Home » LESESTOFF » DIE BEDEUTUNG DES 4. HAUSES

DIE BEDEUTUNG DES 4. HAUSES

Die Quelle

Das Imum Coeli, der IC1 ist die Quelle, aus der wir Kraft schöpfen, wenn wir bei uns zu Hause ankommen. Dies ist innerer Zustand wie Ort; wir kommen heim, wir haben eine Heimat. Der IC zeigt, dass es sie gibt, wie sehr wir sie auch ablehnen und verleugnen mögen. Je nachdem, wie alt wir sind, ist der Gedanke an Heimat, an Wurzeln, an familiäre Traditionen auch das Allerletzte, womit wir uns abgeben wollen, aber … wir werden ja älter … versöhnlicher … gerechter … Wenn es uns gelingt, uns immer mehr mit der förderlichen Seite des Zeichens am IC zu verbinden, dann kehrt ein größeres Maß an innerer Ruhe und Wohlbefinden ein, Kraft kann sich sammeln.

Es herrschen derzeit „rückbehausende“ Zeiten, die es für jeden Einzelnen zu überleben und auszuhalten gilt. Gleichzeitig werden die Menschen einerseits aus dem öffentlichen Leben (mit den Möglichkeiten der Zerstreuung und Ablenkung) herausgenommen – und andererseits auf einen Arbeitsplatz (oder auch vorgeschriebenen Freizeitort) im Zuhause zurückgeworfen. Das sind zwei Bereiche, die wir verlernt haben, zusammenzubringen. In früheren Jahrhunderten war es üblich, dort zu arbeiten, wo man auch lebte – in der Moderne und mit der Industrialisierung hat sich ein Spalt aufgetan, der umso bedeutsamer ist, als er in eine Unbehausung ausartete. Und selbst wenn Menschen ein „Eigenheim“ bewohnen – sie bewohnen oft lediglich Räume, nicht aber sich selbst.

Unterschätzt wird der ungesunde Zustand eines Arbeitens an einem Außenort, an welchen viel mehr Menschen als sie selbst denken lebens- und mentalitätsmäßig nicht gehören, der ihnen nicht zugehört. Seit Februar 2020 wird nun in dieser von den Konstellationen beschriebenen Zeitqualität (bei einem hohen Preis, weil die Fehlentwicklung nicht freiwillig verlassen wird) wie vieles andere ebenfalls der aus der Balance geratene Zustand einer Heilung, zumindest einer Korrektur zugebracht. Es befinden sich all jene nach außen Gewandten, die feststellen, dass ihr „Job“ und sie im Innenverhältnis nicht zueinander passen, in einem Schock, in einer überfordernden Situation. Das muss man sich erst einmal eingestehen: Familien, Alleinstehende, Ehepaare werden qua Corona-Maßnahmen (dass dieses Virus ein Teil der Konstellation ist und nun höchst willkommen für fällig geglaubte Machtinstrumentarien benutzt wird, lasse ich hier mal außen vor) in ihre Häuser und Wohnungen verbannt. Und nicht jede Familie findet sich dort in Frieden ein, oder kann sich ganz ohne Ausweichmöglichkeiten arrangieren. Ehepaare, die bis jetzt wunderbar im Wechsel zwischen Innen und Außen zusammengelebt haben, finden sich in Revierkonkurrenz und Animositäten wieder, abgesehen davon, dass jeder in Krisenzeiten gemäß seiner im Leben ausgebildeten bzw. ausgeprägten Muster und Kompensationen reagiert. Man kann sich nicht mehr aus dem Weg gehen, muss sich mit sich selbst und dem anderen auseinandersetzen. Mehr: Im Innen hat jeder womöglich eine vom anderen unterschiedliche Entwicklung zu nehmen. An der Unterschiedlichkeit kann man vorbeischauen, wenn die Möglichkeit des Ausweichens besteht – das ist aber nun nicht möglich. Schon hört man, dass in den eigenen vier Wänden die Gewalt zunimmt, die Depression ins Unermessliche steigt, die Kreativität bei den einen versiegt, bei den anderen geradezu eine neue Fülle erreicht. Jetzt zeigt sich, wo man sich in Vorstellungen getroffen und sich Illusionen hingegeben hat. Es gibt keine gerechte, für alle gleich geltende Regel in dieser pandemischen Entwicklungszeit. Die einzige Richtlinie, die wir haben, das Lot, das zur Verfügung steht, ist die Art und Weise unseres eigenen Horoskops und hierin das 4. Haus, das Auskunft über unsere Seelengestaltung gibt.

Das 4. Haus ist ein Ort der Einkehr, und das IC (Imum Coeli – Himmelstiefe) gleichzeitig der Punkt, an dem abgelesen werden kann, womit und an welchem Punkt wir den Gang durch unser Leben beginnen. Um im Bild zu bleiben: aus dem Schutz des Zuhauses gehen wir hinaus in die Begegnung mit der Welt. Dass nicht jedes Zuhause ein beschauliches, friedliches, harmonisches etc ist, sehen wir jeden Tag. Menschen mit einem 4. Haus, das die Einkehr erschwert und verleidet, ein Zuhause, in dem Streit und Strenge oder Disharmonie und Kälte, übermäßige Geordnetheit (bis zur Erstarrung) und übermäßige Unordnung (bis zum Kontrollverlust)  herrschen – sind verletzt, und die Unheilheit des 4. Hauses liegt in der Person. D.h. hier hat sie etwas zu „tun“ im Sinne von Verstehen, Umwandlung, Entwicklung. Das 4. Haus ist Teil des II. Quadranten, des Subjektiven, oder – in den vier Urgründen ausgedrückt: es ist der formbare Anteil unseres Lebens. Ist dieser Teil, der mehr als nur physisches Material (I. Quadrant), sondern der seelische Urgrund ist, versehrt und unerkannt, vernachlässigt oder der Fremdbestimmung anheimgestellt, kann das Dasein (das jeder Einzelne als Dasein in seinem Lebensgeschehen hat) nicht anders als deformiert sein. Natürlich spielt der III. Quadrant eine Rolle, immerhin ist er ebenfalls „Causa“, die Kraft, die auf das Formbare trifft und in ihm wirkt – die Causa Effizienz. Der III. Quadrant ist der Bäcker, der den Teig wirkt. Das Wort aus der Fachsprache trifft es auf den Punkt. – Die Rolle des IV. Quadranten lasse ich heute einmal außen vor und gehe über einen kleinen weiteren Schritt zum 4. Haus.

Der Schritt führt zum Gesamt der vier Punkte auf den beiden Achsen:

AC – Das Zeichen am Aszendenten legt die Ebene der Anlagen fest, die der Person auf ihrem Weg zur Verfügung stehen. In diesen Eigenschaften erkennt man die Person. Die Frage lautet: Wie erkennt man diese Persönlichkeit?

IC – Ein Mensch trägt mitgebrachte Erfahrungen in sich, auf deren Basis er seinen Lebensweg beginnt. Das Zeichen an der Spitze des II. Quadranten sagt etwas darüber aus, was die Person auf den Lebensweg mitnimmt. Die Frage lautet: Was sind die Voraussetzungen dieses Menschen? Womit geht er in die Welt?

DC – Im Moment des Eintretens in die Welt ist das, was der Person entgegen-kommen wird, ebenfalls festgelegt. Die Wahl eines bestimmten „Satzes“ an Anlagen schließt andere Anlagen aus. Diese kommen der Person über Begegnungen und Bilder entgegen, um ihn vollständig werden zu lassen. Die Frage lautet: Was findet ein Widder in der Außenwelt vor? Wem begegnet er?

MC – Mit den drei vorherigen Punkten zielt das Leben dieser Person auf eine bestimmte Erfahrung hin. Sie ist der Voraussetzung immer komplementär entgegengesetzt. Die Frage lautet: Wohin wird es sie im Leben führen?

Bei 12 Zeichen ergeben sich bei einem bestimmten Aszendenten maximal zwei Möglichkeiten für den/das IC. In dieser Zusammenstellung gehe ich aber nicht auf den AC ein, auch wenn er als Überschrift dient, sondern betrachte – nicht in allen Details – die Aussage des Zeichens am IC. Selbst wenn eine Person im 4. Haus, oder überhaupt im II. Quadranten keine Planeten stehen hat – es sind die Zeichen dort und sie schicken ihre Herrscher in alsdann die Person beschreibende Häuser und Zeichen, mit den entsprechenden „Aufgabengebieten“.

Immer wenn ich um „Fassung ringe“, besinne ich mich auf mein 4. Haus, auf das Zeichen, das dort steht, und vergegenwärtige mir, was ich alles mit ihm, in meiner Seele, in meinen Kindertagen, an Gutem und weniger Gutem erlebt habe. Zwei gegenüberstehende Punkte: der „oben“ am MC ist als mein Erwirktes ein Ziel und der Ort, an dem ich mein Wirken beginne und beende, der Punkt „unten“ aber, am IC ist mein Kraftort, den mir niemand nehmen kann, der wirklich nur und ausschließlich der meine ist. Und wenn um mich herum die Leute reihenweise die Nerven verlieren – natürlich kann ich niemanden zwingen, es mir gleich zu tun – weiß ich, was ich mir von dort in den neuen Tag mitnehmen kann.  Unten nochmals die Licht- und Schattenseiten zusammengestellt, als Schnell-Selbstanalyse und als Impuls, was die Inhalte angeht.

Widder am IC

Die Seele zeigt ungerichtete Bewegung, brennt, man passt sich nicht an, „beugt“ sich nicht – oder gehört nicht dazu. Das Empfinden will sich durchsetzen und reagiert heftig, besonders auf Ungerechtigkeit. Was man erschafft und hervorbringt, ist eine Sicherung und Sättigung des Subjektiven. Die zunächst richtungslose Energie des Empfindens wird alsbald gesichert und als Kollektivregel Ort des Geschehens.

Menschen mit Widder am IC haben das Bedürfnis, sich seelisch zu behaupten. Sie empfinden alle ihre Bedürfnisse intensiv und unmittelbar und wollen sie durchsetzen und ausleben können. Ihr Selbsterhaltungstrieb ist ausgeprägt. Objekte und Ziele, die spontanes Verlangen in ihnen erzeugen, spornen sie zu Handeln an, wecken ihren Eroberungsdrang. Sie sind davon überzeugt, dass man erst besiegt ist, wenn man aufgibt.

Widder-IC suchen offen oder versteckt nach Wettbewerb bzw. empfinden Ereignisse schnell als Konkurrenzsituationen. Das Messen der Kräfte bringt sie in Schwung. Reibung ist ihr Lebenselixier, aus dem sie Energie, Lebensfreude und Vitalität beziehen. Das Feld dafür ist – eben weil es das 4. Haus ist – das tatsächliche Zuhause. Es gibt „Streitereien“, Auseinandersetzungen, Familienmitglieder kämpfen gegeneinander, sind sich gegenseitig Konkurrent. Die Mond-Mars-Kombination, die hier ja vorliegt, spricht von „aufstoßender Säure“, dies im sprichwörtlichen Sinne: irgendetwas im Heim wird sauer aufstoßen, und es ist nicht selten der Mond-Mars, der im Familienverbund der Ausgestoßene wird, weil er die Gesamtinteressenlage zu stören scheint. Zumindest wird er dafür „auserkoren“. Dahinter steht, dass der Mond-Mars im Wertesystem als störend gesehen wird. Mit seiner Herausforderbarkeit tritt er für Werte und Haltungen ein, die in der Familie nicht anerkannt werden.

IC-Widder bevorzugen direktes Handeln, Ehrlichkeit und Fairness. Sie sind mehr auf die Zukunft als auf die Vergangenheit gerichtet. Ihre Fähigkeit, entschlossen vorwärts zu gehen und sich nicht beirren zu lassen, der Wunsch, neue Gebiete zu erschließen und Neuland zu erobern macht sie zu Vorreitern, „Zugpferden“. Nicht selten findet man sie in Führungsrollen, die sie erfüllen, vorausgesetzt es gelingt ihnen, ihre subjektive Haltung zu einem Verständnis der Bedürfnisse anderer Menschen hin zu erweitern.

Leidenspotential ist hier: die offene, direkte Herangehensweise, was seelische Belange angeht, kann sich in Autoaggression gegen ihn selbst richten, sofern er in dem Verband bleibt, der ihn nicht willkommen heißt und der ihm nicht entspricht. Dann muss der Widder am IC sein „reales“ Elternhaus, vielleicht die angeheiratete Familie, sogar die Heimat verlassen, um zu sich selbst und dem ihm entsprechenden Umfeld zu kommen.

Wer sich in seinem persönlichen Horoskop orientieren mag, schaue jetzt nach dem Mars. Wo steht er? Zeichen und Haus? Welche Aspekte hat er? – Wie lebt er sich, heißt: Wo ist die Sonne – d.h.: In welchem Zeichen steht sie?

Stier am IC

Die Empfindungswelt ist sichernd und schafft Bestand. Es wird Besitz ergriffen, auch vom Fühlen. Man „führt“ sich Fühlbares zu – ist ein Genießer. Die Impressionen werden zu seelischen Bildern „geklebt“. Der sich daraus ergebende Lebensausdruck unterscheidet und kennzeichnet die Gefühle, stellt sie dar. Das Erschaffen wird zur Funktion im Raum, die Darstellung des Selbstausdrucks, des Erlebens.

Sinnlichkeit als Lebensmotor: Stier-IC leben von dem, was die Erde zu bieten hat: Essen, Trinken, Sexualität, die (meist physisch zu genießend) Künste, Musik, Immobilien, Garten, alles, was sich berühren, riechen, hören oder schmecken lässt. Sie sind in besonderer Weise in dieser Welt verwurzelt, suchen ein bodenständiges Leben. Ihr Lebensweg (als Subjekt) ist eine Reise durch die Welt sinnlicher Erfahrungen, die durch die Erkenntnis der Endlichkeit alles Materiellen zur besonderen Herausforderung wird. Sicherheit und seelische Geborgenheit werden in sehr konkreten Dingen gesucht.

Greifbare Lebensgrundlage, die sich nur schwer durch eine andere ersetzen lässt. Man sucht nach einem dauerhaften Bestand der Dinge, einem kontinuierlichen Fortschritt in die gleiche Richtung, einem Sammeln und Horten. Dazu gehören stabile, sichernde Beziehungen, die Einbindung in eine Gruppe von Menschen oder in einen Interessensverband.

Zusammenrücken und Bildung eines Schutzwalls nach außen. Für Stier-IC war und ist dieser Zusammenhalt die Basis des Sicherheitsgefühls. Gemeinsamer Besitz, Familientraditionen und Ernährungsgewohnheiten. Fremdes, Unvertrautes wird ausgegrenzt. Es entsteht eine Kombination Venus-Mond. Eine an sich harmonische, inkludierende Konstellation, die die Rückseite eines „Erstickens des Eigenlebens“ im Kollektiv des Gemeinschaftlichen bedeuten kann. Alle Eigenbedürfnisse werden der Mutter-/Frauenwelt anheimgestellt, man genießt vielleicht die Vorzüge – der Nachteil – insbesondere für Jungen und Männer – sie haben sich der Mutterwelt unterzuordnen, das Erzeugende (Uranus) wird gegenüber dem Empfangenden kastriert. 

Im Zuhause wird es zweifellos „urgemütlich“ sein, man genießt körperliche wie seelische „Freuden“, das Leben wird einerseits geschätzt, andererseits aber auch um der eigenen Sicherheit und Befriedung einnehmend gestaltet. Man sammelt – es wird – auch abhängig vom Sonnenzeichen – verschiedene Sammelungen geben, zumindest darin solide, sichernd, repräsentativ.

Wer sich in seinem persönlichen Horoskop orientieren mag, schaue jetzt nach der Venus. Wo steht sie? Zeichen und Haus? Welche Aspekte hat sie? Wo steht im Horoskop die Waage? – Wie lebt sie sich, heißt: Wo ist die Sonne – d.h.: In welchem Zeichen steht sie?

Zwillinge am IC

Die Empfindungswelt wird ausgekundschaftet, kartiert und auf sachliche Weise beschrieben. Neutralität sich selbst gegenüber – bis hin zu Skeptizismus. Der sich daraus ergebende Lebensausdruck ist die Erschaffung/ das Kreieren von Lebensfunktionen, von Erlebniswelten funktionaler Art.

Die Seele repräsentiert eine abgeschlossene, begrenzte, materielle Erfahrung. Die Gefühlswelt ist konkret und hat Substanz, sie hat die Erfahrung eines sich zentrierenden Egos gemacht. Jetzt tritt sie mit einer zentrumsflüchtigen Anlage, die geistig unabhängig sein möchte, in die Welt. In ihrer Unverbindlichkeit ist die Anlage geeignet, Unterschiede wie Polaritäten aufzuheben, über ihnen zu stehen. Die Idee von der Gleichheit aller, dem gleichen Recht, dem unterschiedslosen Leben ohne Hierarchien. Zwillinge am IC sammelt Lebens-Informationen, stellt diese in einer Art deskriptivem Regelwerk zusammen.

Den Zwillinge-IC motiviert sein Bedürfnis nach Wissen. Sie sind neugierig und offen, bevorzugen sachbezogene, mit dem Verstand nachvollzieh- und erklärbare Informationen. Was sich nicht erklären lässt, fasziniert sie zwar, erzeugt jedoch eine immer wiederkehrende Skepsis in ihnen.
Zwillinge-IC bewohnen eine Welt aus sehr vielen Facetten, die sie vor die Herausforderung stellen, aus ihnen ein sinnvolles Gebilde herzustellen. Das gibt ihrem Leben Sinn, Bedeutung und Richtung.

Mond und Merkur – das Seelische in der Ausübung, ein Zweck, eine Funktion, die in die Gebärde mündet: es geht sachlich, neutralisierend zu, da macht er sich schon einmal zum Maßstab – die emotionale Intelligenz (es müssen Mond-Merkurianer sein, die diesen Begriff prägten). Zwillinge-IC fühlen sich in einer kommunikativen Atmosphäre, in der Gefühle nicht allzu sehr im Vordergrund stehen, sicher. Ihre bevorzugte innere Haltung ist unparteiisch, neutral und unverbindlich. Sie wollen das, was vor sich geht, mit ihrem Verstand erfassen und erklären können. Deshalb schützen sie sich vor Verletzungen, Schmerzen und Trennungsängsten, die durch emotionalen Tiefgang und seelische Bindungen entstehen könnten. Sie haben das Bedürfnis, sich mit anderen auszutauschen und knüpfen häufig lockere Kontakte, die jedoch einen großen Bewegungsspielraum lassen müssen und zu keinen bindenden Verpflichtungen führen.

Wer sich in seinem persönlichen Horoskop orientieren mag, schaue jetzt nach dem Merkur. Wo steht er? Zeichen und Haus? Welche Aspekte hat er? Wo steht im Horoskop die Jungfrau? – Wie lebt er sich, heißt: Wo ist die Sonne – d.h.: In welchem Zeichen steht sie?

Krebs am IC

Das Seelische ist subjektiv und orientiert sich aus dem Empfinden heraus. Empfinden und Gefühl speisen sich aus inneren Bildern und seelischer Energie. Im Lebensausdruck stellen sich diese anströmenden Bilder heraus; die Verausgabung ist seelischer Art, d.h. empfindsamer mehr denn unmittelbarer Art.

Eine Person mit Krebs am IC ist von ihren inneren Bildern und aus dem Empfinden geleitet. Für den Krebs sind das Empfangen und Dulden, aber auch das Ausgeliefert- und Hilflos-Sein Themen. Das Empfinden, ungeschützt und ausgeliefert zu sein, nährt den Willen und die Tatkraft der Widder-Aszendenten-Persönlichkeit, für Sicherheit zu sorgen.
Dem Krebs-IC geht es um seine Emotionen und den richtigen Umgang mit ihnen. Dazu gehört die Rückkehr zu seinem ursprünglich offenen, beeindruckbaren, jedoch auch verletzlichen Gemüt.

Krebse leben aus der Empfindung heraus. Sie sind ausgesprochen sensibel und haben ein starkes, jedoch oft verschüttetes Verlangen danach, ihren Stimmungen und vor allem ihrem eigenen Lebensrhythmus zu folgen. Ihre fantasievolle Natur schenkt ihnen Kreativität und Intuition.
Schüchtern wie sie gleichzeitig sind, bewegen sie sich am liebsten im Kreise vertrauter Menschen in einer vertrauten Umgebung. Sie sind fürsorglich und geben anderen häufig die Wärme, die sie sich selbst wünschen. Das Bedürfnis, angenommen und geliebt zu werden, ist besonders stark und sie können dieses Empfinden auch anderen intensiv vermitteln.
Die innere Haltung eines Krebs-IC ist in der Regel konservativ, das Bewährte bewahrend. Krebs-ICs misstrauen dem Neuen und hängen an allem, was Erinnerungen und daran geknüpfte Gefühle hervorruft. Familiäre Beziehungen haben einen hohen Stellenwert. Sie sind das, worin sie ihre Zukunft sehen. Wenn sie keine eigene Familie gründen und auch nicht in ihrer Ursprungsfamilie leben, ist der Gedanke der Geistesfamilie sehr wichtig.

Wer sich in seinem persönlichen Horoskop orientieren mag, schaue jetzt nach dem Mond. Wo steht er? Zeichen und Haus? Welche Aspekte hat er? – Wie lebt er sich, heißt: Wo ist die Sonne – d.h.: In welchem Zeichen steht sie?

Löwe am IC

Die Empfindungswelt ist eine Bewegung aus sich heraus, eine subjektive Erlebenswelt. Der Ausdruck dieses Lebens ist gestaltend, wie das Gebären aus unmittelbarer Kraft heraus. Der Lebensausdruck will souverän, d.h. unabhängig sein.

Im 4. Haus des Stier-AC steht entweder der Krebs oder der Löwe. Die Seele, aus der heraus er lebt, birgt die Erfahrung der Subjektivität und der inneren Bilder (= das Empfinden, das in sich Gefundene). Verausgabung dieses Empfindens und Souveränität sind dem Löwen eigen. Er lässt ungern einen Konkurrenten neben sich gelten, sein Alleinherrschaftsanspruch löst einerseits Bewunderung aus, ist andererseits aber erdrückend. Wer ihn nicht genügend achtet und außerdem seinen Herrschaftsanspruch in Frage stellt, hat mit Konsequenzen zu rechnen.
Dem Löwe-IC ist jeder noch so kleine Lebensausdruck liebens- und schützenswert, weshalb er Erlebniswelten (nicht nur für Kinder) bereithält, in denen man wachsen und sich ausleben kann.

Menschen mit Löwe am IC reagieren – während sie häufig sehr emotional und subjektiv wirken, ebenso stolz wie verletzlich. Sie können unerwartet mitfühlend sein. Jedes Gefühl trägt dabei den Handlungsimpuls in sich und bildet einen starken Motor. Nicht alles wird dabei umgesetzt, denn Löwe-IC gehen nach außen eher ökonomisch mit ihrer Energie um, orientieren sich dabei am Nützlichkeitsprinzip und können geschickt das für sie Optimale herausholen.
Löwe-IC erkennen sich in ihren Werken. Sie brauchen das Gefühl, etwas Prägendes zu tun und etwas geschaffen zu haben. Ihre Originalität und Erfindungsgabe bildet die Voraussetzungen dafür, aus der Masse herauszuragen und anders zu sein.

Sie verfügen über einen intensiven Lebensantrieb und einen starken Willen, der sich auf das Besondere und Außergewöhnliche richtet. Sie wollen beeindrucken, eine Autorität sein, sich die eigene Wichtigkeit bestätigen und im Zentrum des Geschehens stehen. Sie wollen eine Alpharolle. Löwe-IC besitzen einen natürlichen Stolz, ein Selbstbewusstsein, das sich am stärksten in einem lustbetonten Handeln ausdrückt. Ihr Verlangen nach Selbstbestimmung zeigt sich auch darin, dass sie ihre Ziele häufiger ändern, da diese aus Stimmungen geboren werden.

Löwe – Herrscherplanet Sonne und 4. Haus: das ergibt eine Mond-Sonne-, Sonne-Mond-Konstellation. Die Gestaltungskraft der Seele kann – bei entsprechender Vorstellungsgebundenheit (Pluto ist die Rückseite der Sonne) zur Besetzung der Seele und des Lebens führen und damit auch Übergriffe tätigen.

Wer sich in seinem persönlichen Horoskop orientieren mag, schaue jetzt nach der Sonne. Wo steht sie? Zeichen und Haus? Welche Aspekte hat sie? heißt: Wo ist die Sonne – d.h.: In welchem Zeichen steht sie? 

Jungfrau am IC

Die labile und sich immer von neuem gegenüber den Bedingungen der Umwelt aussteuernde Empfindungswelt wird gleichzeitig diagnostiziert und analysiert. Das Empfinden ist vom in der Welt Vorgefundenem abhängig.
Was den unmittelbaren Lebensausdruck angeht, verausgabt er sich in Begegnungen und Bildern der Erfahrung, im Denken und im Bewusst-Werdungsprozess. Das Erschaffende ist das Zusammenlegen von Unvereinbarem und das Arrangement.

Jungfrau-IC fühlen sich sicher und wohl, wenn sie sich als Subjekt und Einzelwesen mit dem, was sie tun, an dem ihnen gemäßen Platz stehend empfinden, an dem sie die Arbeit tun können, die ihrem Leben Sinn und Richtung gibt. Sie fügen sich nicht gern oder wenig in Konventionen, ethisch-moralische Vorgaben und strikte Regeln und Zeitabläufe, sind aber bereit, eine größere Dimension, die sie nicht benennen können, anzuerkennen. Wahrhaftigkeit.
Jungfrau-IC brauchen Ordnung und Überblick, haben jedoch häufig keinen Plan, wie sie dies im täglichen Leben bewerkstelligen können. Die ganz normale tägliche Ordnung, das Bezahlen von Rechnungen, die Planung für den kommenden Monat können desintegrieren. Ihre rationale, nach Erklärungen und Vorausdenken verlangende Seite steht im Konflikt mit jener, die von alledem loslassen möchte.
Jungfrau-IC haben eine besondere Gabe, sich und die Umwelt zu beobachten. Es entgeht ihnen kaum ein Detail und sie wissen intuitiv, wie die Dinge funktionieren, bzw. wie und warum Menschen tun, was sie tun, wie man sie anleiten und beeinflussen kann.

Es entsteht ein Merkur-Mond von der Jungfrau-Seite aus mit der Absicherung gegen Gefahr bzw. gegen das Veränderliche, das die Geschlossenheit der Identität gefährden könnte und in der Dualität hält. 

Wer sich in seinem persönlichen Horoskop orientieren mag, schaue jetzt nach dem Merkur. Wo steht er? Zeichen und Haus? Welche Aspekte hat er? Wo stehen im Horoskop die Zwillinge? – Wie lebt er sich, heißt: Wo ist die Sonne – d.h.: In welchem Zeichen steht sie?

Waage am IC

Waage-IC brauchen Begegnungen, Kontakte, Austausch und ein harmonisches Umfeld, um sich wohl fühlen zu können. Sie sind nicht gern allein bzw. können es dann sein, wenn sie wissen, dass sie jederzeit ihren Partner oder ihre Partnerin, Freunde oder Kollegen treffen können. Ergänzt und vervollständigt fühlen sie sich nicht nur von Menschen, sondern ebenso von Ideen und generell den Eindrücken und Erfahrungen, die die Welt bietet.
Etwas ohne Berücksichtigung der anderen zu tun, kommt ihnen egoistisch und rücksichtslos vor. Trotzdem fühlen sie das intensive Verlangen, sich und ihre Bedürfnisse zu behaupten, wodurch innere Konflikte oder Anspannung entstehen. Das Verlangen nach Menschen zeigt sich in dem Beziehungsnetz, das sie knüpfen.
Waage-IC gehen Kooperationen ein, planen Projekte am liebsten gemeinsam mit anderen, haben einen großen Freundeskreis und häufig auch hervorragende, hilfreiche Beziehungen. Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen und friedlich zu vereinen.

Waage-IC sind Ästheten. Sie suchen Eleganz und Vollkommenheit ohne Perfektionsanspruch. Ihrer Gefühlswelt liegt die Erfahrung der Bewusstheit – des Analysiert-Seins und Ausgesteuert-Werden-Müssens – zugrunde. Dieses ist ungeordnet und fühlend-empfindend.
Der Waage-IC orientiert sich gefühlsmäßig in die Welt hinaus und hat das Erfühlte aufgrund ihrer Voraussetzungen wahrzunehmen und bewusst zu machen.

Venus-Mond von der Waage-Seite her ist ein Sich-Ergänzen-Wollen an der Begegnung mit dem Aspekt einer Veröffentlichung des Heimes, der Preisgabe an die Öffentlichkeit („Homestories“ in der Regenbogenpresse).

Wer sich in seinem persönlichen Horoskop orientieren mag, schaue jetzt nach der Venus. Wo steht sie? Zeichen und Haus? Welche Aspekte hat sie? Wo im Horoskop steht der Stier? – Wie lebt sich die Venus, heißt: Wo ist die Sonne – d.h.: In welchem Zeichen steht sie?

Skorpion am IC

Die Empfindungswelt lebt von Vorstellungen (von Vollkommenheit und Makellosigkeit) und bindet sich an im Umraum aufgenommene Erfahrungsbilder. Durch sie ist sie strukturiert und fixiert. Aufgrund der übernommenen Vorstellungen besteht die Gefahr, dass das Eigenempfinden überlagert ist. Herabgesetztes Vertrauen ins Leben als Unfertiges.
Seelische Tiefe. Der Ausdruck dieser Empfindungswelt ist expansiv, offen und weltanschaulich. Die Haltung ist vieldimensional und tolerant, verständig und lebt vom Figurieren.

Skorpion-IC sind ehrgeizig und unterstützen den Leistungswillen des Löwen. Sie lieben das Perfekte, das Fehler-/Makellose, wollen selbst vorbildlich sein und tragen ein Idealbild in sich, das ihre Empfindungen bestimmt und zum mehr oder weniger bewussten Handlungsantrieb wird. Sie wollen Grenzen des Machbaren sprengen und Spitzenleistungen erzielen, die sie wiederum als einen besonderen Menschen hervorheben. Ihre Ausdauer und ihre Fähigkeit, trotz Frustrationen das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, macht sie häufig ausgesprochen erfolgreich.
Skorpion-IC leben aus festgefügten, über Gut und Böse entscheidenden, Wertvorstellungen heraus. Für ihre Ziele sind sie zu fast allem bereit und setzen sich oft ohne Rücksicht auf persönliche (ihre eigenen und die der anderen) Nachteile ein. In diesem Sinn sind sie ungewöhnlich treu, da sie von sich und anderen eine hohe Verlässlichkeit verlangen. Das Bedürfnis nach langfristigen Lebenskonzepten, dauerhaften Beziehungen, Zusammengehörigkeit und einer Berechenbarkeit ihres Lebensablaufes ist groß.

Ihr Urantrieb richtet sich auf Dinge, die das Materielle, die physische Existenz und damit auch sie selbst überdauern. Der Fortbestand der Generationen, einer Firma, einer Idee oder eines Ideals ist es, was sie motiviert und wofür Skorpion-IC Opfer bringen. Es geht um das Prinzip. Gleichzeitig verspüren sie eine Sehnsucht danach, dies nicht zu tun, ohne dem Leben Freude und Lust abgewonnen zu haben.
Skorpion-IC fühlen absolut: eine Welt, in der das Richtige eindeutig vom Falschen geschieden ist, so dass zweifelsfrei feststeht, was zu tun und was zu lassen ist, ist ihre Wunschbasis. Sie sind wenig bereit, Kompromisse einzugehen und erwarten von sich und anderen eine klare Entscheidung für oder gegen eine Angelegenheit.

Ihre hohen Ideale und Ziele verlangen immer wieder die Unterordnung von Gefühlen, Stimmungen und aktuellen Befindlichkeiten. Gefahr, sich besetzen zu lassen.
Die Fähigkeit, sich an Menschen, Werte und Projekte zu binden, verlangt von Zeit zu Zeit ein Ausscheiden des Überlebten. Skorpion-IC steigen wie Phönix aus der Asche mit neuen, dem lebendigen Lebensfluss angepassten Wert- und Zielvorstellungen auf.
Die intensive Gefühlswelt ist geprägt von Vorstellungsinhalten, rationalen Konzepten und fixierten Bildern. Es besteht allerdings auch die Gefahr, dass sie sich von den Ideen anderer manipulieren lassen.

Es entsteht eine Pluto-Mond-Konstellation mit der Verneinung der Fortpflanzung durch den Familienverbund (es wird die eigene Fruchtbarkeit abgesprochen). Die Quelle des Lebens ist besetzt.

Wer sich in seinem persönlichen Horoskop orientieren mag, schaue jetzt nach dem Pluto. Wo steht er? Zeichen und Haus? Welche Aspekte hat er? – Wie lebt sich dieser Pluto, heißt: Wo ist die Sonne – d.h.: In welchem Zeichen steht sie?

 

Schütze am IC

Die Empfindungswelt ist auf Erweiterung ausgelegt und sucht die Einsicht in die Funktionen dieser Welt und der anderen, indem er sich selbst betrachtet. Die im Umraum gefundenen Leitbilder werden zu einer Seelenlandschaft vereinheitlicht: die Anschauung der Seele. Der Lebensausdruck bleibt bei dieser Anlage vom Subjektiven getrennt. Indem Leben unter Aufgabe des Subjekts erkundet wird, ist die seelische Expression diszipliniert und formiert. Man verausgabt sich unter Konzentration auf das Wesentliche.

Glaube, Überzeugung, Gefühlsintensität bis Gefühlschaos: Begeisterung in besonderer Weise, Empfinden mit Überschwang – das beschreibt den Schütze-IC. Schützen sind in bestimmter Weise gläubig bis religiös und leben aus dem Gefühl heraus, dass alle Dinge sinnvoll miteinander zusammenhängen, sich sinnvoll entwickeln. Die Suche nach Sinn und Bedeutung ist ihre zentrale Motivation.
Schütze-IC wollen über sich selbst hinauswachsen und helfen anderen, dies ebenso zu tun. Eine Welt, in der für alle optimale, ohne viel Mühe und Aufwand zufallende, Bedingungen herrschen, wäre ihr Traum. Sie hoffen auf Glück, auf die große Liebe oder die allumfassende Lösung, die alles regeln kann und wird. Schütze-IC wollen gemocht, anerkannt, am liebsten bewundert werden, und das besonders für ihre Worte, ihr Wissen, ihre Einsichten, ihr Auftreten oder irgendwelche körperlichen Fähigkeiten.

Hier liegt die Kombination Mond-Jupiter vor. Visionen hat die Seele, sie will das ganz Große, will der Heimat Weite und die Größe verschaffen, z.T. ist – bei entsprechner Belastung des IV. Quadranten, das Maß verloren gegangen, so dass sich hier eine maßlose Seele übernehmen könnte.
Charakteristisch ist somit Neigung, die Welt als einen Abenteuer-Ort zu sehen, an dem es immer Neues, Spannendes zu entdecken gibt. Schützen sind an allem, was großartig, faszinierend und zukunftsträchtig wirkt, interessiert.
Wunsch nach Abwechslung und großer Freiheitsdrang stimulieren das Bedürfnis nach möglichst vielen intensiven Eindrücken. Schütze-IC verlangen nach Fülle und wollen am liebsten alles einmal gesehen und erlebt haben.

Wer sich in seinem persönlichen Horoskop orientieren mag, schaue jetzt nach dem Jupiter. Wo steht er? Zeichen und Haus? Welche Aspekte hat er? – Wie lebt sich dieser Jupiter, heißt: Wo ist die Sonne – d.h.: In welchem Zeichen steht sie?

Steinbock am IC

Die Empfindungswelt ist formiert und das subjektive Seelische überpersönlichen Maßstäben und Traditionen unterworfen. Gestik, Mimik – überhaupt der Selbstausdruck – sind wahrnehmbar zurückgenommen; das Ego entfernt sich von sich selbst (steht damit der Wirklichkeit nicht im Wege), indem es Zentren aufhebt und meidet. Eine Anpassung des seelischen Schutzes an die Bedingungen ist aufgelöst, eine Anpassung ist weder möglich noch nötig.

Menschen mit einem Steinbock-IC leben aus dem – meist nicht bewusst – auf der Basis seelischer Maßstäbe. Sie haben das Bedürfnis, eine Aufgabe zu übernehmen, die für ihre Mitmenschen Richtlinien setzt und ihnen außerdem Beliebtheit einbringt. Sie brauchen persönliche sowie gesellschaftliche Anerkennung.
Steinböcke können sich für ihre Ziele sehr gut disziplinieren und sind bereit, dafür im Privaten zurückzustecken; sie sind genügsam, zäh und ausdauernd.
Obwohl sie Zuneigung und Geborgenheit anstreben, können sie sich nur langsam öffnen und brauchen klare Spielregeln und Gewohnheiten. In Gefühlsdingen vorsichtig lassen sie ihren Empfindungen nur selten freien Lauf, grenzen sich innerlich ab, schöpfen jedoch mit der Zeit Vertrauen. Dazu müssen sie aber auch von außen motiviert werden.
Meistens guter Umgang mit Frustrationen. Sie erscheinen ihnen als etwas Natürliches auf dem Weg zu einem Ziel und im Leben überhaupt, denn sie sind mit dem Gefühl, sich nicht ausbreiten zu können und Frustrationen erdulden zu müssen, aufgewachsen. Strenge im Zuhause, Ausrichten an höhere und ältere Ordnungen (Saturn ist das Alter). 

Mond-Saturn: das Empfinden ist Überpersönlichem unterzuordnen, was für das Subjekt, das Subjektive Beengung, Angst hervorruft. Die nicht gewährleistete Geschlossenheit des Ich gegenüber der Welt und dem Wirklichen bedingt ein Gefühl des Ausgeliefert-Seins. Da aber Mond die Gefühlsübereinstimmung sucht, zieht er sich bei deren Fehlen in sich zurück, das suggeriert ihnen Sicherheit. Eine scheinbare Geborgenheit finden sie auch, indem sie es der Umwelt recht machen wollen. 
Abneigung gegen jedwede Verschwendung. Sie fühlen sich wohl, wenn sie selbst karg leben, beim Essen, allen Formen des Genießens oder in ihren Lebensbedingungen. Zu manchen Zeiten, vor allem in Krisen, kehrt sich diese Haltung in ihr Gegenteil und sie werden ausgesprochen verschwenderisch. Angst vor Mangel.
Zeit bestimmt den Tagesablauf, tritt regulierend und ordnend auf. Zeit begrenzt, gibt aber auch Halt durch Ordnung. Ambivalentes Verhältnis z.B. zu Uhren und Terminplänen. Dahinter steht, dass bei dieser Konstellation „die Mütter bzw. das Mütterliche (wenn die leibliche Mutter das Kind als ihren Besitz betrachtet) die Fügung vor der Zeit bestimmen. 

Wer sich in seinem persönlichen Horoskop orientieren mag, schaue jetzt nach dem Saturn. Wo steht er? Zeichen und Haus? Welche Aspekte hat er? – Wie lebt sich dieser Saturn, heißt: Wo ist die Sonne – d.h.: In welchem Zeichen steht sie?

Wassermann am IC

Die Empfindungswelt ist die Identität mit dem Wirklichen: das subjektiv Seelische sieht sich mit dem Unbewussten aller verbunden und sieht in Untergründe hinein. Der verausgabende Lebensausdruck ist ungerichtet, impulshaft. Der Lebenstrieb jagt, ist in Bewegung, will und muss Energie umsetzen. Inangriffnahme will sich verwirklichen.

Der Wassermann-IC zeugt von Unabhängigkeit, Freiheit, Individualität: Menschen mit Wassermann am IC möchten frei entscheiden können und sich diese Freiheit auch bewahren. Für einige kann dies bedeuten, dass sie in der Absonderung leben; aber ihre eigentliche Herausforderung ist, ihre Eigenständigkeit und Individualität innerhalb einer Beziehung und allgemein in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen zu entwickeln und zu bewahren. Bedürfnis, objektiv sein und die Dinge aus der Distanz heraus betrachten zu können. Die Wahrheit hat viele Gesichter. Alles kann aus den unterschiedlichsten Perspektiven betrachtet werden und immer ergeben sich Punkte, die dafür, und andere, die dagegen sprechen.

Wassermann-IC sind fasziniert von allem, was anders ist als das Normale, was ungewöhnlich, originell, elitär oder fremdartig ist. Ausgefallenes inspiriert und regt sie kreativ an, ihre eigene Besonderheit und Einzigartigkeit zu suchen. Sie brauchen ein gewisses Maß an Gegensätzlichkeit: Menschen, Lebenssituationen oder eine Partnerschaft, die sie als anders und nicht widerspruchsfrei vereinbar erleben. Einige entwickeln eine Faszination für Paradoxien und die daran geknüpfte innere Spannung, die sie in Bewegung hält.

Wer sich in seinem persönlichen Horoskop orientieren mag, schaue jetzt nach dem Uranus. Wo steht er? Zeichen und Haus? Welche Aspekte hat er? – Wie lebt sich dieser Uranus, heißt: Wo ist die Sonne – d.h.: In welchem Zeichen steht sie?

Fische am IC

Der Fische-IC sucht das Entgrenzte und die große Ordnung im Sinne von Kosmos. Fische am IC haben das Bedürfnis nach Freiheit von den gesellschaftlich gültigen Regeln, moralischen Vorschriften und Konventionen. Gleichzeitig möchten sie mit etwas Größerem verschmelzen und in einer natürlichen Ordnung aufgehen.
Bereitschaft, sich freiwillig überpersönlichen Gesetzmäßigkeiten zu beugen, die ihnen sinnvoll erscheinen. Fische-IC werden sich früh bewusst, dass sie als einzelner Mensch nicht absolut, sondern relativ und durch einen Bewusstseinswandel zwar nicht in alles veränderbar, aber in ihrer Einstellung zu sich selbst wandlungsfähig sind. In der MRL heißt diese Mond-Neptun-Komponente: die Identität mit dem Wirklichen.

Fische-IC haben einen natürlichen Zugang zum Potential universeller schöpferischer Energie. Ihre Kreativität kann sich in konkreten Dingen ausdrücken und auch in der Erkenntnis, dass das Leben ein fortwährender schöpferischer Prozess ist, dessen Gesetzmäßigkeiten wir erlernen können, um schließlich zu dem zu gelangen, wer wir wirklich sind.

Wer sich in seinem persönlichen Horoskop orientieren mag, schaue jetzt nach dem Neptun. Wo steht er? Zeichen und Haus? Welche Aspekte hat er? – Wie lebt sich dieser Neptun, heißt: Wo ist die Sonne – d.h.: In welchem Zeichen steht sie?

 

Ja, ich weiß: es ist eine banale Redensart, dass jede Krise auch ihre Chance hat. Die Katastrophe, die wir derzeit erleben, deckt ja Einiges auf, was sich bis jetzt immer weiter hochgeschaukelt hat. Keine politische Betrachtung an dieser Stelle, auch keine Abrechnung, sondern einfach nur ein Innehalten und Krafttanken, ein Rückbesinnen, damit man keinen falschen Götzen hinterher laufen muss.

„Gibt es vielleicht außer dem angeborenen Wunsch nach Freiheit auch eine instinktive Sehnsucht nach Unterwerfung?“ fragte Erich Fromm in seinem Buch „Die Furcht vor der Freiheit“. – Der Titel des Buches beantwortet die Frage sofort: es ist die Angst, nämlich die, sich selbst zu leben. Das 4. Haus ist einer der sehr wichtigen Orte, die anzeigen, wo die Angst sitzt, und auch der Ort, an dem man sie überwinden kann.

Fußnoten

(1) Das Imum Coeli, vereinfachend wird oft vom IC geschrieben, rätselhafterweise bekommt es dann einen maskulinen Artikel. Ich bitte das augenzwinkernd durchzuwinken.

(Visited 1.086 times, 5 visits today, 7.623 overall counts across all posts)