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ZWISCHENZEITLICH XVIII

Umarmen

 

die erste welle rollt

dreierlei wasser schäumt

sickernd strömend reißend

 

es soll nicht sein

ein untergang des selbst

fingerzeig auf ungeeignetes

 

kurz schweigt der beunruhigte gedanke

unbetrachtet wächst indes illusion erneut

verschlingt den abstand zur täuschung

 

die zweite welle rollt

dreifacher windesflutenhauch rauscht

entwurzelnd hinwegfegend zerschellend  

 

es soll nicht sein

dieser weg ein irrweg

der traum eine totgeburt

 

es gibt keine langsamen tode

tod – eine sache von sekunden

sterben aber kann endlos sein

 

die dritte welle rollt

dreifache erdengewalt steint

zermalmend vergrabend erstarrend

 

es soll nicht sein

 

wenn das nichts am andern ende klafft

wird es zeit

 

 

es zu umarmen