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DIE SPRACHE IST EIN HAUS, DARIN ZU WOHNEN

Neulich las ich eine Frage, die da lautete: Geht die Sensibilität der Sprache verloren?

Mir drängten sich sogleich zwei Gegenfragen auf: Ist es nicht viel mehr die Sensibilität der Menschen, die Sprache verwenden, als die Sensibilität der Sprache, die verloren geht?  Und: Geht sie verloren, oder gerät hier doch zunehmend die Orientierung zwischen mehreren Sprachen durcheinander?

Allerorten hört man nun schon seit Jahrzehnten die Maxime, wir mögen offen, ehrlich und authentisch kommunizieren und miteinander umgehen. Heißt: ohne Hehl und Falsch sollen wir sein, wenn wir über unsere Empfindungen und Bedürfnisse sprechen oder über Erlebtes berichten. Oder habe ich da etwas falsch verstanden??

Denkt man das weiter, beinhaltet dies, dass sich die Ehrlichkeit und Offenheit, die sich von Einzelnem zu Einzelnem unterscheidet und die von jedem anders gelebt wird, auch unterschiedlicher Versprachlichung bedient. Denn die Sprache jedes Einzelnen ist Abbild seiner Bedürfnisse, Erlebnisse und Empfindungen – allerdings auch der Gemeinschaft, in der er sich bewegt.

Exkurs. Ich kenne da ein paar Biologen, darunter auch solche, die sich vorwiegend mit den großen und kleinen Menschenaffen beschäftigen; neulich sprachen wir über das Groomen. Groomen ist eine Form des sozialen Miteinanders, bei dem sich die Mitglieder einer Gemeinschaft gegenseitig ihr Fell von Ungeziefer und Schmutz befreien. Außerdem ist die soziale Fellpflege eine wichtige Strategie zur Machterhaltung.

Nicht nur unsere Primatenvettern und -basen groomen sich. Es ist allerdings nicht Menschenart, sich in Gemeinschaft gegenseitig Haut oder Haar zu pflegen.[1] Menschen stellen soziale Nähe und Kontakte über das Sprechen her. Wir groomen uns in Gesprächen, und dafür setzen wir viele verschiedene Mittel ein.

Der Menschen Sprache ist – so mein Gedankengang – im Laufe der Entwicklung zu einem Werkzeug des Groomens geworden. In Geselligkeit wurde nun miteinander in größerer oder kleinerer Runde gegessen und gesprochen: Soziale Fellpflege auf Mensch. Heutzutage ist die räumliche Nähe fast überflüssig – sogar über Telefone und andere Kanäle können wir uns groomen, ohne im gleichen Raum zu sein. Mit den entsprechenden einschneidenden Einschränkungen.

Die Verständigung unter den Individuen ist bei aller Offenheit und Ehrlichkeit schwierig. Immer wieder müssen sie sich nämlich vergewissern, ob sie auch dasselbe meinen, wenn sie dieselben Wörter verwenden. Eine Art Eichung oder Neujustierung der Bedeutungen ist hin und wieder nötig.

Missverständnispotential ergibt sich außerdem dort, wo Non- und Parasprachliches (aufgrund körperlicher Abwesenheit) fehlt oder keine persönliche Bekanntschaft gegeben ist. Letzteres ist z.B. in den sozialen Medien der Fall. Hier kennt man den „Ton“ des Gegenübers nicht, und die Eskalation in so manchem Forum geht auf diese Unkenntnis und die Fehleinschätzung des Geschriebenen bei fehlender Gestik und Stimme zurück.

Eine zweite Maxime – vergleichsweise jung – ist die der sogenannten „politischen Korrektheit“, derer wir uns bemüßigen sollen. Wer abweicht, wird „zeitnah“ (Beispiel für eine Worthülse dieser Sprechweise) daran erinnert, wie zu kommunizieren sei. Mit dieser hypermoralischen Übereinkunft (im Versuch, Diskriminierung auszuschließen und sprachlichen Respekt sicherzustellen), in einer geregelten Weise zu schreiben, sich auszudrücken – können wir schlussfolgern – befinden wir uns bereits auf dem besten Weg zu einem Neusprech in der Manier von George Orwell. Eine solche Sprache ist die Sprache der Diktatur der Ingenieure.

Keine Maxime, aber eine beobachtete weitere Entwicklung: Ich unterrichte seit Jahrzehnten in Kursen und in Einzelunterricht junge Menschen, die zwar mit mehreren Muttersprachen aufwachsen, aber keine ihrer Sprachen wirklich bewusst durchdrungen haben. Dies sowohl, was den Wortschatz angeht, als auch was die Struktur oder den Zusammenhang zwischen beidem betrifft. Es entsteht zweifellos etwas Neues. Wer allerdings die Sprachen, die er spricht und auf der Zunge trägt, nicht als ein in sich gefügtes System erkennt, bekommt früher oder später Schwierigkeiten, zu Lernendes in seinem Gedächtnis zu verorten.

Zuvor Gesagtes kann man in folgenden Punkten zusammenfassen:

  1. Kommuniziere authentisch und deiner Umwelt gegenüber so offen wie möglich. Keine Lüge, keine Verstellung.
  2. Kommuniziere, ohne andere zu diskriminieren. Halte dich an die moralische Übereinkunft.
  3. Kommuniziere in den Sprachen, die dir zur Verfügung stehen, so gut du kannst. Halte dabei 1 und 2 ein.  

Nun tut sich aber ein Problem auf: Schließen sich die Punkte nicht gegenseitig aus? Und wenn ja, wie sensibilisieren (um zur Eingangsfrage zurückzukehren) wir Kinder und Menschen für Sprache? Für Kommunikation? Um das zu beantworten, schauen wir uns an, was Sensibilität, Sprache und Sprechen sind.

Das Wort Sensibilität beinhaltet das lateinische sens für die Sinne, die Reize aufnehmen und verarbeiten. Sinnlichkeit ist Empfänglichkeit für etwas, das außerhalb meiner Grenzen liegt (Haar, Haut – Groomen!). Sich gut und genau ausdrücken zu können – und durchaus als Zugewinn in mehreren Sprachen – ist anderes als bloße Sensibilität für sich selbst. Sich aktiv differenziert zu äußern, ist eine Größe des Bewusstseins seines Selbst (das Wissen um die eigene Identität[2]) und des Außen, der Dinge in der Welt. Verstehen, was das Gegenüber sagt, wenn es andere Worte benutzt – ist der Schritt auf den anderen zu. Was Sprache angeht:

Ferdinand de Saussure[3]  unterscheidet zwischen:

Langage – die menschliche Sprache an sich und das biologische Vermögen des Menschen zu sprechen.

Langue – eine Sprache im Sinne einer bestimmten Einzelsprache wie Französisch oder Deutsch, d.h. ein abstraktes System an Regeln, aber auch innersprachliche Systeme (Lautsprache – Gebärdensprache)

Parole – das Sprechen, also der konkrete Akt des Sprachbenutzers, der spezielle Sprachgebrauch

Es gibt neben de Saussures Unterscheidung, die viel mit „Sinnlichkeit“ zu tun hat, noch eine weitere. Wilhelm von Humboldt[4] spricht von:

Ergon (Werk): Das Zeichensystem des Menschen, mittels dessen er sich verständigt (Sprache an sich)

Energeia (die wirkende Kraft): die geistig produktive Tätigkeit des Menschen (Geist an sich)

„Das Werk“ ist nicht eindimensional. Es ist ein System von Zeichen, die sich auf die Dinge in der Welt beziehen und ihnen einen möglichst eindeutigen Namen geben.

Die Wörter unserer Sprachen bezeichnen, weisen auf etwas hin – le signifiant hat de Saussure sie genannt. Das ist die Funktion von Sprache. In der Klassifikation der uns umgebenden Dinge, auch der Benennung von Emotionen und abstrakten Begriffen, macht sie uns ein Sprechen ÜBER etwas möglich. Damit ist Sprache als ERGON eine Voraussetzung für Ausübung und eine Tätigkeit.[5] 

Was v. Humboldt nun als ERGON, als das Werk, d.h. die Sprache an sich bezeichnet, könnte man auch als das Gewirkte bezeichnen. An der Oberfläche haben wir Laute, Morpheme, Wörter, eine Syntax (d.h. die Anordnung zusammengefügter Teile in einem „Satz“, der bestenfalls eine abgeschlossene Äußerung darstellt), die wir entlang automatisierter Regeln „fügen“.

Das WERK reicht paradigmatisch auch in die Tiefe. Dort „unten“ liegt das, was de Saussure le signifié nannte: das Bezeichnete. Es ist das, was wir meinen, indem wir uns der zugewiesenen Laute, Wörter und Strukturen bedienen, indem wir sprechen und uns verständlich machen wollen. ERGON ist das Potential, es braucht – um in die Welt zu gelangen – den individuellen Sprecher, der es „belebt“.

Hier kommt ENERGEIA ins Spiel: Nicht nur dass Menschen nicht mechanistisch sprechen, nein – im Sprechen schöpfen sie viel mehr aktiv. Ihren Wörtern und Begriffen und auch Strukturen wohnen Bedeutungen inne (die sie ihnen im Laufe der Zeit in der Gemeinschaft, in der sie ihre Sprache einsetzen, zuerkannt haben). Jeder Sprecher setzt seine geistige Kraft ein, um sie in die Zeit zu heben.

Mein „Sprechen“ ist meine Tätigkeit, aus dem WERK zu schöpfen, was mir persönlich als Individuum die Entsprechung dessen ist, was ich bezeichnen möchte. Alles, was ich sprechend schöpfe, hat eine Wirkung ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht.

Die beim Sprechen aufgebrachte Energie ist eine geistige (dass wir natürlich auch atmen und den Lautapparat bemühen, ist die physiologische Seite) Energie; mit jedem Äußern von Wünschen, Befindlichkeiten, Bedürfnissen, Erlebtem, Erinnertem legen wir auch Zeugnis über unser Denken[6] und unser Bewusstsein ab. Darüber, dass wir unsere Sprachen sprechen, geben wir ebenso in die Wirklichkeit hinein wie wir aus ihr „herausnehmen“.

Nicht zwei Individuen denken und sprechen gleich. Selbst wenn wir uns einer Sprache einig sind – sagen wir: wir bedienen uns jetzt des Deutschen – gibt es Unterschiede. Ein jeder Mensch sieht und nimmt die Welt um sich herum durch eine andere Brille[7] wahr.

Die einen abstrahieren Gesehenes in Begriffen und in verbalen Formulierungen. Die Sprache anderer wird aus Bildern bestehen; was sie in der Welt sehen, geben sie als „Geschichten“ wieder. Wieder andere Menschen denken „in Tönen und Lauten“ (sprich Musik). Es gibt sezierende Denker und vereinheitlichende Denker. Sie werden unterschiedliche Individualsprachen mit unterschiedlichen Medien sprechen – Sprache bedient sich nämlich nicht nur EINES Mediums.

Bilder sind Sprache, Gebärden ebenfalls. Auch Tanz. Rhythmus und Melodie sind Träger von Bedeutung ebenso wie Farben und Räume. Grapheme sind die verschriftlichten Laute unserer Sprache. Bei visualisierter Musik noch eher als bei der Bildkunst haben wir es mit Noten als Zeichen zu tun. Zeichen sind verschriftlichte, wiederum unter Zuhilfenahme von Konventionen, visuelle Abbildungen von Sprache. Zeichen sind allerdings nur bedingt Symbole[8].

Symbole sind Bedeutungsträger, man kann sie auch Sinnbilder nennen.

Unsere Sprachen sind nicht nur Vorgang und Tätigkeit, oder Instrument der sozialen Teilhabe oder Ausdruck eines Denkens und Haltens (im weitesten Sinne GEIST) gegenüber der Welt, sondern auch Ausdruck eines Seins und Werdens (der SEELE).

 „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ [9]

„Das Subjekt gehört nicht zur Welt, sondern ist eine Grenze der Welt.“[10]

Indem ich eine Sprache erwerbe (als Kind), wachse ich in die Denk- und Fühlwelt dieser Sprache hinein. Indem ich mehrere Sprachen lerne, mich ihrer funktional bediene – sie also instrumentalisiere – und gleichzeitig aus ihrem WERK schöpfe, wird meine Sicht auf die Welt und das Verständnis für sie größer werden, weil ich meine Grenzen überschreite.

Jeder Sprache wohnt eine bestimmte Sicht auf die Welt inne. Wenn wir Sprachen lernen, tauchen wir in deren Welten ein. In den Welten der verschiedenen Sprachen wächst unsere Seele weiter und findet zu einer größeren Identität.

Wer dieses Eintauchen nicht will, wer rein instrumental bleiben will, und dessen parole ein bloßer Vorgang zu egoistischen Zwecken bleibt, wird weder den Sprechern der Sprache, die er lernt, noch der Sprache an sich nahe kommen. Beide bleiben ihm verschlossen.

Einer der Gründe, warum manche Sprachen für manche Menschen unlernbar sind, ist, dass sie mit dem einen oder anderen WERK nicht in Resonanz kommen, es ihnen nicht entspricht. Platt ausgedrückt: sie „mögen“ nicht, was der Klang, die Intonation, die Aussprache in ihnen auslöst… sie schwingen nicht mit und lassen sich nicht ein. Die Grenze des Subjekts wird nicht verlassen.

Die Entscheidung für eine bestimmte Sprache, die man zu lernen sich in den Kopf gesetzt hat, kann dadurch torpediert werden, dass Bedeutungen und Ausstattung dieser Sprache mit uns als Subjekt nicht korrespondieren. Die fehlende Identifikation behindert das Lernen, beeinträchtigt den Spaß am Lernen, aber das Subjekt bleibt bewahrt.

Im Fall der Mischsprachlichkeit schöpft la parole (das Sprechen) unterschiedslos aus VERSCHIEDENEN langues – hier sind Grenzen gefallen. Die Bestimmung und die Identität sind nicht mehr gewährleistet.[11] Darin verloren ist das Subjekt. 

Mit der Weiterführung des Gedankens gelangen wir zur sogenannten Globalisierung als Verflechtung (in Bereichen wie Wirtschaft, Politik, Kultur und anderen) und deren Gefahr: In einer Welt der einheitlich gedachten Sprachen und des einheitlich gemachten Denkens verliert sich Individualität und damit die Ausdrucksmöglichkeit einer Seele und damit die Identität. Die Seele entsteht mit wachsender Komplexität und Diversität; sind diese nicht gegeben, löst sich die Seele auf.

Zirkelschluss. Diese wiederum brauchen Menschen, wenn sie ein Individuum sind. Identität ist immer die Identität des Individuums. Die des Einzelnen. Nämlich, indem er sich selbst der Selbe ist.

Identitätslose neigen dazu, sich in nationalistischer Hysterie zusammenzudiskutieren oder sich in Sachzwängen zusammenzufinden. Sie sind identitär in der Identifizierung mit der Gemeinschaft, wobei der Einzelne seine Identität aufgibt.

Folge ist, dass viele Menschen – fast könnte man das in Anlehnung an einen Schlager sagen – „seelenlos durch die Nacht“ irren.

Rückkehr zur deutschen Sprache. Es ist kein Kavaliersdelikt, wenn wir zulassen, dass sich unsere Sprache (langue) durch unbedachte Aufnahme von Elementen oder Ausdrücken anderer Sprachen oder durch Gleichmacherei oder Gleichgültigkeit gegenüber verlassenen Grenzen destabilisiert. Oder dass wir keinen Wert mehr darauf legen, unsere Kinder zu lehren, sich in einem variationsreichen Bildungsdeutsch auszudrücken, weil wir denken, es überfordere sie. 

Auflösung der Sprache heißt auch die Auflösung eines Heimatlichen und der Herkunft[12]. Wenn das Subjekt nicht mehr Grenze sein darf, heißt der Verlust der Grenze: Grenzenlosigkeit und Verlust der Gemeinsamkeit. Seien wir sensibel dafür.

Hier eine in Anlehnung an die Idee eines japanischen Taxonomen[13] (Shun Mawatari) auf Sprache adaptierte Skizze, die sich ursprünglich auf das Verhältnis von Wissenschaft zu Nicht-Wissenschaft und Natur bezog.

 

[1] Doch wer kennt nicht die entspannende Wirkung einer Kopfmassage und eines Friseurbesuchs?

[2] Identität ist die Erfahrung, dass ich gestern, heute und morgen ein „In-mir-Derselbe“ bin. Heidegger: „Identisch ist etwas, das mit sich selbst Dasselbe ist.“

[3] Schweizer Sprachwissenschaftler, hat den sprachwissenschaftlichen Strukturalismus und die Entwicklung der Indogermanistik und der Semiotik im 20. Jahrhundert geprägt.

[4] Friedrich Wilhelm Christian Carl Ferdinand von Humboldt war ein preußischer Gelehrter, Schriftsteller und Staatsmann. Auf ihn als Bildungsreformer geht die Neuorganisation des Bildungswesens im neuhumanistischen Geist und die Gründung der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin zurück.

[5] Leo Weisgerber spricht von „Wirkung“ oder „Wirksamkeit“ (Weisgerber 1973: 110). Das bedeutet eine Umkehrung der Sichtweise von W. v. Humboldt. Die findet sich auch bei N. Chomsky. Das werde ich anderer Stelle noch besprechen.

[6] Das Denken versammelt sich im Gedächtnis, dem Ort des Gedachten. Das Denken über das Denken meine ich an dieser Stelle nicht. Das Denken über das Denken bringt zur Logik, das ist letztlich wieder die bloße Ausübung der Form der Sprache als Erscheinung in Zeichen. „Wer das Tiefste gedacht, liebt das Lebendigste.“ Hölderlin, Sokrates und Alkibiades

[7] Die Grenzen des Subjekts ragen in die Begegnung hinein, aber jedes Subjekt hat seine eigene Grenze.

[8] Im Traktat De interpretatione bestimmt Aristoteles die Schrift als „sýmbolon“ der gesprochenen Sprache und „das zur Sprache Gekommene“ als „sýmbolon der Vorgänge in der Seele“.

[9] Eine der Leitideen v. Humboldts war – und sie ist nach wie vor „wahr“: die Beschaffenheit unserer Sprachen hat Einfluss auf unser Denken und unsere Haltung gegenüber der Welt. 

[10] Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus,  Satz 5.632

[11] Zur Halbsprachlichkeit schreibe ich an anderer Stelle mehr.

[12] Diese Herkunft möge bitte nicht gelesen werden als die germanische oder deutschtümelnde Herkunft. Herkunft ist für jeden Menschen je Eigenes über Länder-, Nationen-, Ethniegrenzen hinweg, und damit sein Mitgebrachtes. Dass sich an Orten die von Menschen an diesen Orten gemachten Erfahrungen einschreiben, kann man in meinen astrologischen Beiträgen nachlesen.

[13] Taxonomie als die Lehre davon, die Dinge zu bezeichnen und zu kennzeichnen, damit man sich unmissverständlich auf sie beziehen kann. Oh, da fällt mir noch der Satz ein: „Die Wissenschaft denkt nicht.“ – Martin Heidegger