Vielleicht sollte man eher sagen: ein gefallener Riese? Am Montag, dem 27.10., etwa um 9:50 Uhr kam es zu einem Zusammenbruch, der sehr wohl – als einer von vielen solcher auftretenden Zusammenbrüche – für die mit den Anlagen handelnden Windrad-Millionäre* nochmals ein Menetekel gewesen sein dürfte. Wie mit der Entsorgung der Windräder nach deren Dienstablauf vorgegangen werden kann, ist nach wie vor nicht geklärt – in den Dingern steckt nicht nur sehr viel Energie, sondern auch ein Cocktail an unzuträglichen Ingredenzien**. Man lehnt sich – zum Preis der Zerstörung der Natur – weit aus dem Fenster.

Das war geschehen: In Havixbeck (Münsterland) war der komplette Rotorkopf einer Windkraftanlage, also Gondel und Rotorblätter, aus einer Höhe von etwa 125 Metern auf ein angrenzendes Feld gestürzt. Die tonnenschwere Konstruktion zersplitterte rundum in zahllose Teile, was zu einer „großräumigen“ Absperrung des Geländes durch Feuerwehr und Polizei führte. Auch mussten die zwei benachbarten Windräder aus Sicherheitsgründen abgestellt werden, wobei fraglich bleibt, ob überhaupt und wenn, dann wann diese wieder ans Netz genommen werden. Der Anlagenbauer Nordex Group aus Hamburg ließ mitteilen, dass die Untersuchungen Wochen, sogar Monate dauern könnten: man gehe derzeit (das war am 28.10. – heute am 31.10. weiß man es besser: es ist einiges ausgetreten!) nicht davon aus, dass Öl oder andere schädliche Stoffe in den Boden gelangt seien. Fachleute der Versicherung prüfen den Unfallort, d.h. auch die Trümmer müssen vorerst liegen bleiben. Hier Näheres.
Sofern die Uhrzeit einigermaßen „hinkommt“, hätten wir hier tatsächlich einen AC auf 00°03′ Schütze mit einem Herrscher Jupiter in Haus 8. Jupiter-Pluto, von dem ich meine, dass das auch der „Beton“ ist (Pluto in Haus 2 auf jeden Fall). Schütze-AC: Erweiterung der Selbstdurchsetzung, Jupiter in 8: auf dem Revier der anderen. Jupiter in Krebs, auf dem „heimischen Revier“ mit Leben und dem „Eigenbesitz“ zugehörig, auch eine Landschaft, d.h. Natur, Natürliches. Diesem Heimischen geht es im Steinbock – in Haus 2 – als Mond sichtbarer Weise ungemütlich, ungeborgen. Er ist auf Sonne-Uranus-GSP lebensbedroht und in jäher Durchführung gefährdet. Vielleicht gab es einen Kurzschluss. Strom ist auf jeden Fall beteiligt.
Das 2. Haus im Steinbock sagt: über die Selbstsicherung bestimmt die höhere Ordnung – nennen wir es ein Gesetz – und dieses schränkt das Gemeinschaftliche und das Leben darin ein. Nicht das Subjektive wird bestimmend, sondern über das Subjektive (meine mir eigenen Lebensinteressen) wird im Sinne einer gesellschaftlichen Pflicht entschieden.
Saturn steht ziemlich genau auf dem IC und in den Fischen auf 26°01′ – eine Ordnung, die mit nassen Füßen und in Frage gestellt auch noch mit Neptun zusammensteht. Doppelt ergibt sich die Aufweichung der Ordnung – und hier steht sie deutlich im Heimatlichen, quasi als Hinweis darauf, dass es angebracht wäre, sich einer Täuschung und einer Unwahrheit zu stellen, bzw. sie ins Empfinden steigen zu lassen.
Zwischen Saturn und Neptun wird Uranus „herausgedrückt“ – er steht exakt auf dem Deszendenten und taucht als scheinstarker Riese (Mars-Uranus mit dem Säulenheiligen-Schein) im Bewusstsein auf. Er steht rückläufig noch in den Zwillingen und in der Nähe von 0°: ein „Rückgriff“ auf die Form (die hier mit Stier die Umstände feststellt, standfest macht) und deren Gefährdung. Uranus in Stier vermag Figurationen aufzuheben, und auch der Fall aus der Höhe ist ein Bild, das sich hier ergibt. Die Stier-Umstände sind in der Venus im 10. Haus und in der Waage zum „Ergebnis“ zu zählen. Sie steht auf dem GSP Saturn-Uranus von 17° Waage. Es wird eine Aussteuerung im Ausgleich gesucht, und das auf dem Boden eines Arrangements und einer Formalharmonie mit einer Gleichgewichtsstörung im Sinne einer Fallsucht, die in einem Bild der Wirklichkeit öffentlich und bedeutend gemacht wird. Der Zusammenbruch einer vermeintlichen Stärke mit einem Knall. Das Ergreifen des Umraums – 3. Haus – und die Funktion als Vorgang im Wassermann istz erratisch, durchbricht die lineare Abfolge – und steht als Unterbrechung im Gegenüber. Ein unterbrochener Ablauf der Formausführung wirkt als Veränderliches auf die Stier-Umstände.
Damit zurück zum 2. Haus und zum Pluto darin. Die Form in der Form: das ist der Container im Revier. Vermutlich ist das die Gondel (verlinkt ist eine Seite von Windkraftanlagenherstellern), die oben auf dem „Turm“ sitzt, aus Stahl, seltenen Erden und Aluminium, und die die Rotorblätter trägt. Aus dem 12. Haus mit Skorpion an der Spitze wird eine Vorstellung bzw. ein Programm (des „Alles ist möglich“) konkret in die Erscheinung gesetzt. Concrete auf Englisch ist „Beton“ – das manifestierte, einbetonierte Vorgestellte bzw. Verdrängte. Warum sollte das Vorgestellte das Verdrängte sein? – Weil es eben nicht aus den im Leben endlich gemachten Erfahrungen besteht, sondern aus den nichterlebten, und deshalb verdrängten Inhalten. Wenn diese das Leben übernehmen, bringen sie Gegenwartslosigkeit, was übrig bleibt, sind Zeichen. Sonne im Skorpion steht im Quadrat zu Pluto: In Haus 11 wird das in die Sichtbarkeit gesetzte Zeichen in der Zeitlichkeit neu zu fügen sein. Dafür muss Vorhandenes weichen. Das Quadrat sowohl zu Jupiter als auch zu Pluto enthält folgende Information: Skorpion kann Falsches verbinden und Unerlöstes zusammenfügen, oder – wie in diesem Fall – es wird zerstört. Jupiter-Pluto heißt, wenn sie zusammengehen, dass die Legierung vielleicht eine Weile halten wird; Jupiter-Pluto als Oppositions-Verbindung heißt: Es muss sehr viel Energie aufgewendet werden, um das Falsche entstehen und dann bestehen zu lassen. Zusammengesetztes Material ist zur Disposition gestellt.
Herrscher von 10 (Jungfrau) und Herrscher von 5 (Widder) treffen sich im Merkur-Mars auf 27° (resp. 24°) im Skorpion. Mars als unmittelbarer Lebenstrieb (nicht wenig aggressiv) und Folge der aufgeweichten Ordnung legt den Finger auf eine existentielle Entwurzelung (die ohnehin in der Opposition von Merkur zu Uranus angelegt ist) und Merkur weist nochmals auf die Fügung des Unerlösten hin (Jupiter-Pluto-GSP). Man kann unschwer schlussfolgern, dass dieses Bild der Unerlöstheit nicht nach außen kommunziert wird – im 12. Haus bleibt es hinter der Wand und wird verdrängt.
* Nicht die Turbinen machen reich, sondern das Entwickeln von Standorten, der Weiterverkauf – und das frühzeitige Abschöpfen garantierter EEG-Renditen.
** Dieses Unglück war und ist neben dem technischen Defekt und Verlust eine Umweltkatastrophe. Ausgelaufenes Öl (es ist von 1500 Litern die Rede) und giftige Rotorblattpartikel sowie das SF₆-Gas sind ein großes Problem. Schwefelhexafluorid ist 23.000-mal klimaschädlicher als CO₂ und bleibt über 3.000 Jahre in der Atmosphäre. Wenn solche Mengen austreten, verschwindet das Gas nicht einfach – es heizt das Klima an.



