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DIE SPRACHE IN ZEITEN VON PANDEMIMUS

oder

Die Würde des Menschen ist unantastbar

 

Die Krise durch das „neuartige Corona-Virus“ bringt ihre ganz eigene Sprache mit Wortneuschöpfungen hervor. Leider bin ich nicht firm genug im Französischen, um mir die Wortneuschöpfungen in Frankreich anzuschauen, auch fürs Englische wäre ich auf Unterstützung angewiesen – abgesehen davon, dass die Vorgänge auf unterschiedliche historische Böden und auch auf unterschiedliche Mentalitäten fallen. Ich bleibe also im Deutschen und auf dem Gebiet der deutschen Bundesrepublik.

Am 24.4.2020 hörte ich Frau Merkel sagen, diese Pandemie sei eine demokratische Zumutung. Wie? Eine demokratische Zumutung? Sie meinte sicherlich eine Zumutung für die Demokratie. Vielleicht meinte sie auch eine Herausforderung für die Demokratie? Das verführt mich fast dazu, mitzuhalten und so zu formulieren: Die Demokratie ist eine pandemische Zumutung. Wie ist es damit? – Vermutlich meint sie aber das: Die Demokratie als Attribut zur Zumutung ist das Problem! Zumutung hin oder her, ich mute uns jetzt einmal eine Sprachanalyse zu, nicht als Lexikon, dessen sich die Leute bis hinab zu den Dreijährigen, die ja gerade am Anfang ihrer Mitsprechkarriere stehen, bedienen, sondern als Versuch, das dahinterstehende Weltbild zu erfassen.

Am 26.4.2020 tickerte eine weitere Meldung durch die Medien: Angesichts der massiven Einschränkungen von Grundrechten in der Corona-Krise hat nun der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) davor gewarnt, dem Schutz von Leben in der Corona-Krise alles unterzuordnen. Wenn er höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, müsse er sagen, dass das in dieser Absolutheit nicht richtig sei. Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gäbe, dann sei das die Würde des Menschen. „Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen“, sagte Schäuble.

Darauf kann ich nurmehr spöttisch reagieren. Ach, tatsächlich? Wir müssen alle sterben? Während die Menschen unten im Land, draußen auf den Straßen sich maskieren, lassen die da oben mal eben ihre Masken fallen, nachdem sie wochenlang anderes geredet haben. Mit dem Sterben und Sterbenlassen habe ich kein Problem, allein es ist die Katze, die Katze, die aus dem Sack gelassen wird. Bestätigung jedenfalls in der Übereinstimmung mit der Zeitqualität: Sonne im Transit über Uranus auf 6°35′ Stier: eine erwartete Lebensbedrohung auf dem GSP von der Begegnung mit dem Tod.

Vor dem Hintergrund der Politik spielt sich eine Pandemie ab. – Die Politiker betrachte ich jetzt hier nicht im Einzelnen, die dürfen Sie aber gerne immer mitdenken. Die Pandemie, das Sars-CoV-19-Virus, hat auch Wissenschaftler auf den Plan gerufen. Die neuen Helden stehen im Vordergrund, sind die Berater der anderen Riege. Jeder, der das Wissenschaftssystem von heute kennt und durchschaut, mutmaßt zu Recht, dass die staatlich bezahlten Forscher natürlich das Lied ihres Herrn singen (müssen), sonst wird der Geldhahn abgedreht. Unabhängige Forschung? Unabhängiges Denken? 

Fangen wir an.

Soziale Distanz

auf Englisch: Social distancing. Also, im Vollzug dieser Tätigkeit (im Englischen ist es nämlich eine Aktivität) geht es nicht um die soziale, sondern um die konkret körperliche Distanz, bzw. um die nicht zugelassene (menschlich erwünschte und notwendige) Nähe. Doch gehen wir mal wirklich vom Wort „sozial“ aus.

Das Soziale ist das Gemeinschaftliche, in dem sich Einzelindividuen in Kollektiven (in Herden) zusammenfinden, und sich an Orten aufhalten, an denen sie nicht Zuhause sind. Im Sozialen, besonders aber im öffentlichen Raum, ist der Einzelne austauschbar. Als Konsument in Restaurants, als Käufer in Shopping-Malls, als Fussballfans in Stadien. Die Wirtschaft hat von diesen Konsumenten, die Ressourcen verbrauchen, gelebt. Sie tut es noch. Indem sie von ihrem Konsum und der Gier danach gelebt hat, hat sie sie wiederum selbst verbraucht. Auch an Schulen hat sich bereits des Längeren eingeschlichen, dass es nicht um den einzelnen Schüler geht, sondern um die Ausübung der Institution Schule und mit ihr der Bildung, in der der Schüler ein hinzunehmendes Element, vielleicht sogar Übel, ist.

Die Kombination Soziale Distanz ist ein Oxymoron (Widerspruch), denn das Soziale lebt von der Gedrängtheit, vom Komprimierten, ins Zentrum Drängende, nicht vom Abstand. Und es ist charakterisiert durch das Ausführen einer Form/einer Institution/eines Gebildes.

Das gefürchtete Virus gefährdet die Ausübung der in der zu groß gewordenen Gedrängtheit anfälligen Form „Konsumtempel“? Im Aufeinandertreffen von körperlicher Nähe (die ja noch nicht einmal seelische Nähe bedeutet) und Gefährdung wirtschaftlicher Interessen schwimmen auf einmal die Felle davon – die Systeme und ihre Funktionalität müssen vor Ansteckung bewahrt werden. Menschen stören dabei. Das Virus wird – unbemerkt von allen – auf einer ganz neuartigen Ebene zur Aufhebung von Gemeinschaftlichem instrumentalisiert, der Konsum kann auf neuem Wege gewährleistet werden (online-Einkauf bei Abschaffung von Bargeld), Verlagerung in die digitale Welt mit sehr viel Kontrollmöglichkeit.

Nachwort: Soziale Distanz ist ein Fachbegriff aus der Proxemik. Diese beschäftigt sich damit, wieviel Abstand die Menschen zueinander einhalten. Die Intimzone eines Menschen hat einen Radius bis etwa 60 cm, dann beginnt seine persönliche Zone, innerhalb der wir uns die Hände reichen und begrüßen. (Die „berühmt“ gewordene Armlänge, die nach den Kölner Vorfällen als Abstandsregel gelten sollte, ist ein Witz; eine Armlänge – das sind 80 cm höchstens – fällt noch in die persönliche Zone und ist damit ein Übergriff.) Die persönliche Zone weitet sich bis 1,20 m aus und endet bei der sozialen Zone: 1,20 m bis 3,60 m. Das ist die Nähe, auf die wir Fremde an uns herankommen lassen. Es ist ein Abstand, in dem wir ohne Einbußen Gespräche führen und Mimik und Gestik des Gegenübers gut einschätzen können. Die öffentliche Zone (3,60 m bis 12 m) ist die Distanz, die wir brauchen, wenn wir uns im öffentlichen Raum bewegen, ohne uns bedrängt zu fühlen. 

Nun gibt es sog. low-contact-Kulturen und high-contact-Kulturen. In ersterer kommen sich Menschen sehr nah, d.h. es ist Fremden „erlaubt“, sich in die persönliche, sogar in die intime Zone eines Bekannten, Freundes, Verwandten hineinzubewegen. Das wird nicht nur toleriert, sondern ist sogar erwünscht. Eine große Distanz zu halten, wird in high-contact-Kulturen als emotionale „Kälte“ empfunden. In den low-contact-Kulturen wird wiederum ein Zunahetreten als ein grober Verstoß empfunden. Ein Berühren von einem Fremden wird als Übergriff erachtet, die Folge ist Aggression. 

Unter diesem Gesichtspunkt wundert es nicht, dass das Virus in den europäischen high-contact-Kulturen (Italien, Spanien) eine fruchtbare Verbreitungsmöglichkeit gefunden hat.

Das social distancing unter diesem Aspekt betrachtet, könnte durchaus heißen, dass sich eine Revolution der kulturellen Nähe-Regeln anbahnt. Es geht hier um das Verhältnis zum Raum. Rekers Armlänge gehörte eindeutig zu einer (unbewussten) Hinwendung an eine high-contact-Kultur (wie sie im Nahen Osten, Maghreb und unter Mittel- und Südamerikanern bekannt ist), auch wenn sie es bestimmt anders meinte. Europäer, insbesondere Nordeuropäer kommen aus einer eher durch Distanz geprägten Kultur. Das Distanz-/ Näheverhalten wird in frühester Kindheit gelernt und sinkt schließlich als Automatismus ins Unterbewusstsein ab. Das wird noch interessant – denn diese neue Distanzierung wird nicht nur wirtschaftliche, sondern auch kulturelle Konsequenzen haben bzw. eine neue Bewusstheit anstoßen. 

Lockdown/Shutdown

Beide Begriffe stammen aus dem Amerikanischen, im Deutschen gibt es dafür keine Entsprechung und m.W. auch keine rechtliche Handhabe. Zum Schutz wichtiger, lebenssteuernder Systeme werden die Stätten der öffentlichen und administrativen Begegnungen unzugänglich gemacht. Im Falle des Shutdown ist es die Schließung des gesamten staatlichen Verwaltungsapparates, ohne eine medizinische Grundursache. Im Falle von Lockdown handelt es sich um ein Abriegeln von Gebäuden oder eines ganzen Gebietes im Falle eines Attentates oder eines Amoklaufes, oder auch eines medizinisch indizierten Notfalls. Auf jeden Fall folgt die Ausrufung von beidem der Ausrufung eines Katastrophenfalles. – Deshalb musste ja auch aus der Bedrohung durch das Virus eine Pandemie (im Gegensatz zu einer Epidemie örtlich nicht beschränkt) deklariert werden. – Durch das Ausrufen eines Katastrophenfalles finden in den betroffenen Gebieten die entsprechenden Vorschriften über die Rechte, Pflichten und Einsatzpläne während einer Katastrophe ihre volle Anwendung – die Freiheit des Einzelnen hat dahinter zurückzustehen.

Der sog. ‚Katastrophennotstand‘ ist im heutigen Satz 2 von Absatz 2 des Artikels 35 Grundgesetz und im dortigen Absatz 3 geregelt (der heutige Satz 1 von Absatz 2 ist dagegen keine Einfügung von 1968, sondern eine Einfügung von 1972). Hier nur zwei Aspekte aus mehreren anderen, die im Grundgesetz als Grundrechte nachzulesen sind, und die im Falle des Katastrophennotstands aufgehoben werden können. Das sind die Artikel 11 (Freizügigkeit) und Artikel 12 (Berufsfreiheit). Artikel 10 und 19 sind außerdem von Interesse.

Distanzregeln

Distanzregeln im öffentlichen Raum gewährleisten, dass sich Menschen dort zwar bewegen dürfen, aber dies unter bestimmten Bedingungen. Regeln müssen immer dort aufgestellt werden, wo eine Obrigkeit davon ausgeht, dass der Verzicht auf ein Bedürfnis freiwillig nicht geleistet wird, in diesem Fall ist es der Verzicht auf die Nähe zu Mitmenschen. Das ist auferlegte Separation voneinander vor aller Augen – da wissen wir, was die Obrigkeit von ihren Schäfchen hält. Sie nimmt die Bevölkerung als Geisel.

Kontaktsperren In dieselbe Richtung und darüber hinaus gehen die Kontaktsperren. Im Namen des Schutzes für als vorbelastet identifizierte Gruppenmitglieder ist ein Kontakt, d.h. ein Treffen mit Berührung untersagt. Eine Sperre ist mehr als eine Regel – es ist ein reales oder auch metaphorisch ins Gehirn geschriebenes Hindernis zwischen Menschen. Mit der Isolationshaft in Gefängnissen versuchen sie, den Willen des Häftlings zu brechen, auf dass er gehorche und nichts hinterfrage.
Risikogruppen

Vorbelastete – und das sind in diesem Fall gesundheitlich mehrfach angegriffene, sog. multimorbide Gruppen-/Herdenmitglieder – werden als gefährdeter als sogenannte Gesunde eingestuft. Das Wort gab es bereits vor der jetzigen Pandemie, erhält nun aber eine neue Bedeutung: eine Infektion von Mitgliedern von Risikogruppen könnte die Gesundheitssysteme und die Gesunden über Gebühr gefährden und an die Grenzen ihrer Kapazität bringen. Um dieses System zu schützen, müssen Risikogruppen vor sich selber geschützt werden. Leben bedeutet immer Risiko (dieses Leben zu verlieren), wer das Risiko aus dem Leben ausschließt, sei es durch Versicherungen oder durch Wegschließen, schließt die Endlichkeit aus und „huldigt“ dem Reinen, Sterilen.

Zweierlei ist passiert: 1. Die Risikogruppen sind zu Gefährdern dieses Keimfreien (das demnächst öffentlich installiert werden wird, und Infizierte sind darin die Vergifter) deklariert worden, und die Gesunden dulden sie nicht in ihrer Mitte, denn sie sorgen dafür, dass die Regelungen rigide bleiben. 2. Angehörige der Risikogruppen alias der Gefährder sind teilweise selbst die härtesten Verfechter der getroffenen Maßnahmen. 

Wie aber sieht das konkret aus: Alte Menschen, ob bereits ohne jedwede Familienangehörige oder noch mit, werden in Seniorenheimen kaserniert. Sie dürfen keinen Besuch empfangen, das Pflegepersonal ist angehalten, sich schutzzubekleiden. Was für ein Menschenbild gibt dies ab? Da ist die Richtung doch bereits vorgezeichnet. 

Systemrelevanz

Nicht nur das Gesundheitssystem muss störungsfrei erhalten bleiben, um den reibungslosen Betrieb für die herzustellende und zu erhaltende Keimfreiheit zu gewährleisten. Alle Kräfte, die dies leisten, sind aus der Sicht des Systems wichtig und von Bedeutung. Sie tun das, was sie immer zum Broterwerb als Arbeit zum Lebensunterhalt getan haben (Krankenpflegepersonal, Ärzte, Verkäufer, Postleute, Müllabfuhr, das Baugewerbe uam), allerdings nun erweitert um den Faktor des Systemerhalts. Autopoiesis oder Autopoiese (altgriechisch αὐτός autos, deutsch ‚selbst‘ und ποιεῖν poiein „schaffen, bauen“) ist der Prozess der Selbsterschaffung und -erhaltung eines Systems. Jetzt brauchen wir noch den Begriff des Systems: ein System ist ein abgrenzbares, natürliches oder künstliches „Gebilde“, das aus verschiedenen Bestandteilen besteht, die aufgrund bestimmter geordneter Beziehungen untereinander als gemeinsames Ganzes betrachtet werden (können). Selbsterhaltende Systeme sind rekursiv organisiert: das Produkt des funktionalen Zusammenwirkens ihrer Bestandteile ist genau jene Organisation, die die Bestandteile produziert. Maschinen, die Maschinen produzieren, um Maschinen zu warten. 

Krankenpflegepersonal arbeitet jetzt, um das Gesundheitswesen und die Jobs darin zu erhalten (nicht um die Kranken und Alten zu pflegen und zu versorgen), Postboten arbeiten, um den Postbetrieb und damit den Arbeitsplatz (den Umschlagplatz für Waren), der das System rechtfertigt, aufrecht zu erhalten. Der Beigeschmack fällt niemandem auf, die Angehörigen der systemrelevanten Gruppen haben erst nach der ersten Euphorie der Wichtigkeit (weil sie doch Leben retten! Und dafür applaudiert bekommen) bemerkt, dass sie die ersten Sklaven im „neuartigen“ System sind. 

Mir fällt dunkel Ernst Jünger ein, der 1932 Der Arbeiter veröffentlichte. Aber man darf auch gerne Hannah Arendt zur Rolle der Arbeit und Carl Schmitt über den „Totalen Staat“ mit der Ur-Idee der Daseinsvorsorge (Die Entwicklung des Konzepts der Daseinsvorsorge im Werk von Ernst Forsthoff, in: Jens Kersten, Der Staat) heranziehen.

Alle Personen, deren Tätigkeit nicht zum Erhalt des Systems beiträgt, sind irrelevant und können wegisoliert werden. Nicht systemrelevant sind Künstler, Freiberufler, „Soloselbständige“, akademische Forscher auf nicht mathematisch-medizinischen Gebieten und Geisteswissenschaftler (es sei denn sie stehen im Dienste staatlicher Institutionen) und noch andere. Diese werden in ihre Wohnungen geschickt. Für manche kommen die Maßnahmen einem Berufsverbot gleich, weil das Recht auf Arbeit empfindlich eingeschränkt ist.

Homeoffice

Ein Wort, das es im Englischen mit dieser Bedeutung nicht gibt (das nur nebenbei; wer von zu Hause aus arbeitet is working from home) verweist auf Deutsch auf Arbeitsplätze, die nicht unbedingt auf bestimmte Arbeitsmaterialien und -geräte angewiesen sind, Arbeitsvorgänge, die mobil und von jedem beliebigen Ort aus ausgeübt werden können. Sie werden nach Hause – d.h. in das Private, den nicht-öffentlichen Raum verlegt. Damit wird neuer Platz geschaffen und Energie gespart. Das System hat schon Verwendung dafür, und auf die Person im Homeoffice kann sie jederzeit zugreifen, gleichzeitig Kosten auf sie abwälzen. Das Heimbüro ist die Beschneidung/Vernichtung des Privaten und der Einbruch des Systems/des Staates in das Allerinnerste der Menschen. Die Aufhebung der Trennung von Tätig-Sein und Sein.

Noch eins: Soweit ich weiß, auch von den Gewerkschaften durchgewunken, tritt die Kurzarbeitsregelung (Kurzarbeit soll helfen, dass kein Arbeitsvertrag gekündigt werden muss) in Kraft. Damit werden Gehälter offen und legitimisiert, an den bestehenden Arbeitsverträgen vorbei, gekürzt. Wer kann, sollte so lange wie möglich die Sache mit dem Homeoffice hinauszögern. Das ist eine ebensolche Falle wie das inzwischen von vieler Mund geforderte „Bedingungslose Grundeinkommen“.

Ausgangsbeschränkung Die Schließung der Kultur- und Bildungsinstitutionen sowie der Kinder“begegnungsstätten“, die Kontaktsperren zu Eltern und Großeltern, der Aufruf, möglichst „daheim“ zu bleiben, führt uns wiederum die Separation und Isolierung der Gruppenmitglieder untereinander vor. Die Beweglichkeit, die freie Wahl des Ortes, an dem ich sein will, ist (zum Wohle aller) beschnitten. Der Stillstand in der Außenwelt zwingt Menschen in die Arme von Hilfsmitteln, deren jeder sich bedienen muss – man telefoniert, statt sich zu treffen, man trifft sich in Videokonferenzen statt im Klassenzimmer, Kinder werden mit modernsten Medien bei Laune und bei körperlicher Unbeweglichkeit sprich damit auch geistiger gehalten. 
Maskenverordnungen

Masken verdecken Nase und Mund. Zusammen mit den Augen, der Mund noch mehr als die Nase, geben sie die Unterschiede der einzelnen Individuen preis. Die Erkennbarkeit des Einzelnen wird damit reduziert, im öffentlichen Raum begegnen sich nur mehr Gesichtslose, Vermummte, Fremde, die keinen Kontakt zueinander suchen aus Angst vor Infizierung. In der Anonymität ist es leichter, Verstöße zu denunzieren. Soziale Distanzierung verringert die Hemmschwelle, andere des Ungehorsams anzuzeigen.

Masken werden im Karneval getragen; die Leute setzen sie auf, um ihre wahre Identität dahinter zu verstecken und in eine andere, geliehene Identität zu schlüpfen. Die Totenmasken der Ägypter hatten eine rituelle Schutzfunktion, sollten Unheil vom Gestorbenen abwenden. Im antiken griechischen Theater benutzten die Schauspieler typisierte Masken, um die Gefühle ihrer Rollen besser zum Ausdruck zu bringen. Diese Art der Maske kennt man unter dem Begriff der persona. Im Theater der Renaissance kannte man die symbolische traurige Maske für die Tragödie und die lustige für die Komödie. Kennt man heute noch von den venezianischen Karnevalsmasken.

Die Unkenntlichmachung durch Masken nutzen natürlich Kriminelle. In vielen Kulturen und Staaten ist es strafmaßerhöhend, wenn bei der Begehung einer Straftat der Täter maskiert ist. In einigen Ländern wird auch das Tragen von Masken während Demonstrationen und Versammlungen unter Strafe gestellt. Das Vermummungsverbot gilt auch in Deutschland.

Die Maskenverordnung kommt quasi einer Aufhebung des Verbots gleich, die man sich im Sinne des vorgeschobenen Schutzes erlauben kann, weil es inzwischen andere Formen der Überwachung und Identifizierung gibt. Insofern ist dies ein Ablenkungsmanöver. (Die Pestmasken muss ich an dieser Stelle schuldig bleiben, aber die werden ja auch medienlastig genug strapaziert.)

Corona-Warn-App

GPS über Smartphones, Schrittzähler, Fitnesstracker – alles wird bereits freiwillig von Gesundheitsbesessenen und Selbstoptimierern benutzt. Freiwillig auch werden über die sozialen Medien alle möglichen Informationen bis hin zu Schnappschüssen und Selfies hin und her geschickt, woraus der Provider ohne Weiteres den Aufenthaltsort erlesen kann.

Die Corona-Warn-App soll als zentrale wichtige Datenquelle den Puls, den die Fitnessarmbänder und Smartwatches am Handgelenk messen, dienen. Aus mehreren Messungen wird ein Durchschnittswert für den Ruhepuls ermittelt. Ist der Ruhepuls höher als gewöhnlich, kann Fieber vermutet werden – ein Symptom von Covid-19. Es ist außerdem gedacht, dass die Anwendung Menschen rasch und anonym informiert, sobald feststeht, dass sie Kontakt zu positiv auf das Coronavirus Getesteten hatten. Diese technische Unterstützung kann aufwendige Tests und undurchsichtige Begegnungsmuster transparent machen. Möglich ist damit ein Profil der Bewegungen aller Smartphone-Besitzer. Infolgedessen wird bald jeder ein Smartphone haben müssen. Verschiedene Anbieter von Internetdiensten „verschenken“ als besonderen Anreiz während der Corona-Krise Smartphones und günstige Einstiegstarife. 

Der Überwachungschip ist bereits auf dem Weg, und alle werden ihn haben wollen.

Premiumkontakte
„Premium“angebote klingen immer nach etwas Besonderem. Ein Euphemismus im Zusammenhang mit Kontakten mit Personen, mit denen eine Person jetzt ausschließlich zusammenbleiben muss. Da wird der Ehepartner oder das Kind zum Premiumkontakt, dem man nicht entkommen kann. Es ist uns eine Ehre.
Herdenimmunität

Eine Herde ist eine Ansammlung, ein Kollektiv (in der Mehrzahl wendet die Zoologie den Begriff für sie an) pflanzenfressender Amnioten, vor allem großer Säugetiere und großer Laufvögel. Herden sind sog. Sozialverbände, in denen es feste Strukturen des Gemeinschaftlichen gibt, einschließlich Hierarchien. Insbesondere in Herden zusammenlebende, sowohl wilde als auch domestizierte Huftiere werden als Herdentiere bezeichnet. Ist eine Herde sehr groß, wird sie ein anonymer Sozialverband sein, in dem die meisten Individuen einander nicht kennen (Staat). Eine kleinere Herde ist ein individualisierter Sozialverband, in dem die Tiere miteinander vertraut sind (Leben im gemeinsamen Haushalt) 

Funktion der Herde ist: Schutz vor Raubtieren, die von außen einzelne Individuen reißen könnten, Abwendung von Schäden vom Verband. Man kann die Herdenimmunität auf unterschiedliche Weise (so geschehen!) lesen – ist nachzulesen. Mein Gedanke: Wenn nur ausreichend große Teile der Herde eine Immunität gegen ein Virus oder eine Infektion aufweisen, sind auch die Mitglieder mit einer schwachen Abwehr darin geschützt. Aber vor allem: es ist eine Art Schneisenfunktion geschaffen, die die Ausbreitung verlangsamt („flatten the curve“). Die Idee ist: Immunität wird dadurch erreicht, dass die Herde die Infektion erleidet und gesundet, was dauerhaft vor Neuinfektion schützt. Oder Immunität wird dadurch erreicht, dass man möglichst viele Mitglieder der Herde impft, d.h. sie künstlich mit einer milderen Form infiziert. Bill Gates steht da ganz vorne in der Linie und mischt mit. 

Das Problem bei der Impfung: bestimmte Bevölkerungsgruppen (Risikogruppen) werden von der Impfung aufgrund ihrer Vorerkrankungen ausgenommen. Geimpft werden also nur Gesunde. Kranke sind damit nach wie vor Gefährder wie Gefährdete. Sie genießen somit – entgegen aller sozialen Reden – eben nicht den Schutz der Herde und werden als erste aufgegeben. Was moralisch zwar zu bewerten ist, aber nicht weiterbringt. Es geht um das Überleben aller vor dem Recht auf Leben Einzelner (übrigens eine Skorpion-Domäne). S. Herr Schäuble (geb. 18.9., mit Skorpion-AC) oben.

Lesen wir das einmal anders und weiter. Die Metapher „ich habe ihn geimpft“ beschreibt noch einen anderen Prozess, nämlich den der Immunisierung gegen das Trügerische, Manupulierte, – man hat sozusagen eine neue Information in jemanden gesetzt. Das können die Alten (die sich nicht ein X für ein U vormachen lassen) noch erkennen. Die Jungen nicht. In diesem Zustand sollen sie bitte auch bleiben. Impfen als Wiegen in Sicherheit, und Sicherheit verhindert Entwicklung.

Durchseuchung

Eine Seuche könnte man als eine allgemeine Krankheit, die den gesamten Körper schwächt oder eine Krankheit der ganzen Gegend, der ganzen Sippe oder Herde bezeichnen. Sie tritt heftig auf, ist sehr ansteckend und verbreitet sich rasch. Sind alle wieder genesen (außen jenen, die keine genügenden Widerstandskräfte aufweisen konnten) bleibt eine Resistenz – s.o. unter Herdenimmunität. Man kann den Begriff als einen Prozess lesen, den man auslösen möchte, um an seinem Ende die Herdenimmunität zu erhalten. Man kann ihn aber auch als Endzustand lesen: Am Ende sind alle Mitglieder der Herde mehr oder weniger krank. Was für eine Vision. Von Heilung als Weg wird gar nicht mehr gesprochen, stattdessen werden Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen in Kauf genommen.

Wir lesen von den „großen Volkskrankheiten“, von der chronisch kranken Gesellschaft. Hahnemanns Miasmenlehre gefällt den wenigsten, aber in einem hatte er recht: die Gesellschaften sind von Krankheiten durchzogen. Das erste Mal weist Hahnemann im Organon in § 5 auf ein Miasma hin. Der Arzt brauche für seine Heilaufgabe folgende Hilfsmittel: Bei chronischem Leiden müsse man die wichtigsten Momente der ganzen Krankheitsgeschichte anschauen, um der Grundursache auf die Spur zu kommen, die meistens auf einem chronischen Miasma beruhe. Was verstehen Homöopathen aber unter „gesund“? – Gesund ist der Mensch, der auf jeden Reiz kurativ reagieren kann und dessen eigene Widerstandskraft/Lebenskraft in Stande ist, jede Störung der Homöostase wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Wo finden wir diese gesunden Menschen? Gibt es sie überhaupt? Oder sind sie Mythos geworden? – Sind die Gesellschaften aller Länder nicht längst in verschiedenen Ausprägungen mit Krankheiten durchseucht? Und ist Gesundheit überhaupt auf dem Plan des Staates?

Coronaparty

Wer veranstaltet Partys, auf denen man sich absichtlich mit einer Krankheit infiziert, um durch eine vermeintlich kontrolliert durchlaufene Erkrankung individuelle Immunität zu erlangen? Ich weiß es nicht, ich kenne solche Leute nicht. Vielleicht sind sie extreme Impfgegner, vielleicht sind sie die gerade eben noch verzweifelt gesuchten Gesunden, vielleicht sind sie Besserwisser oder aber total hilflos, uninformiert und ängstlich. Es gab ja zuvor bereits die „Masern-Partys“, also Trittbrettfahrer?

Partys sind gemeinhin ein fröhliches Zusammenkommen von Menschen; da wird etwas gefeiert, und manchmal auch einfach mal nichts. Sinn und Zweck dieser Zusammenkünfte im Zusammenhang mit Corona könnte der Widerstand gegen die verhängten Maßnahmen sein. Die Kontaktsperren und die soziale Distanzierung berühren außer dem Bedürfnis der Menschen nach Austausch nämlich auch das Versammlungsrecht. Dort und wenn Menschen sich versammeln, wird Widerstand, den der Einzelne nicht aufbringt, gebündelt. Gegen die Maßnahmen im Sinne der Eindämmung der Pandemie, und manchmal als Provokation gegen die Staatsgewalt, dargestellt in der Polizei.

Wenn man die Nachrichten durchliest, liest man gar nicht mal selten, dass es wohl tatsächlich die Ordnungskräfte sind, die eine Versammlung von mehr als 5 Menschen als „Coronaparty“ deklarieren. Und wieder bewahrheitet sich: Du musst dem Ding den für deine Zwecke geeigneten Namen geben, dann darfst du entsprechend handeln. Die Pragmalinguistik und die Semiotik beschäftigen sich mit den Aspekten der Bedeutung, die über das Zeichen und seine Referenten (also das Wort und worauf es sich bezieht) hinausgehen. Diese Bedeutung ergibt sich immer aus einem Zusammenhang, in den man das Wort setzt, und bezieht immer die Absicht des Sprechers ein. So kommuniziert man auch schon mal verdeckt, und staatlich-sozialistische Rhetorik gilt es mal gründlich zu studieren.

Corona-Ticker

Selbsternannte Wächter der Verbreitungs-Verläufe, Leute mit Accounts in den sozialen Medien füttern Gleichgesinnte mit den Informationen aus den „Tickern“ der ganzen Welt, und die Follower starren auf die Entwicklung der Zahlen. Die Zahlen bestimmen alles: Es geht um Verdopplungszeiten, Infektionskurven, Reproduktionsraten. Immer informiert, immer auf dem neuesten Stand und bereit zu kommentieren, auszuwerten, Vorschläge zu machen, Maßnahmen zu bemängeln oder einzufordern. Das ist ein wahrer Pandemimus – immerhin bleiben die Leute, eingesperrt in ihren Wohnungen, beschäftigt. Auch sind sie damit beschäftigt, ihre Freundeskreise zu vertikutieren. Haben manche erst einmal eine Meinung eingenommen, dann führt jede Gegenrede zur Entfreundung. Punkt. Liest sich das dann. Hätten sie einen Standpunkt, könnten sie auch den von anderen Menschen stehen lassen, aber im Moment erleben wir das zweifelhafte Ende einer zweifelhaften Diskussionskultur. 

Corona-WG

Ein Format der Öffentlich-Rechtlichen. Eine Primel aus dem Kompost des Medial-Machbaren. Die Sender quartieren drei oder mehr prominente Personen von Fernsehen und Film zusammen ein und lassen sie exemplarisch für den Zuschauer zuhause corona-indizierte Probleme des Zusammenlebens durchleben. Besser geht doch „Gleichschaltung“ in punkto Solidarität und sozialer Nähe trotz sozialer Distanz wirklich nicht.

„Ich glaube daran, dass Fernsehen nicht nur Begierden erwecken darf, sondern auch Bedürfnisse erfüllen muss. Jetzt heißt es: zusammenrücken und zeigen, dass wir alle in einem Boot sitzen“, meint TV-Entertainer Thomas Gottschalk. Wie viele andere in Deutschland, die aktuell ungewöhnliche Ideen ersinnen, um anderen beizustehen, wird sich auch Gottschalk in den nächsten Tagen dem Thema Corona stellen – auf seine Weise.

Leute, die in den sozialen Medien unterwegs sind, haben schon immer gerne Szenen aus ihrem Leben online gestellt. Da jetzt immer mehr aus dem heimischen Wohnzimmer aus arbeiten, werden die Einsichten in das Private nochmals vermehrt. Ganze Familien stellen ihr Familienleben ins Netz. Kommt das nicht einer Vertreibung aus sich selbst nahe? Wie unter Homeoffice bereits gesagt: die Menschen verschwinden zwar aus dem öffentlichen Raum und betreten ihn in einer Matrix der Digitalität. Geisterspiele.

Geisterspiele

Fussballspiele vor leeren Rängen, mit Übertragung in die Wohnzimmer der Fussballfans. Analog gibt es auch Geisterkonzerte (jeder Musiker allein für sich zu Hause, in einem Livemitschnitt zusammengeführt), Geistertheater (ein ebensolches Format), Buchlesungen zuhause vor der Computerkamera vor einem virtuellen, zugeschalteten Publikum. Brot und Spiele… fürs Volk. Natürlich geht das auch alles über das Internet, es ist nur nicht mehr dasselbe. 

Ein Geist – und ich gehe mal davon aus, dass nicht das Pneuma oder der Nous gemeint ist – ist im Plural als Geister eine Erscheinung, die sich vor meinen Augen entweder als Sinnestäuschung oder aus Gespensterglaube „ereignet“. Gespenster – das sind Hirngespinste, Halluzinationen, auf jeden Fall Gegenwartslose. Vielleicht wirklich, aber nicht real. Was kann denn so alles film-technisch manipuliert werden, wenn ich nicht selbst anwesend bin und in „Echtzeit“ bezeugen kann, was vor sich geht? 

Gabenzaun

Es gibt ganze Gesellschaftsgruppen, die bereits in „gesunden“ Zeiten als Randgruppen unregelmäßig in der Öffentlichkeit und den Medien auftauchten. Die Obdachlosen sind eine solche Gruppe, die Insassen von psychiatrischen Anstalten, die Asylbewerber in ihren Heimen eine andere. Niemand spricht mehr von DEN Flüchtlingen und dem ungelösten Problem der Integration. Ja, wie geht es denn ihnen? – Die Tafeln, eingerichtet um auch die Ärmsten noch mit Nahrungsmitteln und Nötigstem zu versorgen, sind ebenfalls eingestellt – Abstandsregeln können hier nicht eingehalten werden, ebenfalls übrigens wie auf den Bahnhöfen und in den Innenstädten, wo sich die Bettler aufhalten. Der Gabenzaun – eine anonyme Austauscheinrichtung – kommt euphemistisch daher: weihnachtliche Gaben, Geschenke, für Menschen in Not. Ein sozialer Spendenzaun, und trotzdem ist ein Zaun etwas Trennendes, daran kommen wir bei der Bezeichnung nicht herum. 

Mangel erzeugt soziale Nähe, heißt es in einem älteren Artikel über die Versorgungsorganisation in der DDR. Der damals allgegenwärtige Mangel erzeugte Strategienreichtum bei der Beschaffung von Nahrungs- und Lebensmitteln: es gab Bückwaren und Hoffnungsbeutel. Die Leute rückten zusammen, es entstand eine Art Gruppenegoismus. Mangel ist derzeit wiederum ein oft gehörtes Stichwort, doch soziale Nähe ist unerwünscht.

 

Pandemimus – Sie haben nicht falsch gelesen und ich auch nicht falsch geschrieben. Das Wort habe ich nicht vorrangig an Peter Pan angelehnt, jenen Jungen, der das Älterwerden verweigerte und in Neverland lebte, d.h. so eigentlich gar nicht lebte. Pan viel mehr – ein Gott der griechischen Mythologie und Namengeber für die Panik – hat Pate gestanden. Den Rest hat offensichtlich mein Unterbewusstes beigesteuert. demimus kommt vom lateinischen demere und heißt hier soviel wie „wir nehmen weg, wir nehmen ab“. Wir nehmen den Schrecken hinweg. Neulich schrieb ich mal irgendwo, dass wir, wenn wir aus dem Corona-Taumel erwachen, uns in einem anderen Land wiederfänden. Dazu muss ich gar nicht mal ins Horoskop schauen; das könnte ich, tue ich aber hier nicht. Die Antwort von mehreren Seiten – kein Sturm, ein Wort reichte: Unsinn. Nun denn. Dann schlaft mal weiter. Und immer schön daran denken: „Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge.“ Bleiben Sie gesund. Für die anderen: Bleibt achtsam.

Lesetipps

Sie können sich der Literatur Victor Klemperers annehmen: Er hat während der Hitler-Herrschaft die Sprache der Nationalsozialisten analysiert und dokumentiert. In „LTI“ zeigt er die die Manipulation der Menschen mit Stilmitteln wie dem Superlativ. Victor Klemperer: „LTI (Lingua Tertii Imperii). Notizbuch eines Philologen“, Reclam Verlag, 385 Seiten, 9,90 Euro, ISBN 978-3-150-20149-7.

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