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EXPERIMENT ZUM LAUFENDEN JAHR

Ich wage es einfach mal, die Zeit ist – denke ich – reif dafür, und ich bin es auch. Die astrologischen Konstellationen beobachte ich seit Jahren, aber systematisch habe ich ein Jahr von Tag zu Tag noch nie angeschaut, immer nur sporadisch. Vom Mai 2022 an bis Ende 2022 werde ich hier jeden Monat die Vorschau für den nächsten Monat einstellen. Und ich werde das dann auch „öffentlich“ besprechen, inwieweit sich meine die Tageskonstellationen betreffenden Wahrnehmungen in den ausgewählten und fokussierten, bei vielen Inhalten auch auf lediglich einen Aspekt konzentrierten Sätzen widerspiegeln. Leser können sich gerne beteiligen und selbst einmal in die Tage und die „Stimmung“ und die Tatsachen hineinhorchen. Unerreicht die Kalender von Wolfgang Döbereiner, aber vielleicht entsteht ja etwas ganz Neues.

 

September 2022

Der Monat der „Jungfrau“ – begonnen bereits am 23.8. Am 25.8. wurde Uranus rückläufig, und von Jupiter bis Pluto werden die äußeren Planeten den gesamten September über rückläufig bleiben. Das heißt: wir werden erst ein Anhalten verspüren und daran anschließend spätere Déjà-vus erleben; allerdings laufen darüber die inneren Planeten doch etwas anders ab. Merkur wird als erster in die Waage eintreten, ein wenig erkundschaften, beobachten, was „geht“, was an Begegnungen möglich wird, er läuft vor bis auf 8°55′ Waage alias 9° Uranus-Pluto-GSP – und bekommt das „kalte Grausen“, er kehrt um. Auf Uranus-Pluto könnte ihn eine herbe Enttäuschung erwarten, und eine Erwartung zusammenbrechen. Das wird am 10.9. der Fall sein. Am 23.9. kommt Merkur wieder auf 0° Waage (neuer Versuch?) an und geht in die Jungfrau zurück. Während die Sonne also nach vorne schreitet, zieht er sich zurück – Innenschau. Venus und Mars stehen in etwa konstant im Quadrat zueinander: ein Mars in den Zwillingen: aggressive Ausübung dessen, was Uranus da im Stier veranstaltet. Das Gemeinschaftliche wird aus den Angeln gehoben – man redet von Solidarität – wer mit wem? Da ist keine. Es herrscht Hauen und Stechen. Das Quadrat von Saturn und Uranus schiebt sich aneinandergekettet rückwärts, eine belastende Situation, die sich kaum entladen kann. Mitte des Monats September stehen sich die Sonne und Neptun gegenüber. Ich schätze mal, diese ganze Gender-Sache und Verhinderung von Diskriminierung gelangt zu neuer Blüte – man kann gespannt sein.

 

August 2022

Der kommende Monat wird es in sich haben. Es werden sich Mars und Uranus im Stier treffen und für Unruhe im Belangen des Gemeinschaftlichen, von Unternehmen, von staatlichen wie auch sozialen Einrichtungen. Streiks, gewaltvolle Aufbrechungen; schließlich wird Mars in den Zwilling wechseln (was entsprechende Energie in den Umraum hinein bedeutet), während Venus aus dem Krebs in den Löwen läuft (Sicherheits- aber auch Öffentlichkeits- und „Bild“-Belange das Innenpolitische wie auch die Außenpolitik betreffend), Merkur aus dem Löwen in die Jungfrau und schließlich in die Waage (Aussteuerung, Anpassung und Artikulation der Bilder, Austüfteln einer Strategie und deren Vermittlung) – und der Wechsel der Sonne in die Jungfrau, der mehr Bewusstheit für die Belange dessen bedeutet, was die Ansicht des zu Lösenden wäre. Es geht natürlich um Finanzen und um „Ressourcen“ (Stier mit Mars und Uranus), ein Thema – da der Mondknoten darauf steht – , das nahezu karmisch über uns kommt. Also Spaltung und viel Ärger – mit der Maßgabe, den berühmten Gürtel enger zu schnallen (Sonne-Saturn-Opposition bei weiter bestehenden Saturn-Uranus-Quadrat): Anspannung mit Explosionspotential.

Ein Leser eines meiner Gedichte wies mich darauf hin: Die Mitte (in sich selbst) und die Gegenwart gehören zusammen. Bleiben wir in unserer Mitte (das bedeutet nicht in der Mitte einer Herde!) und in der Gegenwart ganz bei uns, ohne uns gegenseitig zu verbrauchen. 

Wir laufen in die ersten Wochen des August, die – wenn wir das Äquinoktium für 2022 anschauen – ebenso wie der September und Oktober einige Überraschungen bereithält.

 

Juli 2022

Der Juni ist noch nicht zuende, aber die Beschäftigung mit den täglichen Meldungen und das Hineinhorchen in die Geschehnisse aus der Welt und insbesondere aus Berlin sowie die Erzählungen von Bekannten schulen das Sehen und Verstehen noch einmal erheblich, und deshalb habe ich den Juli bereits „vorbereitet“. Natürlich bin ich nicht gänzlich gefeit vor „Interpretationen“ – doch ich versuche zwischen dem zu unterscheiden, was mir als Person begegnet und mit mir zu tun hat, und dem, was geschieht, ohne dass es mit meiner Person zu tun hat. Ich bin sicher, dass das geht. Es geht eben nicht darum, was ich gerne „hätte“, wie oder auch andere möchten, dass es wäre. 

31.7.2022 – Der Monat Juli hat einiges entborgen, was bereits lange angeklopft hatte. Wie es sich zeigen sollte, konnten wir uns „ausmalen“, aber erlebtermaßen haben wir nun Gewissheit: die alte Zeit ist vorbei. Jetzt bricht etwas Neues an und wir sind Zeugen, Akteure und ja – auch Gewinner oder Verlierer. 

 

Juni 2022

Die Kürzel sind nicht ganz einfach zu lesen – es handelt sich ja auch um keine Vorschau in einer Zeitschrift, sondern um sehr komprimierte Konstellationen. (Ich übe noch daran.)  Tipp: nicht vordergründig und ausschließlich persönlich lesen, sondern mit Abstand. Die Horoskope habe ich auf Berlin gerecht, immer – wie gesagt – auf die Mittagszeit, und aufmerksame Leser werden feststellen, dass sich auch abbildet, dass manche Konstellationen über mehrere Tage wirksam bleiben. Andererseits lasse ich auch schon mal den schnellen Mond „außen“ vor, wenn sich gerade eine andere Änderung eingestellt hat. Auch im Juni werden wir bei Sonne am MC bis zum 20.6.2022 die Jungfrau am AC stehen haben. Ab dem Wechsel der Sonne in den Krebs (am 21.6.) wird der AC in die Waage wechseln. Das ist dann tatsächlich ein spürbarer Wechsel, denn die Venus wird nun zuständig sein, nicht mehr der Merkur. Die Venus wird allerdings ab dem 23.6. in den Zwilling wechseln, was uns noch einmal den Merkur ins Bewusstsein rufen wird. Von den trans-marsischen Planeten gehen Saturn und Uranus wieder ein Quadrat ein, vor allem, weil Saturn rückläufig wird. 

 

Mai 2022

Noch ist der Monat nicht zuende. Es fehlen noch knappe 8 Tage. Wie ich zu meinen Aussagen käme, wurde ich gefragt. Ja, wie fasse ich in einem Satz zusammen, was andere Astrologen in 10- oder 20-minütigen Vorträgen über Planetenstände ausführlich erklären? Ist das nicht einfach nur oberflächlich? Und damit wiederum überhaupt nicht aussagekräftig?

Zum Verfahren 1.: Ich nehme immer den Mittagsstand der Sonne. Für den 23. Mai (dem heutigen Tag der Verkündung des Dt. Grundgesetzes) ergibt sich damit ein Tages-AC von 9°26′ Jungfrau, Zwillinge am MC, Schütze am IC und der Mond in den Fischen genau auf dem Deszendenten in den Fischen. 2.: Verdichtung – natürlich muss ich mich entscheiden: worauf lege ich das Hauptgewicht? Schaue ich ausschließlich nach der Sonne? Welche Aspekte hat sie? Welche Nebenschauplätze gibt es? (Stichwort: Die im Dunkeln hat keiner auf dem Plan.). Dann: wer oder was steht in Haus 4 und 5, wo stehen die entsprechenden „Vollstrecker“? Es gibt da also Stundenzeiger, Minuten- und Sekundenzeiger, es ändert sich mithin nicht minütlich etwas, sondern wirklich wahrnehmbar stündlich. 

Zurück zum Jungfrau-Aszendenten. Wenn der gegeben ist, steht in den meisten Fällen in unseren Breiten Schütze am IC und der Steinbock an der Spitze zu Haus 5.  Hoffnungsvolles Heimatliches, eine 7-Meilen-Stiefel-Innenpolitik, aber ein spröder und maßgebender Souverän, der sich programmatisch in den (sich wandelnden, auch spaltenden) Bedingungen und der Aussteuerung auswirkt. Indirekt. – Pluto wird auf den Saturn in Wassermann geworfen, d.h. er versucht die Zurückhaltung in der Wandlung (ein Einmahnen von „NichtzuvielNeuem“) zum Programm der Ausführung zu machen. Diesen Inhalt „drahtet“ er – schaut man sich jetzt den nächsten Tag (24.5.) an – an die Sonne in Konjunktion zu Merkur. Das wird eine Verlautbarung geben. Gleichzeitig steht Jupiter-Mars in den Fischen an der Schwelle von Haus 8 zu 7 (oder umgekehrt gelesen). Eine Heimatmission im Außen mit viel Energie bahnt sich an. Dabei: Fische am DC und Neptun in 7 – das ist die Gefahr, dass hier Entgegenkommendes nicht als das, was es ist, gesehen wird. Täuschungen sind möglich. Also man muss hinter die Fassaden blicken. 

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