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ERZÄHLEN – GEWUSST WIE

 

Bevor ich mit einer Erzählung, einer Glosse oder einem anderen Text anfange, haben meistens schon das Thema bzw. das „Problem“ und die Story bestimmt, welche Erzählperspektive ich wählen werde und wer mein Erzähler sein wird. Selten muss ich mir noch unten stehende Fragen stellen. Das war natürlich nicht immer so.

Vielleicht meinen einige – und besonders Anfänger – man müsse sich über derlei Dinge keine Gedanken machen. Doch spätestens, wenn eine Geschichte überhaupt nicht gelingen will, Stoff und Form nicht harmonieren, oder den Leser nicht erreichen, wird es nötig, noch einmal nachzubessern. Was möchte ich eigentlich? Und habe ich für meine Absicht, die richtigen Mittel gewählt?

Ein Fragenkatalog, der weiterhelfen kann.

  • Möchte ich die Gedanken und Gefühle meiner Hauptfigur dem Leser so nah wie möglich bringen, oder ist das für mein Sujet eher ein Nachteil?
  • Möchte ich, dass die Geschichte aus der individuellen und subjektiven Sicht meiner Figur  erzählt wird (was bedeutet, dass auch mein Leser vielleicht nicht alles überschaut)?
  • Möchte ich in meinem Texte kommentieren und  werten/bewerten?
  • Möchte ich die Szenen neutral und objektiv beschrieben sehen, damit der Leser sich einen eigenes Bild machen kann?
  • Möchte ich den Leser verwirren und lasse ihn im Zweifel über die Richtigkeit des Erzählten?
  • Möchte ich ein zu lösendes Problem aus verschiedenen Blickwinkeln heraus präsentieren?

Um die Fragen beantworten und die geeignete Wahl treffen zu können, brauchen wir ein wenig begrifflichen Hintergrund. Den findet man in der Literaturwissenschaft, dort haben sich Literaturtheoretiker Gedanken gemacht. U.a. auch Gérard Genette, aus dessen Tabelle (s.u.) wir vier recht übersichtliche Perspektiven ersehen können.

Genette unterscheidet zwischen Modus (Wer sieht?) und Stimme (Wer spricht?). – Problem gelöst… jetzt können wir losschreiben….

 Von innen analysierte EreignisseVon außen analysierte Ereignisse
Der Erzähler kommt in der Handlung als Figur vor.1. Der Held erzählt die Geschichte.2. Ein Zeuge erzählt die Geschichte.
Der Erzähler kommt in der Handlung nicht als Figur vor.4. Der allwissende Erzähler erzählt die Geschichte.3. Ein außenstehender Erzähler erzählt die Geschichte.


Neben Genettes vergleichsweise einfach dargestellter Unterteilung liest man allerdings auch von detaillierter untergliederten wie z.B. diese vom homo-, auto-,  und heterodiegetischen Erzählen: 

  • Wenn mein Erzähler Teil der erzählten Welt ist, also selbst in seiner Geschichte vorkommt, spricht man von homodiegetischem Erzählen. In der Ich-Erzählung verwende ich dabei ein erzählendes und ein erzähltes bzw. erlebendes Ich. 
  • Der ausgeprägteste Fall des homodiegetischen Erzählens ist das autodiegetische Erzählen, in dem der Erzähler Teil der erzählten Welt und zugleich deren Hauptfigur ist. 
  • Wenn der Erzähler nicht Teil der von ihm erzählten Welt ist, spricht man von heterodiegetischem Erzählen.
Halten wir fest: Die Erzählperspektiven als die Sicht, aus der wir unser literarisches Werk verfassen und gelesen wissen wollen, bestehen im Wesentlichen aus vier unterschiedlichen Perspektiven.
Ihre geläufigen Bezeichnungen sind die auktoriale, personaleneutrale und die spezielle Form der Ich-Erzählung.  Dazu treten dann noch die Mischfälle, derer wir uns bedienen können und eine ganz spezielle Weise – die des unzuverlässigen Erzählens. 


Die auktoriale Erzählperspektive

  • allwissend
  • zeitlich-räumliche Distanz
  • mit Wissensvorsprung
  • wertet (z.B. Ironie, Kommentare, Vorausdeutungen)
  • erkennbare Leser-Erzähler-Kommunikation
Quelle: www.teachsam.de

Quelle: www.teachsam.de

Der auktoriale Erzähler nimmt eine allwissende Position ein. Wir als Autoren verleihen ihm dieses Wissen und die uneingeschränkte Übersicht über das Geschehen und die Figuren in unserer Geschichte. Er kennt alle Zusammenhänge zwischen den Protagonisten, das Verhältnis zu seinem Antagonisten und den anderen Charakteren.

Indem wir diese Perspektive wählen, können wir Rückblenden oder Vorwegnahmen erzählen. Wir nehmen vielleicht eine subjektive Erzählperspektive ein, und doch ist es nicht die einer unserer Figuren, wohl aber die eines „über dem Geschehen schwebenden“ Erzählers. 

Der Vorteil ist: Unser Erzähler kann ohne Rücksicht auf die Handlung abschweifen. Diese Eigenmächtigkeit bewirkt eine deutliche Distanzierung zu der von ihm dargestellten Welt. Er kann sie sogar ironisieren und in Frage stellen.

Die auktoriale Perspektive eignet sich z.B., wenn wir auf zu große Emotionalität verzichten möchten, und mit der distanzierten Weise einen untertreibenden bzw. einen mitleidloseren Blick auf das Geschehen richten. Natürlich kann auch der allwissende Erzähler aus der Haltung großer Emotionalität heraus erzählen und aus dieser Perspektive das Erzählte auf- oder abwerten.

Beispiel:

Jorge hatte keinen Unfall – er hat sich umgebracht, und das, weil die lineare Zeit eine Illusion ist, die wir Menschen uns aufbauen. Die Illusion gibt uns Sicherheit und das Gefühl,  Zeitpunkte in unserem Leben verlassen zu können, um zu nächsten zu gehen und zu übernächsten. Wir glauben, wir müssten nur weit genug gehen, und die Abstände würden größer, und die Wunden würden verheilen…

Die personale Erzählperspektive

  • Standpunkt innerhalb des Geschehens bedeutet Unmittelbarkeit
  • keine erläuternden Bemerkungen, Kommentare o.ä.
  • Erlebnisperspektive der jeweils beteiligten Person, d.h. der Erzähler kann nur erzählen, was die Figur wahrnimmt
Quelle: www.teachsam.de

Quelle: www.teachsam.de

Der personale Erzähler weiß – im Gegensatz zum auktorialen Erzähler – nicht alles. Er beschreibt die Handlung wie auch die Neben- und Gegenfiguren aus der Perspektive einer einzelnen oder abwechselnd aus der Sicht verschiedener Figuren. Typischerweise kommentiert er das Geschehen nicht.

Im Detail: der Erzähler schlüpft in eine der Rollen und schildert deren Eindrücke des Geschehens. Wir verleihen ihm die Stimme der 3. Person Singular bzw. verwenden die Namen der handelnden Charaktere (wir können den Erzähler aber auch namenlos lassen!).

Da der personale Erzähler auch nur das wissen kann, was der Charakter, aus dessen Sicht wir ihn erzählen lassen, weiß, kann er weder Hintergründe noch Nebenschauplätze überblicken und infolgedessen auch nicht erzählen. Der Leser und auch sein personaler Blickwinkel-Erzähler erfahren solche Informationen erst, wenn die Figur des Textes selbst auf die Hintergründe stößt. Folglich können wir einen personalen Erzähler keine Rückblenden oder Vorwegnahmen vornehmen lassen. Der Leser erfährt auch von Vergangenem und Bevorstehendem nur dann, wenn die Figur selbst darüber spricht oder sich erinnert.

Die Weise, in der der personale Erzähler in mehreren Rollen spricht, nennt sich personale Multiperspektive. Wir können diese Möglichkeit nutzen, und jeder Rolle eine eigene Sprech- oder Erzählweise zukommen lassen. Das ist im Schreibprozess nicht ganz einfach, und es empfiehlt sich, noch gründlicher als sonst, als Choreograph unsere Figuren vorab sehr genau kennenzulernen.

Beispiel:

Den Rollstuhl konnte er vom Bett aus sehen. Sie hatten ihn im Nebenraum an den Tisch geschoben, so dass er ihn nicht übersehen konnte. Als Mahnung. Als Aufruf. Der Tisch stand unterm Fenster, und wenn die Sonne schien, mittags, dann übergoss sie ihn mit Licht. Jetzt lagen da ein Stapel ungelesener Zeitungen und, auf der anderen Seite, seine fünf Bücher. Also nicht seine, sondern die seines Freundes, der im vorletzten Jahr gegangen war.

Sollen sie mich doch locken, sagte er mit ausgetrockneter Stimme. Wer ihn gehört hätte, hätte nichts verstanden. Die Sprache hatte er schon vor Wochen verloren.

Heute Nacht oder heute früh am Morgen hatte er von einem Engel geträumt. Nicht von einem der beflügelten Himmelsengel, die er solange herbeigesehnt hatte, die ins friedvolle Paradies führten. Die kamen nicht, hatten ihn hängen lassen, verrieten ihn, ständig, immer noch. Hatte sie nicht gesagt, Engel seien schrecklich, oder hatte sie gesagt: zum Erschrecken? Rilke habe das irgendwo geschrieben…

Die personale Perspektive bedeutet für uns, dass wir einen hohen Anteil an szenischen Darstellungen werden schreiben müssen. Urteile, Wertungen oder Kommentare von Seiten des Erzählers müssen wir dabei vermeiden, die stehen uns nicht zur Verfügung.

Die neutrale Erzählperspektive

  • Radikalisierung des personalen Erzählens
  • kein wahrnehmbarer Erzähler 
  • ein „Kamera-Auge“ erzählt
Quelle: www.teachsam.de

Quelle: www.teachsam.de

Ein neutraler Erzähler erzählt eine Geschichte genauso wenig aus der Perspektive eines Charakters wie er das Geschehen kommentiert. Er beschreibt konsequent nur das, was äußerlich wahrnehmbar ist. Stellen wir uns einen Film ohne Ton vor, ähnelt es einer Erzählperspektive, die jede Körperbewegung und Mimik registriert.

In dieser Perspektive ziehen wir unseren Erzähler aus der Figurenwelt zurück. Er kommentiert weder als auktorialer Erzähler noch nimmt er die Perspektive einer oder mehrerer Figuren ein. Wir setzen ihn als Beschreiber von Handlungen und Gesagtem ein. Meistens lassen wir unsere Hauptfigur in direkter Rede (wie im Drama) agieren. Dialoge bewirken den Schein der Unmittelbarkeit und dramatisieren das Geschehen. Kurze Erzähleinschübe sind dennoch bisweilen nötig, und wir verlassen dann schon einmal kurzzeitig das neutrale „erzählerlose Erzählen“.

Beispiel:

„Nimm zum Beispiel eine Zitrone“, sagte der Mann. Am Eingang stand ein eimergroßes Einmachglas mit in Alkohol eingelegten Zitronen und Limetten. Sein Blick wies in diese Richtung und ihrer folgte ihm.

„Warum ausgerechnet Zitronen?“

„Weil das Glas gerade dasteht. Du kannst auch Knoblauch in Essig nehmen.“

„Das Ergebnis ist ein anderes“, empörte sich die Frau. Er grinste.

„Klar, eingelegter Knoblauch schmeckt nach sieben Jahren hervorragend. Man könnte sich die Finger danach lecken. Zitronen in Alkohol – ich weiß nicht!“

„Ernsthaft jetzt“, sagte die Frau gereizt.

„Ich bin ganz ernst!“ Er runzelte die Stirn. „Ich meinte das mit den Zitronen sehr wohl ernst – vielleicht sind sie ja auch in Salzlake eingelegt, dann kann man sie sogar noch essen. Schmecken wunderbar aromatisch, das Bittere ist weg.“

„Ich bin nicht verbittert“, trotzte sie prompt und stellte ihr Weinglas so heftig ab, dass der brombeerrote Wein darin schwappte.

„Und ich bin kein Psychologe. Was zum Teufel ist dein Problem?“…

Die Ich-Erzählperspektive

  • Erzähler und Handlungsfigur sind eins
  • begrenzte Perspektive bzw. „Reichweite“
  • emotionale Nähe zum Geschehen
  • Befangenheit
Quelle: www.teachsam.de

Quelle: www.teachsam.de

Bei der Ich-Perspektive sitzt der Erzähler im Kopf der Figur, die da erzählt. Gemeint ist hier die Sicht auf die Dinge aus der 1. Person Singular, also die grammatische Erzählstimme in Form eines Ichs. Der Ich-Erzähler denkt die Gedanken seiner Figur und sieht mit ihren Augen in die Welt und auf die Geschehen.

Diese Erzählperspektive können wir gut einsetzen, wenn wir Gefühle und Gedanken zeigen möchten. Und glücklicherweise: Mit einem Ich-Erzähler können wir sowohl auktorial als auch personal erzählen. Wir unterscheiden also ein erlebendes und ein erzählendes Ich. Das erzählende Ich kann eine Geschichte rückwirkend erzählen und somit allwissend in Bezug auf die Geschichte sein.

Das personale Ich erlebt die Geschichte selbst und kann somit nur wissen, was es im Moment erlebt oder erinnert. Dieser Ich-Erzähler kann immer nur das erzählen, was das Ich der Geschichte bereits weiß, erlebt, sieht und denkt. (Nicht zu verwechseln ist das Erzählverhalten mit der Stimme in lyrischen Werken. Dieses wird als lyrisches Ich bezeichnet.)

Die Ich-Erzähl-Perspektive ist übrigens kein Erzähltypus, der unabhängig neben den drei anderen Formen steht. Sie hat jedoch gewisse Eigenheiten, auch die, dass wir den Ich-Erzähler durchaus auch das Geschehen aus den anderen Erzählperspektiven erzählen lassen können. Wir müssen da nur ein paar sprachlich-stilistische Tricks anwenden und sehr sauber arbeiten, damit es kein „Kuddelmuddel“ gibt.

Bleibt, dass der Erzähler als innere Stimme die handelnden Figuren nicht von außen bewertet oder kommentiert. Wir lenken vielmehr mit unserem Erzähler die Augen des Lesers von innen nach außen. Was immer wir als dieser Erzähler bewerten … es kommt von innen und ist damit subjektiv an die handelnde Person gebunden.

Beispiel:

Ich werde es tun. Gestern ist mir klar geworden, dass ich es tun werde, und heute Morgen habe ich zwei Handys mit Prepaidkarten gekauft. Beide werde ich wegwerfen, sobald meine Mission erfüllt ist. Es klingt nach Verschwendung, dass ich sie nach nur einem Anruf wegwerfen werde, aber ich werde danach keine Verwendung mehr für sie haben. Meine Mission. Noch vor einer Woche hätte ich Leute ausgelacht, wenn sie mir gesagt hätten, ich würde bald so etwas wie eine Mission haben.

Die Handys liegen vor mir auf dem Tisch. Eins ist purpurrot und zuklappbar, das andere anthrazitfarben mit einem großen Display und zwölf quadratischen Tasten darunter. Ich habe absichtlich nicht zwei gleiche gekauft, denn sie sollen völlig unterschiedliche Zwecke erfüllen…

Wechselnde Erzählperspektiven

Wer sich der vier oben genannten Formen einigermaßen sicher ist, kann sich an Neues wagen. Es ist unsere Entscheidung als Erfinder bzw. Gestalter unseres Werkes, zwischen verschiedenen Erzählsituationen hin- und herzuwechseln. Wir können unsere Geschichte von verschiedenen Ich-Erzählern erzählen lassen, aber auch ein Wechsel zwischen den anderen Perspektiven ist  möglich und erlaubt. 

Der unzuverlässige Erzähler

Wenn ich Diskrepanzen und Widersprüche in meine Geschichte einbauen möchte, kann ich das mit Abweichungen zwischen der Haltung/Einstellung des Erzählers und meiner eigenen Haltung/Einstellung tun.  Ich als einbezogener Autor bin dann eine im Text eingeschriebene Instanz.  Die Unzuverlässigkeit im Erzählen irritiert den Leser – was natürlich meine Absicht ist.

Um das zu erreichen, kann ich den naiven homodiegetischen Erzähler wählen: den „Geistesgestörten“, den „Perversen“, den Kriminellen, gesellschaftlichen Außenseiter sowie den „obsessiven“ bzw. emotional aufgeladenen Erzähler kann ich zu Wort kommen lassen.  Entweder setze ich persönliche Motive des Erzählers (um damit meine Leser zu manipulieren) oder seine Unfähigkeit, das Erzählte richtig zu verstehen oder sein Getäuschtwerden ein. Die Methode verwende ich häufig bei Erzählungen, die ich aus der Perspektive der ersten Person erzähle. Man kann sie aber bei jeder Art von Geschichte (oder auch „Geschichte in einer Geschichte“) verwenden – auch in der dritten Person.

Beispiel:

Am 20.4. wurde ich um halb acht wach. Kurz darauf stellte ich fest, dass die Veränderungen begonnen hatten. Dieser Aussage können Sie zweierlei entnehmen: ich beobachte sehr genau (und konnte das schon als Kind) und ich nehme Veränderungen wahr. Veränderungen in der Umwelt. Ich erkenne etwas wieder, wenn es sich verändert hat. Wenn etwas sich nicht bewegt, kann ich es nicht von seinem Umkreis unterscheiden. Mit Menschen geht es mir ähnlich.

Niemand sonst außer mir – abgesehen von jenen, die eine ähnliche Beobachtungsgabe haben – ist deshalb in der Lage, zu datieren, wann genau es angefangen hat. Sie werden den Beginn schätzen müssen, und sich vermutlich gründlich verschätzen, denn die ersten Anzeichen von tiefgreifenden Veränderungen sind wie immer fein und unspektakulär. Sie stehlen sich ins Bewusstsein, und weniger begabte Menschen finden im Allgemeinen nur dumme Erklärungen, die nichts mit der Ursache der Phänomene zu tun haben – oder überhaupt keine, was noch schlimmer ist, weil damit Veränderungen als Nichtveränderungen verspielt werden.

Spezielle Stilmittel in den Erzählperspektiven

Den Erzählerbericht setzen wir ein, wenn

  • nicht handelnde Personen sich äußern, und der Erzähler etwas verlautbart,
  • wir zeitliche Abläufe wiedergeben möchten.

Die Personenrede setze ich ein, wenn ich

  • alle direkten oder indirekten Äußerungen oder Gedanken der Handlungsfiguren wiedergeben will.

Mit der direkten Rede 

  •  haben Figuren das Wort; die Äußerungen markiere ich durch Anführungszeichen.

In der indirekten Rede

  • referiert der Erzähler Äußerungen oder Gedanken meiner Figuren (Merkmale: Nebensätze mit “dass”, Konjunktiv I der indirekten Rede).

Erlebte Rede

  • bedeutet die Weitergabe von Gedanken, Fragen und Empfindungen der Figur; als grammatisches Element kann ich wie in der indirekten Rede den Konjunktiv I einsetzen.

Mit einem inneren Monolog

  • kann ich ein stummes Selbstgespräch einer Figur in direkter oder erlebter Rede darstellen.
  • oder mit der Sonderform  des Bewusstseinsstroms (stream of consciousness) kann ich einen Gedankenfluss in Reinform darstellen, indem ich auch schon mal grammatikalische Formen auflösen darf.
  • oder mit dem Selbstgespräch in der Du-Form erreiche ich Ähnliches.

 

Wie bei allem, gilt auch hier: das Gelesene anwenden und üben, üben, üben.