Home » LESESTOFF » ASTROLOGIE » ASTROLOGISCHE FRAGMENTE XX

ASTROLOGISCHE FRAGMENTE XX

oder

Menschen hinter Musik

Vorausgeschickt: Dies wird kein Astrologie-Lehrbuch, und es ist auch nicht für Anfänger geschrieben. Seit ich mich mit den Deutungen nach der Münchner Rhythmenlehre von Wolfgang Döbereiner beschäftige, gehe ich in dieser Weise deutend an die Welt heran. Ich lerne jeden Tag viel daran. In den ersten Jahren meines Selbststudiums habe ich mich ausgiebig mit den Horoskopen der Menschen in meinem Umfeld beschäftigt. Mit denen der Kinder, der Eltern, der Freunde… dem eigenen natürlich auch.

Älter werdend interessierte mich die Welt – eigentlich weniger die Welt als das Wirkliche – mehr als mein eigenes Leben. Immer häufiger wurden es Ereigniszusammenhänge, Geschichtshoroskope, Vorgangshoroskope, und doch komme ich wieder auf Menschen. Maler nahm ich mir vor – eine Lektüre dazu war Döbereiners Buch „Malerei und Astrologie“ – er hat mich gelehrt, hinzuschauen und zu erkennen. Das Erkennen hört nie auf, die Fähigkeit dazu wächst – oder sie schrumpft (im Abnehmen beim Altern, die Gefahr besteht!)
„Der Wandel des Lebens im Tierkreis“ ist eine andere einzigartige Quelle an Beobachtungen. Ich nehme das Buch seit 10 Jahren in Abständen immer und immer wieder in die Hand, und erschrecke, dass ich etwas bei der vorherigen Lektüre überlesen habe. Es gibt vermutlich auch die nächsten Jahre noch viel zu erlesen. Allein das Formulieren muss man schließlich selbst versuchen und üben. Leicht ist das nicht! Groß ist die Versuchung, an den Bezeichnungen kleben zu bleiben, sich nicht lösen zu wollen. Groß auch die Versuchung, zu interpretieren statt zu deuten. Sich mit Astrologie zu beschäftigen heißt auch, seine Sprache beherrschen lernen und wahrhaftig zu bleiben, keine „falschen“ oder täuschende Fährten zu legen. 

Warum Komponisten (die meisten aus dem 19. und 20. Jahrhundert)  – und verstreut, aber unsystematisch darin modernere Songschreiber? Warum schreibt jemand dergleichen? Das ist schnell beantwortet: mit Sprache setze ich mich bereits mein Leben lang auseinander. Ich habe Linguistik sogar zu meinem Studienfach gemacht. Sprache, das ist Struktur, Be-Stimmung und Bezeichnung, das ist der Steinbock und der Saturn.

Bilder, die die Mythen zeichnen wie die, die in uns aufsteigen, die Traumbilder (weniger die fixierten oder die Fotografien) sind Wassermann und Uranus. – Musik schließlich kann Fische und Neptun (im Prinzip, und dann gibt es die Unterkategorien: Pluto-Musik, Mond-Musik…) zugeordnet werden. Alle drei zusammen gehören dem IV. Quadranten an und fallen in die Zuständigkeit des Wirklichen, der Wirklichkeit. Was diese Bezeichnungen bedeuten, werde ich in diesem Buch hoffentlich zeigen können.

Fast gegen Ende meines Lebens beschäftigt mich der IV. Quadrant mehr als der I. oder der II. Quadrant. Das hat auch damit zu tun, dass ich mich anschicke, auf den MC zuzulaufen, dessen Herrscher – der Merkur – in meinem Fall in Haus 9 steht.

Im folgenden Dokument kann man ein wenig blättern. Es geht um Samuel Barber und George Michael, zwei sehr traurige Menschen.

Traurigste Musik