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FRAU DOKTOR GEHT AUF DÜNNEM EIS

Neulich wurde ich gefragt, wie ich einem Homöopathie-Gegner – nein, nicht Gegner, sagen wir: Homöopathie-Leugner – die Wirkungsweise der potenzierten Mittel in fester Form von Globuli oder auf wässrig-/alkoholischer Basis erläutern würde, um ihn zu überzeugen. Dazu als Erstes: Wenn Sie Homöopath sind und/oder in die Situation kommen, jemanden überzeugen zu sollen – lassen Sie es sein. Es mag ein erhebendes Gefühl sein, einen Ungläubigen zum Glauben gebracht zu haben, aber die Ernüchterung ist auf beiden Seiten hart. Was Sie ihm wortreich oder auch mit kräftigem Tatsinn nahegebracht haben, wird in der äußersten Schicht seiner Persönlichkeit hängen bleiben und nicht durchdringen. Er wird die „Zeugung“ überziehen wie eine zweite Haut, und wird sie ablegen, sobald die nächste Überzeugung des Wegs kommt. „Übertöten“ heißt es in der Kriminalistik, wenn ein Mörder sein Opfer nicht einfach nur gezielt mit einem Stich tötet, sondern mehrmals, mehrere zehn Male auf es einsticht. Sollten Sie in die Situation des „Überzeugers“ gebracht werden, überlegen Sie lieber zweimal, ob Sie einsteigen und ihr Gegenüber mit einem Hagelschauer an Argumenten und Beispielen überwältigen möchten.

Was Sie im Falle des Überzeugens (das wenig mit dem Erleben im Sinne einer selbst gemachten Erfahrung zu tun hat, dafür aber mehr mit der Übernahme einer Vorstellung, und mehr noch: mit Ihrer Vorstellung) weitergeben, ist eine INFORMATION. 

Keine Angst, ich fange nicht wieder bei Adam und Eva an, wie das so oft meine Art ist, wenn ich beginne, etwas darzulegen. INFORMATION. Vergessen Sie die allseits tautologisch gegebene Definition über diesen Begriff, eine Information sei eine Info (damit meinen sie Mitteilung), die wichtige (oder auch weniger wichtige) Neuigkeiten bzw. Wissenswertes enthält. Informationen, wird uns suggeriert, seien etwas, das wir bräuchten, denn schließlich lebten wir in einer Informationsgesellschaft und von diesen Wissenselementen, die uns weiterbrächten. Informationen – gehen wir ans Wesentliche – haben mitnichten eine Form, auch wenn das Wort FORM in diesem Kompositum auftaucht. Doch, klar, wenn ich sie auf Papier schreibe, erhalten sie eine sicht-, sprech- und hörbare Wort-, Satz-, Textform. Sie leihen sich quasi eine Form aus. Auch liegen sie in einer Sprachform vor, sind mithin „im Besitz“ einer Struktur. Form und Struktur sind allerdings dabei nicht identisch, wohl aber bedingt die Struktur die Form. Doch soweit bin ich noch nicht. Den Inhalt einer Information, ihre Aussage selbst, kann ich weder anfassen noch sichtbar machen. Informationen sind ihrem Wesen nach unphysisch.

Aber – und jetzt kommt die Hexerei – Informationen wirken. Sie können sich jeden Tag in den Medien davon überzeugen. Ach, was sage ich: Ihre Nachbarin klingelt an Ihrer Tür und teilt Ihnen mit, dass aus Ihrer Balkontür Rauch käme. Da sind Sie aber schnell in Ihr Balkonzimmer gehechtet, um nachzuschauen, was da los ist. Die Information hat, egal ob gesungen, gegrunzt, geschrieben oder gestikuliert, eine Wirkung. Und genau das ist das Wesen von Information: ihre Wirkung. Die unphysische Struktur trifft auf eine Form (bestenfalls ebenfalls mit Struktur und lebend) und macht etwas mit dieser Form. Sie gibt der Form, auf die sie auftrifft, eine neue Form, bildet in ihr eine Gestalt ab. Form – physisch, körperlich – Gestalt wiederum unphysisch. Die Information im heutigen umgangssprachlichen Sinn ist eine plumpe Auskunft, eine Information im Urgrunde ihrer Wortbedeutung ist die Wirkung einer formgebenden Gestalt. 

Nun gut, das Beispiel mit dem Feueralarm war vielleicht unglücklich.  Wir könnten auch einen Schulunterricht nehmen. In den Stuhlreihen vor den Lehrern sitzen die Körper von Kindern, die bereits eine sie unterscheidende Struktur aufweisen. Diese Struktur ist vielseitig bedingt – durch das Elternhaus, durch soziale und sie umgebende, einschränkende oder begünstigende Umstände, durch genetische Vorleistung von seiten der Ahnen und und. An jeden dieser Schüler dringen nun die vom Lehrer vorgebrachten Sätze und Bilder, die vielfältigen anderen Signale heran und treffen auf völlig unterschiedlich vorbereitete Böden. Wir können schlussfolgern, dass die Wirkung auf jeden Schüler eine andere ist. Auf der einen Seite die INFORMATION, die vom lehrerischen Sender aus die gleiche für alle Schüler im Raum ist, auf der anderen Seite die Wirkung, die sie hervorruft. Wer denkt, dass sie bei allen eine unterschiedliche Wirkung hat, liegt richtig. Dass eine Information, die ich ja weder sehen noch riechen kann, überhaupt eine Wirkung hat, sehe ich einzig und allein an dem Ergebnis, und das ist in diesem Fall die kurz- und auch längerfristige Reaktion der Schüler als Informationsempfänger. (Die Wirkung von Informationen wird in Wissensabfragen zu fassen versucht.) Nicht mehr und nicht weniger ist BILDUNG. Sie ist die Einbildung von außen wirkenden Kräften in mein Material und die mir entsprechende Ausformung dieser an mich herangetragenen Inhalte. Das beinhaltet ungerechterweise, dass auch schon mal herangetragene Inhalte für die Formung meines Materials ungeeignet sind, bestenfalls einfach an mir vorbeirauschen, schlimmstenfalls mich deformieren.

Zur Unterscheidung von Information und Programm lesen wir bei W. Döbereiner in „Das Urteil des Empfindens“ (S. 133f):

[…] Der Neptun repräsentiert unter anderem auch das Immunsystem. [Wenn zuviel Fremdes (in Form von Viren) in den Körper gelangt und dort sein Programm einsetzen will, muss das raus, m.An.] Und schon kriegen Sie eine Grippe. Die Grippe ist immer ein Zeichen, daß Sie unter einer Fremdbestimmung standen, daß man Ihnen ein Programm aufgesetzt hat, das sie in Ihrem Empfinden entmachtet hat und Sie vom Himmel und von der Zeit abgekoppelt hat. Das heißt, da ist irgendein Virus, der Ihnen übertragen worden ist. […] Der Parasit oder sein Programm braucht eine Übertragung. Die Übertragung muß neutral sein und das ist eine Information. Die Information ist weder gut noch böse, sie ist nur für den Parasiten geeignet und überträgt per Vorstellung. Das heißt, die Information setzt Ihnen eine Vorstellung und damit überträgt sich ein Programm. […] Das passiert heute am laufenden Band, weil unter uns leben die Parasiten mit den Programmen von den Versäumnissen früherer Jahrhunderte und werden Erscheinung durch übertragene Information, wobei die Information immer anders klingt als das, was dabei übertragen wird. – Schon klar? […]

Zurück zur Einbildung. Was in einem Schulunterricht vor sich gehen könnte (und müsste, damit er zu positiver persönlicher Bildung führt), ist die Einbildung einer neuen Gestalt, einer bis jetzt unbekannten, fremden Gestalt (strukturiert vermittelt) in die bereits vorhandene Formstruktur gemäß der Gestalt des Schülers. Die neu angebotene Gestalt wird – das entscheidet der Schüler weniger als die Zusammensetzung seiner Struktur – nunmehr entweder aufgenommen und in die bereits vorhandene Struktur „eingebaut“, oder die bereits vorhandene Struktur ändert sich in Richtung auf die neue Gestalt hin. Auf schlau heißt das Assimilation und Akkomodation. Ein Mann namens Jean Piaget – Schweizer Entwicklungspsychologe – hat darüber Anfang des letzten Jahrhunderts geschrieben: Während die Assimilation das neue Wissen in das bereits vorhandene Denkschema einordnet, entstehen durch die Akkommodation neue Erkenntnisse, neues Denken und neue Verhaltensmuster – kurz: Die persönliche Entwicklung schreitet voran… 

Psychologen, besonders die Psycholinguisten und die Erforscher der Lernpsychologie haben sich, und tun es noch, damit beschäftigt, herauszufinden, welche Prozesse da im Gehirn ablaufen, während der angebotene Lernstoff aufgenommen und verarbeitet wird. Natürlich kann man die Mechanik und auch das Material betrachten, das dazu zur Anwendung kommt. Wir sind nun mal als Menschen ein pneumatisches, mechanisches Bauwerk mit einer höchst komplexen Evolution. Z.B. das Innenohr, das Auge zur Aufnahme visueller Reize, das Gehirn als physischer Ort der Speicherung von Erlebtem, Gesehenem und Gelerntem sind gut erforscht. Inzwischen ist bekannt, dass beim Lernen (umgangssprachlich: das Aufnehmen, das Anwenden und der Transfer neuer Informationen) u.a. der Hippocampus eine Rolle spielt und dass Schädigungen an der Amygdala Lernstörungen verursachen. Inwieweit das Schullernen Persönlichkeit bildet oder doch eher der Schüler es über sich ergehen lässt, erfragen wir am besten bei den jungen Leuten. Ich habe den Verdacht, dass das Schullernen in seiner jetzigen Form auch nicht die beste Vorbereitung aufs Leben ist.

Alle Menschen sind veranlagterweise mit diesen Instrumenten ausgestattet und können sie mehr oder weniger effizient und erfolgreich zu ihrem Weiterkommen einsetzen. Doch was tatsächlich auf dem Weg vom Eintreffen eines Wortes auf das Trommelfell und der Abspeicherung auf der Hirnrinde geschieht – ist nicht physisch erfassbar, vielleicht gerade noch messbar: denn man kann den Prozess als Energiestrom darstellen. Doch, was ist Energie?

Nach INFORMATION, FORM (bzw. gemäß einer bestimmten Struktur geformtes Körpermaterial) und GESTALT nun ein nächstes großes Wort. ENERGIE. Übrigens – wenn Sie einem Homöopathie-Leugner das Ganze so umständlich nahe bringen wollen würden, wäre er vermutlich bereits gegangen. Aber dann bleiben wir eben unter uns. Auch gut. – ENERGIE. Energie ist definitiv nicht sichtbar, wohl aber spürbar. Und ihr hervorstechendstes Merkmal ist, dass sie fließt. Das bedeutet, dass sie sich nicht mit einem festen Körper „umgibt“, sondern es vorzieht, körperlos und eigentlich auch mehr oder weniger richtungslos zu bleiben. Energie fließt – wenn schon Richtung – allenfalls vom energiereicheren Zustand in den energieärmeren. Dass es da mit dem Energiefluss zu Richtungs- und auch Stärkeirritationen kommt, ist misslich, denn es sind diese Energieirritationen, die in einem menschlichen Körper zu falscher „Informationsverarbeitung“ führen, so dass es zu a) einem Stillstand des Energieflusses als Stau und Blockade kommt und b) im Falle eines Zuviels zur Zerstörung von Gewebe und damit auch des Menschen. 

Wie bei der unterrichtlichen Wissensvermittlung von Lehrer zu Schüler können wir auch im menschlichen (oder auch entsprechend tierlichen) Körper die in ihm wirkende oder die von außen auf ihn einwirkende Energie nicht sehen, wohl aber sehen wir das Ergebnis ihrer Kraft in Abwesen- oder Anwesenheit. Ohne Körper bewegt sich Energie in Wellen, Wellen versetzen Körper verschiedener Stofflichkeit in Schwingung und Resonanz. Im Unterricht geschieht von Lehrer zu Schüler (und auch unter den Schülern gegenseitig) ein ständiger Wellenschlag. Da schwingt zunächst viel durcheinander; darauf aber ist das Leben an sich und ein Miteinander im Einzelnen nicht angelegt – also wird versucht, einen „Gleichklang“ hinzubekommen. Wenn Körper nicht im Einklang schwingen, stören sie sich gegenseitig. Interferenzen fühlen sich nicht gut an, sie machen eine schlechte Atmosphäre. Dissonanzen empfinden wir als unangenehm, wir nehmen sie als Unstimmigkeiten wahr, und Nicht-Stimmiges macht auf Dauer aggressiv.

Ein Kollektiv, eine Gruppe von Menschen, die nicht miteinander, sondern gegeneinander schwingt, ist angreifbar und schwach. Man könnte vielleicht sogar von „gesund“ und „ungesund“ sprechen. Ganze Gesellschaften können demnach krank und kränklich und angreifbar sein. Auch ein einzelner menschlicher Körper ist ein Kollektiv, und auch in ihm schwingen Energien, verschiedene und dann eine übergeordnete miteinander. Samuel Hahnemann (1755–1843) begründete die klassische Homöopathie auf diesem Wissen um die Energien und nannte sie Lebenskraft. Er erkannte, dass die eigentliche Ursache aller Krankheiten auf einer energetischen Verstimmung dieser Lebenskraft beruht und folgerte, dass Gesundheit nur durch eine energetische Umstimmung der Lebenskraft erreicht werden kann. 

Ja, so würde ich anfangen, einen Homöopathie-Leugner an die Welt des Nicht-Stofflichen heranzuführen. Und weil es immer besser ist, von der großen Abstraktion (Skorpion, der das Hüllenfleischliche abnimmt und bis aufs Skelett als letzte sichtbare Anschauung des Prinzips hinter allem schaut, der als Röntgenexperte bis auf die Knochen blickt) hin zur Erscheinung (I. Quadrant) und dem praktisch „bildbaren“ Material (II. Quadrant) zu kommen, würde ich spätestens jetzt nach seinem Geburtsdatum fragen. Sollte er eine Sonne im Zeichen Skorpion haben, könnte es sein, dass die Tür bereits sogar einen Spalt weit aufsteht. Dann würde ich nicht zu laut schreien, denn das vertreibt die Selbstfindungskräfte. Es gibt auch die absoluten Skeptiker, ich mag gar nicht sagen, dass es leider die allzu Merkur-Betonten trifft, die Sie eigentlich nur mit wissenschaftlichen Fakten erreichen. Haben Sie die nicht zur Hand, vergessen Sie das Ganze, Sie werden sich dumm und dümmer rechtfertigen und dabei doch nicht durchdringen. Der Skorpion – das Homöopathische – ist übrigens auch in der Analogie der körperlosen Bildekräfte vertreten – als mittleres Zeichen des III. Quadranten gehört er zur Causa efficiens und in seinem Zeichen liegt als Möglichkeit seines Ausdrucks neben dem fixierten Bild auch die (körperlose) Information, deren Ausübung sich zu einer Anschauung, religiös oder ideell, auch schon einmal zur Ideologie auswachsen kann (Skorpion zu Schütze). Alles Gute kann auch als Waffe verwendet werden.

Ich würde mit dem Beispiel kleinerer Krankheiten anfangen, nicht mit den großen Übeln. Wir sind ja immer noch dabei, die allereinfachste Wirkungsweise der homöopathischen Mittel zu veranschaulichen. Ein wirklich wichtiges Stichwort dabei ist das der Selbstheilung. Jeder hat sich schon mal in den Finger geschnitten und konnte dabei  – über Tage natürlich – zusehen, wie der Schnitt wieder heilte. Heilte er nicht, dann war irgendetwas aus dem Gleichgewicht geraten. Hier kommen jetzt die Helfer ins Spiel. Man kann Wundheilsalbe auf die Wunde streichen, man kann dafür sorgen, dass die Wunde sich nicht infiziert, indem man Jod oder anderes daraufsprüht. Oder man unterstützt die Lebenskraft, die den Heilungsprozess von innen anstößt. 

Die Lebenskraft erhält mit den passenden Globuli (und die enthalten für die akuten Fälle immer noch Ursubstanz) einen minimalen, energetischen Reiz, die den Organismus anregen, den Schnitt aus eigener Kraft zu heilen. Dieser Heilungsvorgang kommt von innen, nie von außen, und weil das angewandte Mittel – denn so arbeitet die Homöopathie, nicht linear symptomorientiert, sondern in Analogien – viel mehr anstößt, verschwinden unter einer homöopathischen Behandlung noch ganz andere Beschwerden, die gar nicht direkt behandelt oder mit dem Hauptsymptom in Verbindung gebracht wurden. 

Die Bildekräfte der Globuli, deren materiell-stoffliche Körper aus Milchzucker bestehen (Trägersubstanz) sind die Informationen, die in unterschiedlicher Potenz vorliegen. Müsste ich die Herstellung der unterschiedlichen Potenzen, die keine Verdünnungen sind, erklären, würde ich Sie an einen kundigen Mittelhersteller verweisen. Die Verschüttelung ist eine Kunst für sich und gehört in die Hände von versierten Leuten. Je niedriger die vorliegende Potenz, sagen wir eine D6, ist, desto mehr ist noch von der ursprünglichen Substanz enthalten. Eine Arnica D6 enthält folglich mehr Arnika-Pflanzenbestandtteile als eine Arnica C 30. Eine Gabe Silicea D12 wirkt auf einer ganz anderen Bahn als eine Gabe Silicea C200 und enthält noch mehr Kieselsäure aus der Ursubstanz. Je akuter und je körperlicher eine Erkrankung ist, desto niedriger die Potenz, und desto häufiger sollte ich sie anwenden. Eine akute Verletzung des Fingers, vielleicht eine Quetschung, bessert sich unter Hypericum D 6 oder D 12 alle 10 Minuten genommen innerhalb einer Stunde. Es gibt da unterschiedliche Anwendungen – die muss der befragte Homöopath entscheiden und verordnen. Ist eine Erkrankung bereits chronisch, bereits aus dem Körper in die Seele gestiegen, also eine im weitesten Sinne psychische Krankheit, wird die Potenz eine höhere sein. Das hat etwas mit der Schwingungsebene zu tun. Zumindest in der Klassischen Homöopathie gilt meines Wissens: die höchsten Potenzen (LM-Potenzen) finden überwiegend bei Konstitutionsbehandlungen Anwendung. Da geht es dann um die Lebenskraft als Ganzes, die bereits sehr geschwächt bis kaum noch vorhanden ist, oder um ein von Substituten abhängig gemachtes, irritiertes und falsch behandeltes Immunsystem, das seine Selbstheilungskräfte verloren hat. Dass hinter den verschiedenen Herangehensweisen an Krankheit und Gesundheit unterschiedliche Menschenbilder stehen, muss ich nicht betonen, oder?

Mit Schwingungsebenen und Lebenskraft und der Kritik an den „bewährten“ allopathischen Arzneimitteln darf man den Vertretern und Verfechtern der reinen Pharmazie natürlich nicht kommen. Da ist man gleich Verschwörungstheoretiker, wobei … das trifft es ja nun überhaupt nicht. Homöopathen sind alles andere als Theoretiker. Aber so ist das mit den Begriffen.

Es käme, nachdem ich über die Lebenskraft erzählt hätte  – hoffentlich – noch die eine oder andere Frage zur Vertiefung. Und dann könnte ich von meinen Erlebnissen erzählen, ohne überzeugen zu müssen. Ich könnte auch anfangen über die große Vereinheitlichung, wie sie derzeit installiert wird – angefangen mit der Vermummung jener Gesichtsteile, die am ehesten von unserer Unterschiedlichkeit zeugen – zu schimpfen. An dieser Stelle will ich indes zum Ende kommen, doch nicht ohne doch noch auf unseren unterdrückten körperinternen Hausalarm hinzuweisen. Was mich in diesem ganzen derzeitigen Corona-Zusammenhang völlig überrascht, ist, dass ganze Bevölkerungsgruppen, ja Staaten und ihre wissenschaftlichen Institutionen, einem Virus, das ja mit bloßem Auge nicht sichtbar ist, dessen Wirkung aber nun in medialen Bildern überwältigend vorgeführt wird, eine solch (unverhältnismäßg) große Macht einräumen. Die Existenz dieses unsichtbaren Virus, das in sich eine krankmachende, lebensgefährdende Information trägt, die es auf andere Menschenwesen überträgt, ist unbestreitbare, nicht anfechtbare Realität geworden, so dass Maßnahmen ergriffen werden, die in die Leben aller eingreifen. Ich schaue das durch das Instrument der Astrologie: Im Steinbock und auch noch mit dem Saturn dazu ist dieses Virus zu einer alles bestimmenden Erfolgsgeschichte geworden und zeigt uns das Stockholm-Syndrom in Reinkultur. Man vertritt die Meinung dessen, der einen besetzt, noch rigoroser als der Besetzer selbst. Identifikation mit dem Täter und Übernahme von dessen Programm. Pluto – in der Münchner Rhythmenlehre gerne herangezogen als „der Bösewicht“, weil das Böse als das Ungelebte in der Welt ist, unfraglich – ist das Virus und das Modell. Ganz allgemein. Das schwache Immunsystem bzw. die Abwehrschwäche zeigt sich im Saturn-Merkur als Schott – die Geregeltheit von allem, vor allem der Bestimmung des Einzelnen, Angst der Leute vor der Ansteckung. Angst vor was auch immer schwächt. Wie schwach sind die Immunsysteme der Menschen in ihren kranken, dissonanten Staaten, und welcher Potenz an ideologischem Gegenmittel (und überhaupt welchen Mittels – von dem ich eine leise Ahnung habe) bedürfte es, um dieser installierten Information die Macht zu nehmen? Ich muss mal ernsthaft in mich gehen und das bis zum Ende überlegen. Es dürfte ein Mittel aus dem Bereich der Erdbezogenheit sein, dessen Essenz starke Unsicherheit, was die Zukunft angeht und Sorgen um die finanzielle Situation (Haus 2-Belange) ausmachen, die zu Reizbarkeit, Angst und schließlich Rückzug aus dem sozialen Umfeld führen; es dürfte um tiefen inneren Ärger gehen… Natürlich müsste es Bezug zur Lunge, aber nicht nur das aufweisen. Und es könnte helfen, wieder Energie zu sammeln. Aber Homöopathie wirkt nicht. Es ist ja nur ein Placebo. Also warten alle auf ein stoffliches Impfmittel, das die bedrohte Immunität wiederherstellen soll, damit alles weitergeht wie bisher. Ob es das aber tut??