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IN ABWESENHEIT VON ASPEKTEN

IN ABWESENHEIT VON ASPEKTEN

Schon vor drei Jahren hatte ich angefangen, etwas zum Ethikrat und seiner Arbeit zu schreiben, aber habe es dann wieder weggelegt. Warum, ist mir im Nachhinein gar nicht so klar; vielleicht, weil damals für mich anderes anstand, und es genügend Leute gab, die sich des Themas annahmen? Es geht um die unsägliche Zeit der Pandemie und um eine Protagonistin, die sich da hervortat: Eine junge Frau, die bald aus den Medien nicht mehr wegzudenken war und in fast jeder Talkshow, wie das so üblich war und immer noch ist, herumgereicht wurde. Ich versuche, hier einiges zusammenzuschauen. Der Titel erklärt sich aus der noch überschlägigen Sicht auf das Horoskop – eine erstaunlich übersichtliche Anzahl an Aspekten zwischen den Planeten fiel mir ins Auge.

„Jede Dosis muss in einen Arm.“ Laut Spiegel vom 16.2.2021 hatte sie das in einem Interview gesagt. Im selben Interview hielt sie es für vertretbar, dass am Ende eines Tages – gängige Floskel! – übrige Impfdosen auch Menschen gespritzt werden könnten, die nicht der derzeit vorrangigen ersten Priorisierungsgruppe angehörten: „Wenn man sich darum wirklich bemüht hat, Impfdosen an die Priorisierungsgruppe zu geben, und niemanden findet, dann ist es vertretbar.“ Also übriggebliebene Impfdosen sinnvoll „verimpfen“. Muss ja, sie müssen weg, bevor sie verderben. Aber da steht ja noch mehr dahinter: In der geschürten Panik und in der schön verpackten, umgekehrten Triage (Priorisierung getitelt) drängten sich Menschen vor, die eben nicht in der ersten Reihe standen, aber meinten, sie müssten sich (vermeintlich) schützen. Das sagte natürlich – von außerhalb betrachtet – viel darüber aus, wer sich in unserer Gesellschaft als zu privilegieren betrachtete. Fußballer z.B. gehörten nicht dazu (Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte für seine Jungs Sonderrechte gefordert), und sie schloss den Vorrang aus ethischer Sicht aus, wiewohl sie dann zugab, dass die Fussballer, wenn sie denn dran wären, ein gutes Vorbild für die restliche Bevölkerung abgeben könnten. Die Vorbilder für die Impfkampagne sollten zu dieser Zeit, als Rummenigge den Mund aufmachte, vornehmlich aus den Priorisierungsgruppen selbst kommen. Die jungen und fitten Profifußballer konnten doch bei heutigem Wissensstand froh sein, dass sie der Impfung entkamen – wie auch noch so einige andere. Alles in allem kommentierte sie: „Wenn man sieht, dass es im Fußball prominente Ansteckungen gibt, dann ist das ein Zeichen, dass das Konzept doch nicht so gut funktioniert.“ Das Wort Konzept behalten wir mal im Hinterkopf.

Sie war es, die eine nächste Empfehlung unterstützte: Nämlich die, dass bereits Geimpften nicht „vorab“ wieder Freiheitsrechte zu gewähren wären. Bemerkenswerterweise fand sie es falsch, Lehrkräften in Schulen einen Vorrang beim Impfen einzuräumen. Auf welcher physiologisch-evidenzbasierten Grundlage auch immer dies beruhte: die erhobenen Daten legten offenbar keineswegs nahe, dass bei Erziehern und Lehrkräften von mehr Ansteckungsrisiko auszugehen war als bei anderen Berufsgruppen. Von ihr stammt auch der Satz: „Eine Pflicht ist etwas, dem man sich nicht entziehen kann, und natürlich kann man sich dem (2G-Modell) entziehen, ich muss ja nicht in den Club gehen!“ – Das klingt so ein wenig nach „Faeser“ (sie kam aber später, oder doch zeitgleich?), die sagte, jeder könne doch ruhig und ungehindert demonstrieren, bräuchte dafür aber ja nicht auf die Straße zu gehen.

Alena Buyx war (ist sie es noch?) die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, ihr Hauptaufgabenfeld ist die Beschäftigung mit Ethik in Medizin und Forschung.

Kurze Nebeninformation: Das Wort Ethik kommt vom griechischen Wort „ethos“ und bedeutet soviel wie „Sitte“, „Gewohnheit“, „Herkommen“. Ethik bezeichnet eine Wissenschaft, und diese

„[…] befasst sich mit dem menschlichen Handeln. Dazu kann man sich viele Gedanken machen: Wie soll der Mensch handeln, an welchen Werten soll er sich orientieren? Was ist gutes, was ist schlechtes Handeln?“[1]

Der Vollständigkeit halber auch die Antwort von Wolfgang Döbereiner, den MRL-Schülern wohl bekannt, oder nicht?  Ethik ist – ich fasse zusammen – das Verhältnis vom Einzelnen zum Himmel bzw. zum Jenseits, Moral das Verhältnis von Mensch zu Mensch (und das führt sich im Diesseits und von Haus 2 zu 3 aus).

„Ein moralischer Mensch kann nicht religiös sein, und ein ethischer Mensch ist nicht moralisch.“[2]

Nun ist die „Religion“, bevor man sie als Ausübung einer Institution fixiert und auch noch bevor man die Unterbauten anschaut, also als an und für sich nimmt, das 9. Haus, der Schütze, genauer gesagt ist Religion die Anschauung des Jenseits – nämlich über die Grenze (mundan) des 0° Steinbock in die Wirklichkeit hinein. Dort gibt es weder „richtig“ noch „falsch“ (wohl aber wahr und unwahr), wie es im 2. Haus des Gemeinschaftlichen der Fall ist, indem gewertet wird. Mir scheint, dass sich etwas in unserem Sprachgebrauch eingeschwindelt hat, nämlich eine moralische Ethik, was Unsinn ist.

Eine genaue Geburtsstunde haben wir nicht. Sonne am MC muss es also tun. Alena Buyx ist am 29.9.1977 in Osnabrück geboren. Verbund Schütze-Skorpion-Waage.

Im Anfangszeichen des Verbundes – als Anhub ihres Angelegtseins – steht Neptun im Schützen[3]. Die Auflösung der Vereinheitlichung verschiedener Weltsichten, die liberale, gewährenlassende Toleranz, die Klärung eventuell „unwahrer“ Fügungen des Vielfältigen. Oder einfach die „Anschauung des Wahren“. Schütze-Energie (Verstehen, Einsicht, Brückenbauen) fließt in den Neptun, der immer auch aus den Zwängen der Bedingtheit herauslöst und „hintergründig“ unabhängig wird und werden lässt. Wenn denn Neptun noch zugelassen (und nicht okkupiert) ist, steht in ihrem ersten Sonnenverbunds-Zeichen eine „Wahrheitsanlage für die Zusammensetzung der Weltsicht“, die sie mit der Sonne in Waage „zum Bild“ machen kann. Der Schütze-Rahmen – auch die Jurisdiktion, die Rechtsprechung auf Grundlage getroffener Rechtsordnungen – lässt auf Jupiter blicken, der im Krebs steht.

Das Wesen von Jupiter ist ein „Mehr“ – eine Erweiterung, damit einhergehend die Ausrichtung in die Zukunft, das Vorwärtsgehen in Erwartung von Großem. Er trifft also auf den „Lebensbeginn“ (den Ort, an dem das Leben als Einzelnen und Eigenständiges beginnt) und macht den „Raum“ weit. Krebs ist ein Rückzugsort, das Innerste, das Wesentliche, ein Ort der Suche nach der Identität mit sich selbst. Jupiter kommt mit Siebenmeilenschritten dort hinein, er ist ein Jäger, hier hascht er nach allen möglichen Erkenntnissen über das Leben in seinen Anfängen. Jupiter – der tolerante Richter – der Rechtsprecher für das Leben. Man müsste ihn mal fragen, wie er zu Abtreibungen steht oder zur Fügung ganz neuer Lebensformen.

Dieser Jupiter – ich werde es weiter unten beschreiben – ist an die Sonne in der Waage gekoppelt. Sonne-Jupiter spielt in diesem Anlagenbild eine große Rolle, diese „Ayrton-Senna-Konstellation“ ist nochmals im GSP Sonne-Jupiter (auf dem Saturn steht) gegeben. Auf der so schön daherkommenden Kombination liegt die Anforderung, durch die Verneinung hindurch zu müssen, bevor man zu ihren „Geschenken“ gelangt. Die Verneinung liegt dabei in der Rückseite als Mond-Pluto. Wird sie delegiert oder kompensiert, muss sie fremdes Leben verbrauchen.

Eine Verneinung bzw. eine Infragestellung trägt dieser Krebs tatsächlich mit sich: Mars (ebenfalls hier) – der Lebensimpuls an und für sich trägt den Überlebenswillen (den, der sich rigoros und instinktiv durchsetzt). Mars-Mond sagen im Zusammenstehen, dass hier heftige und meistens auch viel zu heftige Energie auf das Leben trifft und es vernichten könnte. Mars in Krebs – das Messer im Bauch, die Ablehnung des eigenen Lebens durch den Verband, in den man hineingeboren ist, und in Folge dessen die Übernahme dieser Ablehnung in Autoaggression. Mars steht im Quadrat zu Pluto, was es hier noch schärfer macht! Das ist eine Austreibungskonstellation, die zunächst einmal deutlich sagt: Du gehörst in kein Kollektiv. Außerdem liegt eine Mars-Neptun-Spiegelkonjunktion: verdeckt, aber wirksam die Revierflucht und auch die Vertreibung bei gleichzeitiger Revierunsicherheit mit der Auflösung und Übertretung der Grenzen.

Im Mittelzeichen (Skorpion) steht Uranus. Das entspricht Uranus-Pluto mit der „Mutation“, dem „jähen Wandel“, der Erneuerung der ererbten Erfahrungen, auf 10° auf dem GSP von Sonne-Pluto. Uranus-Pluto ist eine Qualität der Verdrängung des Ursprungs und der Teilung in Raum und Zeit, beschreibt eine Täuschung, die sich im Auseinanderfall von Vorstellung und Wirklichkeit ergibt. Uranus durch den Skorpion – das waren die Jahre (1974/75 – 1981) neuer Technologien auf dem Gebiet der Genforschungen, Revolution der Belange der Sexualität, auch des Umgangs mit den traditionellen Männer- und Frauenrollen. Das Nichtbeeinflussbare machbar machen, könnte man auch sagen; damit einher geht nicht nur die Möglichkeit, bereits Zerstörtes zu heilen – also die Enttäuschung herbeizuführen, sondern es noch unheiler zu machen, denn Uranus-Pluto – so können wir den Gang der Entwicklung in der MRL verstehen – stammt aus dem Neptun-Uranus, dem der Schrecken einer nicht zugelassenen Erkenntnis innewohnt. Im Zusammenstehen der beiden ergibt sich ein nur schwer durchschaubarer Kreislauf von „Ausfaltung“ und „Wiedereinfaltung“.

Pluto aus dem Mittelzeichen des Verbundes – Skorpion – steht im Endzeichen Waage und gehört damit zu ihrer Sonnen-„Verwirklichung“. Die Waage-Sonne: ausgleichschaffend, in der Begegnung mit anderen eine „Gemeinde“-Bildende, die Hirtin im besten Falle – hier mit Vorschusslorbereen (Sonne-Jupiter) und gleichzeitig vorstellungsgeleitet. Eine Sonne auf dem GSP Uranus-Neptun. Der Schreck vor einer Wahrheit, die, wie gesagt, nicht ins Bewusstsein aufsteigen darf. – Erleben wir nicht seit den letzten Jahren nicht nur in Deutschland, aber irgendwie doch besonders in Deutschland, den Schock, den der Gedanke an die „Sterblichkeit“ auslöst? Lange aus dem Bewusstsein ausgeschlossen, dass Menschen tatsächlich sterben können, wurde hier und da der Ruf nach „Recht auf ein langes Leben“ laut.

Die Venus aus der Waage steht in der Jungfrau und auf einem Jupiter-Mars-GSP; sie vertritt mit der Vorstellung der Aufhebung des Konzeptes der eingeschriebenen Arterfahrungen (Pluto in Waage) im „Handgepäck“ im Zeichen der „Gesundheit“ (Jungfrau) die Kunde einer Wahrheit. Sie weist ein Quadrat zum Neptun im Anfangszeichen auf. Endzeichen und Anfang geben sich den Uranus in die Hand, aber es könnte hier etwas „herauskommen“, das nicht im Sinne des Anfangs ist.

Venus stammt auch aus dem Stier, und dort steht Buyx‘ Mond, d.h. die Revierunsicherheit betrifft auch ihre Sicherheit als „Kind“, ihre Heimat, die Beheimatung. Ohne genaue Uhrzeit ist nicht sicher, in welchem Haus und auf welchem Tierkreisgrad dieser Mond steht. Er ist sehr wichtig für die Beweggründe ihres Handelns. Bis Mittag hin, vielleicht bis in den frühen Nachmittag hinein liegt auch sicher eine Spiegelopposition zu Saturn vor. Der wiederum steht im Löwen und auf einem Sonne-Jupiter-GSP, was das souveräne Sich-als-Subjekt-Ausleben im Sinne einer Verpflichtung an höhere Maßstäben beschreibt, mit dem Hintergrund „zum Erfolg verdammt zu sein“. Da Saturn – vorbelastet mit Mond-Saturn – vermutlich dann doch von der Erscheinungsseite Merkur vertreten wird (anstatt sich selbst in der Bestimmung zu zeigen), wird er nun in der Erlebniswelt Vorgänge der Ausdrucksfügung vornehmen. Vorgänge sind übertragbar, und diese werden nun auf andere übertragen.

Im Ergebnis, also im Nachsatz dieser „Sinfonie“ geht möglicherweise die Neptun-Jupiter-Saat auf: Sie wird Advokatin eines aufgehobenen Lebens bzw. der Verneinung des Lebens. Alena Buyx wurde 2021 mit dem Deutschen Nationalpreis „für ihren Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt während der Coronakrise geehrt“, so die Begründung der Deutschen Nationalstiftung. Im selben Jahr erhielt sie die Heinz-Maier-Leibnitz-Medaille der Technischen Universität München. Am 5. Juli 2023 erhielt sie den Bayerischen Verdienstorden aus der Hand von Ministerpräsident Markus Söder.

Der Nationale Ethikrat war am 2. Mai 2001 durch Beschluss der damaligen rot-grünen Bundesregierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder eingesetzt worden und trat am 8. Juni 2001 zu seiner konstituierenden Sitzung in Berlin zusammen.[4]

Sonne am MC: Zwillinge-Sonne, Jungfrau-AC (Sonne am MC), Merkur-Opposition-Mars in Haus 4: der „Angriff“ auf das Innere, die Aussteuerung des Einzelnen als Vorgang. Sonne-Jupiter in Opposition zu Pluto: das Programm einer Anschauung wird bestimmend und ist auch durchzuführen (Skorpion und Pluto in 3). Sonne-Pluto: das kanalisierte Leben, oder: Wir haben eine Vorstellung davon, was Leben ist. Sonne auch noch auf Jupiter-Uranus-GSP: im öffentlichen Bewusstsein gibt das einen hohen Stellenwert bzw. Anerkennung. Der Sprung in die „neue Welt“ besagt auch: Wir schreiben fest (Saturn in 9, Gesetzgebung in der Anschauung und im Füge“modus“), dass das „verunsicherte“ und aus seiner Identität mit dem Subjektiven enthobene Leben (Steinbock in 5, Neptun und Uranus in Wassermann in 5) im Gemeinschaftlichen zu regeln sei. Das 5. Haus von Steinbock beherrscht, und mit einem Saturn in den Zwillingen. Das Merkur-Saturnhafte der wissenschaftlichen Methodik, die hier in die Einsicht in die Funktionen derer, die einem begegnen, einging. Das ist ein mechanistisches Weltbild und die Anschauung einer sachlichen Abwehrhaltung. Mit der Versachlichung ist der Schmerz der Unvollständigkeit ausgeschlossen, und man funktioniert im Sinne eines Kollektivs (2. Haus) in der Befolgung der Regeln ohne eigenes Urteil, aber störungsfrei. Das Empfinden wird durch Gefühle ersetzt, indem man sich Impressionen von außen nach innen holt. In der Selbstbestätigung durch Skepsis kommt es zu Entfremdungstendenzen (z.B. in Partnerschaften) und zu Abweisungserlebnissen. Das ist das Bild des Narziss, der sich im Spiegel des Wassers in die Einheit des Gegenwartslosen stürzt. Wenn Saturn-Merkur gegeben ist, kann davon ausgegangen werden, dass Uranus und Neptun fehlen bzw. nurmehr als ihre Erscheinungsseiten auftreten. Es ist somit die Zellbildung in Venus-Uranus gestört wie auch das Immunsystem im Neptun-Mars irritiert ist. Fremdes kann von Eigenem nicht unterschieden werden; die unkontrollierte (ohne Prinzip) Energie richtet sich gegen das eigene Gewebe. Was heißt das für diesen Ethikrat? Nachgeschaut finden sich Arbeiten/Untersuchung z.B. zu Biobanken (2002), Umgang mit vorgeburtlichem Leben in anderen Kulturen (2003), Selbstbestimmung am Lebensende (2004)[5], Altersdemenz (2005). Aus dem Jahr 2005, in dem es „Das Klonen durch Zellkerntransfer“[6] geht. 2006 lautete das Thema: „Über den Umgang mit Depression und Hyperaktivität“, und die Frage nach der Rationierung und Gerechtigkeit im Gesundheitswesen wurde gestellt. Wer mag, kann in Archiven[7] sehr viele Dokumente nachlesen.

Auf den Nationalen Ethikrat folgte acht Jahre später der Deutsche Ethikrat. Diese „Räte“ sind – das schiebe ich mal dazwischen – Gremien. In Gremien werden wiederholbare Abläufe besprochen, Untersuchungen durchgeführt, Berichte geschrieben und Beschlüsse gefasst, die ihrerseits wiederum zu Vorgängen führen. Dieser Rat – der sich in sich selbst damit bestätigt – soll nun eine Doppelfunktion als Dialogforum und Beratungsgremium erfüllen: Als ethisches Dialogforum (die ständige Wiederholung eines Wortes macht aus einer Sache mitnichten das, was das Wort beschwört) soll er gemäß seiner rechtlichen Grundlage wissenschaftliche Spezialdiskurse zentralisieren und die gesellschaftliche Diskussion insbesondere durch öffentliche Veranstaltungen fördern. Als bioethisches Beratungsgremium hat der Deutsche Ethikrat die Aufgabe, Stellungnahmen und Empfehlungen für politisches oder gesetzgeberisches Handeln entweder auf eigenen Entschluss oder im Auftrag von Bundesregierung und Deutschem Bundestag zu erarbeiten sowie die Zusammenarbeit mit anderen Ethikgremien auf nationaler und internationaler Ebene zu gewährleisten. Gremien: von Erdlingen sind sie oft weit entfernt.

Am 12. August 2007 war das Ethikratgesetz, das die Grundlage für die Tätigkeit des Rates bildete, in Kraft getreten. (In diesem Fall kann man entweder Sonne am IC oder auf 00:00 Uhr rechnen.) Sonne-Merkur im Löwen – die Spielregeln für den Lebensausdruck. Merkur stellt dar, wie das Dasein auszuführen sei. Sonne in Opposition zu Neptun im Wassermann: Gehorcht die Sonne dem Wahren, dem Wirklichen, wie es Neptun hier auferlegt? Oder macht sie sich selbst zum Wahren, ergreift sich gegen alle Einsprüche den Himmel? – Venus-Saturn ebenfalls im Löwen: das Gemeinschaftliche ordnet sich (ebenso das Öffentliche im Innern) – die Gesellschaftsordnung im Daseinsbereich des Eigenständigen. Uranus in den Fischen. Zweimal haben wir hier die „Umkehrung“ – Uranus-Neptun. Und so, wie sie zum Zeitpunkt von Sonne am IC stehen, umschließen sie das 10. Haus. Könnte man so deuten: Mars (als der Überlebenswille) kann aus dem 12. Haus zwar zum Uranus, trifft auf Neptun in Wandlungs- und Reifungsringen und wird wieder zurückgeschickt; er bleibt zwischen Uranus und Neptun im Niemandsland. Dem so in den Hintergrund gelegten Lebenswillen bleibt also zweierlei: die direkte „Flanke“ zu Saturn-Venus – er stört die Pflicht ins Soziale – und die direkte Konfrontation mit dem Jupiter in Haus 6. Die kontrollierten und in ein Konzept gefassten Bedingungen des Lebens (Skorpion) beaufsichtigen die „Legalisierung“ (gegen die Mars aus dem Hinterhalt angeht) und geben am DC das Bild dieser Kontrolle ab. Und das Wesen? Der Einzelne? Mond auf dem Saturn-Mondknoten-GSP. Trennungen (Tode) und Begegnungen mit der eigenen Bestimmung, was auch herausfordernd sein kann, sofern man sich lieber im Saturn-Venus-Milieu sichern möchte.

Die konstituierende Sitzung dieses Rates fand am 11. April 2008 im Reichstagsgebäude in Berlin statt.[8]

Unter einer Löwe-Sonne auf 18°54′ waren die Grundlagen für das Gesetz aufgestellt worden, 8 Monate später ist es für die Sonne am MC gerechnet ein Löwe-AC auf 11°44′ – bei einer Sonne auf 22° Widder alias Mars-Jupiter, der zur „Tat schreitet“. Kommt Mars jetzt aus 12 heraus?? Nein, er wird sogar noch rigoroser und gründlicher ins 12. Haus verwiesen. Auch hat er zum zweiten Mal eine Opposition zu Jupiter in Haus 6. Dieses Mal von höchster Ordnungsstelle in die Rechtsposition gesetzt.

Mars zu Jupiter – muss man nach der Lückenlehre sagen – ja, da fehlt der komplette IV. Quadrant. Mars steht jetzt im Krebs, da ist der Buyx’sche Mars zufrieden – hat er doch einen Gleichgesinnten getroffen. Stich ins Leben (das aber unsichtbar) und Zerschneiden – ganz im Einverständnis mit der „Ordnung“ in die Verteidigung des eigenen Lebens.

Die Widdersonne – mit der Regelung bzw. dem in Vorgängen tätigen Merkur dabei – hat ein Quadrat zu Jupiter in Haus 6. Die Aussteuerung der Anschauung – im Steinbock – in steinerne Tafeln geschrieben und verweist auf Haus 2, denn dort steht Saturn als Herrscher von 6 in der Jungfrau als Herrscher von Haus 3. Wieder die Pflicht in die Gemeinschaft – hier der Gesundheitsverwerter.[9]

Was sich Ethik nennt, ist hier allerdings allerreinste Moral. Auf den 2° Jungfrau regelt es sich fleißig und sympathikoton, mit Strenge und auch noch mit knappen finanziellen Mitteln und einem Ausgeliefertsein des Subjektiven an den Staat.

Der Mars aus dem Widder trifft wiederum im Krebs auf das Leben und – Mond ist nicht weit – deutet sowohl auf das Heimatliche, Heim, das innere und überhaupt Kindhafte hin. Aus dem 12. Haus wirft sich die Energie aus dem „Nichts“ auf das Leben in Haus 11 – auf die Anfänge des Lebens. Durchführungszeichen Stier, Venus in Widder, zurück in die Ausgangslage und in die Reichweite vom GSP Uranus-Neptun. Die Ausführung der Konstituierung geht auf eine nicht zugelassene Wahrheit zurück. Es ist die Wahrheit über die Endlichkeit des Lebens als Folge des Lebens. Nur ungelebtes Leben währt ewig. Venus und Mond verbindet ein Quadrat. Die beiden verstehen sich nicht. Die „Interessen“ des Kollektivs und die Interessen des Individuums sind nicht dieselben.

Bei Löwe-AC steht hier die Waage am IC und Skorpion eingeschlossen in Haus 4: Aus dem Programm gegen die Fügung des Lebens als Geschehen, das den einzelnen Menschen zu einem Vorgang im Gemeinschaftlichen (für das Gemeinschaftliche) macht, ist eine Besetzung des Empfindens, der gesamten Lebenswelt geworden: Pluto in Haus 5 ist eine lebensfeindliche Lebenswelt, wenn Pluto nicht an die „Belange“ des Jenseits gebunden ist bzw. diese verneint sind. Die „ewige Jugend“ ist die Verweigerung der Sterblichkeit. 

Eines der ersten Themen dieses neukonstituierten Rates waren übrigens die anonymen Kindesabgaben über die Babyklappen (Juni 2008), zu denen er seine Stellungsnahmen abgab, als weitere Themen kamen hinzu: Humanbiobanken, Kosten und Nutzen des Gesundheitswesens, Demenz und Selbstbestimmung, Intersexualität, Patientenwohl als ethischer Maßstab für das Krankenhaus, Impfen als Pflicht (wobei hier die Frage nach einer moralischen Pflicht aufgeworfen wurde) – und 2021 mit Immunitätsbescheinigungen in der Covid-19-Pandemie. 

Das Stichwort „Immunität“ ruft den Neptun auf. „Ich bin immun“ – heißt: Das ficht mich nicht an, das kann mir nichts. Neptun steht im Falle der Neugründung des Ethikrates im Jahr 2008 in Haus 7 und im Wassermann auf dem Saturn-Mondknoten-GSP von 23° und kommt im Fügungsrhythmus gelesen aus dem 8. Haus in die Gegenwart und ins Bewusstsein. Das ist die Begegnung mit der Aufhebung bzw. der Heraushebung aus der Einheit des Subjektiven mit dem Jenseits, die Begegnung mit dem, was außerhalb der Zeit liegt und damit nicht veränderbar, noch nicht einmal beeinflussbar ist. Das Bild, das die „Instanz“ Ethikrat abgibt und dem wir begegnen, ist mit Neptun in Wassermann sehr wohl ein Bild des Jenseits, dieses IV. Quadranten – und doch bewegt die Widder-Sonne ihren I. Quadranten in die andere Richtung: sie will das Jenseits „stürmen“. Der IV. Quadrant im III. zu Besuch: auch hier ist eine Entwicklung in einer notwendigen Stufe übersprungen. Mit Widder sind das Wollen und das Ego über das Sein und die Gestalten des Lebens bestimmend. Das, was ohne Wirklichkeit ist (Widder) und damit gestaltlos, will Erzeugtes sein, während aus dem II: Quadranten die Vorstellung auf das Leben wirkt. Man vertritt den Himmel und die Entscheidungen über Leben und Tod. Der Ethikrat als Wächter über die Religion, die zu gelten hat?

2024 hat sich der Rat übrigens neben dem Thema KI – „Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz“ – mit der „Klimagerechtigkeit“ befasst. In der kurzen Stellungnahme heißt es in einem Punkt:

„Das in dieser Stellungnahme vertretene Konzept von Klimagerechtigkeit nimmt egalitaristische, suffizientaristische und prioritaristische Überlegungen auf. In egalitaristischen Theorien steht das Gleichbehandlungsgebot im Mittelpunkt. Suffizientaristische Konzeptionen fokussieren auf die Mindestbedingungen eines guten, gelingenden Lebens. Prioritaristische Ansätze plädieren für die Bevorzugung der am stärksten Benachteiligten.“[10]

Der Deutsche Ethikrat möchte nun diese drei Perspektiven im Rahmen eines menschenrechtlichen Ansatzes zu einer suffizientaristischen Schwellenwertkonzeption der Klimagerechtigkeit verknüpfen. Es ist auch von Freiheit die Rede, als Voraussetzung für Verantwortung, wiewohl Freiheit Verantwortung einschließe. Menschliches Zusammenleben bedürfe gegenseitiger Freiheitseinschränkungen, um eine gleichberechtigte Freiheit aller zu ermöglichen. Soweit so gut, das ist nichts Neues. Ich überlasse es dem Leser weiter, sich hier den Gedanken des Saturn-Venus herauszulesen. – Eines noch: Es werden auch Empfehlungen gegeben. Eine sei herausgegriffen:

„Die gerechte Verteilung der Verantwortung für diese und andere Klimaschutzmaßnahmen ist dabei vornehmlich eine staatliche Aufgabe. Bei deren Erfüllung müssen darüber hinaus auch Unternehmen und andere private kollektive Akteure deutlich stärker in die Pflicht genommen und durch entsprechende Rahmenbedingungen unterstützt werden.“[11]

Es stellt sich die Frage, welches Staatsverständnis hier vorliegt. Die Empfehlung klingt danach, als sei es unausweichlich, auf das Privateste der Einzelmenschen, ihrer eigenständigen Unternehmen und ihre Souveränität zuzugreifen. Aber 1.: Was sind private kollektive Akteure? Und 2. … sie müssen „unterstützt“ werden? Nun ja, jede Einzelperson ist nun in der Pflicht und trägt die moralische Verantwortung für einen Beitrag zur Erfüllung gesellschaftlicher Verpflichtungen.

Mir fällt dazu – um diesen Abschnitt abzuschließen – ein: Waage am IC (die Veröffentlichung des Inneren) mit der Venus im Widder in 9 auf dem GSP Uranus-Neptun kann gelesen werden als eine Selbstoffenbarung, die sich auf dem Mars-Feld der Energie in der Anschauung in eine „Lähmumgsform“ verwandelt. Das Privateste nach außen – Digitalisierung, Social Media – die Waage ist auch der Datenschutz, der innerste Datenschutz in der Auflösung heißt: jeder kann auf den Einzelnen zugreifen.

Diese Venus, ich trage es nach, falls ich es oben nicht ausführlich geschrieben habe, hat ein Quadrat zu Mond und zu Pluto, die wiederum in Opposition zueinander stehen. Die Sicherung im Kollektiv bekommt der, der sein Eigenständigsein soweit aufgibt, wie das Kollektiv es verlangt. Die Sicherung im Kollektiv geht hier verquer einher mit einer weltanschaulichen Daseinsform unter Einbezug einer Vorstellung von Leben. Diese Vorstellung steht gegen alles, was subjektives Leben und Wesen des eigenständigen Lebens bedeutet.

Und was ist der Zusammenhang von Frau Buyx zu ihrer Wahl als Vorsitzender des Ethikrates? – Gewählt wurde sie am 28.5.2020. Zwei Tage zuvor hatte der Transit-Mars exakt in Opposition zu ihrer Venus gestanden, und sollte 4 Tage später ein exaktes Quadrat zum Neptun bilden. Der langsam laufende Neptun wiederum war in Opposition zu ihrem Merkur, und Radix-Uranus und laufender Uranus ebenfalls in Opposition; in der Lebensmitte eine „Erneuerung“ – ja, das ist die neue (über das Programm der Erfahrungen erhabene) Führungsposition ganz bestimmt.

Mars-Venus ist die Erscheinungsseite von Neptun-Uranus, d.h. diese Erscheinungsseite (ihrer eigenen Erschrockenheit und Handlungslähme mit Sonne auf dem GSP) macht sie zur Repräsentantin einer „schwerwiegenden Verletzung“ nach außen. Die laufende Sonne steht just am Wahltag außerdem ihrem Neptun gegenüber und „beleuchtet“ die innere Inszenierung, sowie die Austreibung des äußeren Virus. Wer weiß, was passiert wäre, hätte es die Pandemie nicht gegeben. Dann hätte nicht sie die Pandemie in den Medien als Vorsitzende vertreten, sondern der Austreiber Mars hätte – ohne Häusereinteilung können wir es nicht genau sagen – sie in andere Lösungswege berufen. Wer immer mit Mars-Pluto sich der Macht in Kollektiven verschreibt, macht sich damit zum Handlanger (der Unterwerfing unter das Verdrängte). Solche Leute haben wir mehr als uns lieb ist an der Macht.

 

[1] https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/320245/ethik/

[2] Sem. 22, Die apokalyptischen Reiter, S. 354

[3] Die Generation der Neptun-in-Schütze-Geborenen wuchs in die Hochschulpolitik- und auch Bildungsreformen hinein. Das 9. Haus und Schütze stehen für Offenheit und Toleranz, Neptun darin verführt nun dazu, das „Andere“ zu verklären, es zu „mystifizieren“ und in ihm etwas zu sehen, was nicht darin liegt bzw. die Fremdheit nicht zu erkennen.

[4] Seine bis zu 25 Mitglieder aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen wurden vom Bundeskanzler für die Dauer von vier Jahren, mit der Möglichkeit einmaliger Wiederberufung, direkt berufen. Laut Einrichtungserlass schloss die Mitgliedschaft im Nationalen Ethikrat eine aktive politische Tätigkeit aus. Zudem konnte gemäß § 1 Abs. 2 der Geschäftsordnung ein Mitglied im Einzelfall von Beratung und Beschlussfassung ausgeschlossen werden, insofern ein konkreter Interessenkonflikt vorlag. Quelle: wikipedia

[5] http://www.ethikrat.org/dateien/pdf/wie-wir-sterben-selbstbestimmung-am-lebensende.pdf

[6] https://web.archive.org/web/20160327140015/http://www.ethikrat.org/dateien/pdf/klonen-durch-zellkerntransfer.pdf

[7] https://web.archive.org/web/*/http://www.ethikrat.org/dateien/pdf/*

[8] Sechsundzwanzig Mitglieder werden hälftig von Bundesregierung und Bundestag vorgeschlagen und vom Bundestagspräsidenten für vier Jahre berufen. Durch dieses Verfahren „sollen unterschiedliche ethische Ansätze und ein plurales Meinungsspektrum vertreten sein“. Die Unabhängigkeit soll unter anderem durch das Verbot der Mitgliedschaft in Parlament und Regierung sichergestellt werden. Quelle: wikipedia

[9] Ein Saturn – und davon gehe ich aus – nicht aus dem IV. Quadranten, sondern aus dem Diesseits als Merkur – regelt das Gemeinschaftliche und betrifft zudem als Jungfrau-Revier – die gesundheitlichen Belange.

[10] chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/Stellungnahmen/deutsch/klimagerechtigkeit-kurzfassung.pdf, S. 8

[11] chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/Stellungnahmen/deutsch/klimagerechtigkeit-kurzfassung.pdf, S. 19, Punkt 5

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