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DER PERFEKTE STURM

Entlehnt habe ich den Titel aus The Perfect Storm. A True Story of Men Against the Sea  – einem Roman aus dem Jahr 1997 von Sebastian Junger. In der Erzählung geht es um einen verheerenden, im negativen Sinne „perfekten“ Hurrikan im Oktober 1991 vor der Ostküste der USA, der zum Untergang des Fischereischiffs Andrea Gail führte. Das Buch wurde im Jahr 2000 von Wolfgang Petersen verfilmt und zwar unter dem deutschen Titel Der Sturm. Der eine oder andere kennt vielleicht die Verfilmung mit George Clooney.

Ich nehme das mal als Metapher: Auch wir befinden uns in rauhem Wetter und der Perfekte Sturm ist nicht mehr weit.

Gedankenfragment zur Jetzt-Zeit I

Von Mittwoch Abend 22:00 Uhr an gab es einen weiteren kurzen Ausschlag in Richtung „Sturm“: ein kurzfristig einberufener Bahnstreik begann. Und wieder einmal riefen da etliche: „Spaltung!“ Es gibt die Streik-Befürworter und die Streik-Gegner. 36-Stunden-Woche??? – Ja, und 500 € mehr – das sei unverhältnismäßig. EBEN! Alles hier im Land ist unverhältnismäßig und maßlos, auch und vor allem die Energieverschwendung! Es wird schon gesprochen von Deutschland als „Energiebettler“ – und schaue ich auf die Straße, in die Busse oder Bahnen, sehe ich Herden an Menschen mit Smartphones und verkabelten Kopfhörern, durch die offensichtlich Gestreamtes direkt ins Gehirn fließt. Was für eine weltumspannende Energieverschwendung. Ich stelle ihnen meine lautlose Frage: „Und was gebt ihr an Energie zurück?“ Wo verpufft bloß all die eingesogene Energie?

Gedankenfragment zur Jetzt-Zeit II

Die Vereidigung unserer derzeitigen Regierung jährt sich am 8.12.2023 zum zweiten Mal. Hier das Horoskop dazu mit den Transit-Konstellationen vom 18.11.2023.

60 Milliarden Euro und ein Verfassungsgericht in Karlsruhe. Man braucht keine Astrologie, um einzuordnen, dass da viel kriminelle Energie am Werke ist. Aber von welchen Maßstäben reden wir in unserer Zeit überhaupt noch?!  Man sieht im Moment der Vereidigung sogleich den Jupiter aus dem Schützen am MC. Es geht um Bildung, Recht, um Anschauung der Welt und ihrer Gefüge – und das im Wassermann.  Man konnte es also wissen: angetreten, um aufzuheben. Uranus steht nämlich im Stier und in Haus 2. Nehmen wir den Stier als die „Wirtschaft“ und das Kapital, dann ist Uranus darin der, der das an alle in der Gemeinschaft verteilt. Man könnte also zusammenfassen: es wurde ein Sozialismus gefügt.

Dass hier viele Planeten in 12 stehen, eingeschlossen von Jupiter aus Haus 10 und von Venus-Pluto an der Spitze von 12, gibt zu denken. „Hades-Regime“ nannte es ein Astrologen-Kollege. Diese Regierung ist mit einem vierfachen Jupiter-Uranus unterwegs. Vorschusslorbeeren nenne ich die Konstellation auch, denn ob sich der „Rosenregen“, der hier versprochen wird, wirklich ergibt, muss sich in Taten und Ergebnissen beweisen. Und ob es tatsächlich Rosen sind, die hier regnen, und nicht Frösche, bleibt auch noch abzuwarten. Jupiter zu Uranus: Ein Vorvorderer hat eine Haltung gesetzt, und diese wird nun vertreten. Eine „Dynastie“ ist entstanden und (lt. Döbereiner) sollten wir die Clan-Chefin suchen. 

Nun aber der Transit vom 18.11., der auf den Mars blicken lässt. Ein Mars im Skorpion und darauf die Sonne und Mars in Konjunktion. Die Lunte ist gezündet. Der Mars der Vereidigung stammt aus dem 2. Haus, dort steht Widder. Zweites Haus, nicht nur Wirtschaft, sondern auch Territorium, also das reale Terrain, in dem sich dann das Gemeinschaftliche niederlässt, sich bestenfalls selbst sichert. Widder als ungerichtete Energieform muss nun hier „sichern“, was im 1. Haus an Immunschwäche und aufgelöster Selbstdurchsetzung vorliegt. Zwei Schritte zurück: der Herrscher von Haus 5 und 6 ist der Krebs, und der Mond steht im 12. Haus verschlossen und (de-)formiert im Wassermann. Es gibt ihn schlichtweg nicht. Im 1. Haus taucht ein Neptun in den Fischen auf. Außer, dass wir reflexartig an Auflösung denken, können wir auch sagen: hier geht es um eine Rückführung. Die Rückführung in einen vor-ursprünglichen Zustand der Ungeteiltheit, an den Anfang aller Dinge, und somit zu Chaos. In den Fischen liegen keine Strukturen vor, es ist alles möglich – und damit sind auch Täuschung und Irreführung möglich. Nehmen wir es anders: Ein Mensch mit dieser Konstellation wäre, was seine Selbstdurchsetzung anginge, realitätsallergisch. Ja, er könnte die Realität, die vordergründigen Erscheinungen kaum ertragen und würde in einer Scheinwelt abtauchen. Fast würde ich sagen: er kann eigentlich nicht leben, außer – wie es hier mit der Sonne im Schützen ist: er würde von Merkur zum Vorgang gemacht – der Vorgang des Heimatlichen in der aufzuhebenden Fügung.

Widder ist nun keiner, der zurückschaut. Er prescht nach vorne, nimmt den Bestand und wirft ihn Skorpion vor und auf die Füße. Auch Skorpion ist ein Bestandshaus – das im Außen, das der Anderen. Aus dem Nichts greift Mars also in die Taschen von Skorpion, im Quadrat zu Jupiter am AC wird das auch als Mission verkündet. Mars-Jupiter, ob miteinander oder über kreuz: sie sind feurig unterwegs, und verkündend. Der Mars im Skorpion gießt Energie in die Bindung an Partner und Bilder. Der leitbildorientierte, außerpersönliche Skorpion bietet jene Programme an, in denen sich Mars engagiert. Mars-Pluto ist der Austreiber des Verdrängten, und hat gleichzeitig Angst vor dem Bösen. Das Böse als das, was nicht gelebt werden darf, bedient sich der Fassade des Bürgerlichen, um dahinter sein Verdrängtes zu verstecken. Das Verdrängte ist das nicht-gehabte Ereignis; es befriedigt sich im Illegitimen. Indem man sich im Vorgang (hier kommt Sonne-Merkur ins Spiel) immer wieder verbraucht, wird man zum Handlanger (z.B. einer kollektiven Vorstellung von Reinhaltung, was sich in Genoziden ausdrücken kann). Hoffen wir, dass es nicht soweit kommt – aber die Potenz ist da. Sie liegt mehr oder weniger offen vor uns.

Das Horoskop der Vereidigung habe ich ausführlich in den „Chroniken“ beschrieben, einschließlich des Horoskops des Bundeskanzlers.

Pluto-Venus: es sind Programme des Gemeinschaftlichen, des staatlichen Gemeinschaftlichen (mit dem Steinbock). Oder noch anders: Man hat auf dem Boden der „Ordnung“ (z.B. des Grundgesetzes – das aber leider auch im Orcus verschwindet) Vorstellungen darüber, wie einerseits mit Geld und andererseits auch mit den Partnern, mit denen man sich im 8. Haus einlässt, umzugehen ist. Pluto ist immer Zwang – mithin: Zwang ins Gemeinschaftliche hinein. Das müssen wir nicht weiter auswalzen, wir können ins Land schauen, um zu sehen, wie es sich „vollumfänglich“ darstellt. Mars aber ist jetzt wichtig. Er wird in den nächsten Wochen über die Sonne und den Merkur in den vierten Quadranten hineinlaufen – und hat dort einiges zu tun. Das wird ein Sturm werden, denn Mars als Aufdecker wird einiges ans Licht bringen. Wenn er als Transit-Mars gegen den 17.-19.3.2024 auf dem Jupiter ankommt und den Aszendenten überquert, wird einiges hinter uns liegen. Vielleicht ja dann auch diese Regierung.

Das wird nicht sofort alle Probleme lösen, aber wenigstens könnte doch eine langfristige Korrektur einsetzen, weg von der polymorbiden Ideologie, hin zu ordentlicher Arbeit und einem neuen Bewusstsein dessen, was als eigenständiges Land und Mensch möglich ist.

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