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LASST DIE LÖWEN HEREIN II

[…] Tiere im Tierpark, die haben Merkur-Pluto, sie sind nicht mehr sie selbst, sondern sie beziehen die Identität ihrer Erscheinung aus der menschlichen Vorstellung.“[1]

Vor einigen Wochen wurde ich gefragt, ob ich nicht in einem Artikel über das Tier Löwe einen Abschnitt über das Tierkreiszeichen Löwe beisteuern wolle. Mein erster Impuls war Begeisterung, gefolgt vom zweiten: Werden die wissenschaftlichen Skeptiker nicht die Mundwinkel verziehen? 

Wie würde ich ihnen das Löwehafte bei Menschen nahebringen, ohne dass es zu abgehoben oder banal klänge? – Zunächst begänne ich damit, dass sich das Zeichen Löwe zwischen dem des Krebs und dem der Jungfrau befindet, und alle drei zusammen den II. Quadranten im Tierkreis füllen – den „seelischen Teil“ des Tierkreises.

Einzelwesen, Subjekt, Subjektivität und das Leben, das Lebendige, das es zu schützen gilt. Ein Löwe-Geborener lebt aus dem Selbstverständnis heraus, dass es an ihm ist, sein Leben zu gestalten, sich auszuleben, sich zu behaupten. Seine Sicherheit und sein inneres Gleichgewicht liegen in der Möglichkeit, spontan handeln zu können. Diesen als Freiheit zu bezeichnenden Handlungsspielraum wird ein Löwe-Geborener immer verteidigen. Das Lebendige ist dem Löwen lieber als Ideen, Ideologien oder sämtliche –ismen.

Wer sich am Entfalten des Lebendigen vergreift, hat den Löwen zum Feind, den er dann auch jagt. Denn er ist grundsätzlich ein Jäger. Einen Löwe-Menschen reizt außerdem alles, was in Bewegung ist: hier liegt sein „Jagdinstinkt“ – das Erjagen der Beute ist ihm im Spieltrieb viel wichtiger als ihr Besitz. Das Löwehafte, würde ich fortfahren, ist das Erschaffende von Erlebnisräumen, das Spielerische, Verspielte, die Kreativität mit viel Vitalität und Liberalität – eine geschlossene Welt, in der sich jeder, der dort eintritt, in seinem Sein gesehen und beschützt fühlen kann. Das Löwezeichen ist ein fixes, männliches und ein Feuer-Zeichen. Fixe Zeichen zeichnen sich durch Geduld, Beharrlichkeit, Feuerzeichen durch gespannte Aktivität, und männliche Zeichen durch ihren Durchsetzungswillen aus. (Das mit der Geduld bzw. Beharrlichkeit gilt übrigens auch für die weiter unten genannten fixen Zeichen der anderen Quadranten.) –  Von den positiven Eigenschaften würde ich sprechen und von den negativen ebenso.

Ebenfalls neulich war ich im Zirkus, einem großen, einem berühmten mit einer spektakulären Raubkatzen-Nummer. Der Hintergrund des Zirkus-Besuches und des Löwen-Artikels sind dergleiche: Die realen Löwen sind vom Aussterben bedroht. Und zwar sind sie bedroht, weil es ihren Lebensraum nicht mehr, bzw. nur noch beschnittenermaßen, gibt.

„Vom Asiatischen Löwen (Panthera leo persica) existieren nur noch etwa vierhundert Tiere in freier Wildbahn; sie leben alle im Gir-Forest-Nationalpark im indischen Bundesstaat Gujarat, der mit rund 259 Quadratkilometern (Barat Lal 2000) eine Fläche von der Größe der Stadt Frankfurt bedeckt – oder Londons, circa sechsmal so groß, wenn man das dazugehörige Schutzgebiet hinzurechnet.“[2]

Der nordafrikanische Berberlöwe kommt in freier Wildbahn nicht mehr vor, die Populationen der indischen und der afrikanischen Löwen sind bereits so geschrumpft, dass die Gefahr der Inzüchtung besteht. Die noch bestehenden großflächigen Habitate in der Serengeti und in Tansania sind inzwischen Objekte von Bauspekulationen. Die in Südafrika „wild“ gehaltenen Löwen sind Touristenattraktionen im Kalkül von selbsternannten Tierschützern (und werden dann gegen Geld doch zum Abschuss freigegeben).

„Wir sehen Löwen in der Werbung, in Wappen von Bundesländern und Fußballvereinen, nehmen Sie nur in München den TSV 1860! Wir bestaunen den „König der Löwen“, in Dokumentationsfilmen bewundern wir ihn bei der Jagd. Dabei merken wir nicht, dass diese Dokus im immer gleichen Reservat gedreht und immer wieder wiederholt werden. Keiner merkt, dass das real existierende Tier nebenbei verschwindet.“[3]

Beide – der Mensch und der Löwe – stammen aus Afrika, zusammen haben sie ihre dortigen Ur-Habitate verlassen und sind in Co-Evolution ausgewandert. Man könnte sagen: der Löwe gehört als Umstand zum Leben des Menschen dazu. In Aussteuerung der Gefahr, die von Löwen ausging, konnten die Menschen ihre eigene Population „gesund“ halten, bzw. sie blieb gesund, denn es überlebte nur der, der sich der Gefahr bewusst wurde und sich entsprechend verhielt. Löwen – wie auch einige andere Tiere – gehören astrologisch ausgedrückt – zur Gestalt des Menschen, so wie die Biene zum Apfelbaum gehört.  

Das führt mich zum nächsten Punkt, zu dem, was geworden ist: Der reale Löwe verschwindet, und dennoch oder gerade deshalb taucht der Löwe als „Symbol“ und als Zeichen auf. Er wird gezählt, gemessen, gekennzeichnet, mit Kameras verfolgt werden seine Bewegungen aufgezeichnet. Er ist nicht mehr das, als was er gedacht war – von der Gestalt seines Lebens und seiner Zeitlichkeit her. Selbst in Zoos können Löwen nicht ihrer Gestalt gemäß „gehalten“ werden. Die Löwen in Zoos, die seit 100 Jahren gezüchteten Neutiere, sind auf den Menschen geprägt und haben sich morphologisch von ihren Ahnen entfernt. Die Domestikation bewirkt, dass wir es mit einem anderen als dem ursprünglichen Löwen zu tun haben: Gebiss und Skelett haben sich verändert.[4]

Wenn der Löwe aus der Welt verschwindet, wird unsere Erinnerung an ihn verblassen, das Bild von ihm allmählich verschwinden – und damit wird das Prinzip des Löwehaften ausfallen. Ja, ja, es ist nicht nur der leibhaftige Löwe, der hier verschwindet – es ist auch das Prinzip des Löwehaften im Tierkreiszeichen Löwe.

Der Mensch verliert noch mehr Maß und Bestimmung als er ohnehin bereits verloren hat. Leider gehen die Verluste Hand in Hand: je mehr die Menschen sich in ihrer eigenen Ursprungslosigkeit zu mechanischen Ausführern entwickeln, desto weniger dulden sie Unkontrollierbares in ihrer Nähe. Und wilde Tiere sind nun einmal nicht kontrollierbar, weswegen sie ausgerottet werden.

Das Tierkreiszeichen Löwe ist also das zweite Zeichen im II. Quadranten, jenem Quadranten, der das Seelische umreißt, wie oben bereits geschrieben. Im III. Quadranten gibt es natürlich zwischen der Waage und dem Schützen den Skorpion. Er stellt das Parallelzeichen zum Löwen. Löwe zu Skorpion. Nimmt man eines hinweg, tilgt man es aus dem Bewusstsein und der Zeit, wird das andere zum Ganzen erhoben. Wenn der Löwe und die Souveränität seines Soseins, seines Daseins in der Welt, verschwinden, bleibt auf der anderen Seite der Gleichung die Übermacht der vorgestellten Struktur von Leben. Was das heißt? – Das ist Gendesign, die medizinische, forschungsinnovative Schere, die an der DNA von entstehendem Leben herumschneidet und herausschneidet, was nicht dem Anspruch an Reinheit und Perfektion des Lebewesens genügt.

Skorpion – das ist das Bild des „wehrhaften“ Rudeltiers Wolf. In dieser Phase wird das Ego abgestreift – es geht nicht um den Einzelnen, es geht um die Erhaltung der Art. Es geht um das geistige und ideelle Prinzip – um ein Leitbild. Was – wenn dieses Prinzip vom Leben losgelöst bzw. quasi herausoperiert ein Eigen“leben“ beginnt? – In den 90er Jahren ging die Geschichte vom Klonschaf Dolly um die Welt. Dem Klonschaf war kein langes Leben beschieden.

Klonschaf Dolly – 5.7.1996, 16:30 Uhr in Edinburgh

Ich schaue kurz auf das Horoskop, das sich quasi heute aufdrängt, da es seinen Geburtstag feiert. Nun ist das Klonschaf definitiv weder ein Löwe noch ein Wolf und doch haben wir es mit beiden Prinzipien zu tun. Krebs-Sonne (als Durchführung der Löwe) und Skorpion-Anlage am AC. 
Im Falle von Dolly steht die Sonne innerhalb des Verbundes Krebs-Löwe-Jungfrau, in der Exposition – im Krebs am Beginn des Lebens. Der Herrscher Mond steht in den Fischen im 4. Haus – und damit in der Auflösung des Lebens als Prinzip der Gestalt eines Endlichen. Außerdem steht er auf dem Jupiter-Uranus-GSP: Grundsätzlich ist dies die Fähigkeit, das Schöpferische zu fügen. Im gegebenen Fall fehlt Saturn, und es liegen Regelungen statt der Bestimmung vor:
Das Schaf ist ein Modellschaf vom Reißbrett (Skorpion-AC mit Pluto in 1) und damit die Vorstellung von Leben, ein (an)gefertigtes Abbild.
Die Sonne zudem in Haus 8 – auch dies Hinweis auf das Programm, das dem so gefertigten Tier zugrundeliegt, der Verbund läuft vom III. Quadranten in den IV. und schaut mit der Jungfrau ins Vorzeitliche hinein, und stellt sich zur Sonne, um sie zu regeln, da ja die Bestimmung verworfen wurde. Die Sonne fügt „gelungenermaßen“ auf einem Jupiter-Uranus-GSP ohne Saturn und deshalb einen Vorgang.
Das Erschrecken im Angesicht des Wirklichen liegt bereits vor der Fertigung von Dolly vor, ist damit Folge und Voraussetzung in einem und zeigt sich im Erscheinungsbild: Neptun-Uranus in Steinbock und Wassermann in weiter Konjunktion in Haus 2. Das Tier ist ein Einzelmodell und passt in kein Gemeinschaftliches, es ist isoliert und verschreckt. 

Mars-Venus ist die Erscheinungsseite des Neptun-Uranus: hier liegt also eine Erfahrung vor, der nicht erlaubt wird, an die Oberfläche zu gelangen und die deshalb in den Tiefen des Unbewussten versenkt wird, um dort in Abspaltung auf Erweckung zu warten. Fortan ist der Träger dieser Konstellation der Zwangsläufigkeit der Situation ausgeliefert und kann nicht reagieren. 
Die Mars-Venus-Konjunktion steht im Zwilling und geht dem Verbund des II. Quadranten als Ergebnis einer Ausübung von Form voran. Die Zerstörung von Gewebe bzw. von Dasein ist bereits öffentliches Bild und in der Gegenwart, der Schnitt ist in aller Bewusstsein. Mars in Zwillinge – es juckt auf der Haut des Bewusstseins, und ein Bild brennt sich ein.
Durchgeführt wird die „Geburt“ als Sonne aus dem Löwen wiederum im „Plan des Lebens“; mit dem Jupiter in Opposition wird das Leben im 2. Haus konkret und verfügt. Sonne-Jupiter, eine glückliche Fügung, die allerdings, um „geerntet“ werden zu können, erst durch die Verneinung des Mond-Pluto hindurch muss: die Verneinung der Fortpflanzung ist hier eingeschrieben. Pluto-Jupiter trägt die Versehrung und Unvollständigkeit in sich, und auch die Auflösung des Verbandes.

Weder im Löwen noch in der Jungfrau stehen weitere Planeten, was zeigt, dass es „nicht weitergeht“ – es gibt keine Entwicklung, nur eine Form, die in der Vorgegenwart „steckenbleibt“. Pluto, der hier als Modellwolf im Schafsfell in die Erscheinung tritt, steht in der Nähe des GSP Saturn-Uranus: das ist die Vereinheitlichung von etwas, das unvereinbar ist. Es dürfte Störungen in der Symmetrie geben, Organverdopplungen, wo sie nicht hingehören. Eine Qualzucht mithin.
Der Merkur aus der Jungfrau am MC kennzeichnet das Ergebnis, das zeigt, worauf es hinausläuft: auf 7° Krebs in Haus 8 ist es ein Uranus-Sonne-Gruppenschicksalspunkt, erneuter Hinweis auf Gentechnik und die Veruntreuung des Geschöpfes wie des Schöpferischen. – Im Sonne-Uranus liegt auch die Erfahrung der Lebensgefährdung, die in einen Dauerzustand der Desintegration versetzt. Bei Unruhe und Gereiztheit ist kein Dasein möglich, man hat keine eigene Gegenwart und hat sich den Regeln anderer zu unterwerfen.

Das Schaf Dolly war das erste aus adulten Zellen geklonte Tier, geboren heute vor 24 Jahren am 5.7.1996, gestorben am 14. Februar 2003. Beim „Klonvorgang“ am 8. Februar 1996 waren 277 (entkernte) Eizellen von Spendertieren der Rasse Scottish Blackface mit Zellkernen und damit dem Erbgut aus den Euterzellen eines bereits geschlachteten Schafs der Rasse Finn Dorset geimpft worden, woraus 29 Embryonen heranwuchsen, von denen nur einer überlebte. Das heißt: Dieser Embryo entwickelte sich aus dem Erbgut einer Körperzelle, nicht aus einer befruchteten Eizelle.
Das Schaf zeigte bereits im 5. Lebensjahr Alterserscheinungen wie etwa Arthritis. Schafe haben eine natürliche Lebenserwartung von durchschnittlich zehn bis zwölf, sie können aber auch 20 Jahre alt werden. Bei den frühen Alterserscheinungen – so mutmaßte man damals – könnte es sich um Folgen des Klonens mit Erbgut eines erwachsenen Tieres handeln. Dolly fehlte somit ZEIT, sie musste nach einer Erkrankung an schwerer Lungenadenomatose eingeschläfert werden. Das geschlachtete Zellspenderschaf hatte zum Zeitpunkt der Zellentnahme ein Alter von sechs Jahren erreicht. Damit können wir schlussfolgern, dass die Information über den Eintritt der Gegenwartslosigkeit im Erbgut niedergeschrieben ist.

Niemann: „Es ist sicherlich ein echter Sprung in der Wissenschaft. Ich würde sogar sagen: Da ist in Dogma in der Biologie gefallen.“

Bei der Entstehung von Dolly haben Forscher den biologischen Alterungsprozess umgedreht. Eine reife Körperzelle wurde wieder embryonal. Das galt in der Entwicklungsbiologie zuvor als unmöglich.

Niemann: „Bis dahin galt: Eine Zelle, die einmal einen bestimmten Entwicklungsweg genommen hat – das heißt, sie ist zur Leberzelle geworden, zur Gehirnzelle irgendeiner Art oder zur Hautzelle oder Nierenzelle – das heißt, dass eine solche Zelle endgültig differenziert ist und damit nicht mehr in einen Zustand der Pluripotenz oder Totipotenz wie wir das nennen, einen Zustand des Alleskönnens zurückprogrammiert werden kann. Und das ist mit Dolly nachgewiesen, dass das eben doch passieren kann. Und inzwischen haben wir in der Biologie eine große Flexibilität und Plastizität dort feststellen können, die vorher eigentlich undenkbar war.“ [7]

Damit ist der Wissenschaftstechnik ein großer Wurf gelungen, aber dem Leben wurde eine Niederlage beigebracht. Die Entwicklung, die hier genommen wurde, macht das natürliche Leben mit einem Schlag überflüssig. Der genommene Schritt kann allerdings nicht zurückgenommen werden, und so schreitet die Ent-Lebendigung des Lebendigen weiter voran. Mit einem Schaf – einem Herden-/Huftier, das sich gerne in Gemeinschaft mit anderen aufhält und sich damit anbietet, dem Zeichen Stier zugeordnet zu werden – sprechen wir auch den I. Quadranten an: Hier haben wir die Zentrierung von Energie zu einer geordneten Substanz vorliegen. Sie liegt dem Skorpion, dem 2. Zeichen des III. Quadranten gegenüber: Gewebsbildung auf „Anordnung“ der Strukturanweisung über die DNA.

Hier habe ich einmal zusammengestellt, welche Störungen die Verhältnisse der Quadranten zueinander hervorbringen können, besonders interessant in unserem Zusammenhang: der I. zum III. Quadranten und der III. Quadrant zum II. Quadranten [8]:

 

Störungen der 1. Kategorie:

 

I. zu IV. Quadrant

 

Mars-Neptun

Mars-Uranus

Mars-Saturn

 

Venus-Neptun

Venus-Uranus

Venus-Saturn

 

Merkur-Neptun

Merkur-Uranus

Merkur-Saturn

Die Selbstdurchsetzung wie Erscheinung (das Ego) suchen im IV. Quadranten nach ihrer Gestalt, bzw. heben sich ohne diese Gestalt zum eigenen Leben als sich selbst auf. Ein Gestaltloser hat kein Bewusstsein.

→ Zeit-/Raumlose. Das sind die Narzissten.

Störungen der 2. Kategorie:

 

 

I. zu III. Quadrant

 

 

Mars-Jupiter

Mars-Pluto

Mars-Venus

 

 

Venus-Jupiter

Venus-Pluto

Venus——-

 

 

Merkur-Jupiter

Merkur-Pluto

Merkur-Venus

Sofern keine Gestalt gefunden wird, damit keine eigene Zeitlichkeit und Räumlichkeit entstehen kann, muss man diese von anderen beziehen.

→ Zeiträuber = Ein- bzw. Übernahme fremder Zeit.

 

Störungen der 3. Kategorie:

 

II. zu IV. Quadrant

 

Mond-Neptun

Mond-Uranus

Mond-Saturn

 

Sonne-Neptun

Sonne-Uranus

Sonne-Saturn

 

Merkur-Neptun

Merkur-Uranus

Merkur-Saturn

Das eigene Empfinden und Geschehen (das Subjekt) suchen im IV. Quadranten  nach ihrer Gestalt bzw. bleiben ohne sie ohne Bestimmung und damit ohne Identität, weil ursprungslos. → Identitätslose. Das sind die Maniker.
 

Störungen der 4. Kategorie:

 

 

II. zu III. Quadrant

 

 

Mond-Jupiter

Mond-Pluto

Mond-Venus

 

 

Sonne-Jupiter

Sonne-Pluto

Sonne-Venus

 

 

Merkur-Jupiter

Merkur-Pluto

Merkur-Venus

Sofern die Gestalten des eigenen Lebens nicht zum Ursprung gekommen sind müssen Zeichen gezeugt werden.

Die Besetzung des anderen Lebens durch Überzeugung. → Identitätsräuber = Einnahme fremden Lebens. Die Zeichen des Ursprungslosen zeugen die Aufhebung der Erscheinung.

Die Wissenschaftsingenieure (die Konstrukteure, die sich an Gewachsenem vergehen) und auch die Geschäftemacher wissen nichts von Astrologie oder der Münchner Rhythmenlehre bzw. wollen nichts von deren Blick auf die Belange der Welt wissen. Was ist denn nun, wenn das Leben als das Aus-sich-Herauskommende, als das Eigene, das sich aus den ererbten Erfahrungen entwickelt und in der Bewegung zum Erleben wird, keinen Ort mehr in der Welt hat? Sollen wir eine Abkürzung nehmen, bei der die Zeugung einer Erzeugung weicht und das Zeugende des III. Quadranten ein Material formt, das mit ihm nichts zu tun hat? Sollte man, wenn nun die Löwen in freier Wildbahn aussterben, versuchen, sie zu klonen, um sie der Nachwelt zu erhalten und wenigstens das Prinzip des Löwehaften in der Welt zu behalten? Unten das tatsächlich ernst gemeinte Angebot einer amerikanischen Klon-Firma:

„Eine geklonte Katze ist einfach ein genetischer Zwilling Ihrer aktuellen Katze, die zu einem späteren Zeitpunkt geboren wird. Das Klonen von Katzen verändert das Erbgut Ihrer Katze nicht und beinhaltet keine genetische Veränderung. Ihre geklonte Katze teilt viele der wichtigsten Eigenschaften Ihrer aktuellen Katze, einschließlich Aussehen, Intelligenz und Temperament. Ihre geklonte Katze ist genauso gesund und lebt genauso lange wie Ihre aktuelle Katze und ist nicht anfälliger für Gesundheitsprobleme als jede andere Katze.“ [9]

Na, wenn wir das mal glauben wollen. 

 

 

[1] WD, Mythos, S. 265
[2] Scholz, Wirkner & Ruf, 2016: Ein Apfelbäumchen für den Löwen, in: Senckenberg Natur Forschung 5/6 2016
[3] Joachim Scholz, in: Süddeutsche Zeitung v. 23.10.2018: Auch Hauskatzen bringen sich gegenseitig um.
[4] Scholz, Wirkner & Ruf, 2016, Letzte Ausfahrt Zoo, in: Senckenberg Natur Forschung 5/6, 2016
[5] Hanns-Georg Rodek, Nachruf auf Nicolas Roeg: Der Mann, der Zeit und Logik mit der Axt ermordete, in: Welt Kultur vom 25.11.2018
[6] Wolfgang Döbereiner: Horoskop für jeden Tag
[7]https://www.deutschlandfunkkultur.de/dolly-und-die-entwicklung-des-klonens-es-begann-mit-einem.976.de.html?dram:article_id=417065
[8] Aus: WD, Christopherus, S. 55, und in: „Der Ernst der Kinder“ noch näher erläutert.

[9] ViaGen Pets, 2020, „Cat Cloning“ https://viagenpets.com/product/initiate-cloning/, zitiert in: Klone – Leben im Gleichklang?, Marcus Skupin | Welt der Katzen, 2020