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CORNELIUS, DER KORALLENFISCH

Leider vergriffen

Karin Afshar
ISBN: 3-937194-01-0
1. Auflage, 2003, 32 Seiten
DIN A4, Spiralbindung
Karin Afshar & Gitta Wolf
m. Illustrationen von Yasmin Afshar
ISBN: 978-3-937194-33-2
1. Auflage, 2009 – 114 Seiten, 8,90 €
18 x 18 cm, Softcover, Hochglanz
Karin Afshar & Irena Balic
m. Illustrationen von Yasmin Afshar
überarbeitet und mitübersetzt von Ina Alke
ISBN: 978-3-937194-45-5
2. Auflage, 2012 – 128 Seiten: 8,90 €
18 x 18 cm, Softcover, Hochglanz
Buch8
Cornelius_2
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Vom Besonderssein – Eine Kinderparabel

Natürlich können Fische nicht sprechen, und natürlich können Fische auch nicht singen. Aber wenn sie es könnten, dann wäre Cornelius so ein Fisch. Er wäre anders als die anderen Fische, weil er etwas könnte, was sie nicht können.

Sie würden das nicht verstehen. Wenn Fische neidisch sein könnten, dann wären sie es auf Cornelius, denn der ist selbständig, unbeirrbar und doch nicht ganz ohne Angst. Allerdings ist Cornelius‘ Talent wiederum für die Mitfische beängstigend, denn vor allen anderen Dingen ist es nicht verteilbar.
Sein Talent hat Folgen für den ganzen Schwarm, den außerdem Linus bedroht. Und dann ist da noch die Fischefrau Livia, die eine Lektion in Sachen Neid erhält. Cornelius ist anders als die anderen im Schwarm, und das macht ihn zu etwas Besonderem. – Das ist es, was diese Geschichte sagen möchte: Sei du selbst, auch wenn die anderen dich zwingen, mit ihnen zu teilen. Individualität und Talent ist nicht an andere verteilbar. Das ist leider so und das gilt es zu akzeptieren.

Geeignet zum Vorlesen, und für das erste Lesealter, ab 8 bis 10 Jahre.

Der Ur-Cornelius ist vergriffen, aber er lebt sicherlich in vielen Kindern, nicht zuletzt meinen beiden, weiter…

 

Leseprobe

Kornelijev prvi i drugi dan života

S one strane zemaljske kugle, duboko na jugu u tamno- zelenoplavom moru, živi Kornelije. Zima je upravo prestala kada je Kornelije rođen, a koralji koji oko carstva njegovog oca sačinjavaju zaštitni zid, počeše cvasti.
Kornelije je isplivao iz svog jajeta u jednoj zaista jako tamnozelenoj noći, dok je ono visilo zajedno s mnogim drugim na jednom crvenom koralju. Njegovi roditelji naravno nisu bili u blizini, jer tko bi uopće mogao znati kada male ribice izlaze iz svojih jajašca. Pogotovo kod tako velikog broja.

© Karin Afshar, Cornelius, der Korallenfisch, S. 6

Leseprobe aus “Cornelius“

»Unser Problem Nummer eins ist der Schwarm vom Nordende. Linus verlangt mehr Jagdgründe und außerdem sieht er seine Grenzen verletzt.« Dieses Problem ist allen bekannt. Sie drängen zum nächsten. »Unser Problem Nummer zwei ist Cornelius.« Das den Worten folgende Schweigen ist geplant. Und die Worte schlagen ein wie der Schlag eines der Arme des Oktopus. Fahrig fächeln alle durcheinander. »Ja, in der Tat. Es gehen seltsame Dinge in Cornelius Höhle vor. Nicht nur, dass er mit niemandem zu tun haben will. Nein, er tut merkwürdige Dinge, die Fische üblicherweise nicht tun und die von keinerlei Nutzen für uns sind.« »Ja«, fügt der Zweite, der ebenfalls in Cornelius Höhle hat blicken können, näselnd hinzu, »ich frage mich, ob er nicht vielleicht sogar mit Linus zusammenarbeitet.« »Er«, sagt der Dritte, »schadet uns mit seinem Anderssein. Und deshalb müssen wir uns überlegen: Erledigen wir das Problem mit Cornelius, wenn wir das Problem mit Linus regeln?!« Sie nicken alle drei, und nicken in den Schwarm hinein, und alle Hundertlinge nicken zurück, denn Nicken ist ansteckend, wie wir wissen.

© Karin Afshar, Cornelius, der Korallenfisch, S. 16-17