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ZUM STAND DER DEUTSCHEN SPRACHE

DEUTSCH ALS HANDLUNGSSPRACHE – JA, ALS BILDUNGSSPRACHE – NEIN?

 

„Die Schüler wie auch die Erwachsenen Deutschlands liegen mit ihren sprachlichen Kompetenzen unter dem europäischen Durchschnitt, und dies in einer modernen Wissensgesellschaft, die auf ein lebenslanges Lernen setzt, das wiederum überwiegend auf sprachlichen Kompetenzen wie dem verstehenden Lesen und dem strukturierten Schreiben beruht.“[1]

Hin und wieder, und so auch in der letzten Woche, höre ich Lehrer und Eltern sagen, in unseren Schulen scheiterten nicht wenige Schüler (mit und auch ohne Migrationshintergrund) an der deutschen „Bildungssprache“. Moment… Was heißt das?

Zunächst einmal heißt es, dass wir offensichtlich annehmen müssen, dass etlichen Schülern im Sach- und Fachunterricht kein angemessenes Sprachregister Deutsch zur Verfügung steht, um Aufgaben auf abstrakterem Niveau zu bewältigen. Diese Schüler sprechen ein Deutsch, das sie zum Sprachhandeln in Alltagssituationen befähigt. Sie sprechen Deutsch als Handlungssprache. Das aber genügt für den Fach- und Sachunterricht in der Schule nicht.

Hier geht es weiter.

[1] Pegasus-Onlinezeitschrift XV (2015), Heft 2, Andrea Beyer: Wenn zwei sich streiten, freut sich dann der Dritte? Bildungssprache vs. Schulsprache – eine terminologische Untersuchung.