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DAS LEBEN IN ZEITEN VON …

Ja, wir können Vorsorge treffen, nämlich unseren Lieben Mut machen, NICHT in Panik zu verfallen, und für sie da sein. Mut machen, ihrem Empfinden zu trauen. Absolute Isolation der älteren Menschen zu ihrem Schutz? – Das wird sie töten. Das wäre eine zynisch einfache Lösung all des noch nicht bereinigten Ungelebten. Wir können – wir sollten weiter – Freunde und Bekannte treffen und ihnen unsere Wertschätzung zeigen, sie im Anderssein sehen. Lebensfreude stärkt das Immunsystem. Wir können uns eigentlich Fremde im Vorbeigehen grüßen und ihnen zulächeln. Lächeln ist absolut ansteckend.

Vorgänge wie Hygienemaßnahmen und Vorratshaltung sind wichtig, sollten eigentlich selbstverständlich sein und sind unserem Respekt voreinander geschuldet. Es wäre fahrlässig, sich nicht um die eigene Versorgung und um die Verpflegung zu kümmern – und soweit es uns möglich ist um die anderer. Mechanik und Automatismen sind aber nur die eine Hälfte.

Die Lösung dieses „Stillestehens“ liegt darin, die Orientierung wieder im eigenen Empfinden zu finden. Das bedeutet nicht, egoistisch zu werden. Mitnichten. Das Wort „Funktionieren“ hat viel zu lange einen viel zu großen Beifall gefunden. Weg vom Funktionieren. Freiheit ist ein hohes, schwieriges Gut… Freiheit bewahren wir aber nicht, wenn wir funktionieren.

Kein Staat dieser Welt wird Frieden herbeiführen können. Wenn nicht… Kein Staat, kein System – wenn er oder es die Menschen von ihrem Empfinden abspaltet und sie zu Verbrauchern, d.h. Konsumenten und Melkmaschinen macht (oder zu Handlangern ihrer Wahlversprechen) – ist am Individuum interessiert. Freiheit wird in keiner Wahl – auch wenn noch so oft „Demokratie“ davor steht – entschieden. Die entscheidet sich in jedem Einzelnen. Was derzeit passiert, ist die Ausschaltung des Einzelnen. Selbst wenn die erkrankten, infizierten, in Quarantäne geschickten nicht kranken, aber potentiell kranken Menschen „überleben“… – ohne Orientierung aus dem Empfinden werden sie als neue Marionetten aus der Krise hervorgehen und einen neu entstehenden kollektiven Wahnsinn (der schon in der Warteschleife steht) unterstützen.