Home » LESESTOFF » GROßE KONJUNKTIONEN – Teil 1

GROßE KONJUNKTIONEN – Teil 1


-- Download GROßE KONJUNKTIONEN - Teil 1 as PDF --


25. Septar der großen Konjunktion vom 26.1.1842, auf Berlin, gültig für die Zeit vom 27.1.2010 bis 26.1.2017

25. Septar der Großen Konjunktion vom 26.1.1842 auf Berlin, gültig für die Zeit vom 27.1.2010 bis 26.1.2017

„Die falsche Größe bricht zusammen“*


Das Thema Flucht (und dahinter das Phänomen Krieg) ist in diesen Tagen überall präsent. Keine Zeitung, kein Radio- und Fernsehbericht, kein Fernsehkanal, der das nicht aufgreift… Es gibt kein Drumherumschauen – und man fragt sich: Woher kommt dieser Exodus? Aus dem Nichts bestimmt nicht!

In Vergangenheit wie Gegenwart gab und gibt es Völkerwanderungen aus eigentlich immer denselben Gründen und zu ähnlichen Zielen: Krieg, Klimakatastrophen, Hunger, Unterdrückung, Vertreibung und der Wunsch nach dem besseren Leben. Immer wieder in der Geschichte sind ganze Zivilisationen verschwunden, weil sie entweder verhungerten, wenn sie ihre Gebiete nicht verließen und sich nicht andernorts ansiedelten. Oder sie verschwanden, weil sie die auf der anderen Seite waren, auf der, wohin andere kamen – und die Siedlungen der Einheimischen übernahmen. Das geschah mitnichten immer unfriedlich. Wenn aber ausschließlich Hunger und Angst regieren, ist der Friede bei der Besonderheit der menschlichen Spezies (Primat) bald vorbei.

Wenn nun in einem Land, in einem Volk das Prinzip des Lebens verschwindet, der Neptun verneint ist, sich Uranus und Saturn nicht ergeben, nicht entwickeln, dann wirft sich in die Zeit das …lose aus. Das Ursprungslose (das in seinen Revieren nicht mehr Zuhause ist) wird im Mars-Neptun vertrieben. Die ohne Identität, die nurmehr in den Regelungen einer übernommenen Vorstellung „hausen“, sind beziehungslos – und haben keinen Bezug zu dem, was sie tun. Sie haben kein Leben mehr, müssen es anderen nehmen, sich auf deren Kosten nähren, und entgehen doch kollektiv der Verhinderung nicht. Jene, die übernommen werden, die vom „Virus“ der Information ergriffen und in Versuchung geführt werden, müssen und müssten alle Kraft aufbringen, ihr Leben als Geschehen nach dem ihnen entsprechenden Prinzip zu verteidigen. Wie es dem einzelnen Menschen in seinem persönlichen Horoskop geht, wo er sich als Identitätsloser eine neue Zugehörigkeit oder eine neue Identität dort sucht, wo er wiederum nicht seinen Ursprung hat, so strömen kollektiv die Identitätslosen zueinander. Sie kompensieren, in Masse und in Quantität, was innerlich und inhaltlich nicht gewachsen ist und dies in einer Form, die nicht zu ihnen passt. Daran sind Zivilisationen gescheitert und untergegangen. Offiziell lesen wir die Definition jedoch so:

Laut Artikel 1A der Genfer Flüchtlingskonvention ist ein Flüchtling eine Person, die „aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will.“

gültig vom 27.1.1940 bis zum 26.1.1947

15. Septar der Großen Konjunktion, gültig vom 27.1.1940 bis zum 26.1.1947

Was das Thema Flucht astrologisch angeht, sind es – also – im Wesentlichen die Konstellationen Mars-Neptun und Saturn-Neptun, die man sich ansehen kann. In beiden Fällen ist der Fisch (Prinzip des Lebens als Geschehen) beteiligt, und weil in der Verbindung der Planeten von einer Verletzung des Prinzips ausgegangen werden muss, beschreiben sie, wo und wie das Leben verhindert, zerstört und vertrieben wird. Der Ort, an dem Mars steht (Haus/Zeichen/Aspekte), zeigt an, wo sich die Zerstörung abspielt. Pluto, als Zeichen des verdrängten Neptun (Haus/Zeichen/Aspekte) zeigt an, wo und wie sich die Verdrängung niederlässt und wirkt.

Doch zunächst Grundsätzliches zu den beiden gezeigten Horoskopen und zur hier angewandten Methode. 1842 standen – wie schon häufiger in der Geschichte – Jupiter und Saturn in einer sogenannten Großen Konjunktion. Sie standen in jenem Jahr außerdem im Steinbock – dem Zeichen des Bestimmenden, das für Maß und Einhaltung desselben zuständig ist – und das auch noch Ende Januar mit einer Sonne im Wassermann (wer sich mit Verbund-Deutung der MRL auskennt: Fische-Wassermann-Steinbock – der Verbund des IV. Quadranten).

Große Konjunktionen mit ihren Septaren können wir als Säulen im Weltengebäude betrachten; immer neue Säulen kommen hinzu, die „alten“ sind jedoch weiterhin „tragend“. Die Septare auf der Basis der Großen Konjunktion von 1842 sind ebenso gültig wie es das ursprüngliche Radix immer noch ist. 

Als 1. Septar zeigt das Horoskop der Großen Konjunktion die Inhalte, die in die Zeit kommen werden, dies aber im Sinne von Ereignissen, die sich erst später auswachsen, bereits zum Zeitpunkt des Auftretens schon im Keim enthalten sind. Ähnlich wie in einer musikalischen Komposition: In der Ouvertüre deutet der Komponist die Themen an – ihre eigentliche „Ausarbeitung“ erfahren diese jedoch im weiteren Verlauf des Stückes. So verhält es sich mit den Septaren von Ereignishoroskopen. An den Septaren der Großen Konjunktion – die jeweils einen Zeitraum von sieben Jahren umfassen – lässt sich das Schicksal von Völkern und Zeiten ablesen.

Die Inhalte eines solchen Epochehoroskops mit seinem Zeitplan sind den bewussten Absichten der Menschen übergeordnet: Die Inhalte „suchen“ sich die Menschen, die sie ausführen werden. Man kann sagen: die Zeit bzw. die angelegten Inhalte, die in die Zeit kommen und gegenwärtig werden, bringen genau die Personen/Aktanten mit sich, die das anstehende Ereignis herbei- und durchführen. Jede Zeitqualität enthält mithin, genau die Menschen und Aktanten, die entweder zu ihrem „Handlanger“ oder zu Förderern (im Sinne von Transformierer) werden. 

Diese Sichtweise ist in Zeiten großer Aufklärung vielleicht unpopulär, mutet vielen zu deterministisch an – sie passt nicht zum Glauben an eine Würde des Menschen, die man in der absoluten Entscheidungsfreiheit verortet. Die Dualisierung aber in Schicksal (als Fremdbestimmung und Aberglaube) und freien Willen führt nicht weiter, und immer wenn Katastrophen geschehen, wird der Ruf nach einer Erklärung laut: Wie konnte das geschehen??? Hätte man das nicht verhindern können?

Das hätte man sicher – aber um die Komplexität unserer Welt, in der wir als determinierte Wesen leben, durchschauen und anschließend auch danach handeln zu können, sind wir viel zu befangen in unseren eigenen Mustern und Glaubenssätzen, zu deren Auflösung wir meistens selbst unser ganzes Leben brauchen.

Dass ich einen Zeitabschnitt aus der Vergangenheit (den wir gut kennen und über den wir nachlesen können) zusammenfasse, und damit auf den Zeitabschnitt blicke, den wir derzeit bewohnen, bedeutet nicht, dass ich jetzt Prognosen oder Prophezeiungen schüren möchte – mir ist es wichtig, den Ist-Zustand vor dem Hintergrund der Schwingungen in der Zeit zu analysieren.

Schauen wir uns das 15. Septar im 7-er Rhythmus, errechnet auf Berlin, an, kann man sich fragen: War vorhersagbar, was zwischen 1933 und 1940, und in der Folge zwischen 1940 und 1947 geschah? Hätte man anders gehandelt, wenn man das Horoskop zu Rate gezogen hätte?

Man kann nun dieses Septar (auch Solar genannt) in die Tiefe gehend als Decar deuten. Das 15. Septar für die Zeit von 1940 bis 1947 ist als Decar (im 10-er Rhythmus) für die Zeit von 1982 bis 1992 und im 12-er Rhythmus für die Zeit von 2012 bis 2022 zuständig. Gleichzeitig schwingt das Urhoroskop in einem neuen Siebenerrhythmus im 25. Septar.

In den „Hamburger Vorträgen“ von Wolfgang Döbereiner findet man entsprechende Details. Hier halte ich fest: Alles, was im Rhythmus 7 nicht gelöst wurde, wiederholt sich im Rhythmus 10 und wird im Rhythmus 12 bei erneuter Nicht-Lösung aufgeworfen. Heißt: wenn man die Geschehen der Zeit betrachten möchte, wird man nicht umhin können, sich die verschiedenen übereinanderliegenden, sich bedingenden und interferierenden Schwingungen anzusehen. (Das hier gezeigte 15. Septar mit dem Krebs-AC werde ich im zweiten Teil noch besprechen und mit anderen 15. Septaren vergleichen.

Saturn-Neptun in Epochenhoroskopen 

 

Diese Konstellation kennen die MRL-Astrologen unter dem Kürzel „Konkurs“. Saturn-Neptun ruft nur dann nach dem Konkurs, wenn das, was entstanden ist, nicht mit dem Prinzip dessen, was ursprünglich werden sollte – Neptun – übereinstimmt und somit Bestimmung – Saturn – verhindert. Ein Konkurs lässt das Entstandene zusammenbrechen, so dass etwas Neues auf den Weg kommen kann – Uranus, das dem Eigentlichen (besser) entspricht. Das Neue setzt den Konkurs nachgerade voraus – anders:  der Konkurs macht das Neue möglich. Ein Bankrott ist eine unangenehme Krise, weil das Uneigentliche bis vor den Punkt zurückgehen muss, an dem es entstanden ist, nämlich zu Neptun: Man steht vor dem Nichts und weiß nicht, ob und wie es weitergehen wird. Erst von hier kann jedoch das wirklich Neue entspringen. – Es hätte entspringen können.

Im 15. Septar geht das Saturn-Neptun-Quadrat von der Spitze Haus 12 ins 9. Haus zu Neptun. Der Zusammenbruch des entstandenen Unrechtsstaates hat sich  bei der rhythmischen Auslösung von Mars am 25.4.1945 ereignet.

Und was war im Decar? – In der Zeit zwischen 1982 und 1992 wurde die herbeigeführte Trennung aufgelöst – das Erwirkte wurde zur Wiedervereinigung, die im November 1989  bei Auslösung von Mars die Spaltung aufhob.

Die Aussagen sowohl des Septars als auch des Decars bleiben, weil es „dasselbe“ Radix und damit Bild ist, als grundsätzlicher Inhalt bestehen. Der Nationalsozialismus, der im Septar des 7er Rhythmus gegeben ist, ist auch im Septar des 10er Rhythmus und in dem des 12er Rhythmus vorhanden. Wie gesagt: entwickelt, abgewandelt – vom Inhaltlichen her aber dasselbe Thema. Der Nationalsozialismus (allenthalben wird vor seinen neuen Ausführern gewarnt) erscheint nicht in braunen Uniformen, aber er ist in Form von Ausschluss von Entwicklungen, die nicht dem (vermeintlichen) Mehrheitsverhalten entsprechen, gegenärtig. Der Totalitarismus zieht heute in andere, bessere, gutmeinende Kreise ein, und ist – wie es seine Natur ist – verdeckt. Die Artikulation kommt heute wie damals euphemistisch und begeistert daher.

Heute, 29.10. 2015, im Radio gehört: „Die eigene Meinung frei sagen zu können, ist ein großer Beweis für die Demokratie.“ – Und worin besteht diese Meinung? Also, solange man betonen muss, dass das Äußern einer eigenen Meinung erlaubt und gewollt ist – ist dies eher ein Beweis für die Abwesenheit von Demokratie. Hätten wir eine, müssten wir darüber nicht reden und somit herbeischreien. Die Zäune sind auch wieder da, und die Wörter Lager und „Hot-Spots“ tauchen in den Medien auf. Deutet sich hier eine Spaltung an?

Derzeit stehen wir im Wassermann, dessen Herrscher Uranus ein Quadrat zu Merkur hat (Saturn-Uranus und Saturn-Neptun sind mit betroffen) ziemlich genau bei den Ereignissen zwischen Ende April 1943 und Ende Oktober 1943. Die im August 2015 angetroffene Sonne hat einen Aspekt zu Pluto in 10. Wenn wir uns erinnern, war in dieser Zeit die Krise mit Griechenland aktuell. Seit diesem Zeitraum hat die Flüchtlingskrise die Europa- und die Bankenkrise abgelöst. 

Was aber war zum entsprechenden Zeitraum März-April-Mai 1943 los?

U.a. findet sich für den 25.5.1943

Nach einem Erlass von Hitler erhalten deutschstämmige Ausländer, die in die Verbände der deutschen Wehrmacht, der Waffen-SS, der deutschen Polizei oder der Organisation Todt eintreten, mit dem Tag ihrer Einstellung die deutsche Staatsangehörigkeit. (Dank an die Person, die mich darauf hingewiesen hat.)

Weitere Auszüge dazu im Teil 2 –  sowohl was den Zeitraum 40er Jahre als auch den Zeitraum der 80er/90er Jahre angeht. Sie können dazu selbst dem unten angegebenem Link folgen oder bei Chronik.net recherchieren, so Sie keine gedruckten Geschichtsbücher heranziehen.

Was die Zeit 2010 bis 2017 angeht, kann nun zusätzlich auch das 25. Septar näher betrachtet werden.

25. Septar der großen Konjunktion vom 26.1.1842, auf Berlin, gültig für die Zeit vom 27.1.2010 bis 26.1.2017

25. Septar der großen Konjunktion vom 26.1.1842, auf Berlin, gültig für die Zeit vom 27.1.2010 bis 26.1.2017

Aus dem Saturn-Neptun ist ein Saturn-Pluto geworden – das fällt sofort ins Auge. Vom Saturn auf dem AC im Skorpion zum Pluto im Stier im 7. Haus reicht eine Opposition. Der Mars hat ein Quadrat zu Neptun in 5. Der Saturn hat ein Quadrat zur Sonne in 3 – dort, wo im 15. Septar der Mond steht. Was für ein Bild zeichnet sich hier:

Der Skorpion-AC fixiert Bilder der Erfahrung und strukturiert in ihrem Sinne (wen oder was, s.u.). Es entstehen Orientierungsleitbilder, die gehütet werden, die unumstößlich sind. Da der Skorpion den Saturn (in Haus 12) beherbergt, sind die Leitbilder in ihrer Fixierung maßgeblich, verweisen auf Vergangenes, auf eine untergegangene Erfahrung der Unterdrückung. Saturn-Pluto habe ich an anderer Stelle bereits beschrieben: In der MRL heißt sie die „ägyptische Gefangenschaft“ oder ist unter dem Begriff des „Stockholm-Syndroms“ bekannt.

Sie besagt im Wesentlichen, dass nach länger andauernder Gefangenschaft ein Geisel-/Entführungsopfer schließlich mit den Entführern/Geiselnehmern „gemeinsame Sache“ macht. Das heißt soviel wie: das Opfer baut ein emotionales Verhältnis auf, sympathisiert mit den „Peinigern“, es kommt sogar zur Kooperation. Anders formuliert: hier liegt eine Besetzung vor. Die Gefangenschaft ändert, oder besser: erodiert mit Andauern der Zeit die Identität des Opfers. Die Anliegen dieser Täter werden zu seinen – und meistens noch rigoroser als von diesen selbst vertreten. Ein Staat kennt im Spiegel solcher Anlagen sein Schicksal nicht, wird in fremdes Schicksal geworfen oder von anderen bestimmt. Er ist einer, der seine eigene Natur nicht einfach so leben darf oder kann, wie es ihm entspräche. Die eigene Verhindertheit wird schließlich in Regeln, als Gesetz in Stein gemeißelt.

Wichtige Fragen, die jeder mit sich klären könnte: Bin ich als Einzelperson wie der Staat? Wie weit identifiziere ich mich mit DEM Staat? Und was für ein Menschenbild hat unser Staat?

Mehr und Details gibt es – hoffentlich in der nächsten Woche. Bis dahin empfehle ich unbedingt dieses hier.

 

 

*   Vortrag von Wolfgang Döbereiner, 1986

**  http://www2.geschichte.uni-halle.de/didaktik/00002.html oder

** http://www.chroniknet.de/daly_de.0.html?year=1943&month=5&day=25