Mittwoch, 15-Juli-2026

NOCH EIN WARNER?

„… Stiglitz wirft Elon Musk und Mark Zuckerberg vor, die Informations-Ökonomie kontrollieren zu wollen. Sie hätten mehr Reichtum als die Superreichen der Vergangenheit und bessere Werkzeuge, die Gesellschaft zu beeinflussen – und genau das täten sie auf eine gefährliche Art und Weise. […] Der Ökonom meint, Musk und Zuckerberg hätten erkannt, dass es keine Wahrheit gebe. Sie könnten mehr Geld damit verdienen, Desinformationen zu verbreiten, also würden sie das tun. Er wirft den Tech-Milliardären einen Mangel an moralischen Werten vor.“ [Quelle]

Der Ökonom Joseph Stiglitz (bis 2000 Weltbank-Chef und u.a. auch Wirtschaftsberater im Team von Bill Clinton 1996-1997) wurde 2001 mit dem Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet. In einem Interview mit El Mundo vom 6.2.2025 kritisiert er die Rolle von Plattformen wie Facebook und X bei der Verbreitung von Falschinformationen, insbesondere bezeichnet er Elon Musk und Mark Zuckerberg als Verbreiter von Desinformation. Er warnt vor einer in den USA entstehenden Oligarchie

Joseph Stiglitz, 9.2.1943, 20:14 Uhr, Gary (IN)

Ein Jungfrau-AC von 14°35′, eine Sonne in Haus 6 im Wassermann (Herausgehen aus dem Vernünftigen, über die Wahrnehmung hinaus tätig werden), ein Merkur im Steinbock in Haus 5 – alles bei einem MC in den Zwillingen. (Dreimal verzeichnen wir Saturn-Merkur, zweimal Merkur-Uranus.) Viel Luftiges gepaart mit Erdigem. Auch das 2. Haus steht in einem Luftzeichen, während die Venus im Gegenzeichen der Jungfrau – Fische – positioniert ist. Die Jungfrau am AC ist sachlich und an ihren Aufgaben orientiert, sie ist nicht unsubjektiv fürsorglich fürs Leben, aber weniger emotional involviert als die beiden Mitzeichen im II. Quadranten. Für die Selbstdurchsetzung liefert sie die nötige Vorsicht, die eine Bewegung in den Umraum einschätzen will: gefährde ich mich oder nicht? Ihre Risikobereitschaft ist ohnehin gering, und wenn Vorsicht auf die Notwendigkeit zur Selbstdurchsetzung trifft, setzt sie auf Waffen wie kühle Kalkulation – Finanzen eben, und die Wirtschaft, denn sie weiß gut mit ihren Ressourcen zu wirtschaften. (Jungfrau-Sonnen, so sie denn nicht gerade einen Jungfrau-AC haben, sind bisweilen miserable Wirtschafter.)

Schauen wir auf Merkur im Steinbock, der sich in Haus 5 kalkulatorisch und weltvermessend den Umraum erkundend ausdrückt. Er wird (im Rahmen von Steinbock „bossig“ und schon mal dozierend) eine geregelte und nach Gesetzen der Mechanik funktionierende Ausführung vorlegen. Saturn-Merkurs sind die reproduktiven „Intellektuellen“ quasi im Instrumentenhaften. Das Metier dieses Mannes ist eine Informationsausgabe als Lebensfinalität (MC), dabei hat sein Vorgehen Methode, ist nachvollziehbar im Sinne des Wortes wissenschaftlich-exakt, skeptisch und in Frage stellend (dass er damit dem unmittelbaren Empfinden als Mond im Widder in die Quere kommt, ist im Quadrat gegeben). Der Mond übrigens steht auf einem GSP Saturn-Neptun und dürfte einen „Riecher“ (die Jungfrau) und ein Bauchgefühl (Krebs) für Zustände von Zusammenbrüchen und Konkursen haben.

Jungfrau – ich nenne sie gerne die Buchhalterin des Lebens (sie führt Buch über Einnahmen und Ausgaben) – in Haus 1 ist die Büroleitung, unter der Neptun zu „arbeiten“ hat. In ihrem Büro ist er es, der auf die Reinheit und Unabhängigkeit von bestehenden Maßstäben einen klaren Blick wirft. Neptun ist kein Prüfer, aber ein Katalysator für das Prinzip – im Fall dieses Mannes kommt er aus dem Begegnenden. Der Prüfer sitzt übrigens als Herrscher von Haus 3 im Löwen in Haus 11 und wird bereits bei Eintritt ins Zeitliche ein Programm zur Darstellung und Information des 2. Hauses im Entstehen ausgeben. 

Aus dem undifferenzierten Nebel einer hintergründigen Begegnungswelt tritt Neptun in unstoffliche Erscheinung. Man sieht ihn nicht. Fraglich, ob er in vernebelndem oder in klärendem Auftrag unterwegs ist. Für die Durchsetzung als Person ist Neptun in 1 problematisch im Sinne einer großen Durchlässigkeit, wenn man sich in Welten bewegt, in denen Durchsetzung mit Ellenbogen gefragt ist. Da braucht man Reaktionsvermögen und die Abwesenheit von Verschmelzung mit Allem und Allen (also „klare Kante“). Mars-Neptun ist hier eher eine schwache Immunabwehr, eine Unfähigkeit zum Handeln und die Neigung, zu lange im Nicht-Reagieren zu verharren. Schnelle Entscheidungen sind nicht zu erwarten, dafür ein Abwarten im Unsichtbaren.

Die Waage in Haus 2 macht das Haus des Bestandes in der Sicherung zu einem Haus des Bestandes in den Händen von Hirten.  Die Waage ist „öffentlich“ – also kein privater Bestand. Venus steht in den Fischen an der Schwelle zu Haus 7. Angelegt ist ein Begegnungsbestand, der nicht als Sicherung an der Person Erscheinung wird, sondern mit dem, was ihm begegnet, in seine Umstände eingeht. Die Person sichert sich ab, indem sie selbst zu einer Ergänzung der Absicherung in der alles umfassenden Begegnung wird. Durch die Aufnahme des Bestandes der anderen in deren Funktion (Stier in Haus 9) löst sich deren Bestand auf und wird im Neptun zum Teil der eigenen (im Indirekten bleibenden) Person. „Das Geld der anderen“ will mir dabei einfallen, mit dem der Mann zu tun hat, durchaus auch im Sinne von Finanzkriminalität, die zu den eigenen Umständen gehört, die man eventuell klären oder verschleiern muss.

„Geheimniskrämerei gehört zur Schattenseite der Globalisierung, das Verstecken von Geld aus Geldwäsche oder Steuerflucht untergräbt die Funktionsweise unserer Gesellschaften.“ Mit scharfen Worten hat Nobelpreisträger Joseph Stiglitz am Mittwoch eine Neugestaltung des derzeitigen internationalen Steuersystems verlangt – und radikale Forderungen auch an die EU gestellt. […] „Wenn sich Länder nicht an die Normen halten, haben sie eine ansteckende Krankheit und sollten nicht das Privileg bekommen, mit unseren Banken zusammenzuarbeiten“, meint er. Die steuerfreien Zonen in einigen Ländern seien besonders schädlich, weil sie es ermöglichen, Geld zu waschen.“ Am 17. Nov. 2016 publiziert in [Quelle]

Dreifach ist Venus-Neptun gegeben. Es verschwimmen die Grenzen zwischen Ich und Du; Partnerschaften werden unter möglicherweise nicht klarem Bewusstsein über den anderen eingegangen, man begegnet einer Fata Morgana, ist gleichzeitig aber auch grundsätzlich offen für die Wahrheit. Mit Fische in Haus 7 geht die Person liberal und gewährenlassend an das Außen heran: alles ist gleich gültig – das kann auf eine „Haltung“ gegen die wettkämpfenden (doch so bösen) „Kapitalisten“ hinweisen. Wettkampf ist ja ohnehin nicht seins, er schwimmt eher bzw. lässt fließen.

Die Unterstellung des Subjektiven unter eine gesellschaftliche Ordnung und Gesetznormierung – hier mit dem Steinbock in Haus 5 – weist in den Zwilling. Der Mann ist in seinem Ausdruck „Stellvertreter“ einer Lebensordnung (die Souveränität identifiziert sich mit der Wirklichkeit bzw. deren Bewachung), die im 9. Haus nach Vorgabe des Gemeinschaftlichen (aus dem Stier auch die Währung) die Einsicht in dessen Umraumbewegung prägt (Saturn in Zwillinge in 9). Nehmen wir Steinbock als das Bewahrende – so ist er in den Anschauungen der gemeinschaftlichen Werte eine konservative „Größe“, man könnte auch sagen: ein Schwergewicht. Er bestimmt darüber, wie mit den Beständen der anderen in deren Anwendung (mit deren Aufbewahrung) umzugehen ist. D.h. er als Stellvertreter bestimmt, wohin Geld geht, und wohin nicht. Saturn steht mit dem „leichteren“, luftigen Uranus zusammen, was schon ein Hinweis auf eine Unvereinbarkeit ist. 

Die Überwindung der Vernunft mit Wassermann in 6 heißt, über das Subjektive hinaus im Übersubjektivem nach Verwertbarem zu suchen, auch, sich von der Vernunft zu entfernen und abzuheben in die Unvernünftigkeit, die aber subjektives Leben gefährdet und es Visionen unterstellt. Mit Wassermann kommen wir dem Begriff „Globalismus“ (aber auch dem (internationalen) Sozialismus) nah, der hier die Brille der Wahrnehmung festlegt. Die Sonne im Wassermann muss nun den wissenschaftlich-skeptischen Merkur aus Haus 5 umsetzen; Jungfrau und Wassermann werden nicht so richtig Freunde. Der Wassermann will „raus“, er ist der, der es genau andersherum macht, als man ihm sagt. Während Merkur empfiehlt und warnt: „Mach es nach bewährter Manier.“, hält Uranus dagegen: „Ich will es neu und viel universaler.“ – Merkur und Uranus ergeben eine Diagonale zur oberen Reihe von Saturn-Uranus (hier im 9. Haus zur „Anschauung“ werdend), bei dem sich durchaus Phasen großen Staus in dem Versuch, die Lösung in Unverbindlichkeit und der Unberührbarkeit zu suchen, Luft verschaffen. Merkur-Uranus kann nur schwer aushalten, dass eine Lösung ausgehandelt, und vor allem ein Wandel (von Uranus zu Saturn) herausgearbeitet werden muss. Lösungssuche bedeutet Streit und auch unschöne Zusammenstöße. Merkur-Uranus  legt sich nicht fest, sucht in der (von ihm selbst auch mitinitiierten) Existenzlosigkeit seine „Freiheit“. Gem. des Engramms ergibt sich als nächste Diagonale Saturn-Venus mit der Pflicht und der (An-)Ordnung, sich in das Gemeinschaftliche einzulassen (hier wird von „Werten“ gesprochen). Auch das eine vermeintlich lebbare Lösung, als Kompensation zu verstehen. Das zugehörige Engramm des Versteckens im Sozialen mit den beiden Schotts Uranus-.Venus und Saturn-Merkur bespreche ich hier im Buch ausführlich.

Sollte das Horoskop stimmen, dann wäre derzeit noch das Antreffen von Mars (im Fügungsrhythmus und mit 10 Jahre/Haus) im Alter von 82 Jahren zu vermerken, was den Widder und den Mond darin „auf den Plan“ ruft. Mars als der „freche“ Aufdecker, der hier als „Schnitt in die vereinbarte Ordnung“ fungiert, als einer, der die Hürden, die Gesetze nun einmal auch sind, umstößt oder über sie hinwegspringt und Mond-Merkur anschaltet: er artikuliert/schreibt über und analysiert die Verhältnismäßigkeit zwischen dem, was getan wird und dem, was fürs Einzelleben tragbar ist. Auch steht der Mann nunmehr auf einem GSP Pluto-Uranus – am 26.1.1981 hatte er diesen Punkt bereits als 37jähriger überschritten – unter ganz anderen Voraussetzungen. Die Rede ist von ihm als „Überläufer“ von den Insidern (das sind die Eliteökonomen und Finanztechnokraten) zu den Außenseitern (z.B. Umweltschützer, Gewerkschaftsführer, Studenten, Anarchisten). Soweit ich das verstehe, war er zu jenem Zeitpunkt der Globalisierung eher neutral eingestellt, und mit wachsendem Alter eher kritisch. Zwischen 2002 und 2006 gab Stiglitz zwei Bücher heraus: „Der Schatten der Globalisierung“ und „Die Chancen der Globalisierung“; das Saturn-Uranus-Thema eines Menschen, der mit der Konjunktion in einem „Sowohl-als-auch“ (weniger mit einem „Entweder-Oder“) mit sich im Widerspruch stehen könnte und immer wieder das Arrangement thematisiert. 

Die Einschätzung, die Stiglitz über Elon Musk und Mark Zuckerberg gewinnt, ist vor allem vor dem Hintergrund dieser Saturn-Uranus-Konjunktion (bzw. des Engramms des Versteckens im Sozialen) zu sehen. Denn: Man erkennt in der Welt das, was man selbst in sich trägt. – Und was hat es nun mit den „moralischen Werten“ auf sich? Wenn ich „Moral“ und „Wert“ höre, denke ich an Stier und das prosoziale Verhältnis, das von Mensch zu Mensch für Übereinkunft sorgt. „Bei Geld hört die Moral auf.“ Wie kann das stimmen? Der Parallelentwurf zur Venus-Wertigkeitsmoral ist die „soziale Gerechtigkeit“, in der radikalsten Ausformung die unterschiedslose Verteilung (aller Werte) auf alle, die im Wassermann und im Uranus aufleuchtet. Hier stehen also Stier und Wassermann in Abwägung. Ach, ist das alles immer verworren, wenn man diese Links-Rechts-Dichotomie, die da soziologisch-politischerseits hineingeholt wird, aufmacht.

„Today social leveling is synonymous with compression.“ aus: Fantastic Illustrations of GRANDVILLE – Un autre monde, 1843

Die Frage ist so eigentlich: Wieviel Freiheit braucht der Einzelne, und wieviel Sicherheit? „Das Einzelne“ ist dabei nicht nur die Autonomie eines Landes oder eines Volkes, sondern auch z.B. das eigenständige Familienunternehmen, überhaupt Kleinunternehmen, Landwirte, das sind Freiberufler ohne Arbeitsverträge mit Sozialleistungen, aber mit Honorarverträgen, die im 3-Monats-Rhythmus oder nach zuvor festgelegten Kursstunden geschlossen werden, Selbständige. Der Einzelne ist der, der nach seinen Bestimmungsmaßgaben aus sich heraus lebt (in aller Subjektivität) und Verantwortung für sich und die „Seinen“ übernimmt. Absolut „frei“ ist er eigentlich nur im Allein-Sein und in aller Unabhängigkeit von allen anderen. „Sich selbst zu leben“ geht am besten in der Familie, deren Mitglieder sich naturgemäß untereinander kennen (und das Zusammenleben ist auch nicht immer reibungslos). Die Versuche, „sich selbst“ in offenen Gesellschaften zu leben, haben ihre eigenen Tücken. Astrologisch ist das „einzelne Leben“ Mond/Krebs/4. Haus. Die Sicherheit des Einzelnen in Gemeinschaften außerhalb der Familie erfordert noch mehr Zurücknahme des Auslebens der eigenen Eigenart als schon in der Familie. – Willst du Sicherheit, musst du ein Pfand abgeben. Das Bürgergeld zur sozialen Absicherung und Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben fordert einen Preis. Astrologisch zuständig sind der Stier und die Stier-Venus. Tja, wieviel % Freiheit ist jemand bereit abzugeben für wieviel % Sicherheit?

Den Mond-Venus-Konflikt finde ich – so mein Eindruck, als ich den Abschnitt der doch etwas unerfahrenen Schuljugend entwachsen unter astrologischen Gesichtspunkten neu las – niedergeschrieben in Jean-Jacques Rousseaus „Contrat social“ von 1792. Die berühmten ersten beiden Absätze des Ersten Buches lauten so:

Der Mensch wird frei geboren, und überall ist er in Ketten. Mancher hält sich für den Herrn seiner Mitmenschen und ist trotzdem mehr Sklave als sie. Wie hat sich diese Umwandlung zugetragen? Ich weiß es nicht. Was kann ihr Rechtmäßigkeit verleihen? Diese Frage glaube ich beantworten zu können.

Würde ich nur auf die Gewalt und die Wirkungen, die sie hervorbringt, Rücksicht nehmen, so würde ich sagen: solange ein Volk gezwungen wird zu gehorchen, so tut es wohl, wenn es gehorcht; sobald es sein Joch abzuschütteln imstande ist, so tut es noch besser, wenn es dasselbe von sich wirft, denn sobald es seine Freiheit durch dasselbe Recht wiedererlangt, das sie ihm geraubt hat, so ist es entweder befugt, sie wieder zurückzunehmen, oder man hat sie ihm unbefugterweise entrissen. Allein die gesellschaftliche Ordnung ist ein geheiligtes Recht, das die Grundlage aller übrigen bildet. Dieses Recht entspringt jedoch keineswegs aus der Natur; es beruht folglich auf Verträgen. Deshalb kommt es darauf an, die Beschaffenheit dieser Verträge kennenzulernen. Ehe ich dazu komme, ist es meine Pflicht, die eben aufgestellten Behauptungen zu begründen. [Quelle]

 

Aus der Richtung Saturn und Uranus als Herrscher entscheidender Lebenseinstellungsphasen möchte ich noch eine Beobachtung anschließen:

Neulich fand mich ein Buch, das, ohne dass ich jetzt auf Einzelheiten eingehe, die Zusammenstellung von etwa 10 Essays aus unterschiedlichen Schreibepochen, damit Lebensaltern, des Autors darstellte. Ich beginne in Büchern immer hinten, denn da vermute ich eine Art Ausblick, dann gehe ich an den Anfang und schaue auf die Ankündigung… und gehe dann einzelne Kapitel durch. Ich habe nicht von allem die entferntest vollständige Übersicht, über manche Dinge aber weiß ich doch etwas – so kann ich einschätzen, ob der Mensch, der hier schreibt, sein Fach versteht. Und nun setzte Irritation ein. Der Autor widersprach sich von Kapitel zu Kapitel. Was war hier los? – Zweierlei war los: das Buch war eine Publikation, die offenbar nach dem Tode des Autors neu herausgegeben und erweitert wurde. Der Herausgeber der 2. Auflage (die erste stammte von 2015) hatte thematisch und inhaltlich Schwerpunkte gesetzt und dazu die Schriften aneinandergereiht. Wenn man heute von meiner Wenigkeit einen Text von 1985 nähme und ihn neben einen Text aus dem Jahr 2020 stellte, würde der Leser ebenfalls zu schwimmen beginnen. Wie – hier schreibt sie so, im nächsten Kapitel ganz anders? Wer ist schon analytisch so klar, die Irritation immer gleich verorten zu können? Nächste Überlegung: Es kann gut sein, dass der Schreibstil bereits in jungen Jahren so ist, wie er später vervollkommnet wird. Es kann auch sein, dass man als junger Mensch in vielen Dingen „weiser“ ist als später, nachdem man sich hat ideologisch verbiegen lassen bzw. auch einfach „steifer“ geworden ist. Es kann aber auch sein, dass man in jungen Jahren eher der Rebell und in reiferen Jahren dann doch der Gemäßigte ist, der den Wert des Bewahrens erkannt hat und das Ankommen gegen den Aufbruch austauscht. 

Letzte Frage: Sind nun Elon Musk und Mark Zuckerberg gefährlich? Und wenn ja, worin besteht ihre Gefährlichkeit und für wen?

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Author

Karin Afshar

AUßENSCHAU UND INNENSCHAU
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