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CHRONIKEN DES TIERKREISES – TEIL 4, BAND 2

ISBN: 978-3-758437-33-5
Softcover, 90 g/m² weiß, matt
Format: Quadrat 20,5, x 20,5 cm
535 Seiten
49,95 €

In den Nachgedanken – Korrektur noch folgend – habe ich schon einmal dies geschrieben:

Hat sich die IC-Deutung bewährt? Hat sie überhaupt einen Mehrwert an Erkenntnis erbracht oder alle Klarheiten beseitigt? Und wenn das so ist, lag es dann vielleicht an meiner Unfähigkeit, die Zusammenhänge richtig zu erkennen und die Fäden ordentlich zu verknüpfen? Vielleicht bin ich mit dem IC-Verbund zu weit „hinausgeschwommen“ und habe mich verfranst.

Das Auge sieht nur, was der Geist bereit ist, zu begreifen. (Henri-Louis Bergson)

Ich gehe mal davon aus, dass Sie die Situation kennen: Sie haben sich z.B. den kleinen Zeh gestoßen, was höllisch weh tut. Außerdem: Sie wagen nicht, richtig aufzutreten. Nun sind Sie auf der Straße unterwegs und – wie wundersam – Sie bemerken all die humpelnden Leute, die da unterwegs sind. Sie hätten nicht gedacht, dass es so viele sind! Ihr Gehirn blendet nun ein, was zuvor für Sie unwichtig war, weil Sie nicht selbst betroffen waren.

Gesunde, priorisierende Wahrnehmung, die Suche nach und das Erkennen von Mustern, das Einordnen von Gesehenem und Gehörtem vor dem Hintergrund des individuellen, subjektiven Vorwissens – all das läuft in jedem Moment ab. Zu viele Reize – insbesondere visuelle – sind gefährlich; Reizüberflutung führt – wenn die Reize auf einen überforderten Geist fallen – zu verzerrter Wahrnehmung und zu verzerrten Schlussfolgerungen, die Krise ist nicht mehr fern.

Im Großen wie im Kleinen gilt nun leider – und das erleben wir derzeit: In Krisenzeiten haben Vereinfachungen Hochkonjunktur, und tragen unheilvolle Früchte.

Ich habe nicht nachkontrolliert, ob ich in Band 1, 2 und nun wenigstens in diesem Band 4 einmal alle möglichen 144 Kombinationen durchgenommen habe. Vermutlich nicht. Ich sollte das aber tatsächlich tun, und dann vielleicht einen nächsten Band daraus machen? Es gibt noch so viel mehr herauszufinden.

Und letztlich ist diese Art eines „astrologischen Tagebuchs“ – wie ich es hier führe, indem ich tagesaktuelle Ereignisse aufgreife –  vielleicht auch eine Möglichkeit, die Verbindung zwischen Gegenwartsgeschehen und den Geschehen in näheren und ferneren Vergangenheiten aufrecht zu erhalten.

Ich werde also versuchen, weiter in den Chroniken zu bleiben, und gleichzeitig mein anderes Anliegen – nämlich die Engramme – noch weiter zu verfeinern.  In diesem Sinne verabschiede ich mich für dieses Mal und hoffe, das Geschriebene hat Ihnen einige Einblicke in meine und auch die Denk- und Systemwelt Wolfgang Döbereiners, soweit ich sie verstanden habe, gegeben.

Und dann doch ins Vorwort gegangen, denn meistens ist es so, dass das VORwort doch NACH dem NACHwort geschrieben wird:

„Wo warst du, als ich die Erde gründete? …
Als mich die Morgensterne miteinander lobten
und jauchzten alle Gottessöhne?“[1]

Das Imum Coeli, die Himmelstiefe, ist die Quelle, aus der wir Kraft schöpfen, wenn wir bei uns zu Hause ankommen. Dies ist innerer Zustand wie Ort; daheim, wir haben eine Heimat. Der IC zeigt, dass es sie gibt; wie sehr wir die äußere auch ablehnen und verleugnen mögen, sie ist da. Je nachdem, wie jung und unbewusst wir sind, ist bei schwierigen Konstellationen der Gedanke an Heimat, an Wurzeln, an familiäre Traditionen Quell von Leid und Ablehnung.

Hinweis darauf, dass hier etwas von den Eltern und den Familien hängen geblieben und mitgegeben ist, das zu bergen[2] ist. Wir werden älter, reifer … versöhnlicher … milder … Wenn es uns gelingt, uns mehr und mehr mit der dunklen Seite des Zeichens am IC und den familiären Mitgaben zu versöhnen, kehren innere Ruhe und Frieden ein, Kraft kann sich sammeln. Das tiefgehende Heimatproblem, das die jüngeren Deutschen umtreibt und sie dazu bringt, ihre Herkunft und ihren Ursprung zu leugnen, beschleunigt den Prozess – nein, nicht den des Wandels – der Zerstörung. Es ist keine Auseinandersetzung und kein wirkliches Verstehen zustande gekommen, stattdessen hat man kollektiv – meine Sicht auf die Dinge – seit dem Ende des letzten Krieges (der in Europa maßgeblich von deutschem Boden aus- und der insbesondere mit dem Holocaust an jüdischen Menschen einherging) beschlossen, die moralische Verpflichtung einzugehen, „auf immer“ die Sünde zu vermeiden. Im  verweigerten voraussetzungslosen Neuanfang (wiederum ist ein Zusammenbruch immer eine Voraussetzung für einen wirklichen Neuanfang) hat man sich kollektiv (das verstärkt sich gegenseitig) stillschweigend darauf geeinigt, dass es nichts Gutes sei, sich mit der Heimat zu identifizieren und ihre als böse entlarvten Traditionen fortzusetzen. Doch halt – dieses „man“ muss differenziert werden. Kulturwissenschaftler wie Soziologen machen die Intellektuellen, die mit links-liberalem Denken der Identitätslosigkeit Vorschub leisten als jene aus, die mit Kulturrelativismus die Selbstaufgabe betreiben. Astrologisch finden wir ein solches Herangehen an die Welt in den Verbindungen, die Saturn und Merkur eingehen. Die neutrale, von aller inneren Beteiligung befreite Betrachtung hat ihren Platz und ihren Sinn, aber nicht dort, wo es um seelische Belange geht. Das maschinenhafte Ausüben von Funktionen hat vielleicht Fortschritt in der Technologie und auch in den „exakten“ Evidenzwissenschaften hervorgebracht, aber die Beheimatung ist darüber verloren gegangen.  Den „Wohlstand“, der sich alsbald in Deutschland einstellte, können wir als die Entschädigung für den Verlust der Seele lesen.

Also, wir haben es hier mit einer Schuld zu tun, die den Kindern seit dem Ende des letzten Krieges immer weiter eingepflanzt wurde. Saturn-Neptun. Deshalb ist nun die Strategie auch der Schutz aller Minderheiten und derer, die ungerecht behandelt werden und wurden. Es ist diese Schuld, eine Eigenart gelebt zu haben, die sich dann als mörderisch erwies, die nun gesühnt werden soll. Das wird u.a. – wir sind in diesen Tagen wieder Zeuge – zur „Botschaft der werteorientierten Politik“, die den Diktaturen dieser Welt Demokratie und Gerechtigkeit bringen und vorleben will. Die Verunsicherung, die sich ausgebreitet hat, wird durch quasireligiösen Hypermoralismus kompensiert.

Doch innerlich ist diese Heimat tot. Sie ist erstarrt wie jene „Problem-Filme“, die seit den Lockdown- und Distanzjahren gedreht werden: die Protagonisten stehen in weitem Abstand voneinander, sie berühren sich kaum, die Dialoge sind tröpfelnde Einzelaussagen mit wenig Esprit, die Handlung ist statisch, die Begleitmusik meistens die Abfolge einzelner, unverbundener Töne, die sich durch den Ablauf ziehen, keine Musik, aber Lärm. Es gibt auch den Gegenentwurf – ich will ihn nicht vorenthalten: Der typische Nach-Corona-Heimatfilm der jüngeren Filmemacher strotzt vor politischer Korrektheit. Jede Bevölkerungsminderheit ist vertreten, als habe man die Geschichte fein nach Quoten geschrieben, bemüht, jeglichen strukturellen Rassismus zu vermeiden. Ein Wunschdenken, denn so ist es (noch) nicht. Utopien erzeugen Zielvorgaben, die nie Realität werden. Die Umwelt wird nachhaltig geschützt, die Helden und Heldinnen leben vegan und vegetarisch, es wird weder geraucht noch wird nackig herumgelaufen. Weintrinker zu zeigen ist erlaubt, stärkeres eher nicht. Die älteren Filmemacher sind ironisch bis zynisch und können sich selbst auf den Arm nehmen, den jungen ist der Humor abhanden gekommen, sie dürfen nicht schadenfroh und auch nicht lästerlich sein.

Was für ein Zeichen hat wohl die Heimat Deutschland an ihrem IC?[3] – Ein „Ort“ ist es jedenfalls, der eine Offenheit an den Tag legt, die bereits an Torheit grenzt. Keine Selbstsicherung, ein löchriges Immunsystem, und eine idealisierte Vorstellung davon, wie er sein möchte. Diese Heimat will ein Ort sein, an dem sich Fremde treffen und sich sichern. Letztlich aber ist dieser Ort ein lebensverachtender Ort. Die Heimat Deutschland wäre dringend zu behandeln und bedarf einer „Schicksalstherapie“, in der der Uranus wiederzufinden wäre.

Sicher haben Sie schon vom Vertex gehört? Nein? – Der Vertex ist der „AC vom IC“, auch häufig der „Aszendent der Seele“[4] genannt, und ein Schnittpunkt, der sich astronomisch aus dem westlichen Schnittpunkt der Ekliptik mit dem sog. Nullvertikalkreis bzw. der Vertikalen berechnet. Im Horoskop kann der Vertex immer nur in den Häusern 5 / 6 / 7 oder 8 liegen, der „Antivertex“ liegt ihm exakt gegenüber. Die „Heimat“ Deutschland, auf jenen 23.5.1949, 17:00 Uhr gerechnet, wirft uns einen Vertex auf 6°36‘ Stier im 7. Haus, in der Nähe vom Saturn-Mondknoten-GSP, aus, oder aber einen Anti-Vertex im Skorpion und das dann im 1. Haus.

Was die Deutung angeht, lässt der Vertex Aussagen über die eigenen Wurzeln zu, lässt sich befragen, auf welche Weise der Weg zur inneren Geborgenheit zu gehen ist. Man kann ihn hinsichtlich seelischer „Herkunft“ und Rückzugsmöglichkeiten heranziehen. Die Hausposition des Vertex soll anzeigen, in welchem Lebensbereich der Horoskopeigner am besten den Kontakt zur inneren Quelle findet: z.B. durch Kreativität, Kinder, Sport (Haus 5), Arbeit (Haus 6), Partnerschaft (Haus 7) oder Bindungs- und Sterbeerlebnisse (Haus 8). Ebenso wird damit aber auch angezeigt, wo sich markante Probleme auftun können: in einem gehemmten Selbstausdruck (Haus 5), gesundheitlichen Problemen (Haus 6), Beziehungsproblemen (Haus 7) oder in geistigen Fixierungen bzw. gar Todessehnsucht (Haus 8). Wir können für den Patienten Deutschland konstatieren: eine Achillesferse läge hier in den Partnerschaften und der Selbstabgrenzung wie auch der -sicherung. Die Seele ist ein Marktplatz, will mir da in den Sinn kommen. Im ökonomischen Sinne ist da an Handel, Umschlag, Besitzwahrung auszugehen – der Stier, der hier den Steinbock am IC „verstärkt“: ein physischer Marktplatz, der sich staatlich und als Gesellschaftsordnung für die Heimat verantwortet. Zwei Erdzeichen für die Verbindlichkeit und Beständigkeit.

Wir brauchen diesen errechneten Schnittpunkt eigentlich nicht, die Münchner Rhythmenlehre ist so tief und präzise, dass sie ohne ein Hilfsmittel wie den Vertex auskommt. Außerdem widerspricht er dem Rhythmischen und den sich in Ringen fortpflanzenden Ereignissen.

Augustinus, der Heilige:

„Sage mir, Herr… folgte meine Kindheit auf eine Lebenszeit von mir, die zuvor beendet wurde? Auf welche ich in den Leib meiner Mutter gelangte? … und wo, Oh Herr, war ich vor jenem Leben, war ich irgendwo, war ich in einem Körper?“

Das 4. Haus, der Ort der Einkehr und Heimkehr, ist der Ort, an dem wir ablesen können, womit und an welchem Punkt wir den Gang durch unser Leben beginnen, so hatte ich es vorne geschrieben. Um im Bild zu bleiben: auch mit dem Moment des Gezeugt-Seins machen wir uns auf den Weg durch die gesamte Phylogenie der Menschheit bis zum Aszendenten, in dessen Signum der Eintritt in die konkrete, physische Welt liegt. Ein verletztes 4. Haus mit widersprüchlichen oder schwierigen Verbindungen beeinflusst das Losgehen ebenso, wie es später im Leben nach der Geburt den Umgang mit „Anfängen“ zeigt, die z.B. mit Streit und Strenge oder Disharmonie und Kälte, Familiengeheimnissen (die zu Schlangengruben werden), übermäßiger Geordnetheit (bis zur Erstarrung) und übermäßiger Unordnung (bis zum Kontrollverlust) einhergehen. Ein schwelender und ungelöster IC-Konflikt schlägt sich in Entfremdung von sich selbst, mit einer Kompensation dieser Unbeheimatetheit in Konstellationen, die sich dazu anbieten. Im Falle des deutschen Patienten könnte dies bei einer Kompensation in Fleiß und Brauchbarkeit auch das Bemühen sein, über Geldprogramme im Revier gesamtgesellschaftliche Kontrolle anzustreben (Herrscher von 2 in 10) und damit maßstäblich zu werden. Ein Skorpion in 2 hat auch Vorstellungen darüber, wie sein Gemeinschaftliches organisiert werden soll. Dazu – und das werde ich zu gegebener Zeit noch zeigen, ist es hilfreich, den Verbund zu betrachten, in dem der IC steht, und die beiden anderen Zeichen und ihre Herrscher zu befragen.

Das Verhältnis von IC zu AC hinsichtlich der Harmonie oder Spannung zwischen dem Eintreten in die Höhle und dem Heraustreten aus ihr, hinein in die konkrete Materialwelt des I. Quadranten zu betrachten, wird vielleicht für den einen oder anderen nach sich selbst Suchenden ebenfalls einen entscheidenden Hinweis liefern. Heute habe ich eine Dokumentation über Glenn Gould[5] gefunden: eine Waage-Sonne im 6. Haus bei einem Stier-AC. An der Spitze von Haus 3 und 4 befindet sich der Krebs mit dem Mond in 4 im Löwen. Die Venus aus dem AC (eine I.-Quadranten-Anlage) und aus dem Sonnenzeichen (ein III.-Quadranten-Einbruch im Subjektiven) steht im Gestalterischen und Erschaffen des 5. Hauses. Der Krebs selbst trägt einen Pluto mit Opposition zu Saturn in Haus 10. Der Ort der allerersten Einkehr besetzt von einer außerpersönlichen Struktur – von einer Bildfixierung. Auch Mars steht in Haus 4, ihm folgt, in Richtung des Verbundes, Mond und dann die Venus, die diese Innerlichkeit in eine Erlebniswelt hinein erschaffen soll. Dahinein ist er niedergekommen. Die Stier-Venus geht ins Zentrum, ist konzentriert, verdichtend, ihr gefällt es im Löwen. Zwei fixe Zeichen. Stier zu Krebs. Venus und Mond gehen unterschiedlich mit ihren Möglichkeiten um – während Mond sich noch herausgestellt fühlt und sich zurückziehen will, beginnt Venus bereits mit der Gestaltung. Selbstsicherung und Verinnerlichung: die seelische Identifizierung mit der jeweils gegebenen Situation und das Suchen nach Objekten, an denen sich die ungeordnete Seele ausrichten kann. Mond ist im Löwen exponiert, er steht jetzt im Rampenlicht; doch wenn er dort steht, wird auch seine Irritierbarkeit zur Gebärde. In der Jungfrau entscheidet sich, wie damit umgegangen wird.

Beim Ansehen der Dokumentation kam mir der Gedanke: hier ist einer, dessen innere Einkehr ein „Ort für die Außenwelt“ geworden, und der damit aus sich selbst vertrieben ist. Er, der geborene Einsiedler, veräußerte sich. Den Anlass dieser Vertreibung liefern Pluto und Mars – Pluto geht in den Mond ein, und Mars-Mond in die Venus in 5.  Dieser junge Mann muss sich in seinem und über seinen II. Quadranten erlösen. Sein Uranus steht in Haus 12 – er ist ihm unbekannt, und den Herrscher von 10 (Steinbock – Saturn in 10)  erntet er als Ruhm und Maßgeblichkeit, ohne dass ihm beides bei der Erlösung hilft.

Das 4. Haus ist der Anführer des II. Quadranten, des Subjektiven, oder – in den vier Urgründen ausgedrückt: das Seelische bzw. die seelische, ungerichtete Bildenergie ist der formbare Anteil unseres Lebens. Ist dieser Teil, der mehr als nur physisches Material (I. Quadrant) ist, belastet und unerkannt, vernachlässigt oder der Fremdbestimmung anheimgestellt, kann das Dasein (das jedem Einzelnen als Dasein in seinem Lebensgeschehen vom 11. Haus in der oberen Bewegung eingeschrieben ist) nicht anders als deformiert zu sein, und auch das 6. Haus als der Abschluss des II. Quadranten kann in diesem Fall sein Potential nurmehr im Sinne der Verhinderung „anwenden“, auch die Vernunft als die Wahrnehmung der Bedingungen ist dann unfrei.

Das Zeichen an der Spitze des II. Quadranten sagt etwas darüber aus, was die Person an Wesenheit und Innerlichkeit an ererbten und bereits erfahrenen Vorerlebnissen auf den Lebensweg mitbekommt. Die Frage lautet: Was sind die seelischen Voraussetzungen dieses Menschen? Wie sieht der formbare und zu formende Beginn seines Lebens aus?

Ich hatte es so an anderer Stelle formuliert. Handelt es sich um ein Geschehen, ein Begebnis, einen Vorgang oder eine Gründung, müssten wir folgendermaßen formulieren:

Das Zeichen an der Spitze des II. Quadranten sagt etwas darüber aus, was die inneren Bestandteile der Sache oder des Hergangs sind, deren Wurzeln bereits in vorangegangenen Geschehen und Vorgängen liegen. Die Frage lautet: Was ist an inhaltlichen Voraussetzungen gegeben, damit es zu dieser sichtbaren und realen Tat kommt? Wie zeigen sich die initial vorliegenden inneren „Beweggründe“?

Das Bild des ins Wasser geworfenen Steins – und die Rhythmen des Lebens, die sich aus der Vergangenheit in immer neuen Kreisen in die Fläche und die Tiefe ausbreiten.

Der I. Quadrant liefert das Material und den anfassbaren Stoff, der alsbald in der sichtbaren Welt zur realen Ausübung des Materials wird. Der III. Quadrant als „Causa effiziens“ ist in der „aristotelischen Lehre“[6] die Kraft, die auf das Formbare des II. Quadranten trifft und in ihm wirkt. Er ist der Bäcker, der das Formbare wirkt, ihm die Form verleiht, die es als Lebensgeschehen trägt. Damit wir auch hier die Bedeutung des 4. Hauses verstehen, noch ein etwas weiterer Exkurs.

Was ich bespreche? – Hier einige Beispiele:

Herrscher von 4 in 1: IC Krebs, Mond in Widder: Lucy Lawless (29.3.1968, 6:25 Uhr OZ, Auckland)

Herrscher von 4 in 2: IC Wassermann, Uranus in Steinbock/Schütze: NSDAP (27.2.1925, 20:37 Uhr MEZ, München), Saturn-Ingress in den Schützen I (17.11.1985, 3:08 Uhr), Saturn-Ingress in den Schützen II (23.12.2014, 18:08 Uhr, Berlin), Schlacht auf dem Lechfeld (10.8.0955j, 10:42 Uhr MEZ, Lechfeld), Aspirin (10.8.1897, 9:43 Uhr MEZ, Elberfeld: WD), Mahatma Gandhi (2.10.1869, 2:10 Uhr GMT, Porbandar)

Herrscher von 4 in 4: IC Krebs, Mond in Löwe: Glenn Gould, 25.9.1932, 19:34 Uhr EST, Toronto, Martin Heidegger (26.9.1889, Meßkirch, 11:30 Uhr MOZ)

Herrscher von 4 in 5: IC Fische, Neptun in Widder: Camille Claudel (8.12.1864, Fère-en-Tardenois, 5:00 Uhr LMT)

Herrscher von 4 in 8: IC Wassermann, Uranus in Stier: Warntag (10.9.2020, 11:00 Uhr MES, Berlin), Olaf Scholz, Inkrafttretung Agenda 2030, Kongress zur Halbzeit Agenda 2030, Klaus Schwab

Herrscher von 4 in 8: IC Skorpion, Pluto in Widder: Anton Bruckner (4.9.1824, 3:20 Uhr GMT, Ansfelden), Mutter (26.12.1946, 19.30 Uhr MEZ, Hamburg)

Herrscher von 4 in 10: IC Zwillinge, Merkur in Schütze: Vereidigung Regierung Scholz (08.12.2021, 12:02, Berlin, MEZ), Olaf Scholz (14.6.1958, 11:30 Uhr MEZ, Osnabrück, im Gespräch ist auch eine Zeit von 15:00 Uhr), William Beecher Scoville (13.1.1906, 9:30 Uhr EST, Philadelphia), Henry Gustav Molaison (26.2.1926, Manchester, Sonne am MC), Michael Nehls (20.10.1962, 6:59 Uhr, Freiburg – Uhrzeit nicht gesichert). 

Herrscher von 4 in 11: IC Waage, Venus in Zwillinge: Erik Satie (17.5. 1866, 09:00 Uhr, Honfleur)

 

[1] Buch Hiob (Kapitel 38, Verse 4 und 7) des Alten Testaments.

[2] bergen = „in einer Fluchtburg unterbringen“, in Sicherheit bringen – und die liegt im eigenen Empfinden.

[3] Das Horoskop auf die Abstimmung über das Grundgesetz und deren Verkündigung am 23.5.1949 wird auf 17:00 Uhr gerechnet und von vielen Astrologen als Gründungshoroskop Deutschlands herangezogen. Dieses Horoskop hat einen Waage-AC und einen Steinbock-IC. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Gründung als mit dem Inkraft-Treten des Grundgesetzes vollzogen zu sehen, dann ergibt sich ein Steinbock-AC und ein IC im Stier. An anderer Stelle habe ich auch die erste Tagung des Parlamentarischen Rates am 1. September 1948 herangezogen. Die Mitglieder des Rates erarbeiteten allerdings statt einer Verfassung nur ein Provisorium, das sie Grundgesetz nannten. Damit hat der Staat Deutschland bis heute keine Verfassung im Sinne einer eigenen Organisationsform. Nehmen wir das einmal völlig unpolitisch und als Beschreibung der körperlichen „Verfassung“! Ich bin in den „Chroniken Teil 3“ auf S. 47 von einem Sonnenstand am MC ausgegangen – das ergibt einen AC von 8° Jungfrau mit dem Neptun in Haus 2.

[4]  Beim Nachlesen stoße ich auch auf den Ansatz, es sei eigentlich der Antivertex der AC des IC.

[5] Kanadischer Ausnahme-Pianist, Komponist und Musikautor, geboren am 25. September 1932 in Toronto, Ontario, Kanada; gestorben am 4. Oktober 1982. Er wird in Teilband 2 ausführlich betrachtet.

[6] Nachzulesen bei WD, Erf.1: Astrologisch-homöopathische Erfahrungsbilder zur Diagnose und Therapie von Erkrankungen – Band 1 (1. Auflage Frühjahr 1980)(8. Auflage Juni 2002)

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