaltung des Lebens in Abgeschiedenheit. Man hält sich vom Leben fern. Die Versprechen von „Heilung der Angst“, die sich auf die nicht gelebte Vereinzelung bezieht, machen in der Folge für den Zug in Sekten (die die Zeichen von Heiligkeit tragen) hinein anfällig; alsdann Übertragung der eigenen Angst auf Kollektive. Die „Einkapselung“ von Saturn und Uranus in der Lücke bewirkt in der Erscheinung die Hinwendung zu Regelung und Vollzug von Formen. Im Engramm des nichtzugelassenen Empfindens ergeben sich außerdem Jupiter-Mars als aggressive Weltanschauung, die missionierend in die Welt eingreift; ein Neptun-Mond mit Geschlechtsunterlegenheitserfahrungen mit dem Aus- und Abgestoßen-Werden im Mars-Mond.
Und hier? Ist die UN eine Sekte? Ist die Charta ein Bollwerk gegen die Angst? Zumindest liegt in ihrem Programm auch die Möglichkeit, als Vorgang einer Rechtsform „aufweichend“ aufzutreten. Die Sonne im Skorpion ruft Pluto auf den Plan: es liegt zweifach Sonne-Pluto vor. Das ist ein starker Zug in die Angebote, sich in der Durchführung aus der Vorstellung heraus mobilisieren zu lassen. D.h. dieses Gebilde hier hat einen gewissen Erfüllungszwang und darin einen Hang zur Versteinerung.
Wenn die gewählte Uhrzeit mit 00:00 Uhr Gültigkeit hätte, stünde die Inkrafttretung dieser „Grundordnung“ im Phänomensrhythmus (lila) und 7 Jahre/Haus ziemlich exakt auf der Mars-Saturn-Konjunktion in Haus 12. Die energiereiche Anschauung der Funktionen der anderen (Widder in 9), bzw. die Anschauung der Selbstdurchsetzung der anderen träfe sich mit der eigenen Aussteuerungsanlage, die allerdings nicht unbedingt einsehbar ist. Das könnte man als Handlungsunfähigkeit und -überforderung (im Sinne einer Schwächung der Abwehr) deuten, die noch zusätzlich im Venus-Neptun (blau) gegeben ist. Wäre die gewählte Uhrzeit relevant, ergäbe sich mit 79 Jahren und 7 Monaten (1°/Jahr) ein Stand von 01°45′ Skorpion, die Sonne (gelb) wäre vor einem Jahr angetroffen gewesen. Diese Sonne ist durch die Aktivierung der Konjunktion Mars-Saturn, die im Quadrat steht, ohnehin angeschaltet.
Wir befänden uns bzw. die UN-Charta sich in ernster Gefahr, denn im Stier ist mit 1°/Jahr der GSP Saturn-Mondknoten erreicht (dunkelorange), während Neptun (im Rhythmus 10 Jahre/Haus) und Jupiter (ebenfalls) (rot) in Haus 3 zusammenwirken. Beide waren bereits im Jahr 1986 unter gleichem Rhythmus und jeweils in den Jahren 1974 und 2001 im 7-er Rhythmus an Geschehen beteiligt. Würde das Horoskop stimmen, müssten sich für diese Jahrgänge Ereignisse entsprechenden Inhaltes finden lassen. Parallel zur oberen Auslösung von Mars-Saturn, trifft der 7-Rhythmus im 1. Haus (Fügungsrichtung) auf den Merkur-Uranus-GSP: Merkur korrespondiert aus dem 4. Haus im Quadrat mit Pluto am AC, man könnte auf einen Inhalt mit Pluto-Uranus schließen: das Konstrukt könnte unter einer Belastung aufbrechen. Ganz unbetrachtet gelassen habe ich hier die Rolle von Wassermann und Uranus in Haus 11 – ich hoffe doch, dass es nicht das verquälte Gesicht in E. Munchs Gemälde vom „Schrei“ darstellt. Dass mir aber gerade dieses Bild einfällt?! Der Uranus-Mond kann durchaus die Angst vor der „Vereinzelung“ und damit eine Angst vor der Übermacht der an die einzelne Person herangetragenen Zeitlichkeit sein.
Was sagt die Klausel über Deutschland aus, dem ebenso wie Japan, eine zweitrangige Rolle bzw. der Status eines potentiell unsicheren Kandidaten zugeteilt wurde? – Meines Wissens und des Wissens dieser Quelle nach gibt es nach wie vor keinen formellen Friedensvertrag zwischen der UN und Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Deutschland berkanntlich kapituliert, aber ein Friedensvertrag wurde nicht abgeschlossen. Der Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990 beendete zwar die alliierten Vorbehaltsrechte in Deutschland, was aber keine direkte Vereinbarung zur UN darstellte. Was wird die UN machen, wenn tatsächlich von deutscher Seite eine militärische Intervention in Richtung Russland ausgeht? Wohlgemerkt: Russland ist seit 1946 ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates.



