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ASTROLOGISCHE FRAGMENTE I

„Will das Bewußtsein in Unbekanntes vordringen,
muss es ‚Selbstverständlichkeiten‘ überwinden.“

(Thomas Ring, „Existenz und Wesen in kosmologischer Sicht“)

 

Die „Revidierte Astrologie“

 

Der Begriff –  auch Revidierte Klassik genannt – wurde von Thomas Ring geprägt und sollte eine zeitgemäße weltanschauliche Weiterentwicklung der Klassischen Astrologie im Zwanzigsten Jahrhundert darstellen. Die Horoskop-Deutungen weichen dabei soweit von jenen der Klassischen Astrologie ab, wie auch Umfang und Art der berücksichtigten Horoskopelemente sich so sehr unterscheiden, dass das weit verbreitete Etikett „Revidierte Klassik“ eher missverständlich wirken kann und Rings vielschichtigen Werken zur Astrologie nicht hinreichend gerecht wird.

Ring bestreitet den Einfluss der Gestirne im mechanischen Sinn. Er wendet sich gegen starre Deutungsregeln, gegen jede Form von Determinismus, sowie gegen konkrete Ereignisprognosen. Außerdem sprach er von den Aussagegrenzen des Horoskops. Demnach können bestimmte Angaben wie etwa der Zeitpunkt des Todes eines Menschen, sein Geschlecht, sowie seine Entwicklungs- und Intelligenzhöhe einer Radix nicht entnommen werden. Die Revidierte Astrologie hat viele moderne astrologische Richtungen, insbesondere die psychologische Astrologie, entscheidend beeinflusst.

Im Umgang mit den Aspekten schlug Thomas Ring ebenfalls neue Wege ein. Er lehnte dabei eine Wertung ab und spricht stattdessen von „analytischen“ (statt „schwierigen“) und synthetischen (statt „guten“) Aspekten.
Er schuf zudem für die Tierkreiszeichen und Planeten überaus prägnante Begriffe. Bei den Tierkreiszeichen taucht für jedes Element immer dasselbe Attribut auf: Das Feuerelement ist danach das Willensmäßige; das Erdelement das Stoffliche; das Luftelement das Geistige und das Wasserelement das Seelische.

Quelle: https://www.astro.com/astrowiki/de/Thomas_Ring

Das Werk von Thomas Ring ist meine gegenwärtige Lektüre. Da ich hier nicht alles wiedergebe, was an anderer Stelle bereits besser geschrieben steht, sei außerdem dieser Link gegeben:

 

Das Werk von Thomas Ring

Thomas Ring (1892-1983) führte ein langes und wechselvolles Leben als Schriftsteller, Maler, Philosoph und Astrologe. Als Mitglied der Künstlergruppe «Der Sturm» wurde er in der Öffentlichkeit hauptsächlich als Dichter und Maler bekannt. Einige seiner Werke sind in deutschen Museen zu finden, zahlreiche in Privatsammlungen und ein großer Teil befindet sich im Besitz der Familie. Thomas Ring hinterließ Gedichte, Essays, Theaterstücke, Roman-Manuskripte und Schriften philosophischen Inhalts. Der größte Teil dieses Nachlasses wird im Deutschen Literatur-Archiv in Marbach a. N. aufbewahrt.

Bei aller Vielseitigkeit seines Schaffens liegt die überragende Bedeutung Rings wohl doch in seinem astrologisch-philosophischen Werk – und hier besonders in seiner Begründung einer «Revidierten Astrologie». Während sechs Jahrzehnten formte er die verschiedenen Strukturebenen der traditionellen Astrologie um in eine umfassende Menschenkunde, die auch Ergebnisse (vor allem) der modernen biologischen und psychologischen Forschung integriert.

Diese Website der Thomas Ring-Stiftung will sowohl zum bildnerischen Werk als auch zum dichterischen und astrologisch-philosophischen Werk Rings Hinweise und Informationen geben.